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Wir holen alles nach

Roman

Job und Kind unter einem Hut - die alleinerziehende Sina jongliert damit seit Jahren. Seit kurzem wird sie von ihrem neuen Partner Torsten dabei unterstützt. Und sie haben Ellen, Ende sechzig, die sich für Nachhaltigkeit einsetzt und das hat, was sich Sinas Sohn Elvis so wünscht: Zeit, Geduld - und einen Hund. Doch dann widerfährt dem sensiblen Jungen etwas Schlimmes. Da er sein Geheimnis nicht preisgibt, spinnt sich ein fatales Netz aus Gerüchten um die kleine Patchworkfamilie.

Portrait
Martina Borger, 1956 geboren, arbeitete als Journalistin, Dramaturgin und Filmkritikerin, bevor sie sich aufs Drehbuchschreiben verlegte. Sie hat bei mehreren Serien als Storylinerin und Chefautorin gearbeitet. Gemeinsam mit Maria Elisabeth Straub veröffentlichte sie zwischen 2001 und 2009 Romane unter dem Label ›Borger & Straub‹. Ohne Co-Autorin erschien 2007 ihr Roman ›Lieber Luca‹. Martina Borger lebt in München.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 25.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07130-6
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 19/12,6/2,5 cm
Gewicht 324 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 23676
Buch (gebundene Ausgabe)
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22,70
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein verhängnisvoller Verdacht

Birgit Matthews, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Für Sina, alleinerziehende Mutter von Elvis, ist das Leben ein täglicher Kampf. Ihr Vollzeitjob in einer Werbeagentur verlangt ihr alles ab. Überstunden stehen an der Tagesordnung. Ihr arbeitssuchender Lebenspartner - ein Exalkoholiker hilft ihr zwar bei der Betreuung von Elvis, doch als ihm endlich der ersehnte Job angeboten wird, muss auch er sich um sein Weiterkommen kümmern. Der 8-jährige Elvis ist ein schüchterner, sensibler Junge, der oft mit den Worten "Wir holen alles nach" vertröstet wird. Nur bei Ellen seiner Nachhilfebetreuung taut er ein wenig auf. Ellen ist Witwe und in Rente. Sie kann das Zusatzeinkommen, das sie mit Nachhilfestunden verdient gut gebrauchen. Sie kümmert sich liebevoll um den in sich gekehrten Elvis. Doch dann bemerkt Ellen eine Veränderung an dem Jungen. Soll sie ihren Verdacht melden? Ein gelungener Roman. Gesellschaftskritisch und lebensnah.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
41 Bewertungen
Übersicht
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Ein aktueller Generationenroman, der zum Nachdenken und Diskutieren anregt.
von einer Kundin/einem Kunden aus Ulm am 31.05.2020

