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Die Kreutzersonate

Ungekürzte Lesung von Axel Grube, Lesung

Leo N. Tolstoi, Axel Grube

(7)
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Beschreibung

"Die Kreutzersonate", (1889) das berüchtigte Alterswerk Tolstois, eine so eindringliche wie irritierende Schilderung eines Ehedramas und Gattinenmordes, das Psychogramm einer wahnhaften Eifersucht, ist - auch in seiner Zwielichtigkeit - ein fesselndes Stück der Weltliteratur. In einem nächtlichen Zugabteil unterhalten sich einige Reisende über Ehe und Treue. Aufgewühlt durch das Gespräch legt der zunächst verschlossene Posdnyschew einem jüngeren Mitreisenden gegenüber seine Lebensbeichte ab. Im wechselnden Ton von Selbstanklage und Verbitterung schildert er seine verhängnissvolle Ehe bis hin zum Mord an seiner Frau. Auch wenn einige Motive zur Ehe, Lebensform oder grundlegenden Orientierung, besonders in der Rede Posdnyschews, in heutigen Ohren antiquiert oder gar misogyn klingen mögen, werden doch Fragen aufgeworfen, die unversehens aktuell sind. Sofja Tolstaja, die Ehefrau Tolstois, setzte sich zunächst für die Veröffentlichung des durch die Zensurbehörde nicht freigegebenen Werkes ein, antwortete aber gleichwohl einige Jahre später mit einem Gegenroman: "Wessen Fehl? Die Erzählung einer Frau. (anläßlich der "Kreutzersonate" Lew Tolstois. Niedergeschrieben von der Gattin Lew Tolstois in den Jahren 1892/1893)".

Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Leo Tolstoi wurde am 28. August als viertes von fünf Kindern in Jasnaja Poljana bei Tula geboren. Sowohl seine Mutter, Marija Nikolajewna als auch der Vater Nikolai Iljitsch enstammten alten russichen Adelsfamilien. Bereits mit 9 Jahren wurde Tolstoi Vollweise. Seine ältere Schwester übernahm die Vormundschaft für den jüngeren Bruder. An der Universität Kasan begann er 1844 ein Studium der orientalischen Sprachen, wechselte aber bald an die juristische Fakultät der Petersburger Universität. Nach einigen Quellen brach er das Studium 1847 ab und kehrte auf das Stammgut der Familie in Jasnaja Poljana zurück, um sich an Landreformen zur Verbesserung der Lage der Leibeigenen zu beteiligen. Nach anderer Darstellung schloss er das Studium zuvor noch mit dem juristischen Examen ab. Seit 1855 lebte er abwechselnd auf dem Gut Jasnaja Poljana, in Moskau und in Sankt Petersburg. 1857 und 1860/61 bereiste er mehrere europäische Länder und besuchte Schriftsteller und Künstler. Sein besonderes Interesse galt auch reformpädagogischen Initiativen. Nach seiner Rückkehr gründete er Dorfschulen nach dem Vorbild Jean Jacques Rousseaus. 1862 heiratete er die 18-jährige deutschstämmige Sofja Andrejewna Behrs. Das Paar bekam 13 Kinder. In den folgenden Jahren schrieb er die grossen epischen Romane Krieg und Frieden (1862-1869) sowie Anna Karenina (1873-1878), die seinen literarischen Ruhm begründeten. Kritisch gegenüber religiösen Institutionen und kanonischen Formen führte ihn sein Interesse an religiösen Grundfragen zur Betonung einer urchristlichen, jesuanischen Form und Essenz des Glaubens. Dabei waren für ihn die Lehren der Bergpredigt mit den Kernaussagen zur Nächstenliebe, ja Feindesliebe zentral und führten ihn unter anderm auch zur Vorstellung des gewaltlosen Widerstands als politisches und soziales Mittel. Er übte einen grossen Einfluss auf Gandhi, aber etwa auch die Freunde des "Prager Kreises", Franz Kafka, Max Brod und Felix Weltsch aus. Die Verbreitung seiner Anschauungen und Schriften (Kirche und Staat, Was darf ein Christ und was nicht?) brachte ihn in Konflikt mit den politischen und kirchlichen Einrichtungen seiner Zeit. Tolstoi starb am 7. November 1910, in Astapowo, dem heutigen Oblast Lipezk.

