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Prozessuales Denken

Reflexionen über Marx und Weber

Andrew Abbott

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Beschreibung

Andrew Abbott, einer der wichtigsten Sozialtheoretiker der Gegenwart, unterzieht Texte von Karl Marx und Max Weber einer kritischen Re-Lektüre – mit überraschenden Einsichten.

Marx sieht die Gegenwart, so Abbotts Lesart, nur durch Kräfte der Vergangenheit bestimmt. Wollen wir die Gegenwart verstehen, brauchen wir jedoch beides. Vergangenes und Zukünftiges ist im konkreten Handeln miteinander verwoben. Weber hingegen begreife Wissenschaft als vergangenheitsorientiert und Politik als zukunftsbezogen, trenne beides jedoch zu sehr voneinander.

Abbott spricht dagegen von »dichten Gegenwarten«, in denen sich Vergangenheiten und Zukunftsentwürfe verknüpfen. Sie können gleichsam historisch erklärt werden (Wissenschaft) und bilden die Basis für schöpferische Gestaltungen (Politik). Die viel gerühmte und ebenso umstrittene Werturteilsfreiheit der Sozialwissenschaften ist in dieser Perspektive ein Mythos.

Andrew Abbott ist Gustavus F. and Ann M. Swift Distinguished Service Professor im Department of Sociology an der University of Chicago.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 120
Erscheinungsdatum 23.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86854-334-6
Verlag Hamburger Edition, HIS
Maße (L/B/H) 21,8/14,5/1,5 cm
Gewicht 280 g
Auflage 1
Übersetzer Michael Adrian

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