Die Beichte einer Nacht

Roman

Marianne Philips

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Beschreibung

In einer Nervenklinik vertraut Heleen einer Nachtschwester ihre Lebensgeschichte an. Sie erzählt vom Aufwachsen in einer kinderreichen protestantischen Familie, ihrem gesellschaftlichen Aufstieg, den sie sowohl ihrer eigenen Schönheit als auch ihrem Sinn für Schönes zu verdanken hat. Und sie berichtet von ihrer großen Liebe Hannes und der jüngeren Schwester Lientje, um die sie sich seit dem Tod der Eltern kümmert. Mit ungeahnten Folgen, denn ihrer eigenen Eifersucht kann sie sich nicht entziehen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 28.04.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07142-9
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,4/12,3/2,7 cm
Gewicht 314 g
Originaltitel De biecht
Auflage 1
Übersetzer Eva Schweikart
Verkaufsrang 1723

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Ein Leben voller Höhen und Tiefen
von inya am 10.05.2021

Mein Urteil zu diesem Buch ist etwas durchwachsen, denn am Anfang fand ich das Buch recht anstrengend und etwas schwer reinzukommen, da es in einem Monologstil geschrieben wurde und die Ich-Erzählerin am Anfang sich sehr oft wiederholt und es ca. 30 Seiten braucht, bis die Geschichte richtig anfängt. Doch als ich dann in der Ges... Mein Urteil zu diesem Buch ist etwas durchwachsen, denn am Anfang fand ich das Buch recht anstrengend und etwas schwer reinzukommen, da es in einem Monologstil geschrieben wurde und die Ich-Erzählerin am Anfang sich sehr oft wiederholt und es ca. 30 Seiten braucht, bis die Geschichte richtig anfängt. Doch als ich dann in der Geschichte drin war, war sie sehr gut zu lesen und auch sehr spannend, denn die Ich-Erzählerin erzählt ihr komplettes und sehr bewegendes Leben mit sehr vielen Höhen und Tiefen. Die Geschichte beginnt so in ihren Kindheitstagen und man begleitet sie bis in das sogenannte Hier und Heute. Dieses Leben ist geprägt von dem Ehrgeiz einer Frau die unabhängig sein will und dabei auch unkonventionelle Wege geht. Dabei gewinnt sie viel und lernt auch den Mann ihres Lebens kennen. Doch das Glück bleibt nicht lange bei ihr und es tut sich ein großer Abgrund auf.

Absolut lesenswerter Klassiker!
von Rezensent aus BW am 09.05.2021

Der Roman „Die Beichte einer Nacht“ von der 1886 in Amsterdam geborenen Marianne Philips ist ein Klassiker. Ein Klassiker, der erstmals 1930 erschien, bedauerlicherweise in Vergessenheit geriet und glücklicherweise im April 2021 von Diogenes wieder neuveröffentlicht wurde. Wir lernen Heleen kennen, die sich in einer psychia... Der Roman „Die Beichte einer Nacht“ von der 1886 in Amsterdam geborenen Marianne Philips ist ein Klassiker. Ein Klassiker, der erstmals 1930 erschien, bedauerlicherweise in Vergessenheit geriet und glücklicherweise im April 2021 von Diogenes wieder neuveröffentlicht wurde. Wir lernen Heleen kennen, die sich in einer psychiatrischen Klinik befindet. Eines Nachts, als sie mal wieder nicht schlafen kann weil sie sich von den Anderen im Gemeinschaftsschlafsaal gestört fühlt, wendet sie sich an die Nachtschwester. Zuerst jammert und beklagt sich Heleen nur, aber nach und nach öffnen sich die Schleusen. Sie erzählt und die Nachtschwester hört zu. Auf diese Weise erfahren wir vom Leben einer bewundernswerten und mutigen Frau, die keine Chancen hatte und doch ihren Weg ging. Schon früh musste sie als Älteste für ihre vielen Geschwister Verantwortung übernehmen. Ihr bösartiger Vater und ihre überforderte und gleichgültige Mutter machten ihr das Leben nicht leichter. Es war vor allem ihre Schönheit, die ihr aus dem ärmlichen Milieu und dem Elend ihrer Herkunft heraushalf. Dann das Scheitern einer Ehe und der finanzielle Ruin - das brachte neue Schwierigkeiten und neues Unglück. Und dann doch noch die große Liebe. Zu einem Sportlehrer. Aber nun ist sie in einer psychiatrischen Klinik... Was ist da passiert? „Die Beichte einer Nacht“ ist eine fesselnde und tiefgründige Lektüre in eloquenter und poetischer Sprache. Keine leichte Kost, aber absolut lesenswert!

Von Träumen zum Wahnsinn
von einer Kundin/einem Kunden am 07.05.2021

Diese Erzählung ist ein Werk, das seiner Zeit voran war und uns heute noch zum Nachdenken bringt. Das Buch ist als ein einziger grosser Monolog geschrieben und beschreibt das Leben einer Frau. In diesem Moment liegt sie nachts im Bett einer Nervenklinik und "beichtet" ihre Geschichte an die Nachtaufsicht. Von klein an hatte dies... Diese Erzählung ist ein Werk, das seiner Zeit voran war und uns heute noch zum Nachdenken bringt. Das Buch ist als ein einziger grosser Monolog geschrieben und beschreibt das Leben einer Frau. In diesem Moment liegt sie nachts im Bett einer Nervenklinik und "beichtet" ihre Geschichte an die Nachtaufsicht. Von klein an hatte diese Frau es schwierig im Leben. Sie musste kämpfen für ihren eigenen Wert und Platz in der Welt. Ihre Jugend und Träume bewegen sie vorwärts in ein Leben ungewöhnliches Leben. Dieses Buch hat mir anfangs nicht so gefallen. Womöglich lag es sowohl an der ungewöhnlichen Form, der Monolog, als auch an der Hauptfigur dieser Frau. Die Frau erfährt man am Anfang des Buches am meisten als eine "Wahnsinnige" oder Geisteskranken und vermittelt Angst und Unbehagen. Im Verlauf des Buches lernt man sie besser (oder sogar sehr gut) kennen und man beginnt Mitgefühl zu haben. Die Geschichte entwickelt sich zuerst leicht chaotisch und zusammenhangslos. Doch man bekommt ein Gefühl für den Erzählstil und die Geschichte wird teilweise wirklich spannend. Vor allem das Ende will man dann unbedingt erfahren. Im Ganzen konnte mich das Buch also im Verlauf mehr und mehr packen und davon überzeugen, dass die Autorin wohl doch eine simple Geschichte in ein kleines Kunstwerk wandeln kann. Es ist für mich zwar kein Buch, das ich als ein "must-read" kategorisieren würde. Dennoch hat es etwas Besonderes und Aussergewöhnliches, das es zu einem Buch machen, dass man nicht schnell vergisst.


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