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Hard Land

Benedict Wells

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Beschreibung

Missouri, 1985: Um vor den Problemen zu Hause zu fliehen, nimmt der fünfzehnjährige Sam einen Ferienjob in einem alten Kino an. Und einen magischen Sommer lang ist alles auf den Kopf gestellt. Er findet Freunde, verliebt sich und entdeckt die Geheimnisse seiner Heimatstadt. Zum ersten Mal ist er kein unscheinbarer Außenseiter mehr. Bis etwas passiert, das ihn zwingt, erwachsen zu werden. Eine Hommage an 80’s Coming-of-Age-Filme wie ›The Breakfast Club‹ und ›Stand By Me‹ – die Geschichte eines Sommers, den man nie mehr vergisst.

»In diesem Büchlein scheinen die Sonnenstrahlen der Jugend eingefangen zu sein und noch einmal hell zu leuchten. Das wärmt.«
Katja Kraft / Münchner Merkur

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 24.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07148-1
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,5/12,4/2,6 cm
Gewicht 332 g
Auflage 1
Verkaufsrang 34

Kundenbewertungen

Durchschnitt
118 Bewertungen
Übersicht
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Berührendes Coming-Of-Age-Drama
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 05.03.2021

"Und mehr gibt’s nicht zu sagen, bevor ich am nächsten Tag im Kino anfing und der schönste und schrecklichste Sommer meines Lebens begann." Es sind Sätze wie diese, weshalb ich Benedict Wells Romane so liebe. Sam ist 15, Außenseiter, hat keine Freunde - und, als wäre das alles nicht schon genug - verliert er in diesem einen,... "Und mehr gibt’s nicht zu sagen, bevor ich am nächsten Tag im Kino anfing und der schönste und schrecklichste Sommer meines Lebens begann." Es sind Sätze wie diese, weshalb ich Benedict Wells Romane so liebe. Sam ist 15, Außenseiter, hat keine Freunde - und, als wäre das alles nicht schon genug - verliert er in diesem einen, alles verändernden Sommer auch noch seine Mutter an Krebs. Es ist eine klassische Benedict-Wells-Geschichte - eine zarte Geschichte über einen starken, liebevoll entwickelten Protagonisten, den wir in seinem bedeutensten Sommer begleiten und nach nur wenigen Seiten in unser Herz schließen. Es ist der Sommer, in dem Sam über sich hinauswächst, in dem Sam zum ersten Mal echte Freunde findet und sich zum ersten Mal verliebt. Aber eben auch der Sommer, in dem er einen der größten Verluste seines Lebens verkraften muss. Benedict Wells schafft es, das Wortlose der kleinen und großen Momente des Erwachsenwerden zur Sprache zu bringen und den Leser damit in die Zeit des eigenen Erwachsenwerdens zurückzuführen. "Hard Land" ist traurig und lustig zugleich, aufregend wie ein Roadtrip, dabei nie kitschig, immer berührend, intensiv und ohne Pathos wunderschön.

Freud‘ und Leid liegen so nah beieinander...
von Rezensent aus BW am 05.03.2021

Schon mal vorneweg: „Hard Land“ ist eine packende und schicksalshafte amerikanische Sommergeschichte in den 1980-ern und ein berührender Coming-of-Age Roman. Wir reisen in die konservativ, religiös und rassistisch geprägte Kleinstadt Grady, Missouri, befinden uns im Jahr 1985 und lernen dort den fast 16-jährigen Ich-Erzähler... Schon mal vorneweg: „Hard Land“ ist eine packende und schicksalshafte amerikanische Sommergeschichte in den 1980-ern und ein berührender Coming-of-Age Roman. Wir reisen in die konservativ, religiös und rassistisch geprägte Kleinstadt Grady, Missouri, befinden uns im Jahr 1985 und lernen dort den fast 16-jährigen Ich-Erzähler Sam kennen, der ein schüchterner Mathematik-Freak und ein unscheinbarer Außenseiter ist. Sam ist ein introvertierter Teenager und zieht sich von seinem Umfeld zurück. Er fühlt sich von seinem schweigsamen Vater unverstanden und sorgt sich sehr um seine krebskranke Mutter, die im Ort einen Buchladen führt. Daheim ist es darüber hinaus auch wegen der Arbeitslosigkeit seines Vaters nicht einfach und um den problematischen Umständen wenigstens zeitweise zu entfliehen und Geld zu verdienen, nimmt er über den Sommer einen Ferienjob im alten städtischen Kino an. Das ist besser, als die Ferien bei einer Tante in Kanada zu verbringen! Sam erlebt nun eine besondere und aufwühlende Zeit, in der er sich erstmals zugehörig fühlt. Kollegen, die zu Freunden werden und die erste Liebe bereichern sein Leben und Abenteuer sowie die Entdeckung von Geheimnissen geben ihm die Würze. Sam erlebt aber auch Verlust, Trauer und Schmerz. Er beginnt, zu sich selbst zu finden , seine Bedürfnisse wahrzunehmen und seine Grenzen zu erkennen. Als etwas einschneidendes passiert, ist es mit Kindheit und Jugend schlagartig vorbei. Der Autor beschreibt das ambivalente Innenleben seines Protagonisten feinfühlig und differenziert. Es gelingt ihm wunderbar, ein authentisches Bild von einem Jugendlichen zu zeichnen, der erschwerte häusliche Bedingungen hat, durch Veränderungen auflebt, damit rechnen muss, dass sein Glück nicht von Dauer und deshalb brüchig und fragil ist und schließlich schmerzlichen Verlust verkraften muss. Sprache, Charaktere und die in die 1980-er Jahre eingebettete Handlung wirken äußerst natürlich und authentisch. Es machte Spaß, an die Hits der 80-er und v. a. an Billy Idol erinnert zu werden :-) Man hat beim Lesen das Gefühl, mittendrin und dabei zu sein. Man lächelt, lacht und trauert mit Sam und am Ende schlägt man das Buch zufrieden zu. Originell finde ich die Wahl des Titels, denn „Hard Land“ ist auch der Titel eines Gedichtbands, den die Schüler der örtlichen Highschool lesen und analysieren müssen. Dieser handelt, ebenso wie der Roman selbst, vom Erwachsenwerden Der 1984 in München geborene Benedict Wells hat eine mitreißende Lektüre über das Erwachsenwerden eines Teenagers geschrieben. Sie ist eine regelrechte Hommage an die Jugend und sie bereitete mir äußerst vergnügliche Lesestunden Ich empfehle „Hard Land“ sehr gerne weiter!

