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Ich bleibe hier

Roman

Marco Balzano

(165)
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Beschreibung

Ein idyllisches Bergdorf in Südtirol – doch die Zeiten sind hart. Von 1939 bis 1943 werden die Leute vor die Wahl gestellt: entweder nach Deutschland auszuwandern oder als Bürger zweiter Klasse in Italien zu bleiben. Trina entscheidet sich für ihr Dorf, ihr Zuhause. Als die Faschisten ihr verbieten, als Lehrerin tätig zu sein, unterrichtet sie heimlich in Kellern und Scheunen. Und als ein Energiekonzern für einen Stausee Felder und Häuser überfluten will, leistet sie Widerstand – mit Leib und Seele.

Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer für Literatur an einem Mailänder Gymnasium. Mit seinem letzten Roman, ›Das Leben wartet nicht‹, gewann er den Premio Campiello, mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 24.06.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07121-4
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/2,5 cm
Gewicht 302 g
Originaltitel Resto qui
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Maja Pflug
Verkaufsrang 2177

Buchhändler-Empfehlungen

Viel mehr als ein Touristenort

Birgit Matthews, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Ein kleines Südtiroler Bergbauerndorf wird Schauplatz vieler geschichtlicher Tragödien. Die Lehrerin Trina bringt den Lesern das ganze Ausmaß der Grausamkeiten, die sich die Südtiroler Bevölkerung im faschistischen Italien bieten lassen musste näher. So wurde es verboten an den Schulen die deutsche Sprache zu unterrichten, viele verloren ihre Jobs, die durch Italiener ersetzt wurden. Als Hitler an die Macht kam, gingen viele Südtiroler nach Deutschland oder Österreicher weil sie glaubten, dass es ihnen besser gehen würde in der neuen Heimat. Zuerst das faschistische Italien, dann die Nazis und zu guter Letzt der Bau eines Stausees, der einige Dörfer verschwinden ließ. Die Südtiroler ein Volk, das es wahrlich nicht leicht hatte. Sehr bewegende Geschichte, die lange nachwirkt. Sehr empfehlenswert.

Gerda Keinprecht, Thalia-Buchhandlung Liezen

Die Kirche im Reschensee ziert das Cover dieses bewegenden und atmosphärischen Romans über Südtirol in Zeiten des 2. Weltkrieges. Basierend auf wahren Begebenheiten; eines der beeindruckendsten Bücher die ich je gelesen habe. Sehr zu empfehlen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
165 Bewertungen
Übersicht
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Bewegend
von einer Kundin/einem Kunden am 13.01.2021

Jeder, der in Südtirol war, kennt das Bild mit dem Kirchturm, der im Stausee zu sehen ist. Der Roman erzählt die Geschichte des Turms im See sowie einer jungen Deutschlehrerin, die im 2. Weltkrieg im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Italien bleibt. Es sind Jahre der Entbehrung, Verfolgung und Gewalt. Als nach dem Krieg das L... Jeder, der in Südtirol war, kennt das Bild mit dem Kirchturm, der im Stausee zu sehen ist. Der Roman erzählt die Geschichte des Turms im See sowie einer jungen Deutschlehrerin, die im 2. Weltkrieg im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Italien bleibt. Es sind Jahre der Entbehrung, Verfolgung und Gewalt. Als nach dem Krieg das Leben langsam wieder zur Normalität zurückfindet, entscheidet die italienische Regierung, dass der Staudamm weiter gebaut wird. Ohne Rücksicht auf die Bewohner und ohne eine Chance des Widerspruchs.

hat mich völlig hineingezogen
von einer Kundin/einem Kunden aus Richterswil am 11.01.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Sehr süffig geschrieben und man kann sich so richtig in die Personen hineindenken und sich vorstellen. Gute Geschichte die gleich noch geschichtliche Erkenntnisse liefert, um ein wenig die Zeit zu verstehen. Bis anhin kannte ich den Stausee nur vom vorbeifahren. Das bekommt jetzt eine ganz neue Dimension der Gefühle.

