Der Morgen davor und das Leben danach

Roman

Ann Napolitano

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Beschreibung

An einem Sommermorgen besteigen der zwölfjährige Edward und seine Familie ein Flugzeug, das sie von New York nach Los Angeles bringen soll. Auf halbem Weg über das Land, stürzt das Flugzeug ab. Edward ist von einhundertsiebenundachtzig Passagieren der einzige Überlebende. Was geschah in den Stunden davor? Wie geht sein Leben nach dem schmerzvollen Verlust weiter?

Die atemberaubende Odyssee eines Jungen, dessen einsames Herz wieder lernen muss zu lieben.

Ann Napolitano studierte an der New York University und unterrichtet heute an verschiedenen Universitäten Literatur. Darüber hinaus ist sie Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift »One Story« und wurde im November 2019 für den Simpson/Joyce-Carol-Oates-Literaturpreis nominiert. »Der Morgen davor und das Leben danach« ist Ann Napolitanos dritter Roman, er stand wochenlang auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Brooklyn.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 10.05.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-36048-8
Verlag Diana
Maße (L/B/H) 20,5/13,5/3,8 cm
Gewicht 530 g
Originaltitel Dear Edward
Übersetzer Carola Fischer

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Als Schullektüre zum Thema Traumabewältigung geeignet
von Sandra R aus Neu-Ulm am 10.05.2021

"Der morgen davor und das Leben danach" - schon der Titel macht klar, um was es in dem Buch geht: um ein schreckliches Unglück, genauer gesagt einen Flugzeugabsturz durch den das Leben nie wieder so sein wird, wie zuvor. Edward Adler geschieht genau das, allerdings noch eine Spur krasser, denn er ist der einzig Überlebende ein... "Der morgen davor und das Leben danach" - schon der Titel macht klar, um was es in dem Buch geht: um ein schreckliches Unglück, genauer gesagt einen Flugzeugabsturz durch den das Leben nie wieder so sein wird, wie zuvor. Edward Adler geschieht genau das, allerdings noch eine Spur krasser, denn er ist der einzig Überlebende eines (realen!) Flugzeugabsturzes vom 12. Juni 2013. Das macht die Situation noch gravierender, wie ich finde. Warum ich, warum habe ich als einziger überlebt? Hätte ich das nicht, wäre ich jetzt mit meinen Eltern zusammen. All diese Fragen und Gedanken macht sich der 12 Jährige Junge, der fortan bei seiner Tante und ihrem Mann leben wird. So erzählt Napolitano den (Leidens- und Lebens-)Weg des Jungen, der sich in der für ihn neuen Welt wieder zurecht finden muss. Das tut er mit hilfe seiner Verwandten, seiner Freundin und Nachbarin (ein wahnsinnig kluges, sanftes Mädchen namens Shay), Lehrer, Ärzten und Therapeuten. Hier und da werden auch die Schicksale einzelner anderer Mitreisender beleuchtet, deren Träume, Wünsche und Ziele ein jähes Ende nahmen. Das Buch schildert eindrücklich und authenthisch die Sorgen und Probleme des Jungen. So ist er am Anfang verstört (und vielleicht sogar eine Art unreliable narrator?!), nimmt aber Kapitel für Kapitel immer mehr Mut zusamen. Man spürt auch den Druck, der auf dem Minderjährigen liegt, er strahlt (sofern man das als Leser sagen kann) eine Traurigkeit regelrecht spürbar aus. Seine Sicht und die Geschichte jees anderen Opfers, um das es in ca jedem zweiten Kapitel geht, geht ans Herz. So bleiben sie nicht anonym sondern nehmen einen großen Platz im Roman ein. So leidet man richtiggehend mit und freut sich für ihn, als Edward am Ende des Romans eine neue Aufgabe bekommt, die ihm dabei hilft, mit dem Trauma umzugehen. Nichtdestrotroz muss man mit diesem Buch erstmal warm werden. Ich glaube, dass sich jeder Leser zu Beginn und beim Lesen des Klapptentextes seine eigenen Gedanken macht so schon eine Art Erwartungshaltung generiert wird. Vielleicht erinnert sich der geneigte Leser ja auch an das ein oder andere thematisch gleiche Buch (beispielsweise "Extrem laut und unglaublich nah") und zieht parallel zum Lesen Vergleiche. Das kann diesem Buch hier etwas schaden, denn es geht ganz anders mit dem Plot um (beispielsweise eben dadurch, dass die Storys der anderen Opfer erzählt werden, was hier und da verwirrend wirkt!) und es hat auch keinen Protagonisten den man sofort versteht. Das ist dem geschuldet, dass es nicht aus der ich-Perspektive erzählt wird. So kann man nicht so recht Anteil am Gefühlsleben des Junge nehmen. Ich glaube, es wäre tatsächlich ein großer Vorteil gewesen, wenn die Autorin denn Ed erzählen hätte lassen. Hier und da hat es tatsächlich ein paar grammatikalische Fehler / (Übersetzungen?), die das Lesen etwas erwschweren. Auch kann ich den Kritikpunkt verstehen, dass das Ende zu überhastet und gewollt klingt. Hier möchte ich aber damit dagegen halten, dass das Buch Hoffnung und Mut geben soll! Meines Erachtens schafft es das auch, insbesondere weil es gesellschaftliche Problematiken aufzeigt und der Junge (wie so viele andere) stigmatisiert wird. So bietet es einige Anregungen zum Nachdenken und ist meiner Meinung nach gut als Schullektüre geeignet.

