Aus der Mitte des Sees

Moritz Heger

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Beschreibung

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.02.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783257611656
Verlag Diogenes
Dateigröße 890 KB
Verkaufsrang 18747

Kundenbewertungen

Durchschnitt
99 Bewertungen
Übersicht
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0

Ein wunderbares Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 08.05.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein ruhiges Buch mit viel Nachklang; Bruder Lukas lebt in einem Kloster in der Eifel. Er lernt Menschen kennen, die ihre Auszeit im Kloster nehmen und Mitbrüder die das Kloster wieder verlassen. Ihm hilft das Schwimmen im See um über seine Gedanken, Sehnsüchte, Träume nachzudenken. Körper und Geist im Einklang... regt zum Nachde... Ein ruhiges Buch mit viel Nachklang; Bruder Lukas lebt in einem Kloster in der Eifel. Er lernt Menschen kennen, die ihre Auszeit im Kloster nehmen und Mitbrüder die das Kloster wieder verlassen. Ihm hilft das Schwimmen im See um über seine Gedanken, Sehnsüchte, Träume nachzudenken. Körper und Geist im Einklang... regt zum Nachdenken an

Anders als erwartet
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 05.05.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Eines vorab: Gerade erst habe ich den Beschreibungstext zum Buch gelesen und finde nicht, dass er dem Buch gerecht wird. Es geht nicht um Sarah oder um die Liebesbeziehung eines Mönchs, sondern um die Suche nach dem Selbst, nach einem größeren Ganzen, aber in einer ruhigen, unaufgeregten, undramatischen Art. Ohne die Buchbeschr... Eines vorab: Gerade erst habe ich den Beschreibungstext zum Buch gelesen und finde nicht, dass er dem Buch gerecht wird. Es geht nicht um Sarah oder um die Liebesbeziehung eines Mönchs, sondern um die Suche nach dem Selbst, nach einem größeren Ganzen, aber in einer ruhigen, unaufgeregten, undramatischen Art. Ohne die Buchbeschreibung gelesen zu haben, hätte ich den Roman folgendermaßen beschrieben: Bücher haben die Fähigkeit, den Leser in eine fremde Welt, einen fremden Lebensentwurf zu entführen. Al Atheistin war ich deshalb neugierig auf ein Buch aus dem Leben eines katholischen Klostermönchs Lukas, das dem meinen wohl kaum fremder sein könnte. Überraschenderweise ist es der Erzählung schon auf der ersten Seite gelungen, eine Verbindung zwischen dem Mönchsleben und der heutigen Realität herzustellen. So aus der Zeit gefallen ein Kloster auch wirken mag, so sind die Probleme und Gedanken des etwa 40-jährigen Mönchs Lukas, des Protagonisten, unseren gar nicht so unähnlich. Und allein schon die Tatsache, dass er ein Smartphone besitzt und die Welt um sich herum durchaus (sehr reflektiert) wahrnimmt, schafft Verständnis und Verbundenheit. Gleichzeitig habe ich mich nicht selten bei dem Gedanken ertappt, mich über einfache, alltägliche Probleme des Protagonisten zu freuen und dann zu merken, wie oberflächlich diese Alltagsfragen doch sind. Die Mischung aus tiefergehenden Fragen und alltäglichen Begebenheiten macht den Reiz des Romans aber aus. Die Erzähltechnik des Buches ist für die heutige Zeit eher ungewöhnlich. In der ersten Hälfte des Buches passiert: Nichts. Streng genommen geht Mönch Lukas in jedem Kapitel einfach nur in einem See nahe des Klosters schwimmen. Und auch das wird nur am Rande erwähnt. Die Gedanken und inneren Monologe, die er dabei mit sich trägt, sind aber faszinierend präzise und reflektierend. Durch Erinnerungen und Rückblicke erfährt man nach und nach mehr über Lukas. Diese Erzählart, seinen Charakter durch Gedankenäußerungen und Naturbeschreibungen vorzustellen, ist interessanterweise nicht minder spannend als eine aktive Erzählweise. Und um den Leser nicht am langen Arm verhungern zu lassen, schleichen sich nach und nach Begegnungen und Ereignisse der Gegenwart in Lukas' tägliche Schwimmroutine ein. Beeindruckend ist die Schreibweise des Autors insgesamt. Immer wieder bin ich an Sätzen hängen geblieben, die eigentlich nebensächlich waren oder bloße Naturbeschreibungen darstellten, die aber tiefere Gedanken und Wesenszüge aufdeckten. Nicht selten habe ich mich geärgert, keinen Stift zur Hand zu haben, um diese Sätze zu markieren oder herauszuschreiben. Aber vielleicht ginge ihre Wirkung in der isolierten Form auch verloren. Ich werde das sicher beim zweiten Lesen austesten.

Eine Sinnsuche
von leseratte1310 am 04.05.2021

Lukas ist Mönch und lebt schon lange im Kloster Maria Laach. Es gibt nur wenige junge Mönche wie ihn im Kloster. Als sein Mitbruder und Freund das Kloster wegen einer Frau verlässt, stürzt dass Lukas in eine Sinnkrise. Er denkt unentwegt nach. Dabei kommen die Erinnerungen und er grübelt über seine Entscheidung Mönch zu werden n... Lukas ist Mönch und lebt schon lange im Kloster Maria Laach. Es gibt nur wenige junge Mönche wie ihn im Kloster. Als sein Mitbruder und Freund das Kloster wegen einer Frau verlässt, stürzt dass Lukas in eine Sinnkrise. Er denkt unentwegt nach. Dabei kommen die Erinnerungen und er grübelt über seine Entscheidung Mönch zu werden nach. In dieser Zeit voller Zweifel begegnet er Sarah, die für eine Auszeit ins Kloster gekommen ist. Die beiden führen angeregte Unterhaltungen und die Fragen werden drängender. Das Schwimmen im Laacher See soll Lukas Klarheit bringen, da es den Körper fordert und den Geist öffnet. Die Geschichte verläuft sehr ruhig und ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um mich einzulesen. Der Schreibstil mit vielen Sprüngen, die nicht immer gleich zu erkennen sind, machte es mir nicht leicht. Doch dann hat mir das Buch gefallen und ich konnte mich auch gut auf die philosophischen Aspekte einlassen. Dabei geht es nicht vorrangig um Religion, sondern in erster Linie um das Leben. Lukas ist ein grüblerischer Mensch. Er hat einst eine Entscheidung getroffen und wird nun durch den Weggang seines Freundes dazu gebracht, darüber nachzudenken ob er wirklich den richtigen Weg gewählt hat. Dabei schweift er aber auch immer wieder ab und macht sich über alles Mögliche Gedanken. Eine interessante, nachdenklich stimmende Geschichte.


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