München. Frühmorgens im Sommer. Wir treffen die 68-jährige Rentnerin Ellen mit ihrem Hund auf ihrer Tour an. Sie trägt Zeitungen aus, um ihre Rente aufzubessern. Aus dem gleichen Grund gibt sie auch Nachhilfe. Der achtjährige Elvis, der bei seiner Mutter Sina und deren kürzlich eingezogenem Partner Thorsten lebt, ist einer... München. Frühmorgens im Sommer. Wir treffen die 68-jährige Rentnerin Ellen mit ihrem Hund auf ihrer Tour an. Sie trägt Zeitungen aus, um ihre Rente aufzubessern. Aus dem gleichen Grund gibt sie auch Nachhilfe. Der achtjährige Elvis, der bei seiner Mutter Sina und deren kürzlich eingezogenem Partner Thorsten lebt, ist einer ihrer Schüler. Als Sina, die viel arbeiten muss und ständig auf der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten für ihren Sohn ist, Ellen bittet, den Jungen in den Ferien zwei Wochen zu betreuen, sagt die Rentnerin nicht zuletzt wegen des verlockenden Verdienstes zu. Am Montag der zweiten Woche kommt Elvis nach einem Zeltausflug mit Thorsten, seinem „Stiefvater“, wieder zu Ellen. Er ist völlig verändert. Er ist wortkarg, desinteressiert, müde und hat Bauchweh. Und dann macht Ellen eine Entdeckung. Sie erzählt es Sina… Der 304-seitige Roman ist unterhaltsam, kurzweilig und stellenweise berührend. Er liest sich flüssig und obwohl ich recht bald ahnte, in welche Richtung es ging, ließ mein Interesse nicht nach. Dass ich dann von einer etwas anderen Auflösung als erwartet überrascht wurde, freute mich. Martina Borger spricht m. E. eine recht breite weibliche Zielgruppe an, indem sie die Lebenslagen von zwei Frauen aus verschiedenen Generationen gut beleuchtet. Sie geht sowohl auf die (fast) alleinerziehende Sina als auch auf die Rentnerin Ellen recht ausführlich ein. Dabei malt sie allerdings ein ziemlich düsteres und pessimistisches Bild. Das Leben diese beiden in der Großstadt lebenden Frauen scheint überwiegend aus Sorgen und Katastrophen zu bestehen. Schwere und Ernst überwiegen. Das Schöne tritt eher in den Hintergrund, auch wenn es letztlich ein versöhnliches Ende mit einer Freundschaft zwischen jung und alt gibt. Die Autorin bringt in ihrem Buch zahlreiche aktuelle, bedeutsame und komplexe Themen unter. Für meinen Geschmack waren es zu viele. Sie geht auf die Sorgen und Nöte alleinerziehender Mütter, Patchworkfamilien, Altersarmut, Umwelt- und Klimaschutz, Achtsamkeit und Zivilcourage, Alkoholismus, Zivilcourage, Misshandlung, Mobbing, Verlust und Trennung ein. Klingt nach viel? Ist es auch! Martina Borger streift all diese Themen, bleibt dann jedoch sehr an der Oberfläche und versäumt es, auf Konsequenzen und komplexe Folgen einzugehen bzw. diese mehr als nur anzudeuten. Diese Tatsache könnte zu der Bewertung führen, dass es sich hier um ein Buch handelt, das einerseits schwergewichtig sein möchte, andererseits aber nicht genügend tiefgründig ist. Aber vielleicht wollte die Autorin gar kein schwergewichtiges, tiefgründiges und allzu ernsthaftes Buch schreiben. Vielleicht hatte sie eine andere Intention. Vielleicht wollte sie mit ihrem Roman einfach nur gut unterhalten sowie gleichzeitig einen Anstoß zum Nachdenken und Diskutieren geben. Und das ist ihr auf jeden Fall gelungen.

von einer Kundin/einem Kunden am 26.05.2020
Bewertet: anderes Format

Borger baut ihre Geschichte ganz raffiniert auf. Beginnend als Wohlfühl- Entwicklungsgeschichte schleicht sich ein ungeheuerlicher Verdacht ein. Alles weist auf eine bestimmte Person, doch statt es offen anzusprechen, wird denunziert und sind die Infos wirklich richtig?

Kann man alles nachholen?
von einer Kundin/einem Kunden am 18.05.2020

Ellen hat sich in ihrem Rentnerleben eingerichtet, und doch hilft sie gern der permanent überlasteten Sina, indem sie deren Sohn Förderunterricht gibt. Elvis fühlt sich wohl bei der älteren Frau, bald ist der Unterricht nur der äußere Anlass der Besuche. Ellen bemerkt , dass der Junge von Ängsten geplagt wird, was der Mutter g... Ellen hat sich in ihrem Rentnerleben eingerichtet, und doch hilft sie gern der permanent überlasteten Sina, indem sie deren Sohn Förderunterricht gibt. Elvis fühlt sich wohl bei der älteren Frau, bald ist der Unterricht nur der äußere Anlass der Besuche. Ellen bemerkt , dass der Junge von Ängsten geplagt wird, was der Mutter gar nicht auffällt, und Ellen versucht zu helfen... Diese Geschichte ist sehr sensibel erzählt und geht nicht so schnell aus dem Kopf!