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Abschiedsfarben

Bernhard Schlink

(27)
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Beschreibung

Über das Gelingen und Scheitern der Liebe, über Vertrauen und Verrat, über bedrohliche und bewältigte Erinnerungen und darüber, wie im falschen Leben oft das richtige liegt und im richtigen das falsche. Geschichten von Menschen in verschiedenen Lebensphasen und ihren Hoffnungen und Verstrickungen. »Liebe und mache, was du willst« ist kein Rezept für ein gutes Ende, aber eine Antwort, wenn andere Antworten versagen.

Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Der 1995 erschienene Roman ›Der Vorleser‹, 2009 von Stephen Daldry unter dem Titel ›The Reader‹ verfilmt, in über 50 Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, begründete seinen schriftstellerischen Weltruhm.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 22.07.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07137-5
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,9/12,1/2,3 cm
Gewicht 268 g
Auflage 1
Verkaufsrang 306

Buchhändler-Empfehlungen

Altersflecken

Ingrid Führer, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Erzählung über Tod, Verlust, Abschied. Sie haben etwas Kurzweiliges. Bis auf die 1. Erzählung fand ich alle gut. Nicht nur gutgeschrieben! Leseempfehlung

Zartes, feines Lesevergnügen

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Neun erlesene Kurzgeschichten über Abschiede. Und jede einzelne Geschichte handelt von Liebe. Es sind Erzählungen über Verlust, Veränderungen und über das Ende großer Gefühle.

Kundenbewertungen

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Kurzgeschichten über die Vielfalt menschlicher Gefühle und Entscheidungen
von Circlestones Books Blog am 07.08.2020

„So oft wird aus etwas Richtigem etwas Falsches. Warum soll nicht ebenso aus etwas Falschem etwas Richtiges werden können?“ (Zitat aus „Geliebte Tochter“, Seite 150) Inhalt und Thema Dieser Erzählband ist eine Sammlung von Geschichten, in denen es um das Abschiednehmen geht. Jeder Abschied hat eine Vorgeschichte, eine kurze ... „So oft wird aus etwas Richtigem etwas Falsches. Warum soll nicht ebenso aus etwas Falschem etwas Richtiges werden können?“ (Zitat aus „Geliebte Tochter“, Seite 150) Inhalt und Thema Dieser Erzählband ist eine Sammlung von Geschichten, in denen es um das Abschiednehmen geht. Jeder Abschied hat eine Vorgeschichte, eine kurze Episode, oder auch ein ganzes Leben. Damit verbunden sind immer Erinnerungen, intensive Gefühle und auch Entscheidungen, die getroffen werden und dem Leben eine neue Wendung geben, in der Erinnerung dann bestätigt oder bedauert werden. Genau davon handeln diese Erzählungen, die sich dem Thema aus immer neuen, völlig unterschiedlichen Blickwinkeln nähern, vielfältig wie eine Farbpalette. Handlung und Schreibstil So unterschiedlich wie die Problematik, ist auch die Erzählform. Es gibt Ich-Erzähler, Hauptfiguren, die der Autor nur „er“ oder „sie“ nennt, von anderen erfahren wir den Namen durch die Dialoge. In der ersten Geschichte geht es um ein Gespräch, das ein Mann schon längst mit seinem Freund hätte führen wollen, doch es schien nie der passende Zeitpunkt zu sein. Nun ist der Freund gestorben. In der zweiten Geschichte findet ein nächtlicher Mord statt, der auf der Straße gegenüber dem Haus des Ich-Erzählers stattfindet, doch dieser hat geschlafen und nichts bemerkt. Die dritte Geschichte handelt von einem überraschenden Wiedersehen. Das Mädchen war seine Jugendliebe, mit ihrem Bruder war er damals eng befreundet, doch dann hatte er sich für ein Amerikajahr für Schüler entschieden. In der vierten Geschichte bittet ein schwer kranker Mann seine erste Ehefrau, die er vor neunzehn Jahren verlassen hatte, um ein Treffen und ein letztes Gespräch. Ein Mann und eine Frau lernen sich in der fünften Geschichte bei einem Yoga-Treffen kennen und drei Wochen später haben beide ihre bisherigen Ehepartner verlassen und beginnen ihr gemeinsames Leben, zu dem auch die fünfjährige Tochter der Frau gehört. Die sechste Geschichte handelt von besonderen Sommerferien eines elfjährigen Jungen mit seiner Mutter auf einer Nordseeinsel. Vier Wochen, in denen er beginnt, sich für Mädchen zu interessieren. Die siebente Geschichte ist die persönlichste in dieser Sammlung. Es geht um den plötzlichen Tod des älteren Bruders eines Schriftstellers und die damit verbundenen Erinnerungen, vor denen er nicht in die Welt seiner Geschichten fliehen kann. In der achten Geschichte begibt sich ein Mann kurz nach seinem siebzigsten Geburtstag auf die Suche nach einer Frau, mit der er vor vielen Jahren die glücklichsten Stunden seines Lebens verbracht hatte. Die neunte Geschichte erzählt vom Jahrestag einer Beziehung eines Mannes, er ist einundsiebzig Jahre alt, zu einer wesentlich jüngeren Frau. Er ist glücklich, macht sich aber Gedanken über die Zukunft. Der Autor entwickelt seine Geschichten langsam, leise, in einer poetischen Sprache, klar schnörkellos und gerade dies macht sie so packend und eindrücklich. Fazit Geschichten, wie sie das Leben schreibt, Entscheidungen, für die es, einmal getroffen, keinen Weg zurück gibt, denn das mögliche andere Leben kann niemals mehr gelebt werden. In der Erzählung Altersflecken bringt es eine Protagonistin auf den Punkt: „Gemeinheiten, Peinlichkeiten, Fehler? – Altersflecken“ (Seite 219).

