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Das Wunder der Freiheit und Einheit

Mit Zeitzeugen auf dem Weg der Friedlichen Revolution

Der 3. Oktober 1989: Honecker schließt die letzte offene Grenze der DDR – zur ČSSR. Die Welt hält den Atem an. Es folgen 38 bewegende Tage, bis sich die Mauer öffnet. Über 50 Zeitzeugen nehmen uns mit auf eine Reise durch die entscheidenden Tage der Friedlichen Revolution, darunter Politiker wie Hans-Dietrich Genscher, Joachim Gauck und Christine Lieberknecht sowie Akteure der Friedlichen Revolution wie Christian Führer und Uwe Holmer. Autoren aus Ost und West vertiefen dies in Hintergrundberichten und biblischen Impulsen und geben Anstöße, sich mit seinem Glauben auch heute in der Gesellschaft einzumischen. Damals waren es Kerzen und Gebet – und heute?
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Harald Bretschneider, Bernd Oettinghaus
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.06.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-374-06215-7
Verlag Evangelische Verlagsanstalt
Maße (L/B/H) 22,1/14,4/3 cm
Gewicht 489 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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19,60
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Schwerter zu Pflugscharen, wie die Kirchen die Wende 1989 geprägt haben. Spannende Zeitzeug*innenberichte, ein wichtiges Buch.
von SternchenBlau am 07.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Spannende Zeitzeug*innenberichte, ein wichtiges Buch. Diese Zeilen schreibe ich am 7. Oktober 2019. Heute hätte die DDR ihren 70. Jahrestag feiern können – wenn sie nicht zuvor untergegangen wäre, untergegangen wegen des Protests von vielen einzelnen, mutigen Menschen. Diese friedliche Wende schildert „Das Wunder der Freiheit... Spannende Zeitzeug*innenberichte, ein wichtiges Buch. Diese Zeilen schreibe ich am 7. Oktober 2019. Heute hätte die DDR ihren 70. Jahrestag feiern können – wenn sie nicht zuvor untergegangen wäre, untergegangen wegen des Protests von vielen einzelnen, mutigen Menschen. Diese friedliche Wende schildert „Das Wunder der Freiheit und Einheit“ in Form von eindringlichen Zeitzeug*innenberichten aus dem kirchlichen Umfeld. Teile einer Bewegung Es ist ein Dilemma der Geschichtswissenschaft, dass sich Errungenschaften von Einzelpersonen leichter darstellen lassen und dadurch fast zwangsläufig die Bedeutung von Gruppen quasi unter den Tisch fallen. (Der Klassiker zum Emplotment in den Geschichtswissenschaften ist „Metahistory“ von Hayden White). „Das Wunder Freiheit und Einheit“ zeigt nun die Gesichter einer solchen Bewegung, die ihre Meinung „mit den Füßen“ auf den Straßen und Plätzen kund getan hat und so zu einem friedlichen Systemsturz führte. Zentral dafür sind die Montagsgebete in Leipzig gewesen, die bereits ab 1982 stattfanden. Die beiden Herausgeber verfolgen die Geschehnisse in ihrem Buch tageweise vom 3. Oktober bis zum 9. November 1989. Im Vorwort raten sie, das Buch tageweise zu lesen, wie auch die Ereignisse im Herbst 1989 tageweise von statten gingen. Ich denke, das ist eine hervorragende Herangehensweise an dieses Buch, weil man als Leser*in darüber nochmal besser nachvollziehen kann, dass dieser Prozess nicht über Nacht geschehen ist. Und wie brenzlig die ganze Situation war, wie leicht sie hätte kippen und sich die Niederschlagung des Aufstands 1953 oder des Prager Frühlings vielleicht doch hätten wiederholen können. Die Hintergründe zuvor und die Auswirkungen nach diesen beschrieben Tage werden dabei immer wieder mitgeschildert. Mit der Bibel als Basis Jeder Tag wird mit einem Bibelspruch eingeleitet. Für Atheist*innen könnten die Bibelzitate möglicherweise befremdlich sein. Sie zeigen aber, wie sehr eine pazifistische und freiheitliche Haltung bereits in der jüdisch-christlichen Tradition des sogenannten Abendlandes verankert ist. Natürlich gab es auch Oppositionsbewegungen außerhalb der beiden Kirchen. Die Kirchen waren für die friedliche Wende 1989 aber unbestritten ein wichtiger Motor, und dieses Buch zeichnet auf eindringliche Weise diese Geschichten nach. Die Historie ist auch im Fall der Wende nicht frei von Absurditäten: Die UdSSR entlehnte in den 1950ern das Bibelzitat „Schwerter zu Pflugscharen“ und die entsprechende Plastik schenkte Chruschtschow sogar der UNO in New York. Als diese 1980 von der evangelischen Kirche aufgegriffen (Autor Bretschneider war der Urheber) und auf 100.000 Stofflesezeichen gedruckt wurde, standen diese unter Stasi-Beobachtung. Gender-Missverhältnis Von den 57 Zeitzeugen-Autor*innen sind nur vier Frauen. Da hätte ich mir deutlich mehr Gender-Vielfalt gewünscht, erst recht, weil es in evangelischen Kirche Pastorinnen gibt. Zugegebenermaßen ist das Buch erstmals bereits vor zehn Jahren zum 20. Jahrestag digital erschienen (nun wurden Vor- und Nachwort ergänzt) und ich hoffe, dass die Herausgeber die Autor*innen-Auswahl heute anders gestalten würden. Ich habe lange überlegt, aber ich finde dieses Verhältnis so unausgewogen, dass ich dafür einen Stern abziehe – obwohl ich das Buch so wichtig finde. (Ein Abschnitt im Nachwort, der mir zu sehr auf Mann-Frau-Beziehungen gemünzt ist und die Verpflichtung Kinder zu kriegen, war dann noch das Zünglein an der Waage.) Fazit Anhand „Das Wunder der Freiheit und Einheit“ lässt sich hervorragend die Wende 1989 mit spannenden Zeitzeugen nachvollziehen. Allerdings finden sich darunter nur wenige Zeitzeuginnen, dafür ziehe ich bei dem tollen Buch einen Stern ab und ergebe 4 von 5 Sternen.

