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Die Ibiza-Affäre

Innenansichten eines Skandals

Bastian Obermayer, geboren 1977, ist Leiter des Ressorts Investigative Recherche bei der Süddeutschen Zeitung und ebenfalls Mitglied des ICIJ. Für seine Reportagen und Recherchen erhielt er unter anderem den Theodor-Wolff-Preis, den Henri-Nannen-Preis, den Wächterpreis sowie - für die »Panama Papers« - den Pulitzer-Preis. Neben anderen Büchern veröffentlichte er bei Kiepenheuer & Witsch »Bruder, was hast Du getan?« sowie - zusammen mit Frederik Obermaier - den internationalen Bestseller »Panama Papers. Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung«.

Frederik Obermaier, geboren 1984, ist Leitender Redakteur im Ressort Investigative Recherche der Süddeutschen Zeitung und Mitglied im International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). Seine journalistische Arbeit wurde unter anderem mit dem Nannen-Preis, dem Reporterpreis, dem CNN-Award, dem Wächterpreis und dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Neben anderen Büchern veröffentlichte er bei Kiepenheuer & Witsch den internationalen Beststeller »Panama Papers. Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung«.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783462316605
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Dateigröße 1231 KB
Verkaufsrang 26
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein mitreißender realer Polit-Thriller

Helmuth Fahrngruber, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Am 17. Mai 2019 um 18,00 Uhr veröffentlichen die Süddeutsche Zeitung und das Online-Portal des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel zeitgleich ein Video, das für die österreichische Politik folgenschwere Konsequenzen hat: Vizekanzler H.C. Strache und der Wiener FPÖ-Chef Johann Gudenus treten zurück, es folgen weitere Rücktritte in der Regierung, ein Übergangskabinett überlebt nur eine Woche und wird mittels Misstrauensantrag gestürzt. Neuwahlen werden ausgerufen, bis dahin führt erstmalig in der 2. Republik eine Übergangsregierung aus Experten die Geschicke des Landes. Wie entstand der Auslöser für die dramatischen Ereignisse - das Ibiza-Video? Wie kam es an die Öffentlichkeit? Was ist, abgesehen von den der Öffentlichkeit bekannten Sequenzen, noch auf den Aufnahmen zu sehen? Während Ermittler und Sonderkommissionen noch auf Hochtouren in verschiedenen Strängen ermitteln, geben die SZ-Journalisten Frederik Obermaier und Bastian Obermayer spannende Einblicke, wie sie es schafften, das gesamte Video zu sichten – dieses ist angeblich nicht einmal den Ermittlern zugänglich. Die Recherchen muten wie ein Geheimdienst-Thriller an: Kontaktaufnahme mit unbekannten Mittelsmännern, Kommunikation auf verschlüsselten Kanälen, Übergabe vorerst kleiner Informationshappen an zuvor unbekannten Orten, bis hin zur geheimen Übergabe des gesamten Videos. Erst nachdem alle Zweifel eines möglicherweise gefakten Videos ausgeräumt und die Aufnahme von Forensikern auf Echtheit überprüft waren, platzte die Bombe an jenem Freitagabend im Mai 2019. Vieles bislang Unbekanntes bringt das Buch ans Licht der Öffentlichkeit, vieles lassen die Autoren mit Hinweis auf den Quellenschutz, den Journalisten ihren Informanten garantieren, im Dunkeln. Es sind wohl noch weitere hochspannende Enthüllungen zu diesem Kriminalfall zu erwarten, der ganz Österreich im Sommer 2019 in Atem hielt.

