Der Verdacht

Roman

Ashley Audrain

(56)
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Beschreibung


Sie wollte die perfekte Mutter sein, bekam aber das falsche Kind ...

Violet ist ein Wunschkind, und Blythe möchte die liebevolle Mutter sein, die ihr selbst so sehr fehlte. Doch als man ihr das Neugeborene in den Arm legt, ist es ihr vollkommen fremd. Je älter Violet wird, desto sicherer ist sie sich, dass das Mädchen nicht nur feindselig ist, sondern ihr Böses will. Alles nur Einbildung? Ihr Ehemann Fox, der seine Tochter von ganzem Herzen liebt, beobachtet seine Frau mit wachsendem Misstrauen, und die einst so glückliche Ehe gerät in eine schwere Krise. Erst mit der Geburt des zweiten Kindes wendet sich scheinbar alles wieder zum Guten. Bis zu jenem Tag, an dem die Tragödie über die Familie hereinbricht – und Blythe sich der Wahrheit stellen muss.

leicht gekürzte Lesung mit Sandra Borgmann

1 MP3-CD, 9h 16min

Ashley Audrain wuchs außerhalb von Toronto auf, studierte Medienwissenschaften und arbeitete viele Jahre im Bereich Public Relations unter anderem im Verlagswesen. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Toronto. Ihr Debütroman »Der Verdacht« begeisterte Lektorinnen und Lektoren in aller Welt; lange vor Erscheinen verkauften sich die Übersetzungsrechte in über 30 Länder.

Ulrike Wasel und Klaus Timmermann leben und arbeiten seit vielen Jahren als Übersetzer angloamerikanischer Literatur in Düsseldorf. Zu den von ihnen ins Deutsche übertragenen Autorinnen und Autoren zählen Andre Dubus III, Dave Eggers, Tana French, Jane Harper, Jess Kidd, Harper Lee und Delia Owens.

Sandra Borgmann, geboren 1974 in Mülheim an der Ruhr, studierte von 1994 bis 1997 Schauspiel an der Folkwang-Hochschule in Essen. Seit 1997 arbeitet sie als Filmschauspielerin, ihr Kinodebüt gab sie 2000 in »Oi! Warning«. Es folgten zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen, darunter »Berlin, Berlin«, »FC Venus«, »Der Baader Meinhof Komplex« und »Saphirblau«. Sie spielte in mehreren »Tatort«-Folgen mit und wurde 2004 in der Kategorie Beste Schauspielerin in einer Nebenrolle für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. In den vom NDR produzierten Folgen des »ARD Radio Tatorts« spricht Borgmann die Ermittlerin Kriminalhauptkommissarin Bettina Breuer. Von 2012 bis 2015 spielte sie die Rolle der Claudia König in der Serie »Die LottoKönige«. Zuletzt war Borgmann in der deutschen Netflixproduktion »Dark« zu sehen. Für den Hörverlag hat Sandra Borgmann bereits in dem Krimi-Hörspiel »Chicken Highway« mitgewirkt.

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Sandra Borgmann
Spieldauer 556 Minuten
Erscheinungsdatum 29.03.2021
Verlag Der Hörverlag
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Originaltitel The Push (Viking, Toronto 2021)
Übersetzer Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Sprache Deutsch
EAN 9783844541656

Buchhändler-Empfehlungen

Zutiefst bewegend!

Maria Brandstetter, Thalia-Buchhandlung Linz

Dieses Buch geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Es ist sehr heftig, schonungslos ehrlich, aufwühlend, unglaublich! Wie muss es einem gehen, wenn man zu seiner eigenen Tochter , keine innige , liebevolle Beziehung aufbauen kann. Keine Mutterliebe empfindet, obwohl man sich bemüht! Zutiefst bewegned!

