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Die Sünderin und der Heilige

Novelle

Albert T. Fischer

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Beschreibung

Die Novelle basiert auf der unglaublichen Lebensgeschichte der in der Steiermark geborenen und in Zagreb aufgewachsenen Terezija Skringer, die im letzten Jahrhundert während Jahrzehnten der katholischen Kirche Kroatiens diente, dies im unmittelbaren Umfeld des sehr umstrittenen Erzbischofs und Kardinals Stepinac, dessen Heiligsprechung gegenwärtig kontrovers zur Diskussion steht, werden doch dem Kardinal Sympathien und eine viel zu grosse Nähe zur damaligen Ustascha vorgeworfen. Terezija Skringers Odyssee beginnt früh in der Donaumonarchie, als vermutlich illegitimes Kind einer einzigen Liebesnacht des Kaisers Franz-Joseph mit ihrer Mutter, sie setzt sich fort in der Schweiz, wo sie zwei uneheliche Kinder zur Welt bringt, um dann den grössten Teil ihres Lebens in Zagreb als Sekretärin des Kardinals zu spielen. Da sie in ihrer kirchlichen Funktion Listen von zu ermordenden Juden verschwinden lässt, gerät sie in Konflikt mit den Nazis und wird in Graz zum Tode verurteilt. Aufgrund einer Intervention des Kardinals in Berlin wird sie jedoch wieder freigelassen und kehrt nach Zagreb zurück. Nach dem Krieg kann sie mit Unterstützung des Vatikans auf der sog. "Rattenlinie", einer Fluchtroute für Vertreter der NS, der SS und der Ustascha nach Brasilien auswandern. Erst im Alter kehrt sie in die Schweiz zurück und verstirbt 1986 im Tessin.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 200 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.04.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783905896534
Verlag Münster Verlag
Dateigröße 955 KB

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Die Sippe ist für fast alle ein schwieriges Thema - auch für Albert Fischer
von Ingrid Notter aus Zürich am 27.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Was für bühnengerechte Biographien es doch gibt und keiner kennt sie? Ein spannendes Detail zu dieser biographischen Spurensuche von #AlbertTFischer ist folgende: Das Buch handelt von Terezija Springer – also einer Frau. Erklärt mir als Frau, warum diese Geschichte Nicht schon früher veröffentlicht wurde Niemand sie ... Was für bühnengerechte Biographien es doch gibt und keiner kennt sie? Ein spannendes Detail zu dieser biographischen Spurensuche von #AlbertTFischer ist folgende: Das Buch handelt von Terezija Springer – also einer Frau. Erklärt mir als Frau, warum diese Geschichte Nicht schon früher veröffentlicht wurde Niemand sie kennt Wohlweislich der Mann in der Geschichte sogar heiliggesprochen wurde. Immer wieder das gleiche, Männer werde gefeiert, Frauen vergessen! Das Buch beschreibt in seiner Gänze die Klischees mit denen damals - und auch heute - über Frauen, Religion und Männer gedacht und geurteilt wurde. Ich wusste ja wirklich nichts über den Krieg in Kroatien, Serbien und so? Ich weiss auch jetzt nicht viel mehr, aber ich glaube es ist wichtig mehr zu wissen. Dieser Balkankonflikt ist mir fast so fremd wie der Dauerkrieg in Syrien. In diesen politischen 1. Welt-Kriegswirren findet sich die Geschichte der Terezija Springer die mit dem umstrittenen Kardinal Alojzije Stepinac die Kroatische Caritas aufbaut und lenkt. Die Geschichte führt ebenfalls in die Schweiz, da Resa dort mir nichts dir nichts ihre zwei Söhne zurücklässt. Der Vater, jedoch nicht der Mann, heiratet eine Deutsche, wird ein erfolgreicher Hotelier und die zwei Welten kreuzen sich trotz widriger Umstände immer wieder (dank den Söhnen). Pepe einer der unehelichen Söhne und Fischers Cousin wird der wichtigste Geschichten- & Datenlieferant. Er erzählt viel von seiner streng gläubigen Mutter, die auch von den Nazis verhaftet wurde und ach so vieles mehr erlebt hat. Er behauptet sogar, dass Resas Vater kein anderer als der österreichisch-ungarische Kaiser Franz Josef I. gewesen sein soll. Da, nach Pepes Tod alle Unterlagen weggeworfen wurden – gibt es für vieles keine Beweise mehr, so entstehen beim Leser auch einige??? Klar ist für mich: es ist eine äusserst interessante und aufschlussreiche Lebens-Geschichte, Kriege haben sehr viel mit Religion und der scheinheiligen Verleugnung und Vertuschung der Taten der Kirche zu tun - vor, während und nach dem Krieg; Rollenbildern, damals wie heute und für Fischer wichtig – es ist immer sehr schwierig sich mit der Geschichte der eigenen Sippe zu befassen. Bravo und danke für dieses Buch. Ach Resas Grab ist im Tessin - Ruhe in Frieden.

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