Unfassbar stoische Hauptfigur!
von LaberLili am 12.12.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Der aus dem Reschensee herausragende Kirchturm ist inzwischen längst zu einer Postkartenattraktion und einem Touristenmagneten Südtirols geworden, doch das Wieso-Weshalb-Warum dahinter ist weit weniger pittoresk, ist der Turm doch das einzige sichtbare Überbleibsel eines im Rahmen eines eigentlich sinnlosen Staudammprojektes wie... Der aus dem Reschensee herausragende Kirchturm ist inzwischen längst zu einer Postkartenattraktion und einem Touristenmagneten Südtirols geworden, doch das Wieso-Weshalb-Warum dahinter ist weit weniger pittoresk, ist der Turm doch das einzige sichtbare Überbleibsel eines im Rahmen eines eigentlich sinnlosen Staudammprojektes wie auch sein Nachbardorf nahezu vollständig gefluteten Dorfes. Im Sommer 2020 hat Netflix den Kirchturm international nun noch einmal etwas bekannter werden lassen und wieder ein wenig mehr in den Mittelpunkt gerückt, als der Anbieter die fiktive Kurzserie „Curon“ veröffentlichte, die sich um ein Mysterium, eine Legende, rund um die (nicht vorhandenen) Glocken jenes Turms drehte – Marco Balzano verfolgt in „Ich bleibe hier“ allerdings einen grundsätzlich anderen Ansatz: In seinem Roman erzählt die dort geborene Trina als Ich-Erzählerin ihrer Tochter, die ansonsten aus ihrem Leben zu verschwunden sein scheint, wie es bereits sehr früh durchklingt, die Geschichte ihres Lebens, das mit der Geschichte Grauns bzw. Südtirols eng verwoben ist. Die Erzählung ist dabei eher nüchtern, was überraschte und mich teils auch irritierte, da Trina quasi inmitten eines aufgewühlten Meeres leben musste und es kaum Ankerpunkte für sie gegeben haben zu schien; ich fand es sehr bewundernswert, wie stoisch sie häufig mit den sich teils sehr plötzlich verändernden Umständen umzugehen schaffte, wobei sie mir manchmal schon zu abgeklärt und unemotional erschien: Persönlich kann ich mir kaum vorstellen, wie man in ihrer Situation nicht irgendwann einfach nur kreuzunglücklich ist. Im deutschsprachigen Südtiroler Schatten des sich immer weiter ausbreitenden italienischen Faschismus aufgewachsen, der ihre beruflichen Pläne zunichtemacht, wird sie im jungen Erwachsenenleben prompt mit dem deutschen Nationalsozialismus konfrontiert, als windige Ingenieure längst planen, ihre Heimat zu fluten, in der sich die Bewohner ohnehin keiner Nationalität wirklich zugehörig fühlen können: Die Region wird von außen eher als Fremdkörper aufgefasst, eine verbindungslose Insel, die man ohne Rücksichtnahme für sich vereinnahmen kann. Trinas Widerstand ist dabei wohl ein wenig in ihrem Sturkopf begründet, aber vielmehr darin, dass ihr Ehemann sich von Anfang an beharrlich weigert, seine Heimat jemals aufzugeben geschweige denn zu verlassen: Meines Empfindens nach hat sie sich auch hier eher mit der Lage arrangiert und versucht einfach, das Beste daraus zu machen – und zu überleben, in der Hoffnung, dass der Krug letztlich vorübergehen möge, ohne zu zerbrechen. Ich fand „Ich bleibe hier“ eine ungemein interessante Erzählung, weil das, was nun unter dem Reschensee verborgen liegt, so deutlich beschrieben wurde, und musste auch ein paar Mal beim Lesen pausieren, weil ich Trinas „Erlebnisbericht“ teilweise einfach sehr bedrückend und belastend fand bzw. sie mitunter einfach wahnsinnig um ihre relative Abgeklärtheit beneidete (um ihr im nächsten Moment ihre Coolness aber doch nicht ganz so sehr abzukaufen). Die Lektüre empfehle ich zwar gerne weiter; man lernt so viel rund um die betroffene Region; würde aber nicht dazu raten, diesen Roman dann zu lesen, wenn man selbst grad persönlich etwas aufgewühlt oder deprimiert ist: Da wird Trina schnell zu einer Vorbildfigur, an der man gleich scheitert.


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