Coming-of-Age ist nicht gleich Coming-of-Age.
von Schmiesen am 05.03.2021

"Kind sein ist wie einen Ball hochwerfen, Erwachsenwerden ist, wenn er wieder herunterfällt." Vor dem 15-jährigen Sam liegen im Sommer 1985 viele Wochen Langeweile und Einsamkeit. Wirkliche Freunde, mit denen er die Ferien verbringen könnte, hat er nicht, zuhause ist aufgrund der Krankheit der Mutter und der Schweigsamkeit de... "Kind sein ist wie einen Ball hochwerfen, Erwachsenwerden ist, wenn er wieder herunterfällt." Vor dem 15-jährigen Sam liegen im Sommer 1985 viele Wochen Langeweile und Einsamkeit. Wirkliche Freunde, mit denen er die Ferien verbringen könnte, hat er nicht, zuhause ist aufgrund der Krankheit der Mutter und der Schweigsamkeit des Vaters Land unter. Der Job im kommunalen Kino ist die Rettung, denn vom ersten Tag an wird für einen magischen Sommer lang alles auf den Kopf gestellt. Coming-of-Age ist nun wirklich kein Genre, das gewöhnlicherweise mit großen Überraschungen punktet. Ein junger Held oder eine Heldin muss irgendeine Art von Schule durchlaufen und geht daraus als Mann/Frau hervor. Wells nimmt dieses Schema gekonnt auf die Schippe, als er seinen Protagonisten in seinem eigenen Coming-of-Age-Roman über Coming-of-Age-Romane nachdenken und Schulaufgaben darüber lösen lässt. Und genau mit diesem Wissen über das eigene Schaffen präsentiert Wells hier einen wunderbaren Roman dieses Genres, der mich mitgerissen und fortgeschwemmt hat in diese Kleinstadt mitten in Missouri. In Sams Leben passieren in diesem Sommer so viele Dinge gleichzeitig, meisterhaft zusammengefasst vom fesselnden ersten Satz: "In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb." Man ist als Leserin also schon "vorgewarnt", was da alles kommt, aber die Einfühlsamkeit, mit der Wells diese Geschehnisse schildert, ist beeindruckend. Sam steht permanent zwischen den Stühlen: Einerseits will er an der Seite seiner todkranken Mutter sein, keinen Augenblick mit ihr verpassen; andererseits hat er das erste Mal in seinem Leben Freunde, die ihn zu Abenteuern und Späßen, Partys und chilligen Abenden am See mitnehmen. Hätte er sich das entgehen lassen, dann wäre er vermutlich für immer in seiner Unsicherheit und Angst gefangen geblieben; nur mit diesen drei Menschen konnte er erwachsen werden. Die Trauer im die Mutter ist dennoch omnipräsent und trägt natürlich zu dieser Reifung bei. Aber sie wäre so oder so gekommen, und das Netz aus Freundschaft und Liebe fängt ihn auf, wie es ohne seine Erlebnisse mit den drei Freunden nicht möglich gewesen wäre. Sams Freunde zeichnet Wells mit genauso viel Tiefe und Charme wie seinen Protagonisten. Jeder der drei hat ganz unterschiedliche Ambitionen, für sie brechen mit dem College nach dem Sommer völlig neue Zeiten an, von denen Sam noch zwei Jahre entfernt ist. Es geht in Wells Roman um das Hier und Jetzt und gleichzeitig um die Zukunft, um die Heimatverbundenheit und gleichzeitig um die Loslösung davon, um Freunde und Familie, und v.a. geht es darum, wie junge Menschen das alles verarbeiten und sich ihren Platz in dieser Welt erstreiten. Der Roman im Roman, das große Gedicht "Hard Land", begleitet Sam durch diese Zeit, und am Ende kommt für Sam auch alles genauso, wie es im Gedicht beschrieben steht. Eine schöne, literarisch gewiefte Parallele, die dem Roman nochmals Tiefgang verleiht. Und immer schwingt die Message mit: Du kannst über dich hinauswachsen, wenn du dich nur traust, und wenn du dich einmal etwas Verrücktes getraut hast, macht dir der Rest keine Angst mehr. Mit Wells neuestem Roman können wir uns alle in unsere Jugend und in den Sommer unseres Lebens zurückversetzen lassen. Mühelos und schwungvoll zeigt er, wie nahe Freude und Trauer manchmal beisammen liegen, und wie es das menschliche Herz schafft, beides zu verarbeiten. Ein wunderbarer Roman, der sich für jeden und in jeder Lebenslage eignet.


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