Unspektakuläre und bravouröse Geschichten.
von Susanne Probst aus Ulm am 06.08.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

In dem abwechslungsreichen Geschichtenband staunt man über die Phantasie des Autors, die so unterschiedliche, gleichermaßen fesselnde wie unspektakuläre Erzählungen zum Leben erweckt. Es geht, wie der schöne, bildhafte Titel schon verrät, um die verschiedenen Arten von Abschied. Im Zentrum steht dabei das Abschied nehmen sel... In dem abwechslungsreichen Geschichtenband staunt man über die Phantasie des Autors, die so unterschiedliche, gleichermaßen fesselnde wie unspektakuläre Erzählungen zum Leben erweckt. Es geht, wie der schöne, bildhafte Titel schon verrät, um die verschiedenen Arten von Abschied. Im Zentrum steht dabei das Abschied nehmen selbst und das, wovon man sich im Laufe des Lebens verabschieden muss: von Nachbarn, von der Exfrau, vom Freund, von der Tochter, vom Bruder, von der körperlichen Unversehrtheit, von der eigenen Rolle, von einer Illusion, von einer Lebensphase, aber auch von Ängsten und Liebesgefühlen. Wir lesen von Abschied, der Trauer, Ratlosigkeit, Enttäuschung und Wut auslösen, aber auch Erlösung und Befreiung sein kann. Und es geht um Abschied, der manchmal notwendig ist, um seiner Haltung und damit sich selbst treu zu bleiben oder um sich Alternativen und neue Möglichkeiten zu eröffnen. Ich kann mich nur staunend und anerkennend wundern, wie es Bernhard Schlink immer wieder aufs Neue gelingt, den Leser in Windeseile in fremde Welten hineinzuziehen. Man findet sich schnell darin zurecht und bekommt einen wunderbaren Eindruck von den Charakteren, die in ihrer ganzen Komplexität und Vielschichtigkeit gezeichnet werden. Beeindruckt bin ich auch von der Sprach- und Wortgewalt des Autos. Kurz und knapp, treffsicher und bildhaft, bringt er das, was er sagen will auf den Punkt. Bernhard Schlink erzählt feinfühlig und schafft es scheinbar spielerisch, komplexe psychologische Sachverhalte klar und differenziert zu Papier zu bringen. Beim Leser wird die ganze Palette der Gefühle angesprochen. Die Geschichten haben Tiefe und der Autor vermittelt Einblicke in das Seelenleben und in menschliche Abgründe. Er spricht aus, was im Alltag oft verschämt oder aufgrund von Konventionen tabuisiert wird. Chapeau! Sechs der neun Erzählungen fand ich bravourös, drei etwas schwächer. Die erste Geschichte in dem Band überraschte mich schon mal positiv. Wir erfahren so Einiges über die Freundschaft des berenteten Ich-Erzählers zum bereits verstorbenen Andreas. Beide Männer waren Mathematiker, beide lebten in der ehemaligen DDR. Andreas unternahm nach dem Bau der Mauer einen Fluchtversuch, musste vier Jahre ins Gefängnis und anschließend ein Jahr in die Fabrik. Der Ich-Erzähler wurde Leiter eines Instituts für Kinetik und förderte und unterstützte seinen Freund Andreas Jahre später in diesem Institut. Aber er hat Andreas zeitlebens auch etwas verheimlicht. Etwas, das die Freundschaft hätte belasten können, wenn es ans Tageslicht gekommen wäre. Nach dem Tod des Freundes kommt dessen Tochter auf die Idee, Einblick in seine Stasi-Akte nehmen zu wollen. Der Erzähler will ihr das ausreden. Hat er Sorge, dass das Geheimnis dann gelüftet würde und dass die Freundschaft dadurch postmortem Schaden nehmen oder zur Farce werden würde? Diese Geschichte war unglaublich eindringlich, eindrücklich und spannend. Dann folgt eine Geschichte, in