Das Unwohlsein der modernen Mutter

Mareice Kaiser

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Beschreibung


Versorgerin, Businesswoman, Mom I’d like to fuck – Mütter sollen heute alles sein. Dass darunter ihr Wohlbefinden leidet, ist kein Wunder. Mareice Kaiser, Journalistin und selbst Mutter, stellt immer wieder fest: Das Mutterideal ist unerreichbar und voller Widersprüche. Nichts kann man richtig machen und niemandem etwas recht. Mutterschaft berührt dabei, natürlich, jeden Lebensbereich: Denn egal, ob es um Arbeit, Geld, Sex, Körper, Psyche oder Liebe geht – Stereotype, Klischees und gesellschaftlichen Druck gibt es überall, auf Instagram, im Bett und im Büro. Mareice Kaiser zeigt entlang ihrer persönlichen Erfahrungen und mit journalistischem Blick, wo Mütter heute stehen: noch immer öfter am Herd als in den Chefetagen.

Das Sentimentale, das Gewünschte, die Visionen über (arbeitende) Mütter zur Seite zu schieben und über das zu schreiben, was ist – ich kenne keine Autorin, der das so gelingt wie Mareice Kaiser. Kein Flausch-Buch, aber dafür voller Sehnsucht nach einer Welt, die mehr hält als sie verspricht.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 21.04.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-00349-3
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 21,1/13,5/2,7 cm
Gewicht 316 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 1392

Kundenbewertungen

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Ein Buch, das gelesen werden muss!
von einer Kundin/einem Kunden am 11.05.2021

Offen, persönlich und hervorragend recherchiert berichtet Mareice Kaiser über „Das Unwohlsein der modernen Mutter“. Dieses Unwohlsein entspringt nicht ausschließlich einer persönlichen Misslage, sondern ist das Resultat systematischer Benachteiligung von Müttern. Die Coronakrise ist ein hervorragendes Beispiel dieser Benachteili... Offen, persönlich und hervorragend recherchiert berichtet Mareice Kaiser über „Das Unwohlsein der modernen Mutter“. Dieses Unwohlsein entspringt nicht ausschließlich einer persönlichen Misslage, sondern ist das Resultat systematischer Benachteiligung von Müttern. Die Coronakrise ist ein hervorragendes Beispiel dieser Benachteiligung, das durch Kaisers Worte gleichermaßen persönlichen wie allgemeingültigen Anspruch erhebt: Frauen leisten den überwiegenden Teil der systemrelevanten Arbeit in dieser Krise. In Krankenhäusern arbeiten 76 Prozent Frauen, im Einzelhandel 72,9 Prozent Frauen, in Kindergärten und Vorschulen 92 Prozent. Kaum eine Gruppe trifft der Corona-Ausnahmezustand so hart wie Alleinerziehende - zu 90 Prozent Frauen. Für Alleinerziehende sind die Auswirkungen des Coronavirus und die damit verbundenen Schließungen von Kitas und Schulen mehr als eine Herausforderung. Sie sind existenzbedrohend. Aber gefragt sind gerade Männer. Bundesliga und Automobilindustrie first… Da wundert es nicht, dass – wie Kaiser schreibt - die größte Risikogruppe für psychische Erkrankungen alleinerziehende Mütter sind. Gleichzeitig sind es aber Hausfrauen, die bei stationärer psychischer Therapie die kürzeste Zeit in Behandlung sind. Selbstfürsorge steht bei Müttern immer hinter den Bedürfnissen aller anderer an. Das ist besonders problematisch, da Ein-Eltern-Familien in Deutschland auf den Vormarsch sind. In ihrem Buch listet Mareice Kaiser so viel weiteres Relevante auf. Ich selbst bin keine Mutter, und manche Problematik wird mir vermutlich auf ewig verschlossen bleiben, aber ich wünsche mir, dass ganz viele Menschen dieses Buch lesen und damit ein erweitertes Bewusstsein zur Problematik bekommen!

von einer Kundin/einem Kunden am 01.05.2021
Bewertet: anderes Format

Mutterschaft und Care Arbeit ist kein reines Frauenthema. Es betrifft die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit. Ein kluges und politisches Buch, das gerade in der Corona Krise seine Brisanz zeigt.


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