Die Kinder von Teheran

Eine lange Flucht vor dem Holocaust

Mikhal Dekel

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Beschreibung

»Tehran Children« - so nannte man die jüdischen Kinder, die aus dem von den Nazis besetzten Polen über Russland, Usbekistan und Khasachstan in den Iran flohen und schließlich das von Großbritannien kontrollierte Palästina erreichten; eine Gruppe, zu der auch Mikhal Dekels Vater gehörte. 13.000 Meilen lang ist die Flucht des kleinen Jungen aus Polen. Und sie gehört zu einer viel größeren Geschichte: Weit über eine Million polnische Juden fliehen 1939 Richtung Osten durch die Sowjetunion. Viele finden Zuflucht in muslimischen Ländern. Dieser Aspekt der Judenverfolgung ist bisher nie vollständig erzählt worden.
Mit literarischer Eleganz präsentiert »Die Kinder von Teheran« eine einzigartige Erzählung aus den Zeiten des Holocaust in deren Mittelpunkt nicht das Konzentrationslager, sondern der Flüchtling steht und dessen Schauplatz nicht Europa, sondern Zentralasien und der Nahe Osten ist.

Mikhal Dekel ist Professorin für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft am City College und am Graduate Center der City University of New York. Sie wurde in Haifa, Israel, als Tochter eines Holocaust-Flüchtlings und einer Israeli geboren, absolvierte ihren obligatorischen siebenjährigen Militärdienst, bevor sie nach New York auswanderte und Literaturwissenschaften studierte.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 440 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.04.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783806243185
Verlag Wbg Theiss
Dateigröße 6694 KB
Übersetzer Tobias Gabel

Kundenbewertungen

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Die Geschichte einer Flucht
von einer Kundin/einem Kunden am 05.06.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch „Die Kinder von Teheran“ von Mikhal Dekel ist im wbg Theiss Verlag erschienen. Fast 900 polnisch-jüdische Kinder sind vor dem Nationalsozialismus von Polen in den Iran geflüchtet. Genau auf dieser Fluchtroute entkam der Vater der Autorin der Judenverfolgung. Sein Weg führte in von Warschau über Sibirien bis nach Teh... Das Buch „Die Kinder von Teheran“ von Mikhal Dekel ist im wbg Theiss Verlag erschienen. Fast 900 polnisch-jüdische Kinder sind vor dem Nationalsozialismus von Polen in den Iran geflüchtet. Genau auf dieser Fluchtroute entkam der Vater der Autorin der Judenverfolgung. Sein Weg führte in von Warschau über Sibirien bis nach Teheran. Mikhal Dekel hat sich in Archiven und in Gesprächen mit Zeitzeugen auf Spurensuche begeben, denn ihr Vater wollte Zeit seines Lebens „Vergessen“ und hat nicht über seine Kindheit gesprochen. Die Autorin hat ein Buch über den Holocaust geschrieben, in dessen Mittelpunkt nicht Europa und die Konzentrationslager stehen, sondern Zentralasien und der Nahe Osten. Ein Aspekt, der mir gänzlich unbekannt war. Mikhal Dekel erzählt die Geschichte ihres Vaters detailreich und stützt sie immer wieder mit historischen Fakten. Dabei schreibt sie so einfühlsam, dass mich das Buch immer wieder emotional berührt hat. Ich kann das Buch aus vollstem Herzen weiterempfehlen, denn es hat in mir den Drang geweckt das „Nie wieder!“ nicht zur zu einer Floskel verkommen zu lassen.

