Die Happiness-Lüge

Wenn positives Denken toxisch wird

Anna Maas

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Beschreibung


»Good vibes only! Mach das Beste draus! Sieh’s doch mal positiv!« Auf Instagram und Co. wird Optimismus bis zum Umfallen gepredigt. Aber lassen sich negative Gefühle wirklich einfach wegmeditieren? Können wir uns allen Ärger und Frust beim Yoga von der Seele atmen? Und ist tatsächlich etwas dran an dem viel zitierten »Law of Attraction«, das unser Schicksal ganz allein in unsere Hände legt, frei nach dem Motto »Wer positiv denkt, dem widerfährt Gutes«? Anna Maas ist sich sicher: Nein! Denn durch die allgegenwärtige Glückssuche entsteht Druck: Jede*r muss immer positiv denken, für negative Emotionen ist kein Platz. Wer es nicht »schafft«, optimistisch zu bleiben, hat versagt. Dieses Phänomen hat einen Namen: »Toxic Positivity«. In ihrem Buch untersucht die Journalistin, was wirklich dran ist an dem Zwang zum Glücklichsein. Anhand ihrer eigenen Erfahrungen und der Meinungen zahlreicher Expert*innen erklärt sie, warum eine positive Lebenseinstellung um jeden Preis oft nicht nur wenig hilfreich ist – sondern uns sogar schaden kann.

Anna Maas wurde 1988 in Remscheid geboren und wuchs in Oldenburg auf. Nach dem Abitur zog es sie nach Hamburg und München, wo sie Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie TV-Journalismus studierte. Mittlerweile ist sie als Journalistin und Content-Allrounderin auf freiberuflicher Basis für verschiedene Medien und Unternehmen tätig. 2018 startete sie ihren Blog »THINK FEM«, auf dem sie über Gleichberechtigung, Mutterschaft und beeindruckende Frauen schreibt. Gemeinsam mit ihrer Familie lebt sie in der Nähe von Hamburg.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 07.05.2021
Verlag Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH
Seitenzahl 256
Maße (L/B/H) 21,1/13,7/2,5 cm
Gewicht 276 g
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95910-314-5

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Klare Leseempfehlung
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 07.06.2021

