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Der Nachsommer

Illustrationen dazu auf 32 Blättern dargestellt von Anton Wichtl

Adalbert Stifter

(3)
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Beschreibung

Adalbert Stifters „Nachsommer“ ist eine großangelegte epische Erzählung, vielleicht ein Roman, sicherlich nicht irgendein beiläufiger Entwurf oder eine Marotte, sondern ein wohlwollend erarbeiteter Plan, voll von brauchbarer Gründlichkeit und bestimmender Mahnung.

In handlichen Buchausgaben davon wird man mindestens sieben- bis neunhundert Seiten, am besten auf Dünndruckpapier, durchlesen müssen oder eigentlich dürfen. Niemand sollte versäumen gänzlich in dieses Dichtwerk einzudringen, wenigstens einmal in seinem Leben, auch wenn ein Zeitgenosse Stifters (Hebbel) abschlägig anderer Ansicht war.

Die ganze Handlung ist kurz folgende: Ein junger Mann aus Wien kommt in den Gutsbereich des alten weisen Herrn von Risach, an einen glücklichen Ort in Oberösterreich. Da wird nun Rosenpflege, Landwirtschaft, Bodenerforschung, Kunstbetrachtung und alle nur mögliche Kontemplation anschaulich gelebt. Immer strahlt Besinnung durch und soziale Nutzanwendung, in vorsorgender Gelassenheit. Der Kern der Sache ist Bildung einer Familie, Bildung der nächsten Generation, ohne marktschreierische Sensation, ohne leidenschaftliche Effekte, ohne Reizverirrungen irgendwelcher Art oder Unart.

Ein hektisches Lustbedürfnis mag dieser Darstellung leicht ankreiden, daß sie „fad“ sei. Sind Qualität und Kultur aber „fade“? Schal? Wer von möglicher Kultur einen Vorgeschmack und eine Ahnung hat, wer nicht ziellos in die Schrecknisse verführender Entwicklung hineinverstrickt sein will, wer die Torkelei rauschhafter Vermassung und bodenlosen Konsumierens ablehnt, wer sich nicht materieller Frohn und geistiger Gefangenschaft ergibt, der findet in Stifters „Nachsommer“ seine endlich ewige Welt. Und diese ist nie geängstigt oder von Langeweile getrübt. Pflicht, Arbeit und Tagesleistung sind in sinnvoll verwandelte Betätigungen umgeformt, auch die Freuden.

Stifter ist insofern ganz aktuell, aufregend und erregend. Unter dem gelassenen Rhythmus seiner Rede schwelt das zeugende Feuer aller Natur, allerdings in Ofenkultur, anders und doch wie die Tat des Prometheus, ohne Exzesse. Diszipliniertes ist da, durchaus nicht wirklichkeitsfremd, aber ein Musterbild guter Gesittung. Dieses Feuer entfacht den Zorn und Neid der Gottheit nicht. Sein Plan ist eher wie im innigsten Einverständnis mit ihr. (…)

(Anton Wichtl, „Begleitwort“, 30. Mai 1967, 1:54–23:45 Uhr)

Die Entstehung der Illustrationsfolge zu Adalbert Stifters Roman „Der Nachsommer“ markiert einen Wendepunkt nicht nur innerhalb seines Schaffens, sondern auch im Leben des Badener Künstlers Anton Wichtl. Sie bezeichnet im Wesentlichen das Ende seines Berufsweges als Architekt und steht am Beginn einer beinahe ausschließlichen Hinwendung zur Graphik. Die 32 Blätter, die der Künstler in Aquarell- und Tuschfedertechnik ausführte, entstanden Ende März bis Anfang April des Jahres 1965. Wichtl montierte die variierenden Blattformate auf Trägerpapieren in DIN A4-Format, farbige Blätter auf weißem Grund, Tuschzeichnungen und lavierte Arbeiten aber auf schwarzem Naturpapier. Die Reihung und Nummerierung der Illustrationen erfolgte nicht, wie Wichtl auf seinem Titelblatt angab, nach dem Zeitpunkt ihrer Entstehung, sondern nach inhaltlichen und künstlerischen Überlegungen. Wichtl nahm damit in Kauf, dass sich gegenüber dem Originaltext Stifters Unterschiede in der zeitlichen Abfolge der Handlung ergaben. Sein handgeschriebenes Titelblatt verweist auf diesen Umstand. Gleich nach Fertigstellung der Bildfolge trug er sich mit dem Gedanken, sie in Buchform zu veröffentlichen. In seinem Tagebuch äußerte er sich über diesbezügliche Bemühungen, über Verlagsabsagen und bei ihm aufkommenden Zweifel hinsichtlich des künstlerischen Werts seiner Hervorbringungen. Zwei Jahre ruhte die Buchidee, bis der Künstler 1967 – zweifellos nicht ohne Kalkül hinsichtlich des bevorstehenden Jubiläums des 100. Todestages des Schriftstellers – einen neuen Anlauf wagte. Wichtl ging es darum, durch seine „illustrierte und ausschnittweise Buchidee“ Adalbert Stifter neue Leserkreise zu erschließen. Statt ausschweifender Beschreibungen sollten zeitgemäße Bilder, in Verbindung mit ausgewählten Originalzitaten, die Kernaussagen transportieren. Vom 30. Mai 1967 datiert ein selbstverfasstes „Begleitwort“ Wichtls. (…)