Eine fast vergessene Flucht
von einer Kundin/einem Kunden aus Winsen am 29.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Buchtitel machte mich neugierig, denn Lebensgeschichten welche der Holocaust beeinflusst hat gibt es viele aber diese klang für mich ungewöhnlich interessant. Das die Autorin die Geschichte ihres Vaters erzählt und damit auf diese damaligen Kinder aufmerksam macht, hat mich neugierig werden lassen. Aus dem Inhalt: Hie... Der Buchtitel machte mich neugierig, denn Lebensgeschichten welche der Holocaust beeinflusst hat gibt es viele aber diese klang für mich ungewöhnlich interessant. Das die Autorin die Geschichte ihres Vaters erzählt und damit auf diese damaligen Kinder aufmerksam macht, hat mich neugierig werden lassen. Aus dem Inhalt: Hier wird über eine 20.000 kilometerlange Flucht von polnisch- jüdischen und auch christlichen Kindern berichtet, welche vor dem Holocaust nach Isreal geflohen sind. Die Autorin hebt dieses Thema und somit auch die Geschichte ihres damals bei Ankunft 15 jährigen Vaters welcher einer der „Teheran Children“ war ins Licht der Öffentlichkeit. Ein beeindruckendes Zeugnis welches ein Bild dieser Odyssee zeichnet. Meine Meinung: Normalerweise lese ich selten Bücher über diese Zeit, aber bei diesem Buch war ich sofort interessiert. Das Phänomen das viele betroffene Personen zu Lebzeiten nicht oder wenig über das Erlebte sprechen mögen ist mir aus der Familie sehr gut bekannt. So war es auch in diesem Fall und die Autorin hat sich auf eine fast 8 jährige Spurensuche quer durch verschiedene Länder begeben, hat diverse Zeitzeugen befragen können um die Geschehnisse auferstehen zu lassen. Kaum zu glauben das fast 900 Kinder den weiten Weg über Russland, Zentralasien in den Iran über Indien und den Libanon bis in das britisch kontrollierte Palästina überstanden haben. Diese Kinder waren ein Teil von einer viertel Millionen Juden welche in Polen geboren wurden und es ist schön, dass ihre Geschichte nun erzählt wird. Die Schreibweise ist sehr flüssig zu lesen, berührend und nachvollziehbar. In Passagen wo sich Aussagen von Zeitzeugen nicht als deckungsgleich erweisen erzählt sie aus verschiedenen Sichtweisen. Gut gefällt mir auch das aufgezeigt wird was so viele Jahrzehnte der Verdrängung dieser schlimmen Erlebnisse mit einer Familie machen. Fazit: Die beachtliche Erzählung einer nicht ungefährlichen dennoch lebensrettenden Reise mit dem Schauplatz Zenttalasien und dem Nahen Osten welche die Vergangenheit in die Gegenwart transportiert und einen nicht ungerührt lässt. Daher empfehle ich das Buch jeden interessierten Leser weiter und vergebe 5 von 5 Sternen.

sehr interessantes Buch über Flüchtlingskinder von Polen
von einer Kundin/einem Kunden aus Freudenberg am 22.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Klapptext: „Tehran Children“: die stellvertretende Lebensgeschichte eines jüdischen Flüchtlingskindes Von Polen in den Iran ist es ein weiter und beschwerlicher Weg. Kaum vorstellbar, dass fast 900 polnisch-jüdische Kinder diese Route bewältigen mussten. Doch genau auf diesen verschlungenen Pfaden entkam der Vater der Auto... Klapptext: „Tehran Children“: die stellvertretende Lebensgeschichte eines jüdischen Flüchtlingskindes Von Polen in den Iran ist es ein weiter und beschwerlicher Weg. Kaum vorstellbar, dass fast 900 polnisch-jüdische Kinder diese Route bewältigen mussten. Doch genau auf diesen verschlungenen Pfaden entkam der Vater der Autorin der Judenverfolgung durch die Nazis. Zeit seines Lebens sprach er nicht darüber, was er im 2. Weltkrieg durchlebte: Flucht, Todesangst und die Hoffnung auf einen Neuanfang in einem unbekannten Land. Seine Tochter zeichnet in berührender Weise den Weg des kleinen polnischen Flüchtlingsjungen nach - stellvertretend für die über eine Million Juden aus Polen, die über die Sowjetunion vor den Naziverbrechen flohen. Meine Meinung: Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht.Die Autorin erzählt uns hier die Geschichte ihres Vaters und seiner Familie.Sie mussten damals vor den Nazis aus Polen flüchten.Der beschwerliche Weg führte sie von Warschau bis nach Sibieren und endete schließlich in Teheran. Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Sehr bewegend und detailliert bescheibt Mikhal Dekel alles.So konnte ich mir als Leserin ein Bild machen.Vor meinen Augen sah ich die Flüchtlinge,ihre Ängste und Sorgen.Es hat mich sehr berührt und emotional tief bewegt.Sie hatten hatten mit Hunger,Schmerzen ,Demütigungen und Qualen zu kämpfen.Doch waren stark und haben sich nicht unterkriegen lassen.Die Autorin belegt dies auch noch durch Quellen und historischen Fakten.Vieles hat mich zum Nachdenken angeregt.Ich habe dieses Buch mit großen Interesse gelesen. Auch das Cover ist sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte.Für mich rundet es das brillante Werk ab. Ich hatte viele lesenswerte Stunden mit dieser Lektüre und vergebe natürlich 5 Sterne.


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