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Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance

Wie sich Armut in Deutschland anfühlt und was sich ändern muss

»Thiel punktet nicht nur durch seine berührende Geschichte, sondern durch Wissen, bedachte Aussagen und gute Argumente.« Die Welt

Als Jeremias Thiel elf Jahre alt ist, macht er sich auf den Weg zum Jugendamt. Er hält es zu Hause nicht mehr aus, hat Angst, der Armut und Strukturlosigkeit, die dort herrschen, niemals entkommen zu können. Seine Eltern sind psychisch krank und leben von Hartz IV, die häusliche Situation ist mehr als schwierig. Von da an lebt er im SOS-Jugendhaus, bis er als Stipendiat an einem internationalen College Abitur macht und im Herbst 2019 sein Studium an einer renommierten Universität in den USA beginnt. Er weiß, dass viele, die in ähnlichen Verhältnissen aufwachsen, nicht die Möglichkeit haben, sich daraus zu befreien. Hier erzählt Jeremias Thiel seine Geschichte und liefert zugleich einen bewegenden und aufrüttelnden Appell für mehr soziale Gerechtigkeit.
Portrait
Jeremias Thiel, geboren 2001 in Kaiserslautern, wuchs unter schwierigen Bedingungen auf: Die Eltern sind langzeitarbeitslos, das Geld ist immer knapp. Als er elf ist, verlässt Jeremias die Familie auf eigene Initiative und lebt von da an im SOS-Kinderdorf. 2019 machte er Abitur am UWC in Freiburg. Derzeit studiert er Umwelt- und Politikwissenschaften am renommierten St. Olaf College in Minnesota.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 16.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-06177-3
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 20,5/13,7/2,5 cm
Gewicht 276 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 18261
Buch (Paperback)
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16,50
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 17.05.2020
Bewertet: anderes Format

Hut ab vor der Weitsicht des damals erst elf Jahre alten Jeremias, der beim Jugendamt um Hilfe bittet, in der Hoffnung so Armut und Aussichtslosigkeit zu entliehen! ... Hut ab vor dem beispielhaften Engagement dieses bemerkenswerten jungen Mannes gegen Kinderarmut! Ergreifend!

Soziale Gerechtigkeit und Möglichkeiten auf Chancen für Kinder mit schwierigen Ausgangslagen
von einer Kundin/einem Kunden am 12.05.2020

Jeremias Thiel wächst, bis er 11 Jahre alt ist, in prekären Verhältnissen auf. Die Eltern beziehen Hartz 4, sind depressiv, ohne Struktur und können nicht mit dem wenigen Geld umgehen. Chancen ergeben sich für den Jungen erst, als er in ein SOS-Kinderdorf kommt und ihm somit Möglichkeiten auf Bildung und Kindheit gegeben werden.... Jeremias Thiel wächst, bis er 11 Jahre alt ist, in prekären Verhältnissen auf. Die Eltern beziehen Hartz 4, sind depressiv, ohne Struktur und können nicht mit dem wenigen Geld umgehen. Chancen ergeben sich für den Jungen erst, als er in ein SOS-Kinderdorf kommt und ihm somit Möglichkeiten auf Bildung und Kindheit gegeben werden. Heute als Student ist es ihm wichtig, Kindern eine Stimme zu geben und Politikern zu verdeutlichen, wie der Weg aus Armut und Chancenlosigkeit gelingen kann bzw. was diesen Chancen auf Teilhabe im Weg steht. Er zieht dazu mehrere Studien zur Kinderarmut heran, hier wird es teils sehr theoretisch und liest sich wie eine Seminar-/ Hausarbeit. Für viele mit sozialen/ pädagogischen Berufen (oder in der Ausbildung zu diesen) werden diese Stellen aber sehr von Bedeutung sein. Jeremias Thiel zeigt auch, wie wichtig Bezugspersonen, gute Grundbedingungen, Struktur im Alltag und Hoffnung für eine gute Entwicklung sind. Wenn das Buch insgesamt auch etwas "hölzern" zu lesen ist, steht dahinter die Intention, Kinder eine Stimme und Rechte geben zu wollen. Dies wird mit Herzblut vertreten und verdient wirklich Respekt, danke für dieses Engagement und die Einblicke!

Wie sich Armut anfühlt...
von nicigirl85 aus Ilsenburg am 09.05.2020

Nach einer Dokumentation über den Autor bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Nachdem einer Freundin das Buch gut gefiel, wollte ich mir selbst eine Meinung bilden. In diesem Sachbuch erzählt Jeremias wie sich Armut anfühlt und wie sein Leben verlaufen ist unter Hartz IV. Dies fühlte sich sehr real an und hat mich nachden... Nach einer Dokumentation über den Autor bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Nachdem einer Freundin das Buch gut gefiel, wollte ich mir selbst eine Meinung bilden. In diesem Sachbuch erzählt Jeremias wie sich Armut anfühlt und wie sein Leben verlaufen ist unter Hartz IV. Dies fühlte sich sehr real an und hat mich nachdenklich gestimmt, da ich selbst noch nie in so einer Situation war. Der Autor berichtet zudem wie er aus der Armut ausgebrochen ist und was man seiner Meinung nach tun müsste, damit es anderen Kindern nicht so geht wie ihm. Interessant war vor allem für mich, dass es offensichtlich nicht nur am Geld liegt sich arm zu fühlen, sondern an sozialer Ausgrenzung, weil man diesen Menschen nicht so viel zutraut wie anderen. Das hat mir die Augen geöffnet. Was mich am meisten bedrückt hat ist die Sache mit dem Zwillingsbruder, denn das ist schon sehr hart wie zwei Menschen, die sich so nahe sind, sich so unterschiedlich entwickeln können. Mir würde es in der Seele weh tun, wenn meine Schwester nicht die gleichen Chancen hätte wie ich. Zum Glück hatten wir dieselben Möglichkeiten und Voraussetzungen. Das Sachbuch hat sich sehr kurzweilig lesen lassen und zum Nachdenken angeregt. Cool fand ich auch, dass sich Jeremias für Politik interessiert, was für Jugendliche ja doch eher selten ist. Ob nun die SPD die richtige Partei ist, mag jeder für sich selbst werten. Ich finde jedenfalls allein das Engagement wichtig. Die TV- Sendungen zu Herrn Thiel, die ich gesehen hatte waren Maischberger "Die unfaire Republik" und die WDR Dokumentation "Vom Hartz IV- Kind zum Elite- Studenten", welche man noch online schauen kann. Falls also jemand nach der Lektüre noch mehr Input zu Jeremias benötigt, kann er hier mal rein schauen. Ohne diese hätte ich wahrscheinlich nie zum Buch gegriffen. Fazit: Informatives Buch, um mehr über Armut und den Autor zu erfahren. Ich habe es gern gelesen und empfehle es. Prädikat gut!