der die Kränkung über einen erzwungenen Abschied zu einer „Mordswut“ führt. Diese Wut wird so groß, dass sie den Erzähler die Augen vor einem beobachteten Mord verschließen lässt. Die komplexe Beziehung eines Geschwisterpaares steht im Mittelpunkt der nächsten Geschichte. Das verwickelte Verhältnis basiert auf Schuld und Sühne und lässt der Schwester kaum Frei- und Spielraum. Anderen ist der Zutritt nur bis zu einer bestimmten Grenze gestattet. Um eine fast „alltägliche“ und klischeehafte Thematik geht es in „das Amulett“: Die Ehefrau wird vom Ehemann wegen des Au-Pair-Mädchens verlassen und reagiert darauf schwer gekränkt. Aber wie der Autor diese Geschichte erzählt, ist alles andere als alltäglich. Hier erkennt man ganz deutlich, dass er psychologisch versiert ist. Er verschafft dem Leser einen Einblick in die menschlichen Abgründe, zeigt innere Ambivalenzen und die Notwendigkeit des Verarbeitens auf und formuliert das Ganze noch dazu bravourös. Die Geschichte mit dem vielsagenden und zweideutigen Titel „Geliebte Tochter“ zeigt dem Leser eine ganz andere Seite des Autors. Rasant strebt die vordergründig idyllische Handlung einem Höhe- und Wendepunkt zu. Hinter den Kulissen wirft sie Fragen auf über sexuelle Identität, Verleugnung und Wertung. Sie zeigt wieder einmal, dass alles komplexer ist, als zunächst angenommen. Es ist eine Geschichte, die von Aufrichtigkeit, Unspektakulärem, Toleranz und Unkonventionalität geprägt ist. In den folgenden Geschichten geht es um den kurzzeitigen Abschied aus Routine und Angepasstheit, Suizid, Trauerarbeit und den wehmütigen Einschnitt, den ein 70er Geburtstag darstellen kann. Plötzlich wiegt die Vergangenheit mehr, als die Gegenwart. Erinnerungen verschiedener Couleur und Gefühle jegliche Schattierung drängen sich in den Alltag und der Protagonist wird melancholisch bis subdepressiv. In der letzten Geschichte geht es um Verlustangst: Ein alter Mann liebt eine junge Frau und hat Angst, sie zu verlieren. Er befürchtet, sie könnte einen Erwartungsdruck verspüren, sich vereinnahmt fühlen oder von ihm enttäuscht sein... und ihn verlassen. Bernhard Schlink wirft in diesem absolut gelungenen Werk brisante und tiefgründige Fragen auf und bietet mit seinen Geschichten Diskussionsstoff.

Toller Titel! Gutes Buch!
von einer Kundin/einem Kunden am 05.08.2020

Dieses Buch beinhaltet neun Kurzgeschichten des großen Erzählers, Bernhard Schlink, die alle mit Abschied zu tun haben. Allerdings nicht zwingend tieftraurig sind. Der Autor versteht es die verschiedenen Aspekte von Abschied sichtbar zu machen und auf ganz unterschiedliche Art und Weise zu erzählen. Vorallem sind auch die Abschi... Dieses Buch beinhaltet neun Kurzgeschichten des großen Erzählers, Bernhard Schlink, die alle mit Abschied zu tun haben. Allerdings nicht zwingend tieftraurig sind. Der Autor versteht es die verschiedenen Aspekte von Abschied sichtbar zu machen und auf ganz unterschiedliche Art und Weise zu erzählen. Vorallem sind auch die Abschiede selbst sehr unterschiedlicher Natur. Nicht alle Geschichten haben es geschafft mich zu berühren. Und dennoch ist es Bernhard Schlink gelungen mich mit einigen seiner Erzählungen abzuholen und ich war bei diesen umso betroffener. Abschiedsfarben ist ein sehr passender Titel für dieses Buch, denn Abschiede sind nicht schwarz und weiß, sondern können sehr bunt sein.


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