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Doppelte Spur

Roman

Ilija Trojanow

(2)
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Beschreibung

Der investigative Journalist Ilija wird innerhalb weniger Minuten von zwei Whistleblowern des amerikanischen und des russischen Geheimdienstes kontaktiert. Ein großer Coup? Eine Falle? Er lässt sich auf das Spiel ein, zusammen mit Boris, einem amerikanischen Kollegen, folgt er der doppelten Spur nach Hongkong, Wien, New York und Moskau.
Die geleakten Dokumente eröffnen einen Abgrund von Korruption und Betrug, von üblen Verstrickungen krimineller Oligarchen und Mafiosi. Auch die Staatspräsidenten Russlands und Amerikas sind involviert. Was darf man glauben? Mit welcher Absicht werden Lügen verbreitet? Sind die beiden Reporter nur ein Spielball der Geheimdienste?
Literarisch virtuos wie kein anderer spielt Ilija Trojanow in diesem Roman mit Fakten und Fiktionen und führt uns wie nebenbei vor Augen, wie sehr wir durch Fake News zu Komplizen der Macht werden.

Dieses komplexe Spiel mit Enthüllen, Glauben, Wissen und Vertrauen führt Trojanow eindrucksvoll und spannend am Detail vor.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 29.07.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-390005-7
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/2,7 cm
Gewicht 345 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 4232

Portrait

Ilija Trojanow

Ilija Trojanow wurde 1965 in Sofia geboren. Nach der Flucht mit der Familie über Jugoslawien nach Italien erhielt er politisches Asyl in Deutschland. Er lebte zehn Jahre in Kenia und gründete 1989 den Kyrill & Method Verlag und 1992 den Marino Verlag in München. 1996 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Marburg und 2007 den Berliner Literaturpreis. Mit letzterem wird sein erzählerisches Werk gewürdigt.

Artikelbild Doppelte Spur von Ilija Trojanow

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Ilija Trojanow - Doppelte Spur
von Miss.mesmerized am 07.09.2020

Ein Journalist erhält zwei kryptische Emails kurz hintereinander. Man will ihm geheime Unterlagen zuspielen. Offenbar derselbe Absender, doch nachdem er sein Interesse bekundet hat, muss er feststellen, dass ihm zeitgleich ein amerikanischer und ein russischer Whistleblower Informationen zukommen lassen. So unterschiedlich das M... Ein Journalist erhält zwei kryptische Emails kurz hintereinander. Man will ihm geheime Unterlagen zuspielen. Offenbar derselbe Absender, doch nachdem er sein Interesse bekundet hat, muss er feststellen, dass ihm zeitgleich ein amerikanischer und ein russischer Whistleblower Informationen zukommen lassen. So unterschiedlich das Material auch ist, bald schon lassen sich Verbindungen ziehen, die schlimmste Befürchtungen zu untermauern scheinen: noch viel tiefer als bislang geglaubt scheinen die Präsidenten der beiden Länder in Korruption und illegale Verstrickungen verwickelt zu sein. Ilija Trojanow greift in seinem aktuellen Roman Themen auf, die seit Jahren die Schlagzeilen dominieren: Verstrickungen Trumps mit Moskau, sein manipulierter Wahlkampf 2016, die Affäre um Jeffrey Epstein, verdächtige Geldflüsse mit zweifelhafter Rolle auch deutscher Großbanken. Man hat den Eindruck als sei das Ende des Kalten Kriegs nur eine Randnotiz der Geschichte gewesen und die Welt heute von einer Allianz aus FBI, KGB, Oligarchen und dubiosen Investoren regiert. Nicht nur lenken diese das Weltgeschehen und den internationalen Geldfluss, viel wichtiger noch: sie steuern Kommunikation und Information und entscheiden darüber, was vermeintlich wahr ist bzw. welche Variante von Wahrheit der Öffentlichkeit präsentiert und von dieser geglaubt werden soll. „Der [Anm: der Präsident der USA] malt jede schwarze Katze rosarot. Es ist kein Betrug, wenn man nicht erwischt wird. Das interpretiert er wortwörtlich. Auch im ethischen Sinn. Wenn du nicht erwischt wirst, bist du unschuldig. (...) Da alle bescheißen, darf jeder bescheißen. Wer’s nicht tut, ist ein Trottel, schlimmer noch, ein Verlierer.“ Die Grenze zwischen Realität und Fiktion ist fließend, gerade das Ende wirft weitere Fragen auf: der fiktive Journalist Ilija Trojanow flüchtet und versteckt sich, da er um sein Leben fürchtet. Legt er letztlich nur das schützende Mäntelchen der vermeintlichen Fiktion über das, was eigentlich wahr ist? Der Roman könnte ebenso ein Enthüllungsbuch sein. Vielleicht ist es aber auch nur die richtige Antwort auf all jene, denen mit Fakten und Tatsachen nicht beizukommen ist, die lieber an Fiktionen glauben und denen durch diese wiederum die Augen geöffnet werden sollen. „Doppelte Spur“ ist ein doppeltes Spiel in jeder Hinsicht. Das Buch liest sich gerade in der ersten Hälfte nicht wirklich wie ein Roman, zu viele Fakten werden aneinandergereiht, um eine Grundlage für die Deutung zu schaffen. Es passt jedoch perfekt in eine Zeit, in der Fake News neben echten Nachrichten publiziert werden und jede Schlagzeile zugleich wahrgenommen wird als „könnte wahr sein – oder eben auch nicht“. Nach dem Lesen hegt man jedenfalls nicht weniger Zweifel an dem, was einem tagtäglich präsentiert wird.

