Das Lied der Arktis

Roman

Bérengère Cournut

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Beschreibung


„Eine kraftvolle Erzählung - poetisch und und anthropologisch zugleich.“ Annie Ernaux

Der Mond leuchtet hell über der Arktis, als das Eis bricht und Uqsuralik von ihrer Familie trennt. Auf einen Schlag ist sie vollkommen allein in der ewigen Polarnacht. Ihr einziger Schutz ist ein Bärenfell, und sie weiß: Sie darf niemals stehen bleiben. Zwischen Fjorden und Eisbergen lernt sie die Sprache der Natur, den Robben nachzuspüren und die Geister zu fürchten. Nach Tagen der Einsamkeit begegnet sie einer anderen Nomadenfamilie und schließt sich der Gemeinschaft an. Doch was zunächst als Rettung erscheint, birgt neue unvorhersehbare Gefahren. 

„Eine hervorragende Art, die Welt neu zu denken und von einem einfachen Leben im Einklang mit der Natur zu träumen.“ Huffington Post

„Ein fulminanter Romen.“ Le Monde

„Das Buch trägt der Kultur auch formal Rechnung, indem der Text immer wieder durch Lieder unterbrochen wird. Was am Anfang gewöhnungsbedürftig erscheint, entwickelt sich bald zu einem bereichernden Aspekt, der die Magie von „Das Lied der Arktis“ nur noch besser zur Geltung bringt.“

Bérengère Cournut, 1979 in Paris geboren, ist Lektorin, Übersetzerin und Schriftstellerin. Ihre Bücher sind zugleich kraftvolle Erzählungen, Poesie und Anthropologie..
Stefanie Jacobs, geboren 1981, lebt und arbeitet als freie Übersetzerin in Wuppertal. Für ihre brillianten Übersetzungen von Jonathan Safran Foer, Edna O'Brien und Lauren Groff wird sie von der Presse gefeiert. 

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 02.11.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-20097-7
Verlag Ullstein Buchverlage
Maße (L/B/H) 21,1/13,2/3,5 cm
Gewicht 412 g
Originaltitel De pierre et d'os
Abbildungen mit eindrucksvollen Fotosgrafien aus der Arktis
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Stefanie Jacobs

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt! Es erzählt die Geschichte des Inuitmädchens Uqsuralik und ihr Leben in einer uns so völlig unbekannten Kultur. Es sind Menschen, die noch im Einklang mit der Natur leben, die getragen werden von den Geistern der Ahnen und die das Eis sprechen hören. Für den neugierigen Leser eröffnet sich e... Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt! Es erzählt die Geschichte des Inuitmädchens Uqsuralik und ihr Leben in einer uns so völlig unbekannten Kultur. Es sind Menschen, die noch im Einklang mit der Natur leben, die getragen werden von den Geistern der Ahnen und die das Eis sprechen hören. Für den neugierigen Leser eröffnet sich ein wunderbares Universum, das einen nachdenklich zurücklässt, da wir ja um die Zerbrechlichkeit dieser Welt, durch die vermeintliche Zivilisation wissen. Lassen Sie sich darauf ein!