Ich habe schon einige Ratgeber für Erfolg, Glück usw. gelesen und kenne daher das Gefühl, jetzt einfach nur noch positiv denken zu müssen und dann werden alle meine Wünsche wahr. Leider ist das 1000 Mal einfacher gesagt als getan und spoiler, hat es eigentlich nie geklappt. Genau diese Erkenntnis hat sich in den letzten Monat... Ich habe schon einige Ratgeber für Erfolg, Glück usw. gelesen und kenne daher das Gefühl, jetzt einfach nur noch positiv denken zu müssen und dann werden alle meine Wünsche wahr. Leider ist das 1000 Mal einfacher gesagt als getan und spoiler, hat es eigentlich nie geklappt. Genau diese Erkenntnis hat sich in den letzten Monaten bereits bei mir breit gemacht, aber zu sagen, dass positives Denken toxisch werden kann, erschien mir dann doch etwas zu viel. Gerade das hat mich so neugierig auf das Buch gemacht und ich wollte sehen, ob ich mit der Autorin am Ende übereinstimme oder nicht. In dem Buch streift Anna Maas dabei verschiedene Themen an, von der Coronakriese, sozialen Medien, bis hin zu toxischer Positivität bei Schwangerschaften oder Verlusten. Ich persönlich fand jedes einzelne Kapitel sehr spannend und teilweise erschreckend, in wie vielen Bereichen eine krampfhafte Positivität gelebt wird. Für manche sind die Kapitel über Schwangerschaft oder Krankheiten vielleicht nicht direkt persönlich relevant, ich empfehle sie aber dennoch. Denn so kann man seine eigenen gegebenenfalls toxischen Aussagen, die erstmal harmlos scheinen, überdenken und im Umgang mit anderen besser kommunizieren. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch trotz dessen positives Denken nicht verteufelt. Es zeigt aber, dass es eben nicht jedem/r in jeder Situation helfen kann. Manchen reichen ein paar inspirierende Zitate auf Pinterest und Co. Das ist gut so. Jeder sollte das tun, was ihm/ihr gut tut. Jedoch, und das ist für mich die größte Erkenntnis, die ich aus dem Buch mitnehme, sollte diese Positivität nicht zwanghaft werden. Negative Gefühle sind wichtig, denn aus ihnen können wir lernen. Sie machen uns menschlich. Aber unsere Gesellschaft versucht negative Gefühle immer mehr zu unterdrücken. Allen soll es immer nur gut gehen. Schlechte Laune, Wut oder Trauer – da sollte man schnell von weg kommen. Das mag niemand mehr sehen. Mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Er ist flüssig, teils witzig und dabei immer vollkommen nahbar und authentisch. Ich konnte mich in sehr vielen Situationen selbst wiedererkennen. Man könnte vermutlich zu jedem einzelnen Thema ein Buch schreiben, aber ich finde die Autorin hat das sehr gut in den Kapiteln zusammengefasst. Es ist nicht anklagend aber bietet genug Raum, dass man seine eigene Perspektive mal überdenken könnte. Wie oft mir schon gesagt wurde, >>Lach doch mal<< kann ich schon gar nicht mehr zählen. Und sobald es jemand sagt, bewirkt es genau das Gegenteil: ich werde genervt oder richtig sauer. Ich lache, wenn es etwas zu lachen gibt. Die ganze Zeit mit einem Grinsen im Gesicht rumzulaufen ist unrealistisch. Viele denken vor so einer Aussage aber gar nicht darüber nach. Vielleicht wäre es zielführender mal eher zu fragen, ob alles okay ist, anstatt direkt einen der schönen Positivity Sprüchen zu drücken. Für mich persönlich hat das Buch gezeigt, dass es okay ist, dass ich einigen Influencer*innen und Bloggern in den sozialen Medien entfolgt bin, da ich auf Dauer ein schlechtes Gewissen bekam. Schließlich sei es ja so einfach, erfolgreich und glücklich zu sein – man müsse nur positiv denken. Das baute bei mir jedoch gehörigen Druck auf. Das jetzt auch genau so sehen zu können, verdanke ich Anna Maas und ihrem Buch. Für Gedanken und Gefühle, die ich zwar bereits verspüre und die mir vage bewusst sind, ich aber nicht in Worte fassen kann, liebe ich Bücher. Und dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung!

Leider zu dogmatisch & eindimensional
von einer Kundin/einem Kunden am 05.06.2021