(Wolfgang Krug im Nachwort)

Adalbert Stifter ist einer der bedeutendsten Erzähler Österreichs. 1805 geboren, studierte Jura in Wien, arbeitete als Privatlehrer und Maler, später als Schulrat in Linz. Er starb 1868. Seine frühen Werke sind von der Romantik beeinflusst. Neben den Erzählungen schrieb er auch den Roman Nachsommer, den Nietzsche für die »vollkommenste deutsche Prosadichtung« hielt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Wolfgang Krug
Seitenzahl 102
Erscheinungsdatum 04.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99028-934-1
Verlag Bibliothek der Provinz
Maße (L/B/H) 30,5/21,9/1,9 cm
Gewicht 700 g
Abbildungen zahlreiche Abbildungen: vierf.
Auflage 1. Auflage
Illustrator Anton Wichtl

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Ein Lob gebührt dieser Neuauflage aus dem dtv-Verlag, welche die Urfassung, sowie viele interessante Informationen im Anhang enthält.
von Pink Anemone aus Wien am 07.02.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Auf seinen naturkundlichen Wanderungen begegnet der Ich-Erzähler Heinrich Drendorf seinem späteren väterlichen Freund, dem Freiherrn von Risach, auf dessen Landgut. Dort lernt er nicht nur eine neue Form der Lebens- und Wirklichkeitsbewältigung kennen, sondern auch seine spätere Frau Natalie und deren Mutter Mathilde Tarona, die... Auf seinen naturkundlichen Wanderungen begegnet der Ich-Erzähler Heinrich Drendorf seinem späteren väterlichen Freund, dem Freiherrn von Risach, auf dessen Landgut. Dort lernt er nicht nur eine neue Form der Lebens- und Wirklichkeitsbewältigung kennen, sondern auch seine spätere Frau Natalie und deren Mutter Mathilde Tarona, die auf geheimnisvolle Weise mit Risach verbunden ist. »›Der Nachsommer‹ ist der Bildungsroman schlechthin, ein rührend-unheimlich deutsches Buch aus Österreich, welches dem Leser das Menschlichwerden zeigen will.« Walther Killy....(Klappentext) -------------------------------------------- "Mein Vater war ein Kaufmann. Er bewohnte einen Teil des ersten Stockwerkes eines mäßig großen Hauses in der Stadt in welchem er zur Miete war.." (S. 7 - Anfang) Wie soll man einem Literaturklassiker gerecht werden, wenn man sich einen Monat lang durchgequält hat? Diese Frage stellte ich mir bereits nach den ersten Seiten dieses Buches. Ich liebe Klassiker, angefangen bei Shakespeare, über Lessing bis hin zu Tolstoi. Dabei schätze ich vor allem die Sprachgewalt, die Poesie und den bildhaften Erzählstil, inklusive der Detailverliebtheit. Doch gerade diese langatmigen Beschreibungen und die ständigen Abschweifungen ins Detail, machten mir das Lesen von "Der Nachsommer" mehr als schwer. Die Handlung schreitet nur mit überaus kleinen Schritten voran, nahezu stockend und humpelnd und zwar aufgrund diverser minutiöser Beschreibungen von Gemälden, Pflanzen und selbst von Steinen. "Ich war schon als Knabe ein großer Freund der Wirklichkeit der Dinge gewesen, wie sie sich so in der Schöpfung oder in dem geregelten Gange des menschlichen Lebens darstellte..." (S. 24) "Der Vater pflege zu sagen, ich müßte einmal ein Beschreiber der Dinge werden,..." (S. 25) Genau, und schlußendlich war er das auch. Aber so sehr Stifter auch auf die Darstellung von Natur und Kunst eingeht, die Charaktere bleiben auf den 730 Seiten blass und vor allem langweilig. Hier fällt kein böses Wort und Missverständnisse gibt es hier ebenso wenig. Selbst als Risachs Geheimnis gelüftet wird, herrscht hier Verständnis und Einigkeit. Immerzu herrscht