Letzte Spur Berlin

Hoffnung - Sehnsucht -Wahrheit

Marty Karbassion

(13)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
15,50
15,50
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig in 7 - 9 Tagen,  Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert ,  Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
Versandfertig in 7 - 9 Tagen
Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert
Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden

Weitere Formate

Taschenbuch

€ 15,50

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

€ 23,70

Accordion öffnen

Beschreibung

Es ist ein warmer Sommertag im August 1988, als Mehdi Karbassion ein allerletztes Mal seine Wohnung in West-Berlin betritt. In Eile versteckt er seinen Ausweis und lässt damit sein altes Leben hinter sich. Ein Leben, das mit seiner dramatischen Flucht aus dem Iran Anfang der sechziger Jahre in Deutschland begann. Vor der Haustür steigt er mit seiner neuen Partnerin und zwei angeblichen Familienmitgliedern in das Auto seines besten Kumpels, welcher ihn zum Grenzübergang an der Bornholmer Straße fährt. Dort angekommen, verabschiedet er sich nach einem kurzen Gespräch, wobei er auf halbem Wege plötzlich einen dunkelblauen Pass hervorholt. Er dreht sich noch einmal um und winkt seinem Freund aus der Ferne zu, bevor er auf der anderen Seite der Mauer in Ost-Berlin für immer verschwindet.

28 Jahre später nimmt sein Sohn die verlorene Fährte des vermissten Vaters auf. Er rekonstruiert dessen Leben anhand zurückgelassener Tagebücher, spürt alte Weggefährten auf und bringt dabei Dinge ans Tageslicht, die bis zum Geheimdienst führen.

Marty Karbassion wurde am 18.09.1981 in Ost-Berlin geboren und wuchs in West-Berlin als zweitältester Sohn von vier Geschwistern auf. Seit seiner Kindheit träumt er davon, seinen Papa zu finden, welcher im August 1988 spurlos verschwand. Im Alter von 18 Jahren fasst er einen Entschluss und reist alleine in den Iran, wo seine über zwanzig Jahre lang andauernde Suche schließlich begann.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 516
Altersempfehlung 12 - 15 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 18.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7504-6034-8
Verlag BoD – Books on Demand
Maße (L/B/H) 21,6/13,6/3,8 cm
Gewicht 692 g
Auflage 1

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
10
3
0
0
0

Beeindruckende Biographie
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 20.01.2021

Das Buch ist fesselnd geschrieben. Die handelnden Personen und Geschehnisse wurden sehr lebendig geschildert. Es fiel mir leicht, mir im ersten Teil das Leben im früheren Iran vorzustellen und in die Geschichte einzutauchen - Mehdis Kindheit, Jugend und schließlich die Flucht nach Deutschland. Der zweite Teil des Buches war eben... Das Buch ist fesselnd geschrieben. Die handelnden Personen und Geschehnisse wurden sehr lebendig geschildert. Es fiel mir leicht, mir im ersten Teil das Leben im früheren Iran vorzustellen und in die Geschichte einzutauchen - Mehdis Kindheit, Jugend und schließlich die Flucht nach Deutschland. Der zweite Teil des Buches war ebenfalls sehr ereignisreich. Der Text liest sich sehr flüssig und ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Marty Karbassion hat viel Zeit und Mühen investiert, um das Schicksal seines Vaters Mehdi aufzuklären. Dass sich seine Spur so plötzlich verliert und sein weiteres Schicksal immer noch ungewiss bleibt, ist sehr traurig. Ich wünsche ihm sehr, dass sich doch noch Türen öffnen und er eines Tages Gewissheit erhält, was mit seinem Vater passiert ist. Mich hat das Buch sehr beeindruckt.

