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Ein Theaterstück

Ferdinand von Schirach

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Beschreibung

Nach "Terror" Ferdinand von Schirachs neues Stück über ein vieldiskutiertes Thema: Beihilfe zum Suizid

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Ärzte, Juristen, Pfarrer, Ethiker, der Staat und die Gesellschaft zweifeln, ob sie ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.Ferdinand von Schirach verhandelt in seinem neuen Theaterstück das Sterben des Menschen. Und wie schon in seinem ersten Drama "Terror" müssen wir am Ende selbst ein Urteil fällen. Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer sind wir? Und wer wollen wir sein?

Hörspiel mit Florian Lukas, Jördis Triebel, Corinna Kirchhoff, Bettina Kurth, Peter Rühring, Martin Engler, Felix Goeser, Cathlen Gawlich
1h 59min

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen«, »Schuld« und »Strafe« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm sein persönlichstes Buch »Kaffee und Zigaretten« sowie »Trotzdem«, ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge..
Florian Lukas, geboren am 16. März 1973 in Berlin, fing mit 17 Jahren an Theater zu spielen und erhielt seine erste Filmrolle von Peter Welz für "Banale Tage" (1990), eine der letzten DEFA-Produktionen. Erstmals einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit Til Schweigers Thriller "Der Eisbär" (1998). Für seine Rolle in Sönke Wortmanns "St. Pauli Nacht" (1999) und die Darstellung des rappenden Rico in Sebastian Schippers "Absolute Giganten" wurde Lukas mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Lukas erhielt für seine Rolle in "Good Bye, Lenin" (2003) den Deutschen Filmpreis sowie einen Bambi und war im Kino in so hochgelobten Filmen wie "Kammerflimmern" (2003), "One Day in Europe" (2004), "Keine Lieder über Liebe" (2004) "Stellungswechsel" (2007) und "Nordwand" (2008) zu erleben. Für den Hörverlag sprach Florian Lukas im Jules Verne-Hörspiel "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" mit sowie in "Herr Lehmann" und "Der kleine Bruder..
Jördis Triebel wurde 1977 in Ost-Berlin geboren. Mit 20 Jahren begann sie ein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, das sie vier Jahre später abschloss. 2006 wurde sie für ihre Leistung in Sven Taddickens Tragikomödie »Emmas Glück« Deutschen Filmpreis in der Kategorie »Beste Hauptdarstellerin« nominiert. Spätestens durch ihre Rollen in den Serien »Babylon Berlin« und »Dark« ist sie auch einem breiten Serienpublikum bekannt..
Corinna Kirchhoff (Litten), 1958 in Düsseldorf geboren, studierte an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin. Ihr spektakuläres Theaterdebüt gab sie 1983 unter der Regie von Peter Stein an der Schaubühne am Lehniner Platz als Irina in Tschechows »Drei Schwestern«. Seitdem wirkte sie in zahlreichen Theaterstücken sowie diversen Produktionen für Film und Fernsehen mit. 1996 wurde sie von »Theater heute« zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Corinna Kirchhoff hatte u. a. Engagements am Burgtheater Wien, dem Schauspielhaus Zürich sowie an der Schaubühne Berlin. Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie Mitglied des Berliner Ensembles..