Ingrid Führer, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Ein Schreibstil der das ganze noch einmal ehrlicher, brutaler, intensiver, aufwühlender erzählt. Die Geschichte nimmt, fahrt an. Ein Kind das manipuliert, berechnend ist, die Mutter in den Wahnsinn treibt. „Ich bin nicht die Mutter eines Kindes, das zu dieser Tat fähig ist.“

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Psychologische Hochspannung
von hapedah am 04.05.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Blythe, die aus schwierigen Familienverhältnissen stammt, findet in Fox ihren Traummann, als nach einigen Jahren das erste Baby unterwegs ist, scheint die Idylle perfekt. Doch als Violet auf der Welt ist, empfindet Blythe keinerlei Zuneigung oder gar Liebe für ihre Tochter. Hat sie tatsächlich die Gefühlskälte von Mutter und Gro... Blythe, die aus schwierigen Familienverhältnissen stammt, findet in Fox ihren Traummann, als nach einigen Jahren das erste Baby unterwegs ist, scheint die Idylle perfekt. Doch als Violet auf der Welt ist, empfindet Blythe keinerlei Zuneigung oder gar Liebe für ihre Tochter. Hat sie tatsächlich die Gefühlskälte von Mutter und Großmutter geerbt, oder ist Violets Feindseligkeit real und Blythes Angst vor ihr berechtigt? "Der Verdacht" von Ashley Audrain ist so spannend geschrieben, dass ich das Buch bis zur letzten Seite kaum aus der Hand legen mochte. Als angenehmes Leseerlebnis kann ich diesen Roman allerdings nicht bezeichnen, werdenden und frisch gebackenen Müttern sowie zart besaiteten Gemütern würde ich von der Lektüre eher abraten. Wer dagegen düstere Atmosphäre und psychische Hochspannung bis zur letzten Zeile genießt, der sollte Ashley Audrains Erstlingswerk unbedingt auf seine Leseliste setzen. Die Geschichte hat mich ständig zweifeln lassen, einerseits bin ich selbst Mutter und neige zu dem Glauben, dass kein Baby wirklich böse geboren wird. Andererseits wird die gesamte Handlung aus Blythes Sicht erzählt und ihr Rückblick schien mir äußerst glaubwürdig dargestellt. So gelang es der Autorin immer wieder, mich während des Lesens in innerliche Konflikte zu stürzen und obwohl auch Blythe keine sonderlich sympathische Protagonistin war, habe ich oft Mitgefühl für sie empfunden. Bis die nächste Wendung im Geschehen mich wieder emotional zu Violet gezogen hat und ich Blythes Verhalten mit Vorbehalt betrachten wollte. Die Frage, ob es tatsächlich Kinder gibt, die böse geboren werden, oder ob Babys von der elterlichen Zu- oder eben auch Abneigung geprägt werden, hat mich über das gesamte Buch hinweg beschäftigt. Die Autorin hat eine intensiv empfundene düstere Atmosphäre geschaffen und versteht es meisterlich, Zweifel zu schüren, so dass sich die Spannung bis zum letzten Satz hin zieht. Für Freunde von atmosphärisch dichten Psychothrillern gebe ich daher gern eine Leseempfehlung. Fazit: Die beklemmende Atmosphäre, die über dem vermeintlich idyllischen Familienleben schwebt, hat mir während des gesamten Leseerlebnisses ein ungutes Gefühl beschert, dennoch konnte ich den Roman bis zum Ende kaum aus der Hand legen

