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Terrorist

Roman

(2)
Wie wird ein Terrorist zum Terroristen?

Der achtzehnjährige Ahmed wächst bei seiner irischen Mutter in New Jersey auf. Sein Vater, ein Araber, hat die Familie früh verlassen. Aber die Trennung der Eltern liegt lange zurück, und in der Gegend gibt es viele kaputte Familien. Außerdem ist Ahmed ein ausgezeichneter Schüler, der im amerikanischen System Karriere machen könnte. Doch er ist auch ein Grübler und ein Idealist und auf der Suche nach seinen Wurzeln. Immer weiter kapselt er sich von seiner Umwelt ab. Und dann sitzt er eines Tages am Steuer eines Wagens voller Sprengstoff …

„Updike zielt mit diesem Aufklärungsthriller in das Herz des amerikanischen Traumas“ (Focus)
Rezension
Das wie nebenbei entworfene Porträt des Milieus hoffnungsloser, seelisch wie materiell verwahrloster amerikanischer Underdogs, ist brillant.
Portrait
Geboren am 18.03.1932 in der Kleinstadt Shillington, Pennsylvania, als einziges Kind des Sekundarschullehrers und Diakon Wesley Russel Updike und dessen Frau Linda Grace Hoyer. Kindheit in materieller Bedrücktheit. Schulbesuch weiterhin in Shillington. 1950 Stipendium zum Studium am Harvard College, Hauptfach Anglistik; Abschluss des Untergraduiertenstudiums 1954 mit summa cum laude. Er heiratete 1953 die Kunststudentin Mary Entwistle Pennington, mit der er nach Abschluss des Studiums ein Jahr an die Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford, England, ging. Nach Rückkehr in die USA von 1955-1957 fest angestellt beim Magazin «The New Yorker». Danach verfasste er als freier Mitarbeiter Kurzgeschichten und einflussreiche literarische Kritiken. 1957 Umzug nach Ipswich im neuenglischen Massachusetts. 1964 Vortragsreisen durch die UdSSR, Rumänien, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Seit 1964 war Updike Mitglied des National Institute of Arts and Letters. 1973 Fulbright-Lektor in Afrika. 1976 Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Auszeichnungen: Guggenheim Fellowship in Poetry für «The Carpendered Hen and Other Tame Creatures» (1959); Rosenthal Foundation Award des National Institute of Arts and Letters für «Das Fest am Abend» (1960); Pulitzer Price for Fiction für «Bessere Verhältnisse» (1982); Lincoln Literary Award (1983); Distinguished Pennsylvania Artist Award (1983); National Book Critics Circle Award for Criticism für «Amerikaner und andere Menschen» (1984); St. Louis Literary Award (1988); Bobst Award for Fiction (1988); National Medal of Arts (1989); Premio Scanno (1991); O'Henry Award für «A Sandstone Farmhouse» aus «The Afterlife and Other Stories» (1991); Common Wealth Award (1993); Conch Republic Prize for Literature (1993) Commandeur de l'ordre des arts et des lettres (1995); The Howells Medal from the Academy of Arts and Letters (1995). John Updike starb am 27. Januar 2009 in Massachusetts. Sein gesamtes Werk ist auf Deutsch im Rowohlt Verlag und im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 396
Erscheinungsdatum 02.01.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-24473-5
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,2/11,4/3 cm
Gewicht 320 g
Auflage 2
Übersetzer Angela Praesent
Buch (Taschenbuch)
11,30
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Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 05.08.2018
Bewertet: anderes Format

Wie wird Mensch zu einem Terroristen? Dieser Frage geht Updike in diesem Roman. Und wieder kommt einem das amerikanissche Waffengesetz in den Sinn. Sie sehen mein Kopfschütteln.

Vom Extremisten zum Terroristen
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 07.03.2008

„Diese Teufel wollen mir meinen Gott nehmen.“, mit diesen Worten beginnt John Updikes Terrorist. Im Grunde sagt das bereits einiges über das Buch aus, denn es behandelt sozusagen die Innenansichten eines islamistischen Extremisten, der im Grunde doch nur ein einfacher Außenseiter ist. Ahmed Mulloy ist ein guter Schüler und anständiger... „Diese Teufel wollen mir meinen Gott nehmen.“, mit diesen Worten beginnt John Updikes Terrorist. Im Grunde sagt das bereits einiges über das Buch aus, denn es behandelt sozusagen die Innenansichten eines islamistischen Extremisten, der im Grunde doch nur ein einfacher Außenseiter ist. Ahmed Mulloy ist ein guter Schüler und anständiger Junge, aber auch gläubiger Muslim und zudem Sohn einer irisch-amerikanischen Mutter deren ägyptischer Mann sich nach der Heirat und Verleihung der Staatsbürgerschaft aus dem Staub gemacht hat. Somit musste sie Ahmed alleine erziehen und obwohl sie eher ungläubig ist hat sie ihrem Sohn ermöglicht Koranunterricht zu nehmen, um sich dem verlorenen Vater und seiner Kultur etwas näher zu fühlen. Gemeinsam leben sie in einer Wohnung des Schwarzenviertels von New Prospect. Es ist genau diese Unangepasstheit, die Ahmed von seinen Mitschülern abhebt und zum Ziel der Aggressionen des Schlägers Tylenol gemacht hat. Doch Ahmed ist nicht alleine in dieser Welt die ihm so ablehnend gegenübersteht, denn neben Joryleen, die ihm offensichtlich Zuneigung entgegenbringt, macht sich sein Vertrauenslehrer Jack Levy ernsthaft Sorgen um die weitere Entwicklung und Karriere des begabten Jungen, auch wenn er kurzzeitig eine Affäre mit dessen Mutter beginnt. Anstatt sich für ein College zu entscheiden will Ahmed nämlich auf Anraten seines Imams Lastwagenfahrer werden... (und das aus einem bestimmten Grund) Ob Updikes Darstellung eines Islamisten korrekt ist, gerade weil Ahmed durchaus sympathisch wirkt, sei dahingestellt, das Buch liest jedoch sehr angenehm und man kann sich gut in den Protagonisten hineinversetzen. Auch der Stil ist sehr ansprechend, selbst wenn man sonst kein Freund Updikscher Beziehungsdramen ist, denn das Buch trifft genau den richtigen Nerv, es macht betroffen, lässt einen erkennen, wie jemand zu einem Selbstmordanschlag oder anderen fanatischen Handlungen getrieben werden kann. Ferner schildert John Updike die Folgen des 11. Septembers für Muslime in den USA, welche seitdem mit erheblich mehr Misstrauen und falschen Verdächtigungen zu kämpfen haben. Terrorist ist kein typischer Agenten- oder Spionagethriller, wer also Explosionen und hollywoodreife Gewaltexzesse sucht ist hier etwas falsch, das gibt es eine Tür weiter, weil Terrorist ist schlichtweg dramatisch, ein interessantes Experiment den Weg eines Extremisten vom einsamen jungen Mann zum potentiellen Selbstmordattentäter zu zeigen. Fazit: Das Buch ist gut, schon weil es Verständnis schafft und vertieft, wobei John Updike über einen angenehm zu lesenden Stil verfügt und mit Ahmed Mulloy einen sympathischen Protagonisten geschaffen hat.