Bettina Kurth wurde in Kiel geboren und wuchs in der Lüneburger Heide auf. Sie absolvierte die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und war von 1995 bis 1999 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters Berlin. Bereits 1994 war sie erstmals in der Fernsehserie »Zappek« zu sehen und seitdem in zahlreichen weiteren Filmen und Serien. Bettina Kurths eigentliches Metier jedoch ist das Radiofeature: So leidenschaftlich wie erfolgreich setzt sie ihre Stimme regelmäßig in Dokumentationen aller großen deutschen Rundfunkanstalten ein. Darüber hinaus ist sie eine gefragte Sprecherin für Hörspiele, Kindersendungen sowie TV-Reportagen..
Peter Rühring, geboren 1942 in Bremerhaven, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Westphälischen Schauspielschule Bochum und war unter anderem am Nationaltheater Mannheim sowie am Residenztheater München zu sehen.1996 spielte er an der Seite von Ralph Fiennes und Willem Dafoe im oscarprämierten Liebesdrama »Der englische Patient« die Rolle des Richard Arnold Bermann. Von März 2011 an gehörte er als Apotherker Joachim Meissner ein Jahr zum Hauptcast der ARD-Fernsehserie »Rote Rosen«. Darüber hinaus war Rühring bereits in mehreren Seiren in Episodenrollen zu sehen..
Martin Engler, geboren 1967, studierte zunächst Theaterwissenschaften, Philosophie und Politikwissenschaften, ehe er sich in Berlin an der Ernst-Busch-Hochschule der Schauspielkunst widmete. In den folgenden Jahren war er als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen renommierten Theatern tätig, etwa in Wien, Basel, Nürnberg, Berlin, Lyon und Dublin. Neben seiner Tätigkeit als freier Dozent an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst realisiert er Kurz- und Experimentalfilme. Als engagierter und international bekannter Sprecher beteiligte er sich an einer Vielzahl von Hörspielproduktionen im deutschsprachigen und französischen Raum, darunter das preisgekrönte Kinderhörspiel „20 000 Meilen unter dem Meer“ sowie Heimrad Bäckers „Epitaph“..
Felix Goeser, geboren 1974 in Köln, absolvierte seine Schauspielerausbildung von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Danach führten ihn seine Theaterengagements u. a. an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, das Staatstheater Stuttgartund das Burgtheater Wien. Im Mai 2006 wurde er auf dem Berliner Theatertreffen für die Rolle Platonow in der gleichnamigen Inszenierung von Karin Henkel mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet. Zudem war er als Sprecher in zahlreichen Produktionen des SWR, MDR, WDR und Deutschlandradio Kultur zu hören..
Cathlen Gawlich, geboren 1970, absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam. Von 1991 bis 2001 war sie Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin. Außerdem hatte sie Gastengagements am Maxim Gorki Theater Berlin und der Staatsoper Berlin. Seit 2004 ist sie regelmäßig an der Schaubühne in Berlin zu sehen. Sie ist die Synchronstimme von Sandy dem Eichhörnchen in »SpongeBob Schwammkopf«, spricht den Kakadu im gleichnamigen Kinderprogramm von Deutschlandradio Kultur und leiht Rose in der Fernsehserie »Two and a Half Men« ihre Stimme..
Anja Herrenbrück wurde 1974 in Neuenhaus geboren. 2007 übernahm sie für den WDR bei dem Kriminalhörspiel »Drei Wochen im November« ihre erste Hörspielregie an der Seite von Frank Erich Hübner. Seitdem zeigte sie sich für eine Vielzahl an Hörspielen und Hörbüchern verantwortlich. 2011 gewann sie mit ihrer Kleist-Hommage »Küsse, Bisse« bei den ARD-Hörspieltagen den Newcomer-Preis »Premiere im Netz«. Für den Hörverlag führte sie unter anderem bei dem Podcast »Der Abgrund« von Melanie Raabe Regie.