Flug Numer 2977
von einer Kundin/einem Kunden aus Hürm am 10.05.2021

Bewertung: 3 1/2 Sterne Der Roman von Ann Napolitano erzählt das Schicksal des erst 12jährigen Edward, der bei einem Flugzeugabsturz von 187 Passagieren als Einziger überlebt hat. Ein Thema, bei dem einem die Gänsehaut über den Rücken läuft und über das ich gerne lesen wollte. Auch die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen und ... Bewertung: 3 1/2 Sterne Der Roman von Ann Napolitano erzählt das Schicksal des erst 12jährigen Edward, der bei einem Flugzeugabsturz von 187 Passagieren als Einziger überlebt hat. Ein Thema, bei dem einem die Gänsehaut über den Rücken läuft und über das ich gerne lesen wollte. Auch die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen und deshalb habe ich mich gefreut, dass ich für die Vorab-Leserunde bei Lovelybooks ausgewählt wurde. Ich fange diesmal nicht von vorne, sondern mit dem Nachwort der Autorin an, das mich fasziniert hat. Sie hat acht Jahre an diesem Buch gearbeitet und hat die beiden Flugzeugkatastrophen des Fluges 771 der Afriqiyah Airways von Südafrika nach Libyien, bei dem ein 9jähriger niederländische Junge der einzige Überlebende war und den Absturz der Air France Maschine Flug Nr. 447 von Buenos Aires nach Paris zur Inspiration für ihre Geschichte genommen. Nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, musste ich googeln und war entsetzt über die Vorkommnisse, die zum Absturz der Air France führten. Das Gespräch des Piloten und des Co-Piloten wird im Roman wiedergegeben und man kann es auch auf Wikipädia nachlesen. Ich muss zugeben, dass ich mir nun noch mehr Gedanken mache, wenn ich mich in die nächste Maschine setzen werde - wann immer das auch sein wird. Die Autorin erzählt im Wechsel beginnend vom Morgen des Abfluges und dem Leben von Edward nach dem Absturz. Den deutschen Titel finde ich daher sehr gut gewählt. In der Gegenwart begleiten wir Edward auf seinem Weg zurück ins Leben. Seine Tante und sein Onkel geben ihm ein neues Zuhause, aber haben selbst Probleme mit dem Tod ihrer Angehörigen umzugehen. Einen besonderen Platz nimmt Shay ein. Sie ist gleichaltrig und das Nachbarmädchen. Ihr Umgang mit Edward war genau richtig und hat ihm in dieser schweren Zeit sehr viel geholfen. Zu Beginn war ich etwas irritiert, dass einige Passagiere des Fluges sehr genau beschrieben wurden und mir eigentlich Edward und seine Familie (Vater, Mutter und Bruder Jordan) viel zu kurz kam. Erst im weiteren Verlauf der Geschichte wird klar, warum die Autorin diese Art der Erzählung gewählt hat. Trotzdem gefiel mir genau deswegen die zweite Hälfte etwas besser, als sich der Fokus mehr auf Edward richtete und auch sein Umgang mit der Trauer etwas mehr Raum erhielt. Für mich hätte dies schon früher sein sollen und die Mitreisenden, denen viel Platz eingeräumt wird, hätten mehr im Hintergrund bleiben sollen. Zusätzlich fand ich die Beschreibung dieser ausgewählten Passagiere oftmals als sehr exaltiert...typisch amerikanisch, finde ich. Edward war zwar die zentrale Figur, kommt meiner Meinung aber als Person zu kurz. Man erfährt zu wenig über seine Gefühle und Gedanken auf seinen langen Weg zurück ins normale Leben. Sehr gut gefallen und sehr genau recherchiert hat Ann Napolitano die letzten Begebenheiten kurz vor dem Absturz. Durch das bereits bekannte Ende wächst das Unbehagen beim Lesen potentiell an und ließ mich an meinen Fingernägeln knabbern. Die Übersetzung war leider nicht immer glücklich. Es gab so einige Fehler und auch komisch klingende Sätze, die dem Lektorrat auffallen hätten müssen. Richtig gestört habe ich mich aber nicht daran...da habe ich schon andere Fehler in Büchern erlebt, die ich weniger akzeptieren konnte. Trotzdem haben diese Grammtik- und Rechtschreibfehler ab und zu den Lesefluss unterbrochen. Fazit: Ein sehr interessantes Thema, das die Autorin nur teilweise so vermitteln konnte, wie es ich es mir gewünscht hätte. Etwas mehr tiefgründiger Inhalt und den Fokus auf Edward und seine Gefühle hätten mir besser gefallen. Obwohl ich Mitleid mit Edward empfand, kam er mir nicht richtig nahe. Trotzdem eine interessante Lektüre zu einem nicht alltäglichen Thema.