Faszinierender Roman einer Spurensuche über Ländergrenzen hinweg
von einer Kundin/einem Kunden am 10.01.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Letzte Spur Berlin“ (eBook) ein biographi-scher Roman über Mehdi Karbassion, der im Iran geboren wurde und den Großteil seines Lebens in Deutschland verbracht hat. Elf Jahre nach dessen Verschwinden hat sein Sohn begonnen, die Fakten des Lebens seines Vater zusammenzutragen und daraus diesen Roman geschrieben. Ich hatte eher e... „Letzte Spur Berlin“ (eBook) ein biographi-scher Roman über Mehdi Karbassion, der im Iran geboren wurde und den Großteil seines Lebens in Deutschland verbracht hat. Elf Jahre nach dessen Verschwinden hat sein Sohn begonnen, die Fakten des Lebens seines Vater zusammenzutragen und daraus diesen Roman geschrieben. Ich hatte eher eine Dokumentation erwartet und war positiv überrascht über die Romanform. Das Buch liest sich sehr flüssig (es handelt sich offenbar um eine überarbeitete Fassung des 2019 erschienenen Buches), ist sehr gut geschrieben und außerordentlich spannend und erlebnisreich. Ich habe keinen Satz mehrfach lesen müssen, um ihn zu verstehen. Man erhält in dem Roman auch Einblick in das Leben und die Werte einer iranischen Familie in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Weiterhin werden die Stationen des Vater von der Flucht bis zu seinem Verschwinden in Westberlin an Hand der bis dahin vorliegenden Informationen sehr plastisch und dialogreich erzählt. Das Buch hat mich auf zwei Ebenen angesprochen und mich sehr berührt. Zum einen die Lebensgeschichte des Vaters, der als junger Mann mit Wünschen und Ideen für ein besseres Leben im Iran aufgewachsen ist und nicht den Wunsch hatte, sein Land zu verlassen. Der durch die politische Lage in die Situation gerät, sein Land verlassen zu müssen und der Fuß fassen musste, in einem Land, das (noch) nicht auf Asylbewerber eingestellt ist. Das sind keine einfachen Vorraussetzungen. Vor allem gestaltet sich die Arbeitssuche schwierig. Die andere Ebene, die mich beim Lesen oft beschäftigt hat, ist die des Sohnes und der ganzen vierköpfigen Familie, die nach dem Verschwinden des Vaters in Westberlin finanziell und emotional überleben mussten. Verschiedene Lebensstationen des Vaters Mehdi Karbassion stehen in engen Zusammenhang mit (welt)geschichtlichen Ereignissen (Umsturz im Iran, Berliner Mauerbau, Iran-Irakkrieg usw.). Das Lesen des Buches hat mich dann veranlasst, immer wieder geschichtliche Ereignisse nachzuschlagen. So habe ich nicht nur einen außerordentlich spannenden Lebenskrimi mit Tätigkeiten für den Geheimdienst gelesen, sondern zusätzlich meine Geschichtskenntnisse aufgefrischt. Das ist unter anderem das besonders Wertvolle an dem Buch. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen und vergebe 5 volle Punkte.

lässt den Leser nachdenklich zurück
von levi aus Luzern am 01.01.2021

Was passiert, wenn man sich auf die Spuren seines verschwundenen Vaters begibt... Auf diese Suche begibt sich der Autor in seinem Buch "Letzte Spur Berlin", um herauszufinden, warum sein Vater plötzlich und völlig unerwartete 1988 verschwunden ist. Zu Beginn wird der Leser in den Iran entführt und lernt Mehdi kennen, einen... Was passiert, wenn man sich auf die Spuren seines verschwundenen Vaters begibt... Auf diese Suche begibt sich der Autor in seinem Buch "Letzte Spur Berlin", um herauszufinden, warum sein Vater plötzlich und völlig unerwartete 1988 verschwunden ist. Zu Beginn wird der Leser in den Iran entführt und lernt Mehdi kennen, einen aufgeweckten, wissbegierigen Jungen. Ich hab Mehdi sofort in mein Herz geschlossen. Ich war begeistert von seinem Mut an den Veranstaltungen der Tudeh-Partei teilzunehmen, musste über seine Angst lächeln, als ihm gedroht wurde, dass man ihn wegen Diebstahl zur Polizei bringen wolle und ich war ganz aufgeregt bei seinem ersten Treffen mit einem Mädchen. Die Sprache, die der Autor für diesen Abschnitt gewählt hat, ist sehr bildhaft/blumig, ja an einigen Stellen sogar beinahe philosophisch. Ganz anders sieht es mit dem zweiten Abschnitt des Buches aus. Die Sprache wird härter - daber das ist den Umständen geschuldet, da sich Mehdi von einer kriminellen Machenschaft zur nächsten hangelt. Ist ein Coup glatt gelaufen und man denkt als Leser, dass man nun aufatmen kann - da hat sich Mehdi schon wieder in etwas "hineingeritten". Am Ende des Buches bleibe ich als Leser sehr nachdenklich zurück - was wäre gewesen, wenn Mehdi nicht hätte flüchten müssen - wenn er sich nicht in kriminelle Machenschaften verstrickt hätte... Aber die grosse Frage bleibt (leider) immer noch stehen - warum verlies er seine Familie plötzlich und ohne Vorankündigung... Meine Hochachtung gilt an dieser Stelle dem Autor, der sich auf die Spur seines Vater begeben hat, seine Geschichte erzählt hat und leider bis heute immernoch keine befriedigende Antwort erhalten hat. Absolute Leseempfehlung!!!


  • Artikelbild-0