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Axel Grube
Spieldauer 457 Minuten
Erscheinungsdatum 13.12.2019
Verlag Onomato
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783944891804

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Sehr gut, sehr schräg
von Io am 11.06.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Hier beschreibt er detailreich Probleme zwischenmenschlicher Beziehung, allgemein und speziell.

kreuzersonate
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 20.11.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Hervoragende Literatur,wer das nicht liest ,ist selber Schuld,ich hoffe das derart Literatur in unseren Schulen Einzug findet.und dort besprochen wird.Warscheinlich gibt es keine Urheberrechte mehr auf die Bücher von Tolstoi und sie sind deshalb so preiswert zu lesen.Man sollte deshalb diese Bücher etwas teurer verkaufen und m... Hervoragende Literatur,wer das nicht liest ,ist selber Schuld,ich hoffe das derart Literatur in unseren Schulen Einzug findet.und dort besprochen wird.Warscheinlich gibt es keine Urheberrechte mehr auf die Bücher von Tolstoi und sie sind deshalb so preiswert zu lesen.Man sollte deshalb diese Bücher etwas teurer verkaufen und mit dem Erlös würdige junge Schriftsteller fördern,das wäre bestimmt im Sinne von Tolstoi.

Er sah meine Frau an, wie alle sittenlosen Männer ''..
von einer Kundin/einem Kunden aus Olten am 13.03.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

..hübsche Frauen anzusehen pflegen'.. ' schreibt Tolstoi über den Geiger Truchatschewskij. Das "zu spät", das sich in Podzdnysevs Name birgt nimmt sein Leiden voraus. Zu spät hat er die Lügenhaftigkeit der gesellschaftlichen Normen und Werte erkannt, die in ihm sich aufbauende Diskrepanz die er sich als junger Mann noch nicht er... ..hübsche Frauen anzusehen pflegen'.. ' schreibt Tolstoi über den Geiger Truchatschewskij. Das "zu spät", das sich in Podzdnysevs Name birgt nimmt sein Leiden voraus. Zu spät hat er die Lügenhaftigkeit der gesellschaftlichen Normen und Werte erkannt, die in ihm sich aufbauende Diskrepanz die er sich als junger Mann noch nicht erklären konnte. Unterwegs mit der Bahn kommen zwischen einigen Reisenden Themen wie Ehe, Scheidungen und Bildung auf. Unter Ihnen ist Posdnysev der seine Ehefrau umgebracht hat. In der Folge schildert er dem Ich-Erzähler wie es dazu kommen konnte. Er erzählt von jugendlichen Ausschweifungen, die ihn um die Möglichkeit gebracht hätten ein ideales reines Familienleben zu begründen. In eine junge Frau verliebt hält er um ihre Hand an und heiratet sie. Glücklich sind die beiden nicht geworden. Für ihn heiligt Kindergebären und sie nähren die Ehe, ist die Aufgabe der Ehefrau und vorher, so meint er, sollte Jungfräulichkeit ihr höchster, idealster Zustand sein. Als seine Ehefrau mit Truchatschewskji zu musizieren beginnt, wächst seine Eifersucht ins unermessliche. Durch Beethovens Kreutzersonate fühlt er sich diesem Hypnotiseur, wie er den Geiger insgeheim nennt, und dieser ihn erregenden Musik, ausgeliefert, in eine andere Wirklichkeit versetzt. Solch strahlende Augen hat er an seiner Ehefrau noch nie gesehen, diese Hingabe, was er der gleichen Ursache zuschreibt. Seine Eifersucht wächst ins unermessliche. Als er aus der Kreisversammlung vorzeitig zurückkehrt trifft er seine Gemahlin und Truchatschewskji, die zusammen musiziert haben. In blinder Raserei ermordet er seine Frau. Die Geschichte moralischer und physischer Zerstörung zweier Menschen, beide unfähig wirklich zu lieben. Ein Kreuzzug gegen die Ehe? Das sehe ich anders. Strebte Tolstoi doch eine Reform des Zusammenlebens der Geschlechter an, ein Thema das auch heute an Aktualität nicht verloren hat. Tolstoj's Denken half objektive Misstände aufzudecken, möglicherweise Misstände nicht ausschliesslich des 19. Jahrhunderts. Wahrheitssuche war seine Triebfeder. Und deswegen meine Empfehlung: unbedingt lesen.

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