Kim Jiyoung, geboren 1982

Cho Nam-Joo

(199)
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Beschreibung

Der internationale Bestseller aus Südkorea zeigt die junge Frau Kim Jiyoung auf ihrem Weg zur Emanzipation in einer von Ungleichheit und Unterdrückung geprägten Gesellschaftsordnung. Cho Nam-joos Roman, eindringlich gelesen von Nele Rosetz und Felix von Manteuffel, erzählt das Schicksal einer Mittdreißigerin, die in einer kleinen, aufgeräumten Wohnung am Rande der Metropole Seoul lebt.
Kim Jiyoung hat erst kürzlich ihren Job im Marketing aufgegeben, um sich um ihre neugeborene Tochter zu kümmern – wie es von koreanischen Frauen erwartet wird. Doch schon bald zeigt sie seltsame Symptome, die ihren Ehemann, ihre Eltern und Schwiegereltern beunruhigen: Jiyoung wird zur Stimme anderer Frauen, seien sie lebendig oder tot. Als die Psychose sich verschlimmert, schickt sie ihr unglücklicher Ehemann zu einem Psychiater. Dort erfahren wir Jiyoungs Geschichte und von einem Leben, das stets von Männern überwacht und gelenkt wurde.

Produktdetails

Verkaufsrang 1085
Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Felix von Manteuffel, Nele Rosetz
Spieldauer 293 Minuten
Erscheinungsdatum 11.02.2021
Verlag Argon Digital
Format & Qualität MP3, 292 Minuten, 216.56 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Originaltitel TBA
Übersetzer Ki-Hyang Lee
Sprache Deutsch
EAN 9783732418633

Buchhändler-Empfehlungen

Lektüre, die im Gedächtnis bleibt

Dylan S., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Kim Jiyoungs Leben steht symbolisch für das Leben tausender koreanischer Frauen in einer Kultur, die von rigiden Normen, Werten und Geschlechterklischees durchzogen ist. Wie eine Dokumentation erleben wir einen Abriss von Jiyoungs Biografie, ihren Widerstand gegen und ihre Erschöpfung durch die starren patriarchalen Strukturen ihrer Umgebung. Der sachliche, fast klinische Stil verleiht dem Buch einen trocken wütenden Unterton und lässt uns sowohl die Uneinsichtigkeit der Gesellschaft wie auch die Frustration der Protagonistin spüren, die ihre eigene Person ist und doch auch alle Frauen zugleich. Eine auf den ersten Blick simpel wirkende, aber tatsächlich tiefgründige und mitreißende Lektüre, die einem noch lange im Kopf nachhallt.

Christina Welser, Thalia-Buchhandlung Salzburg

Mit dokumentarischer Genauigkeit zeichnet die Autorin mit der Hauptfigur das Portrait einer ganzen Frauengeneration - wobei die Diskriminierung definitiv nicht an Koreas Grenzen endet. Aufwühlend, informativ, wichtig!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
199 Bewertungen
Übersicht
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Eindrücklicher Einblick in das Leben einer Frau
von booklover2011 am 12.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Triggerwarnung: Abtreibung, Depression, Diskriminierung, Mobbing, Sexismus, sexuelle Belästigung, Victim blaming (Opferbeschuldigung) Inhalt (dem Klappentext entnommen): Cho Nam-Joo hat mit ihrem Roman einen internationalen Bestseller geschrieben. Ihre minimalistische und doch messerscharfe Prosa hat nicht nur viele Leserin... Triggerwarnung: Abtreibung, Depression, Diskriminierung, Mobbing, Sexismus, sexuelle Belästigung, Victim blaming (Opferbeschuldigung) Inhalt (dem Klappentext entnommen): Cho Nam-Joo hat mit ihrem Roman einen internationalen Bestseller geschrieben. Ihre minimalistische und doch messerscharfe Prosa hat nicht nur viele Leserinnen weltweit begeistert, sondern auch Massenproteste in Korea ausgelöst. In einer kleinen Wohnung am Rande der Metropole Seoul lebt Kim Jiyoung. Die Mittdreißigerin hat erst kürzlich ihren Job aufgegeben, um sich um ihr Baby zu kümmern – wie es von koreanischen Frauen erwartet wird. Doch schon bald zeigt sie seltsame Symptome: Jiyoungs Persönlichkeit scheint sich aufzuspalten, denn die schlüpft in die Rollen ihr bekannter Frauen. Als die Psychose sich verschlimmert, schickt sie ihr unglücklicher Ehemann zu einem Psychiater. Nüchtern erzählt eben dieser Psychiater Jiyoungs Leben nach, ein Leben bestimmt von Frustration und Unterwerfung. Ihr Verhalten wird stets von den männlichen Figuren um sie herum überwacht – von Grundschullehrern, die strenge Uniformen für Mädchen durchsetzen; von Arbeitskollegen, die eine versteckte Kamera in der Damentoilette installieren und die Fotos ins Internet stellen. In den Augen ihres Vaters ist es Jiyoung’s Schuld, dass Männer sie spät in der Nacht belästigen; in den Augen ihres Mannes ist es Jiyoung’s Pflicht, ihre Karriere aufzugeben, um sich um ihn und ihr Kind zu kümmern. »Kim Jiyoung, geboren 1982« zeigt das schmerzhaft gewöhnliche Leben einer Frau in Korea und gleichzeitig deckt es eine Alltagsmisogynie auf, die jeder Frau – egal, wo auf der Welt – nur allzu bekannt vorkommt. Meinung: Der bildhafte und fesselnde Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der Sicht des allwissenden Erzählers erzählt, erst am Ende erfährt man, dass ihr Psychiater über Jiyoungs Leben erzählt. Durch diesen Sichtwechsel besteht zwar Distanz zu den Charakteren, aber trotzdem kann man vor allem sehr gut mit Jiyoung mitfühlen, da sie im Mittelpunkt der Geschichte steht. Die Autorin zeigt durch Jiyoung und andere Frauen in der Geschichte auf, wie diese tagtäglich mit Vorurteilen, Geschlechterklischees, Sexismus, etc. konfrontiert werden. Bereits während der Schwangerschaft spielt das Geschlecht eine wichtige Rolle und Jungen bzw. Männer werden bevorzugt behandelt, was sich bis ins Arbeits- und Familienleben auswirkt. Vieles wird uns in Europa bekannt vorkommen, aber es gibt auch Einblicke in die südkoreanische Gesellschaft und Kultur. Das Ende zeigt nochmal eindrücklich die Doppelmoral in der Gesellschaft auf und dass es nicht ausreicht nur etwas zu wissen, sondern auch entsprechend zu handeln. Gerne hätte ich noch mehr über Jiyoungs Leben erfahren und auch wie es mit ihr weitergeht, aber das ist Meckern auf hohem Niveau und es geht vor allem um den wichtigen Inhalt des Buches, so dass es großartige 5 von 5 Sternen gibt und eine Leseempfehlung, wenn man sich für die oben genannten Themen interessiert. Fazit: Wichtiges und eindrückliches Buch über Frauenfeindlichkeit, Geschlechterungerechtigkeit, Sexismus und viele weitere wichtige Themen.

