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Rote Kreuze

(ungekürzte Lesung)

Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken umspannt. Nach und nach erkennen die beiden ineinander das eigene gebrochene Herz wieder und schließen eine unerwartete Freundschaft, einen Pakt gegen das Vergessen.
Portrait
Robert Stadlober, geboren 1982, ist einer der gefragtesten jungen deutschsprachigen Schauspieler. Er spielte zum Beispiel in Sonnenallee, Crazy, Krabat und Jud Süß - Film ohne Gewissen. Er arbeitet auch als Hörbuchsprecher.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3
Sprecher Robert Stadlober
Erscheinungsdatum 26.02.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783257693379
Verlag Diogenes Verlag
Spieldauer 300 Minuten
Format & Qualität MP3, 300 Minuten, 228.16 MB
Übersetzer Ruth Altenhofer
Verkaufsrang 4408
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Buchhändler-Empfehlungen

„Gott hat Angst vor meinen Fragen deswegen schlägt er mich mit Alzheimer“.

Philipp Urbanek, Thalia-Buchhandlung Wien

Am Beispiel einer Hausgemeinschaft erzählt der Autor die Schreckens Herrschaft eines totalitären Staates. Da ist die ältere Dame die langsam ihre eigene Geschichte an Alzheimer verliert, der neue Nachbar der mit der eigenen Geschichte hadert und zusammen werden sie sich stützen und Kraft geben. Zusammen werden sie hinabsteigen in die Irrungen der Geschichte und werden unverzeihliche Taten ans Licht holen. Die großen Säuberungen der 1930 Jahre mit ihren Schauprozessen, den „großen“ Krieg und den Überfall der Nationalsozialisten auf Mütterchen Russland, die erneuten Säuberungen nach dem Zweiten Weltkrieg und die Umerziehung in Lagern. Wieviel Leid erträgt ein Menschenleben? Der Autor Sasha Filipenko zerrt die Schrecken eines Regimes aus der Vergangenheit hervor und bewahrt sie so vor dem vergessen.

Ein schmales, sehr eindrückliches Buch über Russland und seine Geschichte seit der Stalinzeit.

Helga Pamminger, Thalia-Buchhandlung Wiener Neustadt

Tatjana Alexejewna, 90, hat Alzheimer. Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit, ihre Geschichte zu erzählen. Sasha, ihr neuer Nachbar in einem Mehrparteienhaus in Minsk, hört ihr anfangs widerwillig zu, ihre Geschichte fasziniert ihn immer mehr. Sie hat in Russland viel Schreckliches erlebt, aber ist nicht gebrochen. In diesem sehr schmalen Buch hat der Autor reale Dokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges untergebracht, die den entsetzlichen Umgang des Sowjetstaates mit den russischen Kriegsgefangenen zeigen. Lesenwert!!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
116 Bewertungen
Übersicht
57
35
20
4
0

Win-Win-Situation
von einer Kundin/einem Kunden aus Wangen am 03.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zu Beginn der Lektüre begleitet man den 30-jährigen Alexander beim Bezug einer neuen Wohnung. Die Maklerin macht ihm die Wohnung damit schmackhaft, dass auf seinem Stockwerk nur eine alleinstehende 90-jährige Frau lebt, die an Alzheimer leidet. Doch Alexander ist wortkarg bis hin zur Unhöflichkeit. Nur aus einzelnen Andeutungen ... Zu Beginn der Lektüre begleitet man den 30-jährigen Alexander beim Bezug einer neuen Wohnung. Die Maklerin macht ihm die Wohnung damit schmackhaft, dass auf seinem Stockwerk nur eine alleinstehende 90-jährige Frau lebt, die an Alzheimer leidet. Doch Alexander ist wortkarg bis hin zur Unhöflichkeit. Nur aus einzelnen Andeutungen erfährt man, dass er eine dreimonatige Tochter hat, er aber allein in der Wohnung mit ihr leben wird. Man ahnt, dass ihn ein schwerer Schicksalsschlag getroffen hat. Seine neue Nachbarin, Tatjana Alexejewna, versucht freundlich zu Alexander zu sein und ihn in Gespräche zu verwickeln, was dieser zunächst rüde abweist. Noch versteht man als Leser nicht, warum Alexander sich so schroff verhält. Doch nach und nach öffnet er sich und Tatjana, die immer vergesslicher wird, erzählt ihm ihre Lebensgeschichte, eben damit diese nicht in Vergessenheit gerät. Da Tatjana Alexejewna 1910 geboren wurde, umfasst ihr Leben fast das ganze 20. Jahrhundert. Und was sie in Russland, im Krieg, während der Stalinzeit, aber auch später erlebt hat, erfährt Alexander, und somit auch der Leser nach und nach. Und trotz aller Schrecken und unvorstellbaren Ungerechtigkeiten ist Tatjana Alexejewna keine gebrochene Frau, sondern eine Kämpfernatur, die weiß, dass Gott Angst hat vor ihr. ,,Zu viele unangenehme Fragen kommen da auf ihn zu." (S: 11) Allmählich schließen Alexander und die alte Frau Freundschaft, und je mehr der junge Mann von Tatjanas Lebensgeschichte erfährt, desto mehr scheint er sich auch mit seinem persönlichen Schicksal zu arrangieren. Schwierig an diesem Roman fand ich die sehr nüchterne, sachliche Darstellungsweise, die durch die Einbindung von authentischen Dokumenten noch verstärkt wurde. ,,Rote Kreuze" ist ein Roman, der weniger durch Emotionen als durch eine starke Protagonistin und eine wichtige Thematik überzeugen kann.