hier Harmonie und höchste Idylle, dass es kaum auszuhalten ist. Hinzu kommen die ständigen Wiederholungen der alltäglichen Rituale - die Neurotik des Biedermeier lässt grüßen. Diese Art des Schreibens ist von Adalbert Stifter jedoch so beabsichtigt. Die Industrialisierung machte zu dieser Zeit auch vor Österreich nicht Halt. Aber wie Franz I. und Metternich, so war auch Stifter gegen diese Modernisierung und versuchte sie, zumindest in diesem Werk, aufzuhalten - den Fortschritt entschleunigen. Bei mir rief es auch eine Entschleunigung hervor und zwar die des Lesens. "Der Nachsommer" ist also keineswegs ein Klassiker den man mal schnell zwischendurch lesen kann und auch nicht sollte. Man muss sich dafür Zeit nehmen, darin eintauchen und diesen wirken lassen. In der heutigen schnelllebigen Zeit mit Sicherheit ungewohnt, aber durchaus nicht verkehrt und eben auch genau das was von Stifter beabsichtigt war. Für mich persönlich war das nichts. Das Werk enthält aber auch gleichzeitig wunderschöne Zitate, welche zum Nachdenken anregen: "...der Mensch sei nicht zuerst der menschlichen Gesellschaft wegen da, sondern seiner selbst willen. Und wenn jeder seiner selbst willen auf die beste Art da sei, so sei er es auch für die menschliche Gesellschaft." (S. 15) Trotzdem werden Herr Stifter und ich wohl keine Freunde. Sein Schreib- und Erzählstil sind sehr speziell und nicht für jeden geeignet. Man muss diesen Stil schon mögen - ich tue es nur bedingt. Die vorliegende Neuauflage aus dem dtv-Verlag ist jedoch mehr als nur gelungen. Hier wurde nämlich die Urfassung beibehalten, inklusive der etwas ungewöhnlichen Interpunktion Stifters. Ja, selbst hier hatte Adalbert Stifter seine Eigenheiten. Diese spezielle Art Kommas zu setzen, sollte seinen Stil intensivieren. Nun ja, diese Tatsache machte das Lesen nicht unbedingt leichter. Es wurden aber auch die Laut- und Wortformen , sowie die alten österreichischen Bezeichnungen beibehalten. Die meisten Verlage scheuen sich davor, solche Eigenheiten beizubehalten und modernisieren Texte, Passagen und ganze Werke. Nicht so beim dtv-Verlag, der aufgrund dessen für mich die erste Adresse bei Neuauflagen von Klassikern ist. Wie gewohnt erhält man im Nachwort Informationen über das Werk und dessen Entstehung und es beinhaltet eine kleine, aber durchaus ausführliche Biographie des Autors mittel Zeittafel. Ich muss gestehen, diese Anhänge lasen sich spannender als "Der Nachsommer" selbst. Fazit: Der Schreib- und Erzählstil von Adalbert Stifter ist sehr speziell (anstrengend trifft es wohl besser). Dies muss man mögen, um das vorliegende Werk vollends genießen zu können. Ich konnte es leider nicht. Diese Abschweifungen und detailreichen Beschreibungen...meine Güte, diese Beschreibungen und Schilderungen!!...waren so gar nicht meines. Ein Lob gebührt jedoch dieser Neuauflage aus dem dtv-Verlag, welche die Urfassung, sowie viele interessante Informationen im Anhang enthält. Für Adalbert Stifter-Fans, Studenten der Germanistik und Literaturwissenschaft absolut zu empfehlen.

Bei diesem Buch "brodelt" es gewaltig unter der Oberfläche!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 06.12.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In diesem Buch steht alles drin, was zur "Erziehung des Menschen" gehört. Und, es "brodelt" gewaltig unter der Oberfläche! Seit vielen Jahren hält sich dieses Buch unangefochten an der Spitze meiner Lieblingsbücher!

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