Trauriger Alltagssexismus
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 10.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist Alltagssexismus, den die Autorin Nam-Joo Cho hier beschreibt. Erschreckend, dieses Wort, "Alltagssexismus", als wäre es etwas ganz Normales. Aber letztlich ist es genau das - Sexismus ist Normalität. Benachteiligung von Frauen in alltäglichen Situationen, im Beruf, unter Freunden, sogar innerhalb der eigenen Familie und g... Es ist Alltagssexismus, den die Autorin Nam-Joo Cho hier beschreibt. Erschreckend, dieses Wort, "Alltagssexismus", als wäre es etwas ganz Normales. Aber letztlich ist es genau das - Sexismus ist Normalität. Benachteiligung von Frauen in alltäglichen Situationen, im Beruf, unter Freunden, sogar innerhalb der eigenen Familie und ganz besonders im Zuge der Mutterschaft. Einige Aspekte scheinen in Korea noch weitaus ungerechter und prägender zu sein, aber letztlich gibt es diese Probleme auch bei uns und vermutlich (leider) in jedem anderen Land auf dieser Welt mit unterschiedlicher Härte und Konsequenzen für die Frauen. Die Autorin schreibt die Geschichte von Kim Jiyoung in einem deskriptiven Stil, der wenig Romanhaftes an sich hat und damit eine so authentische Atmosphäre schafft, als wäre dies eine Biographie. Im letzten Kapitel erschließt sich der Grund für diesen Stil, den ich in seiner Nüchternheit sehr geschätzt habe, weil es verdeutlicht, wie wenig besonders diese Probleme sind, die Kim Jiyoung durch ihre Rolle als Frau und Mutter hat. Beinahe jede Frau auf dieser Welt kann zumindest Teile des Geschilderten sehr gut nachvollziehen, da es ihr selbst so ähnlich passiert ist. Wie schlimm, dass dies unser Alltag ist und wie gut, dass Nam-Joo Cho dieses Buch geschrieben hat, das zu Recht international Aufsehen erregt hat. Fazit: Der nüchterne, deskriptive Erzählstil bringt die Dramatik und Verzweiflung dieser jungen Frau auf den Punkt. Man wird wütend, man wird betroffen, man kann das alles nur zu gut verstehen. Ich wünsche mir, dass viele Chefs, Ehemänner, Väter diesen Text lesen und es irgendwann eine Generation geben kann, in denen diese hier dargestellten Geschlechterunterschiede keine Rolle mehr spielen.

Frauenleben in Nordkorea
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 10.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Kim Jiyoung hat studiert, doch mit der Geburt des Kindes hat sie ihren Job aufgegeben. Ganz wie es von koreanischen Frauen erwartet wird. Seit kurzem zeigt sie beunruhigende Symptome: Ihre Persönlichkeit scheint sich aufzuspalten. Wegen einer Psychose schickt ihr Mann sie zu einem Psychiater. Es ist ein Frauenleben wie jedes ... Kim Jiyoung hat studiert, doch mit der Geburt des Kindes hat sie ihren Job aufgegeben. Ganz wie es von koreanischen Frauen erwartet wird. Seit kurzem zeigt sie beunruhigende Symptome: Ihre Persönlichkeit scheint sich aufzuspalten. Wegen einer Psychose schickt ihr Mann sie zu einem Psychiater. Es ist ein Frauenleben wie jedes andere in Korea, geprägt von Unterwerfung den Männern gegenüber. Schon von frühester Kindheit an, später in der Schulzeit war es gang und gäbe, dass Mädchen zurückstecken mussten, in der Familie, in der Schule, überall. Das setzt sich in der gesamten Gesellschaft durch: Von Frauen wird erwartet, dass sie zurückstecken, wenn es um die Familie geht, dass sie ihren Beruf aufgeben, während Männer Karriere machen und manche Freiheit genießen dürfen. Es ist beklemmend darüber zu lesen, wie sachlich die Autorin Cho Nam-Joo dies schildert. Fast liest es sich wie eine Dokumentation. Und wirkt dadurch umso beklemmender in der geschilderten Ungerechtigkeit. Dieses ungeschminkte Bild der Frau in Korea hat mich sehr betroffen hinterlassen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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