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Die Unschärfe der Welt

Roman

Iris Wolff

(15)
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  • Die Unschärfe der Welt

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Beschreibung

»Eine Autorin mit einem traumsicheren Sprachgefühl« Denis Scheck
»So schön hat noch niemand Geschichte zum Schweben gebracht.« Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

Iris Wolff erzählt die bewegte Geschichte einer Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über Grenzen hinweg nicht zerreißen. Ein Roman über Menschen aus vier Generationen, der auf berückend poetische Weise Verlust und Neuanfang miteinander in Beziehung setzt.

Hätten Florentine und Hannes den beiden jungen Reisenden auch dann ihre Tür geöffnet, wenn sie geahnt hätten, welche Rolle der Besuch aus der DDR im Leben der Banater Familie noch spielen wird? Hätte Samuel seinem besten Freund Oz auch dann rückhaltlos beigestanden, wenn er das Ausmaß seiner Entscheidung überblickt hätte? In »Die Unschärfe der Welt« verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein großer Roman über Freundschaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines anderen aufzugeben. Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus - und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen.

- Ernst-Habermann-Preis 2014
- Literaturpreis ALPHA 2018
- Otto-Stoessl-Preis 2018
- Thaddäus-Troll-Preis 2019
- Alfred-Döblin-Preis 2019 (Shortlist)
- Marieluise-Fleißer-Preis 2019

»Iris Wolff erzählt aus einer tiefen Ruhe heraus. Sie weitet dadurch die Zeit. Für ein Jahrhundert und etliche Menschenleben braucht sie nicht einmal zweihundert Seiten. Und nichts fehlt.«
Carsten Hueck, SWR2

Iris Wolff, geboren 1977 in Hermannstadt, Siebenbürgen. Für ihre Romane wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet,
unter anderem mit dem Ernst-Habermann-Preis, dem Literaturpreis ALPHA und dem Otto-Stoessl-Preis. 2019 erhielt sie außerdem den Thaddäus-Troll-Preis, war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert und wurde mit dem Marieluise-Fleißer-Preis für ihr Gesamtwerk geehrt. Zuletzt erschien 2017 der Roman »So tun, als ob es regnet«. Iris Wolff ist Mitglied im internationalen Exil-PEN. Sie lebt in Freiburg im Breisgau.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 216 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.08.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783608120004
Verlag Klett Cotta
Dateigröße 3749 KB
Verkaufsrang 1357

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Das Gedächtnis der Generationen
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 22.09.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

Dieses Buch gehörte für mich zu diesen Bücher, die einem zu Beginn noch nicht viel sagen. Dann aber dem Ende entgegen doch eine ungehörige Tiefe erkennen lässt. In einer Sprache die so leicht daherkommt, einen umhaut durch die Art wie sie uns diese Geschichte über mehrere Epochen erzählt.Diese Unschärfe der Welt verschwimmt inne... Dieses Buch gehörte für mich zu diesen Bücher, die einem zu Beginn noch nicht viel sagen. Dann aber dem Ende entgegen doch eine ungehörige Tiefe erkennen lässt. In einer Sprache die so leicht daherkommt, einen umhaut durch die Art wie sie uns diese Geschichte über mehrere Epochen erzählt.Diese Unschärfe der Welt verschwimmt innerhalb der Geschichte, trägt am Ende klare Züge. Die Geschichte beginnt mit Samuels Geburt, die schon Beginn diese Abgeschiedenheit des Lebens von Florentin und ihrem Mann Hannes schildert.Einem kleinem Dorf im Banat. Hannes der es nicht leicht hat sein Amt als Pfarrer auszuüben.Einem Leben in einer von Ceausescu und seiner Securitate vergifteten Welt, der seine Untertanen als geringschätzig schätzte, sinnlose Gesetze, Leid und Angst streute. „Es gab keine offenen Widerworte, keinen Streit, aber auch keine Aufrichtigkeit.“ Wir nehmen am Leben unterschiedlichster Personen über 4 Generationen teil. Jeder erzählt eine Geschichte aus seiner Sicht, Zeit, in einzelnen Kapiteln geteilt. Einer Zeit des Umbruchs, in deren Mittelpunkt Samuel steht, der durch einen großen Freundschaftsbeweis fast sein eigenes Glück verpasste. Aber auch der Bruch mit einer Gesellschaftsordnung, das sich Finden in einer neuen Welt. „Manche Menschen mussten fortgehen, um diesen Ort zu finden, andere wiederum würden ihn nie finden, wenn sie fortgingen.“ Iris Wolff teilt mit, lässt ihre Figuren agieren, ihre Gedankengänge offen legen, ohne große Dramatik entstehen zu lassen, dennoch ist soviel zu finden.. Ihre Sprache, die an einigen Stellen mit Poesie glänzt, man ihr voller Zuneigung folgt. Ein außergewöhnliches Buch,gerade etwas über 200 Seiten, aber mit einer Aussagekraft, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. „Wenn du dir also etwas wünscht, sag es.Verlass dich nicht darauf, dass es zu dir kommt, oder bei dir bleibt.“