Nachhaltige Langweile
von Michael Sterzik aus Wallenhorst am 16.08.2020

Wer die internationalen Nachrichten verfolgt, kann beobachten wie schmutzig die Politik doch sein kann! Aber war diese denn jemals transparent, war sie jemals ehrlich – zu der eigenen Bevölkerung, zu andern Staaten, zum eigenen Kabinett? Nein – Politik korrumpiert, manipuliert, steuert, lügt, verharmlost usw. alle Facetten der ... Wer die internationalen Nachrichten verfolgt, kann beobachten wie schmutzig die Politik doch sein kann! Aber war diese denn jemals transparent, war sie jemals ehrlich – zu der eigenen Bevölkerung, zu andern Staaten, zum eigenen Kabinett? Nein – Politik korrumpiert, manipuliert, steuert, lügt, verharmlost usw. alle Facetten der Menschen präsentieren sich in diesem Machtgefüge. Eine elitäre Gesellschaft – die manchmal viel zu individuell agiert – als Person bezogen, nicht als Gemeinschaft, die das Wohl anderer als Ziel gesetzt hat. Ja, sie denken richtig. Politik kann durchaus verbrecherisch sein. Strukturelle politische Themen, die sich in der Wirtschaft und dem organisierten Verbrechen manifestieren? Ja gibt es – Verbrecher, die ggf. durch den Einfluss von Politikern eine besondere Behandlung erhalten, oder sogar werden die Ermittlungen ausgesetzt?! Ja auch das gab und gibt es aktuell. All diese Themen bedient sich der Autor Ilija Trojanow der seine Interpretation von Fakten in dem vorliegenden Buch: „Doppelte Spur“ fiktiv verarbeitet hat. In den Buch: „Doppelte Spur“ wird nicht mit Wahrheiten gearbeitet, es sind wahrscheinliche Wahrheiten und selbst diese würden bei einem Lügendetektortest völlig aus der Skala fliegen. Die Idee, dass ein Journalist sensible, vertrauliche Daten von einem Informanten aus Amerika und einem aus Russland bekommt – zwei Leaks also, und die Wahrheit noch immer sucht, klingt interessant und originell. Der investigative Journalist Ilija wird innerhalb weniger Minuten von zwei Whistleblowern des amerikanischen und des russischen Geheimdienstes kontaktiert. Ein großer Coup? Eine Falle? Er lässt sich auf das Spiel ein, zusammen mit Boris, einem amerikanischen Kollegen, folgt er der doppelten Spur nach Hongkong, Wien, New York und Moskau. Die geleakten Dokumente eröffnen einen Abgrund von Korruption und Betrug, von üblen Verstrickungen krimineller Oligarchen und Mafiosi. Auch die Staatspräsidenten Russlands und Amerikas sind involviert. Was darf man glauben? Mit welcher Absicht werden Lügen verbreitet? Sind die beiden Reporter nur ein Spielball der Geheimdienste? (Verlagsinfo) Der Autor Ilija Trojanow hat seinen Roman absolut überfrachtet. Natürlich gibt es offensichtliche Anspielungen zu aktuellen Themen und Personen und spiegelt damit ein erschreckendes Bild unserer heutigen Welt. Eindringlich geht er darauf ein, dass man schwerlich auseinanderhalten kann - was nun Wahrheit, oder Lüge ist – alles ein Fake, ein Versuch zu manipulieren, oder eine originelle Legendenbildung? Ilija Trojanows eigene Meinung bildet sich auch zwischen den Zeilen ab. Er möchte aufrütteln, auf diese Themen hinweisen – das Problem ist nur – die Geschichte ist so unspektakulär und wenig spannend erzählt, dass der Titel „Doppelte Spur“ nicht funktioniert. Michael Sterzik


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