Ein literarisches Highlight!
von Rezensent aus BW am 10.03.2021

Bérengère Cournut entführt uns mit ihrem Werk in eine gleichermaßen unwirtliche wie beeindruckende Gegend, in der es nicht um Konsum und Oberflächliches, sondern um Überleben und das Ursprüngliche geht. Wir begeben uns in die eisige Kälte, Unberechenbarkeit und Schönheit der arktischen Vegetationszone der Tundra. Hier treff... Bérengère Cournut entführt uns mit ihrem Werk in eine gleichermaßen unwirtliche wie beeindruckende Gegend, in der es nicht um Konsum und Oberflächliches, sondern um Überleben und das Ursprüngliche geht. Wir begeben uns in die eisige Kälte, Unberechenbarkeit und Schönheit der arktischen Vegetationszone der Tundra. Hier treffen wir Uqsuralik, ein Mädchen, das von ihrem Vater zur Jägerin ausgebildet wurde. Nachdem sie von ihrer Familie durch das Auseinanderdriften von Eisschollen getrennt wird, muss sie sich, bewaffnet mit Bärenfell, Schutzamulett, einigen Brocken Fleisch und einer halblebigen Harpune, in der weiten Einöde zwischen all dem Eis einem unerbittlichen Überlebenskampf stellen. Gefährliche Tiere, trügerisches Packeis, lebensbedrohliche Kälte, nahender Hunger - das sind die Herausforderungen, mit denen Uqsuralik während ihrer Wanderschaft umgehen muss. Die junge Frau entwickelt sich während sie all diesen Gefahren trotzt. Sie gewinnt an Reife, Stärke und Klugheit... Eigenschaften, die sie dringend brauchen wird, wenn sie wieder in einer Gemeinschaft leben wird. Nach objektiv wenigen, aber gefühlt endlos vielen Tagen trifft sie auf andere Inuit. Sie bleibt bei ihnen, lebt mit ihnen in deren Iglu, und unterstützt sie als geschickte Harpunistin bei der Robbenjagd. Wegen dem selbstsüchtigen alten Clanvorsteher zieht sie schließlich weiter und endlich trifft sie auf die Familie ihres Onkels, die sie bereitwillig in ihrer Mitte aufnimmt. Jetzt ist Uqsuralik zwar Teil einer großen und liebevollen Familie, aber das Leben bliebt hart. Das Buch, in dem uns die fremde, raue, harte und archaische Lebenswelt der Inuit nahegebracht wird ist eine Wucht! Wir erfahren von Mythen und Legenden, Traditionen und Bräuchen und lernen völlig fremdartige Lebensbedingungen kennen. Wir stoßen auf eine Welt, eine Kultur und ein Leben, die gleichzeitig anziehend und reizvoll sowie abschreckend und abstoßend wirken. Maximale Einsamkeit und Unberechenbarkeit der Natur treffen auf unübertreffliche Schönheit, Einheit, Einklang und Ruhe. „Das Lied der Arktis“ ist gleichermaßen eindringlich, berührend, poetisch, faszinierend und magisch, wie erschreckend, unerbittlich und grausam. Die Geschichte wird von der 1979 in Paris geborenen Autorin feinfühlig, zart und gleichzeitig nüchtern, kraftvoll und eindringlich erzählt und regt zum Mit- und Nachdenken an. Sie kann und sollte meines Erachtens metaphorisch gelesen werden. Ist die Welt der Inuit tatsächlich eine rückständige Welt oder findet man hier nicht vielmehr das Basale, das in unserer ach so fortschrittlichen Welt oft fehlt? Gemeinschaft, Verlässlichkeit, Zusammenhalt, Einfachheit und Langsamkeit...? Einsam und auf sich gestellt kann man auch in einer geschäftigen Großstadt, umgeben von Hektik und Trubel sein... da muss man nicht erst in die Unendlichkeit der Arktis reisen. Der sogenannte moderne Mensch wird weniger häufig mit äußeren Gefahren konfrontiert. Die wilden Tiere sind im Zoo, wenn uns kalt ist, drehen wir die Heizung auf und wenn wir Nahrungsmittel brauchen, gehen wir ins Lebensmittelgeschäft. Er muss aber andere Herausforderungen und innere Gefahren bewältigen. Und selbst unter diesen sogenannten modernen Menschen gibt es genug, die täglich um Brot und Wärme kämpfen müssen! Für mich war die Lektüre ein Highlight! Tiefgründig und nachhallend!

von einer Kundin/einem Kunden am 19.02.2021
Bewertet: anderes Format

Eine packende Geschichte aus dem Leben der Inuit. Leben in und mit der Natur, Tradition und Mythen - dieses Buch fasziniert und zugleich geht es immer auch ums Überleben. Sehr beeindruckend.


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