Grandios!!!
von bookslove1511 am 02.05.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Blythe's eigene Kindheit ist mit Gleichgültigkeit und Kälte von ihrer Mutter getränt. Als sie selbst schwanger wurde, möchte sie die liebevolle Mutter sein, die sie nie hatte. Doch als sie ihre neugeborene Tochter Violet in den Arm hält, fühlt sich alles falsch an. Je größer Violet wurde, desto mehr wächst das Unwohlsein in ihr.... Blythe's eigene Kindheit ist mit Gleichgültigkeit und Kälte von ihrer Mutter getränt. Als sie selbst schwanger wurde, möchte sie die liebevolle Mutter sein, die sie nie hatte. Doch als sie ihre neugeborene Tochter Violet in den Arm hält, fühlt sich alles falsch an. Je größer Violet wurde, desto mehr wächst das Unwohlsein in ihr. Ihr Mann Fox, der seine Tochter vergöttert, versteht die verhalten von seiner Frau nicht und beobachtet sie mit wachsendem Misstrauen. Bis eines Tages durch eine Tragödie die Traurigkeit der kleinen Familie wie Nebel umhüllt... Bedeutet Muttersein immer bedingungslose Liebe? Wie fühlt man sich, wenn man eigene Kind schon Geburt an nicht lieben kann? Welche Rolle spielt dabei eigene Vergangenheit? Mit ihrem Debütroman antwortet Ashley Audrain ungeschönt, mal gefühlsvoll mal düster und total ehrlich diese Fragen. Blythe, als Ich-Erzählerin schildert ihre Gefühle und Gedanken wie in einem Brief an ihr Mann und ich war die Leserin. Mit eingehaltenen Atem, Fassungslos, bin ich zwischen den Seiten geflogen und nach jedem Kapitel wusste ich nicht, was ich Empfinden sollte. Hass und Mitleid haben mich bis zum Ende des Buches begleitet. Die Geschichte ist düster, ergreifend, schockierend und gleichzeitig so gut, dass man nur weiter Lesen möchte. Allerdings für Schwangere und frischgebackene Mamas rate ich das Buch ab, denn die Geschehnisse haben psychischen Nachhall. Highlight! Absolute Leseempfehlung von mir.

Den Inhalt konnte ich oft nur schwer ertragen
von Elchi130 am 28.04.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Blythe stammt von einer Linie ab, die von schwierigen Mutter-Tochter-Beziehungen geprägt ist. Und auch als Blythe Mutter wird, ist die Beziehung zwischen ihr und ihrer Tochter Violet alles andere als unkompliziert. Blythe fragt sich, ob sie nicht zur Mutter taugt, da dies bei ihrer Mutter und Großmutter auch schon der Fall war. ... Blythe stammt von einer Linie ab, die von schwierigen Mutter-Tochter-Beziehungen geprägt ist. Und auch als Blythe Mutter wird, ist die Beziehung zwischen ihr und ihrer Tochter Violet alles andere als unkompliziert. Blythe fragt sich, ob sie nicht zur Mutter taugt, da dies bei ihrer Mutter und Großmutter auch schon der Fall war. Oder liegt es an ihrer Tochter, die sie nicht leiden kann oder die sogar von Grund auf böse ist? Die Grundstimmung des Buches „Der Verdacht“ ist so niederdrückend, dass ich oft Atembeklemmungen hatte. Die Situation, in der Blythe steckt, scheint so ausweglos und deprimierend, dass ich als Leserin das oft kaum ertragen konnte. Die Autorin Ashley Audrain erzählt das Leben von Blythe aus deren Sicht in der Vergangenheitsform. Blythe schreibt ein Buch an ihren Mann Fox, welches die Ereignisse aus ihrer Sicht schildert. Dadurch entsteht oft eine sehr bedrohliche und beklemmende Atmosphäre und es lauert oft das Gefühl von Gefahr und Angst im Hintergrund. Zumal wir als Leser wissen, dass die Familiengeschichte keine Story mit Happy End bietet, in der Mutter, Vater und Kind glücklich gemeinsam in den Sonnenuntergang gehen werden. Während des Lesens von „Der Verdacht“ fragte ich mich immer wieder, wer das eigentliche Problem in der Familie hat bzw. ist. Liegt es an Blythe? Hat sie eine Störung? Ist sie als Mutter tatsächlich ungeeignet? Liegt es an ihrer Tochter Violet? Stimmt mit ihr etwas nicht? Ist sie tatsächlich böse? Und welchen Anteil hat Fox, der Ehemann von Blythe und Vater von Violet, am Geschehen? Das Ende fand ich enttäuschend. Ich habe mit einem großen, lauten Knall gerechnet. Denn darauf lief es für mich hinaus. Doch der ist ausgeblieben. So hat mich die Geschichte unzufrieden zurückgelassen. Als Leserin sollte man sich bewusst sein, dass dieses Buch jede Menge schwierige Gefühle bietet und diese durchaus auch in einem selbst entstehen lässt. Es ist kein Buch, mit dem man ein paar schöne Stunden auf dem Sofa verbringen kann. Für mich war das beklemmende Gefühl, das ich oft kaum ertragen konnte, fast allzeit präsent.

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