Aus der Mitte des Sees

Roman

Moritz Heger

(100)
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Beschreibung

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

»Das Reizvolle an diesem Roman: Er plädiert für das Sich-Einlassen auf das Neue und auf das Alte. Und er gewährt einen Blick in eine unvertraute Welt.«
Claudia Ingenhoven / MDR Kultur, Halle/Saale

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 24.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07146-7
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,9/12,6/2,7 cm
Gewicht 286 g
Auflage 1
Verkaufsrang 28907

Kundenbewertungen

Durchschnitt
100 Bewertungen
Übersicht
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Leise und tiefgründig
von Lilli33 am 12.05.2021

Inhalt: Bruder Lukas ist Ende dreißig und gehört seit sechzehn Jahren dem Benediktinerorden an. In seiner Abtei ist er bei Weitem der Jüngste, seit sein bester Freund das Kloster verlassen und geheiratet hat. Nun sinnt auch Lukas über sein Leben nach. Wie soll es weitergehen? Soll er seinem Glauben treu bleiben oder kann es f... Inhalt: Bruder Lukas ist Ende dreißig und gehört seit sechzehn Jahren dem Benediktinerorden an. In seiner Abtei ist er bei Weitem der Jüngste, seit sein bester Freund das Kloster verlassen und geheiratet hat. Nun sinnt auch Lukas über sein Leben nach. Wie soll es weitergehen? Soll er seinem Glauben treu bleiben oder kann es für ihn eine Zukunft mit Sarah geben, die zu Gast im Kloster ist? Bei seinen täglichen Schwimmrunden im See versucht Lukas, zu einer Entscheidung zu gelangen. Meine Meinung: Ich habe einige Zeit gebraucht, um in den Genuss dieses stillen Büchleins zu kommen. Anfangs tat ich mir mit dem Schreibstil etwas schwer. Es ist praktisch ein Monolog von Bruder Lukas, der sich an ein Gegenüber richtet, das allerdings immer wieder wechselt. Mal spricht er zu seinem Freund Andreas, mal zu seinem älteren Mitbruder Alban, dann wieder zu Sarah, aber immer mit der Anrede „du“. Manchmal war mir bei den Wechseln nicht gleich klar, um wen es jetzt gerade geht. Mit der Zeit habe ich dann aber doch gut hineingefunden. Wie nicht anders zu erwarten, spielen religiöse Themen eine gewichtige Rolle. Obwohl ich nicht gläubig bin, fand ich dies aber nicht schlimm, denn Moritz Heger schreibt sehr unaufdringlich darüber. Lukas war mir sehr sympathisch und seine Überlegungen, seine Zweifel und Hoffnungen konnte ich sehr gut nachvollziehen. Fazit: Dieser kontemplative Roman ist tiefgründig und auf seine Art fesselnd.

Ein wunderbares Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 08.05.2021

Ein ruhiges Buch mit viel Nachklang; Bruder Lukas lebt in einem Kloster in der Eifel. Er lernt Menschen kennen, die ihre Auszeit im Kloster nehmen und Mitbrüder die das Kloster wieder verlassen. Ihm hilft das Schwimmen im See um über seine Gedanken, Sehnsüchte, Träume nachzudenken. Körper und Geist im Einklang... regt zum Nachde... Ein ruhiges Buch mit viel Nachklang; Bruder Lukas lebt in einem Kloster in der Eifel. Er lernt Menschen kennen, die ihre Auszeit im Kloster nehmen und Mitbrüder die das Kloster wieder verlassen. Ihm hilft das Schwimmen im See um über seine Gedanken, Sehnsüchte, Träume nachzudenken. Körper und Geist im Einklang... regt zum Nachdenken an

Anders als erwartet
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 05.05.2021

Eines vorab: Gerade erst habe ich den Beschreibungstext zum Buch gelesen und finde nicht, dass er dem Buch gerecht wird. Es geht nicht um Sarah oder um die Liebesbeziehung eines Mönchs, sondern um die Suche nach dem Selbst, nach einem größeren Ganzen, aber in einer ruhigen, unaufgeregten, undramatischen Art. Ohne die Buchbeschr... Eines vorab: Gerade erst habe ich den Beschreibungstext zum Buch gelesen und finde nicht, dass er dem Buch gerecht wird. Es geht nicht um Sarah oder um die Liebesbeziehung eines Mönchs, sondern um die Suche nach dem Selbst, nach einem größeren Ganzen, aber in einer ruhigen, unaufgeregten, undramatischen Art. Ohne die Buchbeschreibung gelesen zu haben, hätte ich den Roman folgendermaßen beschrieben: Bücher haben die Fähigkeit, den Leser in eine fremde Welt, einen fremden Lebensentwurf zu entführen. Al Atheistin war ich deshalb neugierig auf ein Buch aus dem Leben eines katholischen Klostermönchs Lukas, das dem meinen wohl kaum fremder sein könnte. Überraschenderweise ist es der Erzählung schon auf der ersten Seite gelungen, eine Verbindung zwischen dem Mönchsleben und der heutigen Realität herzustellen. So aus der Zeit gefallen ein Kloster auch wirken mag, so sind die Probleme und Gedanken des etwa 40-jährigen Mönchs Lukas, des Protagonisten, unseren gar nicht so unähnlich. Und allein schon die Tatsache, dass er ein Smartphone besitzt und die Welt um sich herum durchaus (sehr reflektiert) wahrnimmt, schafft Verständnis und Verbundenheit. Gleichzeitig habe ich mich nicht selten bei dem Gedanken ertappt, mich über einfache, alltägliche Probleme des Protagonisten zu freuen und dann zu merken, wie oberflächlich diese Alltagsfragen doch sind. Die Mischung aus tiefergehenden Fragen und alltäglichen Begebenheiten macht den Reiz des Romans aber aus. Die Erzähltechnik des Buches ist für die heutige Zeit eher ungewöhnlich. In der ersten Hälfte des Buches passiert: Nichts. Streng genommen geht Mönch Lukas in jedem Kapitel einfach nur in einem See nahe des Klosters schwimmen. Und auch das wird nur am Rande erwähnt. Die Gedanken und inneren Monologe, die er dabei mit sich trägt, sind aber faszinierend präzise und reflektierend. Durch Erinnerungen und Rückblicke erfährt man nach und nach mehr über Lukas. Diese Erzählart, seinen Charakter durch Gedankenäußerungen und Naturbeschreibungen vorzustellen, ist interessanterweise nicht minder spannend als eine aktive Erzählweise. Und um den Leser nicht am langen Arm verhungern zu lassen, schleichen sich nach und nach Begegnungen und Ereignisse der Gegenwart in Lukas' tägliche Schwimmroutine ein. Beeindruckend ist die Schreibweise des Autors insgesamt. Immer wieder bin ich an Sätzen hängen geblieben, die eigentlich nebensächlich waren oder bloße Naturbeschreibungen darstellten, die aber tiefere Gedanken und Wesenszüge aufdeckten. Nicht selten habe ich mich geärgert, keinen Stift zur Hand zu haben, um diese Sätze zu markieren oder herauszuschreiben. Aber vielleicht ginge ihre Wirkung in der isolierten Form auch verloren. Ich werde das sicher beim zweiten Lesen austesten.


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