Bahnwärter Thiel

Lesung mit Ursula Karusseit (1 mp3-CD)

Gerhart Hauptmann

(10)
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Beschreibung

Bahnwärter Thiel hat es nicht leicht. Seit seine Frau Minna im Kindbett verstorben ist, wird sein Leben zum Gefängnis. Finanziell und körperlich abhängig von seiner neuen Frau Lene, die sich in allem von ihrem empfindsamen Mann unterscheidet, gelingt es ihm nicht, sich gegen die Misshandlungen zur Wehr zu setzen, mit denen sie seinen Sohn Tobias züchtigt. In seiner Not zieht sich Thiel in sein Bahnwärterhäuschen zurück, das ihm zur Kapelle wird. Zusehends verliert er sich in Visionen an seine verstorbene Frau Minna, flüchtet sich aus der ihm unerträglichen Realität, bis es zur Katastrophe kommt. Ursula Karusseit liest dieses Meisterwerk des Realismus mit beklemmender Klarheit.

Lesung mit Ursula Karusseit
1 mp3- CD | ca. 53 min

»Hauptmann war ein bahnbrechender Schriftsteller seiner Zeit.« MARCEL REICH-RANICKI

Gerhart Hauptmann, geboren 1862 in Salzbrunn, Schlesien, gilt als einer der wichtigsten deutschen Dramatiker des Naturalismus. Bekannt machten ihn vor allem seine Dramen »Die Weber« und »Biberpelz«. Für seine, nicht immer unumstrittenen Werke, erhielt er 1912 den Literatur-Nobelpreis. Hauptmann starb 1946 in Agnetendorf.

Ursula Karusseit, geboren 1939, war lange als Schauspielerin an den großen deutschen Bühnen und als Brecht- Interpretin erfolgreich, ehe sie einem größeren Publikum durch ihre Auftritte in TV-Klassikern wie »Praxis Bülowbogen« oder »Liebling Kreuzberg« bekannt wurde. Mit ihrer charaktervollen, rauen Stimme wirkte sie an zahlreichen Rundfunkproduktionen mit. Ursula Karusseit verstarb im Februar 2019 in Berlin.

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Ursula Karusseit
Spieldauer 53 Minuten
Erscheinungsdatum 20.09.2019
Verlag Der Audio Verlag
Anzahl 1
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783742411433

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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0

Ungern vergebe ich fünf Sterne
von Io am 11.06.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es ist deswegen so gut weil es den Leser richtig wütend macht auf den Thiel.

Abholbestellung klappt super!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Andernach am 13.04.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch war am nächsten Tag in der Filiale zum abholen! Es erleichtert einem den Weg , da man im Internet bestellt, und dann zum abholen nur einmal in die Filiale geht!! Gerne immer wieder!!

Wie in einem Sog...
von Igelmanu66 aus Mülheim am 11.09.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

»Die Außenwelt schien ihm wenig anhaben zu können: es war, als trüge er etwas in sich, wodurch er alles Böse, was sie ihm antat, reichlich mit Gutem aufgewogen erhielt.« 1887, in einer kleinen Kolonie namens Schön-Schornstein an der Spree. Bahnwärter Thiel ist ein grundsolider Mensch. Zuverlässig versieht er seinen Dienst, je... »Die Außenwelt schien ihm wenig anhaben zu können: es war, als trüge er etwas in sich, wodurch er alles Böse, was sie ihm antat, reichlich mit Gutem aufgewogen erhielt.« 1887, in einer kleinen Kolonie namens Schön-Schornstein an der Spree. Bahnwärter Thiel ist ein grundsolider Mensch. Zuverlässig versieht er seinen Dienst, jeden Sonntag sitzt er andächtig in der Kirche. Jedermann kennt ihn als friedlich, ordentlich, gütig und kinderlieb. Diese novellistische Studie zeigt den Weg eines solchen Mannes hin zum Wahnsinn, hin zu einem schrecklichen Verbrechen. Vielen ist diese Erzählung schon als Schullektüre begegnet, ich las sie jetzt erstmals. Und las sie gleich noch ein zweites Mal, denn ich hatte das Gefühl, dass sie so dicht geschrieben ist, dass ein mehrmaliges Lesen nötig ist, um tatsächlich alle Feinheiten der Sprache und des Inhalts aufzunehmen. Den Begriff „novellistische Studie“ habe ich mal nachgeschlagen. Wikipedia sagt dazu: »Mit dem Studienbegriff weist der von Hauptmann gewählte Untertitel auf die Art des Beobachtens hin und schafft den Eindruck, in der Novelle eine reale, wahre Geschichte (bzw. deren Bericht/Studie) vorliegen zu haben. Ähnlich einer wissenschaftlichen Studie wird hier vom Erzähler fast ohne eigenen Kommentar das Geschehen beschrieben.« Der Erzähler beobachtet also das Geschehen, macht uns im ersten Teil der Geschichte mit Thiel bekannt und mit den einschneidenden Erlebnissen, die den Grundstein für die später aufziehende Katastrophe legen. Als Leser verfolgt man die bedrohliche Eskalation mit, ahnt schon früh, dass die immer deutlicher werdende Ausweglosigkeit auf ein schlimmes Ende hin steuern wird. Man wird Zeuge von Thiels innerem Kampf, verfolgt, wie er lange versucht, gegen das, was von ihm Besitz ergreifen will, anzukämpfen, um endlich doch zu unterliegen. »Es war, als hielte ihn eine eiserne Faust im Nacken gepackt, so fest, dass er sich nicht bewegen konnte, sosehr er auch unter Ächzen und Stöhnen sich frei zu machen suchte.« Die Erzählung zählt zu den bedeutendsten Werken des Naturalismus. Typisch dafür ist beispielsweise, dass die Handlung im Arbeitermilieu spielt, das tägliche Leben der Arbeiter, ihre Nöte und auch die Zwänge zeigt, in denen sie gefangen sind. Thiels Leben wird bestimmt durch die Eisenbahn, seine Familie, die Kirche und herrschende Moralvorstellungen. Und eine immer heftiger dominierende Triebhaftigkeit… »Er, der mit seinem ersten Weibe durch eine mehr vergeistigte Liebe verbunden gewesen war, geriet durch die Macht roher Triebe in die Gewalt seiner zweiten Frau und wurde zuletzt in allem fast unbedingt von ihr abhängig.« Man kann diese Erzählung allerdings nicht ausschließlich dem Naturalismus zuordnen, einige Faktoren sprechen dagegen. Beispielsweise gibt es viele sehr schöne Naturbeschreibungen und intensive Träume und Wahnvorstellungen Thiels, die tiefe Einblicke in seine Psyche geben. Mich hat die Geschichte geradezu gefesselt, ich mochte sie, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen. Es war ein wenig wie ein Traum, bei dem man fühlt, dass er zum Alptraum werden wird, und trotzdem befindet man sich in seinem Sog und kann nicht einfach aufwachen, kann nicht einfach den Traum beenden. Ein Werk, das ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen habe. Fazit: Schullektüre kann total fesselnd sein. Wer dieses Buch noch nicht kennt: Lesen! Und falls es aus Schulzeiten tatsächlich in unguter Erinnerung sein sollte: Es verdient eine zweite Chance!

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