Die fremde Spionin

Roman

Die Spionin-Reihe Band 1

Titus Müller

(6)
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Beschreibung

Ria ist zehn Jahre alt, als ihre Eltern von der Staatssicherheit abgeholt werden. Sie wird von ihrer kleinen Schwester getrennt und in einer Adoptivfamilie untergebracht. Seither führt Ria in Ostberlin ein scheinbar angepasstes Leben. Erst als der BND sie als Informantin rekrutiert, sieht sie ihre Chance gekommen. Mithilfe des westlichen Geheimdienstes will Ria sich an der DDR rächen und endlich ihre Schwester wiederfinden. Doch dann erfährt sie im Sommer 1961 von einem ungeheuerlichen Plan, der ihr Schicksal und die Zukunft beider deutscher Staaten für immer verändern könnte ...

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.06.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783641270667
Verlag Random House ebook
Dateigröße 1707 KB
Verkaufsrang 1817

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Kundenbewertungen

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6 Bewertungen
Übersicht
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Sehr lebendig und richtig spannend
von Lilofee aus Berlin am 21.06.2021
Bewertet: Taschenbuch

Osterberlin, 1961 Die Staatssicherheit hat Ria im Alter von 10 Jahren aus ihrer Familie gerissen. Ihre Eltern wurden inhaftiert und die Kinder wurden zu verschiedenen Pflegefamilien gegeben. Als Ria eine Stelle im Ministerium für Außenhandel antritt versucht der BND sie anzuwerben. Ria will unbedingt wissen was mit ihrer Sc... Osterberlin, 1961 Die Staatssicherheit hat Ria im Alter von 10 Jahren aus ihrer Familie gerissen. Ihre Eltern wurden inhaftiert und die Kinder wurden zu verschiedenen Pflegefamilien gegeben. Als Ria eine Stelle im Ministerium für Außenhandel antritt versucht der BND sie anzuwerben. Ria will unbedingt wissen was mit ihrer Schwester passiert ist und wo sie jetzt lebt. Deshalb lässt sie sich auf den Handel ein. Ein sehr gefährliches Unterfangen wie sie bald bemerkt. Denn die Stasi und der KGB sind ihr sehr bald auf der Spur. Eine sehr lebendige und auch spannende Geschichte die den Leser in eine längst vergangene Zeit entführt. In das Jahr 1961. Der kalte Krieg hielt jahrelang die Welt in Atem, forderte viele Opfer und teilte die Welt in zwei Hälften. Deutschland war Hauptschauplatz dieses Kräftemessens, Berlin war sein Brennpunkt. Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben. Kein Autor schafft es die Geschichte in der Geschichte so perfekt umzusetzen wie Titus Müller. Das historisch belegte wird mit dem Erdachten perfekt verbunden. Ein immer noch sehr schmerzhafter Teil der deutsch-deutschen Geschichte wird hier gegenwärtig. Dadurch das in verschiedenen Erzählsträngen erzählt wird bleibt es sehr lebendig und auch spannend. Das Lebensgefühl dieser Zeit kommt wunderbar auf die Seiten. Sehnsüchte und Sorgen einer längst vergangenen Epoche leben noch einmal auf. Machen neugierig auf diese außergewöhnliche Frau. Außerdem erhält dieser Roman sehr viel Lokalkolorit. Die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben. Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah. Sie sprühen so vor Leben, dass man das Gefühl hat, sie wahrhaft zu kennen. Als ob man alles mit ihnen gemeinsam erlebt. Einfühlsam und intensiv – ein Leseerlebnis.