Begegnungen mit Folgen...
von nicigirl85 aus Ilsenburg am 20.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Auf diesen Roman bin ich aufmerksam geworden, weil er auf der Longlist des deutschen Buchpreises stand. Gespannt begann ich zu lesen und musste feststellen, dass man auch auf recht wenigen Seiten sehr viel erzählen kann. In der Geschichte geht es um die Familie von Florentine und Hannes, die in der Region Banat aufwachsen. Si... Auf diesen Roman bin ich aufmerksam geworden, weil er auf der Longlist des deutschen Buchpreises stand. Gespannt begann ich zu lesen und musste feststellen, dass man auch auf recht wenigen Seiten sehr viel erzählen kann. In der Geschichte geht es um die Familie von Florentine und Hannes, die in der Region Banat aufwachsen. Sie spüren am eigenen Leib die Gesetze und strenken Regeln des Ostblocks. Als Pfarrer hat der Staat ihn immer im Blick. Welchen Einfluss hat der Umbruch auf die vier Generationen der Familie? Im Roman werden vier Generationen dargestellt, von denen nahezu jede in einem anderen politischen System aufwächst. Der Fokus liegt jedoch auf den handelnden Figuren, was ich mochte. Die politischen Einflüsse werden nur am Rand beleuchtet. Das Leben von Florentine und Hannes habe ich als recht karg und arbeitsreich empfunden. Sie haben wenig, scheinen damit aber nicht unglücklich zu sein. Ihre ruhige und bedachte Art hatte schon etwas für sich. Die Generation der Eltern hat Enteignung erlebt. Mir schien als wenn dieser Umbruch die Betroffenen irgendwie gebrochen hat. Vor dem Sozialismus genossen sie einfach mehr Freiheiten. Die Kinder und Enkel haben das Glück einen neuen politischen Umbruch mitzuerleben zu dürfen, der ihr Leben verbessert. Ich gehe deswegen nicht auf alle Figuren einzeln ein, weil ich sonst bereits zu viel vom Inhalt und den Zusammenhängen verraten würde. Jeder Abschnitt dreht sich um einen anderen Protagonisten und erst nach und nach wird klar wie derjenige zur Familie gehört. Meine Lieblingsfigur hingegen war Benedikt, was wohl keine Überraschung ist. Seine Liebe zu den Büchern und sein Gespür anderen einen guten Roman zu empfehlen, das hat mir gefallen und ich konnte mich am besten mit ihm identifizieren. Seine Suche nach der Liebe hat mich ebenfalls berührt. Sprachlich ist der Roman schlichtweg ein Gedicht. Es gab so viele Sätze, die ich mir beim Lesen herausschreiben musste, weil sie mich beeindruckt haben. Alles ist so gut beschrieben, dass man die Geschichte wie einen Film vor seinem inneren Auge abspielen sieht. Mein einziger Kritikpunkt ist der Schluss. Hier überstürzen sich die Ereignisse und die Jahre stolpern nur so dahin, so dass ich beim Lesen etwas die Orientierung verloren habe. Hier hatte ich stark das Gefühl, dass man jetzt nun aber ganz schnell zum Ende kommen und jeden Handlungsstrang auflösen will. Das hätte es in meinen Augen gar nicht gebraucht. Fazit: Ein sprachgewaltiger Roman, der mich gut unterhalten hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Gelungen!

Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Klingenberg am 19.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch erzählt in wunderschöner Sprache die Geschichte der Familie von Florentine und Hannes, das Pfarrerehepaar in einen Dorf im Barnat. Die Geschichte wird in Episoden erzählt aus Sicht verschiedener Personen über mehrere Generation. Aber es schließt sich immer wieder der Kreis. In das Buch kann man sich einfach fallen las... Das Buch erzählt in wunderschöner Sprache die Geschichte der Familie von Florentine und Hannes, das Pfarrerehepaar in einen Dorf im Barnat. Die Geschichte wird in Episoden erzählt aus Sicht verschiedener Personen über mehrere Generation. Aber es schließt sich immer wieder der Kreis. In das Buch kann man sich einfach fallen lassen und die Geschichte genießen. Die Handlung plätschert so dahin, wird aber nie langweilig. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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