Rückblick auf einige Tage im Oktober/ November 1989 in der DDR
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 16.09.2019

Das Buch hat mich deshalb interessiert, da ich den Titel und auch den Untertitel gut finde. Diese Buch kam bereits als E-Book zum zwanzigjährigen Mauerfall -Jubiläum raus. Nun zum 30. als Hardcoverausgabe. Die Aufteilung in Zeitzeugnis und Hintergrund fand ich gut gewählt. Die Aufteilung ist nicht immer so, aber voran gestellt i... Das Buch hat mich deshalb interessiert, da ich den Titel und auch den Untertitel gut finde. Diese Buch kam bereits als E-Book zum zwanzigjährigen Mauerfall -Jubiläum raus. Nun zum 30. als Hardcoverausgabe. Die Aufteilung in Zeitzeugnis und Hintergrund fand ich gut gewählt. Die Aufteilung ist nicht immer so, aber voran gestellt ist immer ein Vers aus der Bibel, da dieses Buch mit kirchlichen Hintergrund geschrieben ist. Auch nicht konfessionsgebundene Leser, ob West ob Ost, ob groß ob klein, sollten dieses Buch lesen. Es kommen Weggefährten der Wendezeit zu Wort. Ein wertvolles Buch wie ich finde. Das Buch umfasst 290 Seiten und bekommt von mir vier Sterne und eine Leseempfehlung. Die Rezension hat meine Frau K. Schmale erstellt.

Wie war das damals wirklich, während der friedlichen Revolution?
von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2019