von einer Kundin/einem Kunden am 02.04.2020
Bewertet: anderes Format

Eine Freundschaft zwischen einem verloren gegangen jungen Mann und einer alten Dame, deren Gedächtnis sie im Stich lässt. Vom Stalin Terror bis ins Heute und von gebrochene Herzen, erzählt dieses Buch.

Die billigste Ware, die es gibt.
von Kaffeeelse am 01.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Buch welches polarisiert. So könnte man es nennen. Die Art der Schreibe lässt die Leserschaft gespalten zurück. Ich gehöre zu denjenigen, die ein Loblied singen. Mir hat gerade diese Art der Schreibe so gefallen, gerade dieses etwas abgehackte und dieses nicht emotionale in der Art der Schreibe hat mich getroffen. Für mich h... Ein Buch welches polarisiert. So könnte man es nennen. Die Art der Schreibe lässt die Leserschaft gespalten zurück. Ich gehöre zu denjenigen, die ein Loblied singen. Mir hat gerade diese Art der Schreibe so gefallen, gerade dieses etwas abgehackte und dieses nicht emotionale in der Art der Schreibe hat mich getroffen. Für mich hätte dieses Buch nicht emotionaler sein dürfen, denn dann hätte es in meinen Augen einen großen Teil seiner Kraft verloren. Und gerade diese etwas ungleichen Charaktere, die eigentlich nicht zusammenpassen, verkörpern in meinen Augen auch zwei irgendwie ungleiche Länder. Man muss sich mal vor Augen führen, Russland war mal eine Weltmacht und immer mehr verkommt es durch verschiedene diktatorische Herrscher zu einer Angst verströmenden Macht, die aber politisch immer mehr an Einfluss verliert, deren mächtige Familien die Fäden im Land halten und auch Fäden außerhalb des Landes lenken, aber sich immer mehr von einer Weltmacht wegbewegen. Ob die Mächtigen das bemerken? Tatjana verkörpert für mich ein altes und weises Russland, dass in die Fänge der Diktatoren gerät und dem neuen und jungen Russland, verkörpert von Alexander, berichtet. Nun wäre es am jungen Russland/Belorussland/Ukraine zu reagieren. Das wird im Buch offengelassen. Aber es gibt ja passende Bestrebungen in den Ländern. Man kann hier nur hoffen. Beide Charaktere sind über das Thema Leid miteinander verknüpft/verbunden, vielleicht ermöglicht das Thema Leid auch ein gegenseitiges Verstehen, eine Verbindung der Beiden. Die Verbindung, die Filipenko hier mit dem Thema Demenz und Glauben eingeht, ist für mich absolut interessant gewählt, fast schon provokativ zu nennen, wenn man bedenkt, welche Macht der Kirche in diesen Ländern gegeben wird. Ebenso interessant ist es, wie es auch besonders traurig ist, der christliche Glauben, der ja eine gewisse Nächstenliebe propagiert, wird in den ehemaligen Staaten des sozialistischen Blocks von den Mächtigen forciert, nur zeichnen sich diese Staaten in meinen Augen durch eine besondere Bösartigkeit gegenüber allem Andersartigen/Andersdenkenden aus, wie in dieser Geschichte erkennbar ist, aber genauso auch an vielen realen Nachrichten ersichtlich. Man kann nur hoffen, dass die Unmenschlichkeit aus diesen Ländern bald verschwindet und solche Autoren wie Filipenko das Forcieren! Die Einschlüsse im Text, seien es Textdokumente oder Gedichte, verdichten oder verstärken in meinen Augen die Geschichte, auch wenn es manchmal etwas viele Artikel sind. Aber alles in allem ist dieses Buch schon ein rundes Werk für mich. Mit einem alles überragendem Charakter: Tatjana. 5 Sterne verteile ich applaudierend für dieses Buch und ich bin neugierig auf weiteres aus Filipenkos Feder.