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Die Chroniken des Aufziehvogels

Roman

Haruki Murakami

(18)
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Beschreibung

Murakamis Meisterwerk - erstmals direkt aus dem Japanischen übersetzt

Ein unzufriedener Mann, ohne Arbeit, von seiner tüchtigen Frau zur Selbsterforschung ermutigt: So einer ist Toru Okada. In sein fades Dasein brechen plötzlich Unbekannte mit ihren Geschichten ein und verunsichern ihn in seinen Gewissheiten. Und selbst seine Frau erscheint ihm plötzlich fremd. Unter dem Alltagsleben der Großstadtgesellschaft wirken noch andere Kräfte: geheime Begierden, die Historie des japanisch-chinesischen Krieges oder gar so etwas Altmodisches wie das Schicksal.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 1000 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.10.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783832170479
Verlag DuMont Buchverlag
Originaltitel >Nejimaki-dori kuronikuru<
Dateigröße 2115 KB
Übersetzer Ursula Gräfe
Verkaufsrang 681

Buchhändler-Empfehlungen

Ausgetrocknete Brunnen und mechanisch schreiende Vögel

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

In „Mr. Aufziehvogel“ begegnet der geneigte Leser einen einnehmenden Protagonisten: Toru Okada ist 30 Jahre alt, arbeits- und katerlos. Seine Frau drängt ihn eine Wahrsagerin aufzusuchen, um aufzuklären wo denn nun der Kater abgeblieben ist. Durch die Begegnung mit der Wahrsagerin, erinnert er sich auch an eine ehemalige Weissagung eines anderen Wahrsagers. Als auch seine Frau verschwindet, versucht er auf sehr eigentümliche Weise mit Kumiko, seiner Frau Kontakt aufzunehmen. Mr. Aufziehvogel war das erste Buch, dass ich von Haruki Murakami gelesen habe und ich kann sagen das er auf über 600 Seiten, den Leser in eine eigenartige Traumwelt entführt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Toru Okada. Eine große Rolle spielen auch die Erinnerungen, an die Zeit der japanischen Besetzung der Mongolei, verschiedener Protagonisten. Geheimnisvolle alte Männer, ellenlange Briefe, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, das ein wenig frivol an Nabakovs Lolita erinnert, ein ausgetrockneter Brunnen und ein Schwager der auf eigentümliche Weise Karriere gemacht hat bilden einen Reigen, der zwar ständig etwas andeutet aber wenig Genaues aufzeigt. Hier könnte man dem Autor eine zähe Langatmigkeit vorwerfen, was meiner Meinung nach nicht stimmt. Ambivalent wechseln sich Realismus und Surrealismus beständig ab und nachdem ich nun auch den einen oder anderen Roman von Murakami gelesen habe weiß ich, dass es eben zu seiner Handschrift, seinem Stil gehört(=genauso wie die vermeintliche Langatmigkeit), um den Leser tief in die Handlung und den Charakteren eintauchen zu lassen. Als ich Mr. Aufziehvogel das erste Mal gelesen habe, kam mir in den Sinn dass diese Geschichte wohl in jeder Großstadt auf dieser Welt hätte spielen können. Nun kann man sich natürlich fragen ob die Entwicklung in den Städten überall gleich ist, oder Haruki Murakamis Beschreibungen zu Allgemein gehalten sind. Ich tendierte dazu ersteres zu glauben. Als ich diesen Roman das zweite Mal gelesen habe, war ich mir da allerdings nicht mehr ganz so sicher, sind mir doch die bestimmten japanischen Höflichkeitsgesten verstärkt und eben die im alltäglichen verankerten religiösen Handlungen und der Aberglaube, der in der westlichen Welt in den Hintergrund geraten ist aufgefallen. Unweigerlich wird man mit der Nase auch an die Musikbegeisterung des Autors gestoßen. Wer bereits vom nobelpreisverdächtigen Haruki Murakami etwas gelesen hat, dem rate ich auch unbedingt „Mr. Aufziehvogel“ zu lesen, er oder sie wird nicht enttäuscht werden. Wer allerdings noch nie etwas von ihm gelesen hat, dem würde ich als Erstbuch etwas „harmloseres“ empfehlen: „Südlich der Sonne, westlich der Grenze“ und „Schlaf“ wäre meiner Meinung nach die besser Wahl, wobei Letzteres eine Kurzgeschichte ist und ersteres eine Neuübersetzung von „Gefährliche Geliebte“ ist.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
15
2
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 20.10.2020
Bewertet: anderes Format

Ein schwerer Murakami der meines Erachtens nicht als erstes Buch von ihm gelesen werden sollte, da es dem Leser einiges abverlangt - noch mehr als in 1Q84. Lesenswert ja, aber mit der entsprechenden Konzentration. Kein Roman für "Kopf abschaltende Abende".

von einer Kundin/einem Kunden am 15.08.2020
Bewertet: anderes Format

Wer sich an dem magischen Realismus von Murakami erfreut, wird in diesem Werk besonders belohnt. Abgedreht und unterhaltsam wie man es von dem Meistererzähler kennt.

"Der Ruf dieses Vogels war nur für bestimmte, besondere Menschen vernehmbar, und sie wurden durch ihn unvermeidlich ins Verderben geführt." (659)
von Miri am 15.01.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

und diesen Ruf des Aufziehvogels gehört auch Toru Okada, 30 jähriger katerloser (wichtiger Leitmotiv) Anwaltsgehilfe, der nicht nur sein Job aufgibt, sondern auch seine bisher wahrgenommene Realität. Nachdem seine Frau Kumiko von der Bildfläche verschwindet, begibt sich Toru auf die Suche nach ihr und findet einen unvorstellbare... und diesen Ruf des Aufziehvogels gehört auch Toru Okada, 30 jähriger katerloser (wichtiger Leitmotiv) Anwaltsgehilfe, der nicht nur sein Job aufgibt, sondern auch seine bisher wahrgenommene Realität. Nachdem seine Frau Kumiko von der Bildfläche verschwindet, begibt sich Toru auf die Suche nach ihr und findet einen unvorstellbaren Abgrund der Großstadtgesellschaft...Was kann schon ein gewöhnlicher farbloser Mann ohne jegliche Ambitionen schon bewirken? Und was hat der ausgetrocknete Brunnen am Grundstück eines berühmten Selbstmörderhauses für unerklärliche Anziehungskräfte?? Viele schräge Figuren wie Kreta und Malta Kano, Noboru, May Kasahara, Leutnant Mamiya usw. wachsen einem aufs Herz...Ich muss zugeben, dass ich nach dem Schluss des Buches ein wenig ratlos zurückgelassen blieb...an manchen Stellen habe ich mir gedacht: Was zum Teufel will der Autor hiermit sagen???? Viel Interpretationsraum, also für jemanden, der nichts mit dem Begriff Phantasie anfangen kann, würde ich raten, die Finger von diesem Buch lassen. Ich kann mir vorstellen, dass jeder, der das Buch liest, was anderes draus mitnehmen kann. Für mich war das Hauptthema das wahre ICH, kann man sich spalten, kann man sich wieder zusammensetzen, was wäre wenn das Ich hinter einer Geleewand ein konträres Charakter hätte. Und gibt es Etwas tief in uns, was uns innerlich auffrisst und sich von anderen Menschen so ausnützen lässt, dass wir dann deren Gefangen werden ohne es wirklich wahrzunehmen. Realität vermischt sich mit Träumen und den wildesten Phantasien. Das tolle an Murakami ist, dass man den Übergang zwischen diesen Ebenen nicht immer mitkriegt. Was ist wahr und was ist der Traum?


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