Klappentext: 3. Oktober 1989: Honecker schließt die letzte offene Grenze der DDR. Die Welt hält den Atem an. Es folgen 38 bewegende Tage, bis sich die Mauer öffnet. Jeden Tag davon können wir miterleben - durch die lebendigen Berichte von über 50 Zeitzeugen. Sie nehmen uns Tag für Tag in die Geschehnisse mit hinein, darunter Po... Klappentext: 3. Oktober 1989: Honecker schließt die letzte offene Grenze der DDR. Die Welt hält den Atem an. Es folgen 38 bewegende Tage, bis sich die Mauer öffnet. Jeden Tag davon können wir miterleben - durch die lebendigen Berichte von über 50 Zeitzeugen. Sie nehmen uns Tag für Tag in die Geschehnisse mit hinein, darunter Politiker wie Hans-Dietrich Genscher und Christine Lieberknecht sowie Akteure der Friedlichen Revolution wie Harald Bretschneider, Christian Führer und Uwe Holmer. Die Augenzeugen- und Hintergrundberichte geben Anregungen, sich mit seinem Glauben auch heute in der Gesellschaft einzumischen. Damals waren es Kerzen und Gebet - und heute? Fazit: Im Oktober haben viele Menschen gehofft und gebangt. Honecker lässt die Muskeln spielen, um die Rufe aus dem Volk zu ersticken. Die DDR feiert ihren 40. Jahrestag und die Rufe aus dem Volk werden immer lauter. Wir im Westen, im grenznahen Bereich sahen die Bilder: Die überfüllten Botschaften der östlichen Anreinerstaaten, die Panzer und Wasserwerfer der Polizei gegen Demonstranten und die pompösen Feierlichkeiten der DDR zum 40. Jahrestag. Die DDR war am Ende, doch die Machthaber wollen mit aller Gewalt ihren Status aufrechterhalten. 38 Tage entschieden über den Ausgang dieser Revolution eines enttäuschten Volkes. „Das Wunder der Freiheit und Einheit“ beschreibt diese 38 Tage anhand von Zeitzeugenberichten und gibt einen tiefen Einblick in die Hintergründe. Wer sind die Strippenzieher im Hintergrund, die auch vor harten Strafen nicht zurückschrecken? Warum blieb diese Revolution tatsächlich friedlich, obwohl mit dem Schlimmsten zu rechnen war? Wo konnten sich so viele Menschen treffen, um ihren Unmut kundzutun? Welche Rolle spielt Gorbatschow und seine Politik der Glasnost und Perestroika? Diese und weitere Fragen werden in diesem Buch beantwortet. Die Kirchen hatten in der DDR einen sehr zweifelhaften Ruf und es gab relativ wenige Kirchenoberhäupter, die sich gegen den Staat stellen konnten, da sie mit schärfsten Repressalien zu rechnen hatten. Im Herbst 1989 gab es einige mutige Vertreter der Kirche, die ihre Türen öffneten und Gläubige und Ungläubige fanden Halt und Hilfe. Nach den gut besuchten Montagsgebeten fanden die ersten Demonstrationen statt und zogen immer mehr Menschen an. Die Revolution beginnt zu laufen und die vielen Kerzen bringen sie zu leuchten. Wie brisant diese Revolution wirklich war, dies dürfen wir auch 30 Jahre danach nicht vergessen, denn die Menschen dieser emotionalen 38 Tage leisteten unglaubliche Dinge. Ich wollte mein Wissen und meine Erinnerungen an diese Zeit auffrischen, als ich mich für dieses Buch entschieden habe. Schon während der Lektüre wurde mir bewusst, wie wenig wir hier im Westen wirklich wussten. Ja, wir sahen die Bilder der überfüllten Botschaft in Prag, die vielen Menschen bei den Demonstrationen, die Gewalt gegen die Demonstranten und so weiter. Das wahre Ausmaß der Kraft dieses Volkes und seiner Unterstützung konnten wir nur ahnen. Wie oft dachte ich in dieser Zeit, das kann nur ein verlorener Kampf sein, da Honecker und seine Schergen bis zur letzten Sekunde gegen das Volk kämpften. Nach dem Lesen ist mir wieder bewusst, welch großes Wunder wir erleben durften. 30 Jahre danach wünsche ich mir, dass viele Menschen dieses Buch lesen und sich erneut den Mut der damaligen Macher vor Augen halten. Wir alle sind in der Pflicht zu ändern, was wir ändern können und zwar auf friedliche Art. Die Mauer, die am 9. November 1989 endgültig fiel, sollte auch in den Köpfen endgültig fallen und wir sollten dazu kommen uns zuzuhören und anzunähern. Gemeinsam sind wir stark, dies wird mit dem vorliegenden Buch sehr deutlich vermittelt. Von mir eine Leseempfehlung für alle Generationen im gesamten wiedervereinigten Land.