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Eine Spurensuche

Charles Lewinsky

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Beschreibung

Was schmuggelt ein Schriftsteller bewusst oder unbewusst vom eigenen Leben in seine Bücher? Charles Lewinsky hat sich auf Spurensuche begeben und staunt, wie viel Persönliches sich ungewollt in seine Romane eingeschlichen hat. Was ihm nun die Gelegenheit gibt, sich in Anekdoten und Geständnissen an Hochgefühle ebenso zu erinnern wie an kritische Momente – so wie er sie in den eigenen Romanen als Spiegelungen wiederentdeckt hat.

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger. Sein jüngster Roman ›Der Halbbart‹ stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Sein Werk erscheint in 14 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux (Frankreich) und im Winter in Zürich.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 24.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07111-5
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,5/12,2/2,4 cm
Gewicht 302 g
Auflage 1. Auflage

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Ein humorvoller Blick auf die eigenen Geschichten
von Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 28.03.2021

„Es wäre schön, wenn sich aus der gesammelten Konterbande ein Selbstbild zusammensetzte, in dem ich Dinge über mich entdecken kann, die mir vorher gar nicht bewusst waren. […] Nur eines soll es auf keinen Fall werden: eine Autobiographie.“ Den Auslöser zu diesem Buch stammt aus einer Lesung, als ein Zuhörer Charles Lewins... „Es wäre schön, wenn sich aus der gesammelten Konterbande ein Selbstbild zusammensetzte, in dem ich Dinge über mich entdecken kann, die mir vorher gar nicht bewusst waren. […] Nur eines soll es auf keinen Fall werden: eine Autobiographie.“ Den Auslöser zu diesem Buch stammt aus einer Lesung, als ein Zuhörer Charles Lewinsky fragte, ob er selber der pädophile Protagonist aus einer Geschichte sei. Diese Frage konnte er verneinen, doch in ihm wirkte die Frage weiter, wie viel von ihm selber in all seinen Büchern steckt. Eine Autobiografie sollte es aber nicht werden – aus guten Gründen: „Das eine oder andere meiner Bücher mag vielleicht interessant sein – mein Leben ist es nicht […] Mit der bahnbrechenden Erkenntnis: „Am liebsten sass er abends neben seiner Frau auf dem Sofa“ stürmt kein Biograph die Bestsellerlisten.“ Das Stürmen der Bestsellerlisten war aber auch kein Grund für dieses Buch, denn es gab keine anvisierte Leserschaft ausser seinen drei Enkeln, denen er das Buch als Erinnerung an ihren Grossvater hinterlassen wollte. „Mir scheint bei der Neubegegnung mit den eigenen Büchern, dass solche Zitate aus dem eigenen Leben mir immer wieder unbewusst dazu gedient haben, Erlebnisse, die ich lieber vergessen hätte, in die Quarantäne eines literarischen Textes einzusperren und damit zu neutralisieren.“ Charles Lewinsky hangelt sich entlang seiner Bücher anhand von Zitaten durch sein Leben, erzählt von den Inspirationsquellen, die Einzug hielten in sein Schreiben. Er geht dabei nicht zimperlich mit sich selber um, erzählt auch von den eigenen Verfehlungen und Missgeschicken. Aber er weist auch nochmals in aller Deutlichkeit Absichten und Gründe für einzelne Werke. Mattscheibe war meine persönliche Abrechnung mit der Welt der Fernsehunterhaltung. Ich wollte die Dinge, die ich dort erlebt und beobachtet hatte, übertreiben und verzerren, um damit die ganze Lächerlichkeit dieses Gewerbes in parodistischer Weise sichtbar werden zu lassen. Ich fürchte, es ist mir nicht gelungen. Es gibt Dinge im Fernsehprogramm, die kann man nicht parodieren, weil sie es selber schon tun.“ Entstanden ist so ein Buch voller Erinnerungen, das sowohl durch das Erzählte wie auch die Sprache das Bild eines Menschen voller Humor, Ironie, Selbstreflexion und klarem Blick lebendig werden lässt. Fazit: Ein Schriftsteller sucht anhand seiner Bücher nach seinem eigenen Leben und erzählt auf humorvolle und lebendige Weise in Erinnerungen davon. Sehr empfehlenswert!

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