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Sprecher Florian Lukas, Jördis Triebel, Corinna Kirchhoff, Bettina Kurth, Peter Rühring
Spieldauer 119 Minuten
Erscheinungsdatum 14.09.2020
Verlag Der Hörverlag
Format & Qualität MP3, 118 Minuten, 123.42 MB
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783844537826

Buchhändler-Empfehlungen

Wie würden SIE entscheiden?

Martin Berger, Thalia-Buchhandlung Wien

In seinem neuen Theaterstück widmet sich Ferdinand von Schirach wieder einem brisanten Thema. Herr Gärtner, 78 Jahre alt, geistig und körperlich gesund, seit drei Jahren verwitwet, will nicht mehr leben. Er will seinem Leben ein selbstbestimmtes und würdevolles Ende setzen. Darf er das? Eine Ethikkommission behandelt diese Frage in einer Anhörung. Es werden medizinische, ethische und juristische Aspekte dargelegt. Ein brandaktuelles Thema, ein Buch, das den Leser/ die Leserin lange beschäftigen wird. Am Ende stimmt das Publikum ab. Wie würde IHRE Entscheidung lauten? (Siehe auch: Schirach, Terror)

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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"..., absolute Urteile über die Welt gibt es nicht." (117)
von Miri am 24.09.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

Die zentrale Frage, mit der uns der Autor in seinem Theaterstück konfrontiert, lautet : "Wem gehört unser Leben?" (117). Die aktuelle Debatte um das Thema passive und aktive Sterbehilfe, Beihilfe zum Sterben, unterlassene Hilfeleistung usw. scheint kein Ende zu nehmen, im Gegenteil, man befinde sich wieder mal am Anfang. Es gib... Die zentrale Frage, mit der uns der Autor in seinem Theaterstück konfrontiert, lautet : "Wem gehört unser Leben?" (117). Die aktuelle Debatte um das Thema passive und aktive Sterbehilfe, Beihilfe zum Sterben, unterlassene Hilfeleistung usw. scheint kein Ende zu nehmen, im Gegenteil, man befinde sich wieder mal am Anfang. Es gibt etliche Pro- und Contra- Argumente und in diesem Stück bekommen beide Seiten ihre Stimmen. Und das ist das, was Schirachs seine Bücher auszeichnet und was mich persönlich zum Fan von seinen Büchern macht. Die schlichte Nüchternheit und Präzision. Die Gedanken, die in der Form von Fragen keine endgültigen Antworten mit sich ziehen, machen einen nachdenklich. Man kommt schließlich zum Schluss: "Der Mensch ist ein ambivalentes Wesen, wir alle sind gut und böse zugleich und ergeben trotzdem ein halbwegs plausibles Ganzes. Und mit unserer Gesellschaft ist es nicht anders. Sie ist nicht homogen, sondern gespalten, gegensätzlich, vielschichtig und völlig uneins." (117). Herrlich geschrieben, tolle Unterhaltung, die nachhallt und zum (Nach-)denken anregt. Absolut lesenswert.

Höchst willkommener Tabubruch
von einer Kundin/einem Kunden am 23.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?“ Ferdinand von Schirach gelingt es mal wieder, die Leser*innen mit einem hochbrisanten, aktuellen Thema in den Bann zu ziehen. Suizid und Sterbehilfe unterliegen in unserer Gesellschaft immernoch einem Tabu. Ungerechtfertigt. Schirachs Werk ist ein höchst willkommener Ta... „Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?“ Ferdinand von Schirach gelingt es mal wieder, die Leser*innen mit einem hochbrisanten, aktuellen Thema in den Bann zu ziehen. Suizid und Sterbehilfe unterliegen in unserer Gesellschaft immernoch einem Tabu. Ungerechtfertigt. Schirachs Werk ist ein höchst willkommener Tabubruch, welcher einen gelungenen Einstieg in eine ethisch-moralische Diskussion über die Möglichkeiten der Sterbehilfe bzw. der Beihilfe zum Suizid eröffnet. Das Stück bzw. die handelnden Personen spiegeln sachlich und differenziert die unterschiedlichsten Pro- und Contra-Argumente wider. Letztendlich bleibt es wieder den Leser*innen überlassen ein eigenes Urteil zu fällen. Ist der selbst erwählte Tod durch ärztlichen Beistand ein fundamentaler Bestandteil des menschlichen Selbstbestimmungsrecht über das eigene Leben? Oder verbieten ethisch-moralische Bedenken einen Eingriff durch Dritte? Fachliche Expertisen aus den unterschiedlichsten Gebieten runden das Ganze ab. Insgesamt ein wohl formuliertes Stück mit einem wichtigen Anstoß zum Nachdenken.

von einer Kundin/einem Kunden am 22.09.2020
Bewertet: anderes Format

Dieses Buch ist, wie "Terror", ein Theaterstück, diesmal zum Thema "Hilfe zum Suizid". Wieder soll und darf der Zuschauer oder Leser ein Urteil fällen. Es regt zum Nachdenken an und wirkt sehr lange nach.


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