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"Korrupt sind nur die anderen" - Chronik eines Skandals
von Gertie G. aus Wien am 14.09.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Die beiden Investigativ-Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) Frederik Obermaier und Bastian Obermayer erhalten höchst brisante Daten zugespielt. Diese werden die türkis/blaue österreichische Bundesregierung implodieren lassen. Wie die beiden Journalisten zu diesem Material kommen, liest sich wie ein Agenten-Thriller. ... Die beiden Investigativ-Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) Frederik Obermaier und Bastian Obermayer erhalten höchst brisante Daten zugespielt. Diese werden die türkis/blaue österreichische Bundesregierung implodieren lassen. Wie die beiden Journalisten zu diesem Material kommen, liest sich wie ein Agenten-Thriller. Erst nach und nach erhalten sie Einblick in das Datenmaterial. Davor sind geheime Treffen und Telefonate auf abhörsicheren Leitungen und immer wieder die Frage nach der Echtheit. Dann weiße Bildschirme nach dem Hochladen der Videos - erst das Betrachten mit einer speziellen Brille ermöglicht das Erfassen des ganzen Ausmaßes der Brisanz. Man beginnt eine Kooperation mit dem dem deutschen Magazin „Spiegel“ und dem österreichischen „Falter“. Eine der unumstößlichen Prämissen der SZ ist, niemals für Informationen zu bezahlen und keinesfalls die Quelle(n) preiszugeben. Um die Authentizität der Informationen zu beweisen, werden Forensiker bemüht, die an Hand eines Ohrmuschelvergleiches von Strache und Gudenus beweisen, dass es sich bei den gefilmten Personen tatsächlich um die beiden Politiker handelt und nicht um Schauspieler. Das Buch enthält quasi zwei „Handlungsstränge“: Der eine, die Story, wie Obermaier und Obermayer die Videodateien erhalten und der andere die transkribierten Mitschnitte der Gespräche. Hintergrund ist das millionenschwere Investment einer angeblich steinreichen russischen Oligarchin, die ihr Vermögen in Österreich anlegen möchte. Natürlich nicht aus Nächstenliebe, sondern mit entsprechender Rendite. Rückblick in das Jahr 2017: Eine Villa auf Ibiza: Strache, Gudenus, dessen Frau Tatjana, die vorgebliche Oligarchin sowie ein Übersetzer sitzen in geselliger Runde beisammen. Die Atmosphäre ist bestens. Wodka und Energy Drinks fließen in Strömen. Strache entwickelt allerlei Machtfantasien, wie er Österreich verändern will. So spricht er über den Entzug staatliche Aufträge an eine bestimmte Baufirma im Raum, genauso wie über den Verkauf der „Kronen Zeitung“, jener Auflagen stärksten Zeitung Österreichs, die bislang eher zu Gunsten von Strache & Co. geschrieben hat. Strache und Gudenus wissen nicht, dass diese illustre Gesprächsrunde von mehreren Kameras gefilmt wird. Als dann die breite Öffentlichkeit am 17. Mai 2019 in einem mehrere Minuten langen Video erfährt, welche Pläne der damalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache und sein Parteifreund Johann Gudenus mit österreichischen Unternehmen bzw. mit dem ganzen Land vorhaben, ist Feuer am Dach. Die Betroffenen sprechen von Fake-News, Fälschung und besonders Strache sieht sich als Opfer eine Verleumdung. Korrupt sind immer nur die anderen. Österreichs Bundespräsident Alexander van der Bellen spricht deutliche Worte: „Ich möchte das in aller Deutlichkeit sagen: So sind wir nicht! So ist Österreich einfach nicht!“ Und Bundeskanzler Kurz beendet die Koalition mit der FPÖ. Trotzdem kann man über das Sittenbild der politischen Parteien im allgemeinen und dem Unrechtsbewusstsein in jener Partei, die sich als „Partei des kleinen Mannes“ ein Image einer „sauberen“ Partei auf die Fahnen geheftet hat,im Besonderen, nicht hinweg sehen. „Ein unsauberer Law-and-order-Mann - das funktioniert nicht.“ (S.75). Fazit: Dieses Buch ist ein Plädoyer für die Pressefreiheit, die in mehreren europäischen Staaten, bedroht ist. Für die Aufdeckung des Ibiza-Skandals verdienen die beiden Journalisten und ihr Buch 5 Sterne.

Das wichtigste Buch des Jahrhunderts
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 10.09.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Auch wenn in Juristenkreisen die Meinung herrscht, Strache hätte in seiner Position das Versprochene nicht ausführen können: Tatsache ist, daß Strache eine Absichtserklärung abgegeben hat, auf welche Weise, nämlich durch den Verkauf der größten österreichischen Tageszeitung an eine russische Oligarchennichte ("in drei Wochen"!... Auch wenn in Juristenkreisen die Meinung herrscht, Strache hätte in seiner Position das Versprochene nicht ausführen können: Tatsache ist, daß Strache eine Absichtserklärung abgegeben hat, auf welche Weise, nämlich durch den Verkauf der größten österreichischen Tageszeitung an eine russische Oligarchennichte ("in drei Wochen"!), Hochpushen seiner Person und Partei, Hinauswurf unliebsamer Journalisten, er die Macht ergreifen will und wie er danach mittels Korruption im großen Stil herrschen will. Die Millionärin gründet eine Baufirma und erhält Staatsaufträge mit überhöhten Rechnungen zu Lasten des Steuerzahlers. Von den anderen Ungeheuerlichkeiten ganz zu schweigen. Das Buch ist flüssig und leicht lesbar geschrieben. Sprachlich und inhaltlich ein journalistisches Meisterwerk. Ich habe selten ein Buch so schnell und zügig gelesen, weil es spannend ist. Gut die Abwechslung zwischen den Vorgängen auf Ibiza und den Umständen der Materialbeschaffung und Recherche. Ein ungeheuer wichtiges Buch, die Folgen haben sich Strache und der "Graf" Gudenus, die zu einem Diner mit einer Millionärin im ausgeleierten Ruderleiberl erscheinen, selbst zuzuschreiben. Wer bleibt 7 Stunden bei einem Abendessen? Unfaßbar, daß Gudenus durch die Welt fährt und sich als "Vizebürgermeister" von Wien aufspielt. Dies ist ein hochbezahlter, weder mit Arbeit noch mit Einfluß verbundener Titel für den Dritten (das wissen die Autoren vermutlich nicht). Man kann den Autoren nicht genug danken, diese Regierung war nicht mehr zu ertragen. Froh, daß hier nicht die Einseitenleser und Einsternposter ahnungslos und unbelesen ihr Unwesen treiben wie in einem anderen Forum.

Sehr spannend geschrieben
von Gabriele aus Wien am 02.09.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Ich habe das Buch in 3 Tagen ausgelesen. Es war sehr interessant zu lesen, wie professionell und komplex die Recherche abgelaufen ist. Die Details zum Ibiza Abend selbst sind ja Großteils bereits bekannt, aber durch die Erläuterungen durch die Journalisten bekommt man doch einen anderen Blickwinkel. Auch als nicht politisch inte... Ich habe das Buch in 3 Tagen ausgelesen. Es war sehr interessant zu lesen, wie professionell und komplex die Recherche abgelaufen ist. Die Details zum Ibiza Abend selbst sind ja Großteils bereits bekannt, aber durch die Erläuterungen durch die Journalisten bekommt man doch einen anderen Blickwinkel. Auch als nicht politisch interessierter Leser durchaus empfehlenswert, da das Buch leicht zu lesen ist.