Ruhm!

Ein Künstlerroman

Andreas Keck

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Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Franz Kappa ist Mitte zwanzig, ungestühm und unersättlich. Der Bohemien studiert an der Münchner Kunstakademie Fotografie und läßt mit seiner schönen Freundin Iana keine Party aus. Bald wird das Duo durch das russische Model Olga ergänzt, das beiden zusehends den Kopf verdreht.
Im Gegensatz zu seinem Nachtleben ist Franz Kappas künstlerische Existenz nicht gerade vom Erfolg gekrönt. Seit Jahren versucht er durch auffällige, provokative und irrwitzige Kunstaktionen Aufmerksamkeit zu erlangen.
Franz ist durchdrungen von der Idee, berühmt zu werden. Nachdem eine weitere, aufwändige Kunstaktion scheitert und ein erfolgreicher Abschluss seines Studiums immer unwahrscheinlicher wird, trifft er eine folgenschwere Entscheidung. Diese verhilft ihm zu RUHM und Ansehen. Franz Kappa befindet sich auf dem Zenit seines Erfolges.
Die Menage à trois zwischen ihm, seiner Freundin Iana und Olga nimmt groteske Formen an. Es ist abzusehen, dass diese Konstellation, kombiniert mit dem glamourösen, exzessiven Leben nicht von Dauer sein kann.

Andreas Keck wurde 1973 in Weißendorn geboren und absolvierte 1997 bis 2001 ein Studium der Sozialen Arbeit an der FH Benediktbeuern, sowie 1999 bis 2005 das Magisterstudium der Philosophie. Er promovierte 2005 mit dem Thema „Fürsorgetheorien des Mittelalters“. Andreas Keck ist seit 2002 als Sozialarbeiter im ambulanten Psychiatriebereich tätig.
Aus diesen unterschiedlichen Lebensbereichen hat sich der in München lebende Autor einen einzigartigen, literarischen Kosmos geschaffen: Nach seinem Debüt "Schneeblind – Ein Patientenroman" erschien "Ruhm! – Ein Künstlerroman", gefolgt von "Untreu – Ein Beziehungsroman".

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 28.11.2008
Verlag Periplaneta
Seitenzahl 246
Maße (L/B/H) 19/13,5/1,7 cm
Gewicht 299 g
Auflage 2. Auflage
Reihe Edition Periplaneta
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95996-177-6

Kundenbewertungen

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Aufstieg und Fall eines Künstlers
von einer Kundin/einem Kunden am 13.05.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Aufstieg und Fall eines Künstlers: „Ruhm!“ ist der zweite Roman von Andreas Keck, welcher 2008 bei Periplaneta erschienen ist. Keck erzählt die Geschichte des jungen Künstlers Franz Kappa, eine Art moderner Dandy. Der exzentrisch gekleidete Student ist an der Kunsthoch- schule München eingeschrieben. Seine provokanten Kunstaktio... Aufstieg und Fall eines Künstlers: „Ruhm!“ ist der zweite Roman von Andreas Keck, welcher 2008 bei Periplaneta erschienen ist. Keck erzählt die Geschichte des jungen Künstlers Franz Kappa, eine Art moderner Dandy. Der exzentrisch gekleidete Student ist an der Kunsthoch- schule München eingeschrieben. Seine provokanten Kunstaktionen stoßen dort allerdings auf Unverständnis und er bleibt zunächst erfolglos, von den Professoren wird er für seine Ideen nur belächelt. Privat umgibt er sich mit den schönen Models Iana und Olga, zusammen feiern sie nächtelang wilde Partys. Die blonde Iana ist konsumorientiert und oberflächlich, die dunkelhaarige Russin Olga hingegen scheint sich ernsthaft für Kappas Kunst zu interessieren. Zwischen den Dreien entwickelt sich schon bald eine ungesunde Dreiecksbeziehung mit immer neuen Kons- tellationen. Als eine weitere Kunstaktion misslingt und Kappa zusehends über seinen Misserfolg frustriert, plant er „etwas Brutales“, eine Aktion, die schockiert und ihn auf einen Schlag berühmt machen soll. Dafür schreckt er auch nicht vor Gewalt zurück. An diesem Punkt gibt es eine Wendung und es vergeht ein unbestimmter Zeitraum, nach welchem man erfährt, dass Kappa plötzlich weltbekannt ist und sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere befindet. Der Leser wird darüber im Unklaren gelassen, wie er das bewerkstelligt hat. „Wer berühmt war, war es. Und wie man berühmt wurde, war nicht bekannt. Berühmt- sein war einfach, war klar umrissen und definiert. Aber der Weg dorthin schien nicht mal zu existieren.“ Die Medien reißen sich nun um Kappa und er wird als Star gefeiert. Mit den beiden Models reist er in die verschiedensten Städte. Doch auch der glamouröse Lebensstil, verbunden mit viel Alkoholkonsum, kann ihre absurde Dreiecksbeziehung nicht retten und der Leser beendet den Roman mit der Erkenntnis, dass Ruhm immer nur ein temporärer Zustand sein kann. Keck ist eine authentische Geschichte über einen jungen Künstler gelungen. Seine Hauptfigur ist ein vielschichtiger Charakter, der oft an sich zweifelt und aus diesen Zweifeln neue Er- kenntnisse schafft. Er ist nicht geradlinig sondern überrascht mit seinen neuen Aktionen und Ideen. Die von Keck beschriebenen Kunstaktionen sind provokant und oft sehr ironisch dar- gestellt. Interessant ist hier vor allem das Kunstverständnis des Protagonisten, der „eine brutale Schönheit zeigen [will], die niemand sonst sah.“ Dies kann nur gelingen wenn er für sich als Mensch wertlos ist. Da die große Kunstaktion, aus der sich Kappas Ruhm begündet, nicht definiert wird, werden so Leerstellen erschaffen, die Raum für eigene Interpretationen lassen. Obwohl der Roman viele Anspielungen auf andere Künstler, Schönheit, Ästhetik und das Kunstverständnis überhaupt, aufweist, ist er auch für Nicht-Kunstinteressierte lesenswert, da er sprachlich auf den Punkt und temporeich geschrieben ist. Durch den Einschub einiger Rückblenden und die Unberechenbarkeit des Protagonisten wird konstant eine gewisse Span- nung aufrechterhalten. Den Charakteren der Models, allen voran Olga, fehlt es allerdings an Tiefe. Auch der inflatio- näre Gebrauch von Frage- und Ausrufezeichen in den Dialogen und Monologen kann den Figuren nicht mehr Tiefe einhauchen, sodass sie leere, aber wunderschöne Hüllen bleiben, deren Kleidungsstil stets eingehend beschrieben wird. Dass es sich hier um einen Künstlerroman handeln soll, wird auch typografisch durch einge- fügte Bilder und der Verwendung anderer Schriftarten sichtbar. Allerdings kann dies nicht mit der inhaltlichen Tiefe mithalten, sodass es beim Lesen stört. Insgesamt ist Keck aber ein Roman gelungen, der den aktuellen Zeitgeist und die Oberfläch- lichkeit des aufzeigt und die Frage aufwirft, wie es mit der Kunst weitergehen kann, wenn alles schon mal dagewesen ist.


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