Ohne Liebe geht es nicht
von einer Kundin/einem Kunden aus Lannach am 09.05.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die amerikanische Autorin : Ann Napolitano hat diesem Roman zwei tatsächlich stattgefundene Flugzeugabstürze als Grundlage gegeben. Das Cover: Blauer Himmel mit weissen Wolken, ein schwarzer Vogel und in der Mitte ein Riss. Genau das Bild, das man sich vorstellt, wenn es um Flüge, Flugangst, Absturz und Überleben geh... Die amerikanische Autorin : Ann Napolitano hat diesem Roman zwei tatsächlich stattgefundene Flugzeugabstürze als Grundlage gegeben. Das Cover: Blauer Himmel mit weissen Wolken, ein schwarzer Vogel und in der Mitte ein Riss. Genau das Bild, das man sich vorstellt, wenn es um Flüge, Flugangst, Absturz und Überleben geht. Die Handlung: Eine Familie, Vater, Mutter und zwei Söhne wollen von New York nach Los Angeles übersiedeln. Wochenlange Vorbereitungen sind unter Dach und Fach. Die Mutter, Jane hat sich einen Platz abseits der anderen Familienmitglieder gebucht, um an einem Drehbuch einige Änderungen fertig zu schreiben. Der Vater, Bruce, Mathematiker durch und durch, hofft auf eine berufliche Verbesserung. Jordan, der ältere Sohn und Eddie, der jüngere, tun, was alle in diesem Alter in einem Flugzeug tun. Andere Passagiere werden beobachtet und jeder der Jungen macht sich so seine Gedanken, oft ganz präzise die selben, ohne daß sie auch nur ein Wort verlieren. Das ist die große Verbindung zwischen den Brüdern. Es gibt schlechtes Wetter und es kommt zu Turbulenzen, einer der älteren Passagiere stirbt an Bord. Und dann stürzt die Maschine auf dem halben Weg ab. Einziger Überlebender: Eddie Seine Tante Lacey und sein Onkel John sind seine nächsten Verwandten und sie nehmen Eddie, der nun Edward genannt wird, in ihrem Haus auf. Edward, schwer traumatisiert und körperlich nicht in guter Verfassung, hat es nicht leicht, mit dem Wissen weiterzuleben, daß seine Familie nicht mehr bei ihm ist. Da tritt Jay, die Tochter der Nachbarin in sein Leben. Edward kann nicht schlafen, bei Jay kann er das, oder die beiden ziehen nachts heimlich um die Häuser. Auch in der Schule ist Jay sein guter Geist. Aber erst nach Jahren, als er in der Garage seines Onkels Briefe an sich findet, wird er aus seiner Watteverpackung wachgerüttelt. Viele der Angehörigen der verunglückten Flugpassagiere haben ihm geschrieben, um vielleicht noch einen letzten Eindruck zu bekommen, oder um ihm, dem Überlebenden, Ratschläge zu geben, oder Vorschläge, was er werden könnte. Diese Briefe und einige Begegnungen holen Edward endgültig ins Leben zurück, als er erkennt, dass er sein Überleben als Glücksfall und nicht als Vermächtnis der Toten sehen soll. Alles in allem ein sehr berührender, aussagekräftiger Roman, für den man sich Zeit nehmen sollte.


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