Eine Triggerwarnung vorab? Traurig gestimmte Menschen sollten das Buch lieber nicht lesen! Das grundlegende Statement von "Toxic Positivity" ist absolut unterstützenswert und zu Beginn war ich auch richtig begeistert vom Buch. Doch dann sind mir die emotionalen Anschauungen und Urteile der Autorin zu sehr von meiner eigenen W... Eine Triggerwarnung vorab? Traurig gestimmte Menschen sollten das Buch lieber nicht lesen! Das grundlegende Statement von "Toxic Positivity" ist absolut unterstützenswert und zu Beginn war ich auch richtig begeistert vom Buch. Doch dann sind mir die emotionalen Anschauungen und Urteile der Autorin zu sehr von meiner eigenen Wahrnehmung abgedriftet. Daher ist "Die Happiness Lüge" auch für mich ein ziemlich schwieriges Buch mit zu vielen Dislikes von mir - aufgrund der überwältigenden Schwarzmalerei der Autorin. Ich musste mich zu oft durchkämpfen, leider auch da der Schreibstil recht blass und trocken ist. Insgesamt betrachtet habe ich etwas anderes erwartet. Was ich aus diesem sehr persönlichen Ratgeber mitgenommen habe? "ALL VIBES ARE WELCOME " & "Empathie zeigen statt Toxic Positivity". Anstatt der Aussage: "Du musst positiv bleiben!" lieber: "Ich verstehe, dass das gerade hart ist. Ich bin für dich da." Die Interviews finde ich recht interessant und informativ, insbesondere das mit der Studentin, die an einer chronischen Krankheit leidet. Die Kritik der Autorin an Persönlichkeitsentwicklungsseminare konnte ich noch teilen. Die meisten Selbstoptimierer steuern - getragen vom Hype - manipuliert von einem Seminar zum nächsten, ohne ins Tun zu kommen. Ich akzeptiere voll und ganz ihre starke kritische Meinung und ihre Zweifel gegenüber Spiritualität, Affirmationen und Visualisierungen, teile ihre Ansicht jedoch größtenteils nicht. Ebenso kann ich einer anderen Rezensentin zustimmen, dass das Privat- und Seelenleben der Autorin im Buch eindeutig zu viel Raum einnimmt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass das Buch größtenteils unsachlich und sehr subjektiv geschrieben ist, ein vorherrschendes Schwarz-Weiß-Denken dominiert und durch das allzu häufige Verwenden von Absolutismen keine andere Meinung als ihre eigene zugelassen wird. Ebenso kritisch und unwissenschaftlich finde ich, dass genau die Thesen mit Studien bekräftigt werden, die dem Weltbild der Autorin entsprechen. Nach meinem Empfinden wird in diesem Buch allzu oft "toxic negativity" zwischen den Zeilen gelebt, da sehr viel Negativität und persönlicher Ballast abgelassen wird. Schade. . . . Auszug aus Buch: "Meine Recherche hat ergeben, dass die Wissenschaft sich in einem ganz wichtigen Punkt einig ist: Psychische Faktoren spielen keine Rolle bei der Entstehung oder Heilung von Krebs." Zitat Anna Maas (Was natürlich nicht heißt, dass die Autorin diesen Standpunkt vertritt.) Dennoch möchte ich dieser Aussage energisch widersprechen. Gefährliches Halbwissen! Wer behauptet, psychische Faktoren spielen bei der Entstehung von Krebs oder generell Krankheiten keine Rolle, blendet wichtige evidente und empirische Daten aus und hat schlichtweg nicht verstanden, dass Körper und Geist eine Einheit bilden. Stress bspw. ist ein psychischer Faktor. Es wird permanent Kortisol ausgeschüttet und der Körper ist ständig unter Anspannung, die Zellen sind irgendwann erschöpft. Natürlich spielen die psychischen Faktoren eine Rolle, allein die ganzen biochemischen Prozesse, die im Körper ablaufen!

Ein sehr persönlicher Ratgeber
von Lisa am 05.05.2021

Die Autorin Anna Maas beschäftigt sich in ihrem ersten Buch „Die Happinesslüge – Wenn positives Denken toxisch wird“ mit dem großen Thema Toxic Positivity. Damit stellt sich sich gegen eine ungesunden Zwang zum Glücklichsein und plädiert für mehr Ehrlichkeit im Umgang mit (eigenen) Gefühlen. Die einzelnen Kapitel sind dabei in L... Die Autorin Anna Maas beschäftigt sich in ihrem ersten Buch „Die Happinesslüge – Wenn positives Denken toxisch wird“ mit dem großen Thema Toxic Positivity. Damit stellt sich sich gegen eine ungesunden Zwang zum Glücklichsein und plädiert für mehr Ehrlichkeit im Umgang mit (eigenen) Gefühlen. Die einzelnen Kapitel sind dabei in Lebens- und Themenbereichen untergliedert, wirken aber oft mehr wie ein Tagebuch, da die Autorin viel Biografisches einfließen lässt. Dadurch und auch durch eine lockere Anrede, liest sich der Schreibstil leicht und angenehm. Gestartet bin ich mit relativ wenig Vorwissen zu diesem zunehmend bekannter werdenden Phänomen. Am Ende des Buches fühle ich mich nun auf jeden Fall informierter, auch wenn ich nicht allen Argumentationen zustimmen konnte. Stellenweise war für mich der Fokus zu sehr auf negativen Erlebnissen (der Autorin). Besonders interessant waren hingegen für mich die Interviews mit unterschiedlichen Expertinnen, welche dem Inhalt eine fundiertere Grundlage geben konnten. Auch wenn es sich nicht um ein reines Sachbuch handelt, konnte ich doch den einen oder anderen Anstoß für mich mitnehmen und kann das Buch allen psychologisch interessierten Leser*innen empfehlen.


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