Spannend bis zur letzten Seite
von Eliza am 18.06.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich durfte das Buch in einer Vorab-Leserunde mit anderen Büchereulen und der Begleitung des Autors lesen. Schon seit Jahren bin ich Fans von Titus Müller, wie nur ganz wenige Autoren schafft er es Geschichte in Geschichten lebendig zu machen und sie so für den Leser intensiv zu schildern. Das Cover des Romans zeigt das Brande... Ich durfte das Buch in einer Vorab-Leserunde mit anderen Büchereulen und der Begleitung des Autors lesen. Schon seit Jahren bin ich Fans von Titus Müller, wie nur ganz wenige Autoren schafft er es Geschichte in Geschichten lebendig zu machen und sie so für den Leser intensiv zu schildern. Das Cover des Romans zeigt das Brandenburger Tor in Berlin mit einem Trabbi und einem VW-Käfer im Vordergrund. Ein paar Personen sind ebenfalls zu erkennen, der Blick des Betrachters bleibt aber definitiv an der rot gekleideten Frau hängen, da sonst alle Cover-Elemente (bis auf den Himmel) in grau-schattierungen gehalten sind. Der Klappentext verrät uns, dass wir uns in Berlin im Jahre 1961 befinden, die zentrale Figur Ria Nachtmann wird uns dort ebenfalls vorgestellt. Ria ist eine junge intelligente und mutige Frau, sie hat in der DDR schreckliches erlebt, ist von ihrer Familie getrennt worden und musste bei Zieheltern aufwachsen. Durch sie bekommt sie auch eine Stelle im Ministerium für Außenhandel. Der Bundesnachrichtendienst rekrutiert sie für Ihre Zwecke, Ria sieht ihre Chance gekommen sich an der DDR zu rächen, da diese ihre Familie zerstört hat. Rias Gegenspieler ist der KGB-Agent Sorokin, er ist nicht nur ein skrupelloser Mörder, sondern auch ein Gegner der Ria das Wasser reichen kann. Aber auch Sorokin hat eine Schwachstelle, die ihn verletzlich macht. Neben Ria und Sorokin, treten auch viele historische Persönlichkeiten wie Honecker, Chruschtschow, Ulbricht und Kennedy nicht nur im Roman auf, sondern kommen teilweise auch zu Wort. Der Roman wird hauptsächlich aus der Sicht von Ria und Sorokin erzählt, aber als Leser erhalten wir auch kurze Einblicke in die Lebens- und Seelenwelt der historisch verbürgten Personen. Dabei wird deutlich, dass der Autor eine intensive Zeichnung seiner handelnden Personen vorgenommen hat. Die Persönlichkeiten sind sehr facettenreich, tiefgründig und gleichzeitig unvorhersehbar angelegt. Dies macht besonders die Protagonisten für den Leser sehr nahbar, diese graustufen Zeichnung ist hervorragend. Oft ist nicht klar, wer der Böse / die Böse oder der Gute / die Gute ist. Der Roman lebt davon, dass viele ein doppeltes Spiel spielen und sich nicht in die Karten schauen lassen. Der Roman wird stringent, wie bereits erwähnt, aus unterschiedlichsten Perspektiven erzählt. Sprachlich ist dieser Roman nicht nur sehr gut zu lesen, sondern auch sehr präzise. Die Wortwahl des Autors ist oft mit Bedacht gewählt und besticht nicht durch treffende Schilderungen, sondern auch durch eine gehobene Ausdrucksweise. Die Spannung in dem Roman ist hoch, da es nicht nur um Leben und Tod geht, sondern auch vieles im Unklaren bleibt und man als Leser erst im Laufe der Geschichte einige Zusammenhänge versteht. Zudem tragen die häufigen Szenenwechsel zu einem hohen Lesetempo bei. Jeder neue Abschnitt bedeutet gleichzeitig einen neuen Erzähler, bzw. eine neue Erzählerin. Zum Abschluss des Romans erläutert uns der Autor ausführlich den historischen Kern der Geschichte. Während des Lesens habe ich schon so einiges Nachgelesen, so war mir nicht bekannt, dass John F. Kennedy ein schwerkranker Mann war und unter sehr, sehr starken Rückenschmerzen litt. Ein Quellenverzeichnis (5,1/2 Seiten) und eine Danksagung runden den Roman ab. Wer sich gerne ins Berlin der 60er Jahre begeben möchte und spannende zeitgeschichtliche Romane liebt sollte bei Titus Müllers neustem Werk definitiv zugreifen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich schon auf den zweiten und dritten Band der Reihe, welche im Jahr 2022 und 2023 erscheinen.

von einer Kundin/einem Kunden am 15.06.2021
Bewertet: anderes Format

Spannend, bewegend, gut recherchiert. Toller Auftakt der Spionin - Reihe.

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