Jack

Roman

detebe Band 24479

Anthony McCarten

(14)
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Beschreibung

Er ist nur noch ein Abglanz seiner selbst und säuft sich in Florida zu Tode: Jack Kerouac, Idol der Beatniks, der einst das Leben seines Freundes Neal Cassady ausschlachtete, um es zu ›dem‹ Kultroman der Jugendbewegung zu verdichten, ›Unterwegs‹. Da steht aus heiterem Himmel eine Literaturstudentin vor seiner Tür. Ihr Traum: als seine erste Biographin sein Leben aufzuschreiben. Jack weigert sich und lässt sich doch von Jans Bewunderung zu einem Blick zurück verführen. Ein Trip, aus dem keiner der Beteiligten heil zurückkommt.

Anthony McCarten, geboren 1961 in New Plymouth/Neuseeland, schrieb als 25-Jähriger mit Stephen Sinclair den Theaterhit ›Ladies Night‹. Es folgten Romane und Drehbücher (u.a. zu den von ihm auch mitproduzierten internationalen Filmen ›The Theory of Everything‹ und ›Darkest Hour‹ mit Gary Oldman). Er lebt in London.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 27.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24479-3
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18/11,4/1,7 cm
Gewicht 219 g
Originaltitel American Letters
Auflage 1
Übersetzer Gabriele Kempf-Allie, Manfred Allié

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    (28)

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
7
5
1
1
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Brandenburg am 29.01.2020
Bewertet: anderes Format

Ein großartiges Flashback in die Zeit der Beat Generation und vielleicht die erste angemesse, weil literarische Aufarbeitung des Gurus dieser Generation Kerouac. So euphorisch, aber auch deprimiert wie das Leben des Protagonisten. Muss für Liebhaber/innen der amerik. Literatur.

Spannender Trip zwischen literarischen Ebenen!
von Der Medienblogger am 29.12.2019

Spätestens mit seinem Roman „On The Road“ sicherte sich der US-amerikanische Schriftsteller Jack Kerouac den Platz als einer der wichtigsten Vertreter der Beat Generation: diese bezeichnet die literarische Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg in Amerika. In dieses Buch ließ er seinerzeit autobiographische Elemente miteinfließen, so... Spätestens mit seinem Roman „On The Road“ sicherte sich der US-amerikanische Schriftsteller Jack Kerouac den Platz als einer der wichtigsten Vertreter der Beat Generation: diese bezeichnet die literarische Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg in Amerika. In dieses Buch ließ er seinerzeit autobiographische Elemente miteinfließen, sodass Romanfiguren auf ihre real existierenden Vorbilder zurückgeführt werden können. Anthony McCarten greift sich dieses Gerüst und entwirft darin geschickt seine eigene Handlung, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zunehmend ineinander verschwimmen. Welche Leseeindrücke ich durch „Jack“ gewinnen durfte, erfährst du in der folgenden Rezension. Dass Jack Kerouac tatsächlich existiert hat und nicht bloß eine Figur aus der Feder McCartens ist, wusste ich, wenn ich ehrlich bin, lange Zeit während des Buchs selbst nicht. Die ergänzenden Informationen sind zwar nicht notwendig für das Begreifen der Handlung, unterstützt aber den unschärfer werdenden Übergang der Ebenen Wirklichkeit und Illusion durch eine zusätzliche Realitätsebene. Anthony McCarten hat einen angenehmen und gut zu lesenden Schreibstil, der in mir die Faszination für die bildhafte und einfühlsame Sprache weckt. „Jack“ ist, auch durch seine überschaubare Länge, so unterhaltsam und kurzweilig, dass ich das Buch bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen konnte. Erzähltechnisch führt der Autor seine Leser*innen mehrfach hinters Licht, was die wahre Identität des Erzählers anbelangt. Somit verliert dieser seine vertrauliche Stellung und man ist als Leser*in dazu angehalten, seine Konzentration zu schärfen und Hinweise aufzuspüren. Durch die geringe Anzahl an Figuren und der konsequenten Bündelung auf einen Schauplatz gelingt es „Jack“ umso besser, näher auf die auftauchenden Personen einzugehen und sie detaillierter zu beleuchten. Die Motivationen und Geisteshaltungen sind glaubwürdig und authentisch dargestellt: sei es triefendes Misstrauen gegenüber einer fremden Person oder auch riesige Faszination gegenüber dem literarischen Idol. Mehr und mehr fühlte ich mich in dem Buch angekommen und verfolgte gebannt dargestellte Entwicklungen: ein tiefgründiger Einstieg in die Handlung wird der Leser*in möglich gemacht. „Jack“ ist für mich aber deshalb so lesenswert, als dass auf vielerlei Arten das Realitätsgerüst grundlegend auf den Kopf gestellt wird. Was ist in der Romanwirklichkeit oder in unserer heutigen Wirklichkeit real? Was entspringt der Autorenfeder, was aus den Worten des Erzählers und was basiert auf echten Fakten? Wer ist der Erzähler, wer ist Jack? Dass während Kerouacs Zeit echte Figuren zunehmend hinter den Schilderungen als Buchcharakteren hinterherhinkten und ihr eigenes Ich hinter dem Roman-Ich zurückblieben, wird hier reflektiert aufgegriffen und geschickt ergänzt. Es ist schwierig, an dieser Stelle darüber zu schreiben, ohne letztlich zu viel über den Inhalt preiszugeben. „Jack“ ist eine Lektüre über die Identität des Individuums, die gut unterhält und zum fröhlichen Philosophieren über Fiktion einlädt. Das Ende jedoch fühlt sich aufgrund der erzählerischen Ruhe, die der Autor sich vorher genehmigt, gehetzt an und fällt daher etwas aus dem Rahmen heraus; die Wendung bleibt zu unkonkret. Daher fehlt der nachwirkende Eindruck, den man stärker hätte erzielen können, und es bleibt auf den letzten Seiten doch zu sehr an der Oberfläche. Mit seinem Roman „Jack“ entfesselt Anthony McCarten einen spannenden Trip zwischen literarischen Ebenen und wirft die Frage nach der eigenen Identität neu auf. Ich vergebe gerne vier von fünf möglichen Sternen.

Nicht mehr on the road?
von einer Kundin/einem Kunden am 18.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich liebe Anthony McCarten! Auch sein neuer Roman ist pures Lesevergnügen. Diesmal macht sich die junge Literaturstudentin Jan auf den Weg, den in Vergessenheit geratenen Schriftsteller Jack Kerouac zu interviewen und als erste seine Biographie zu schreiben. Kerouac, einst Idol der Beatniks, entpuppt sich als heruntergekommener... Ich liebe Anthony McCarten! Auch sein neuer Roman ist pures Lesevergnügen. Diesmal macht sich die junge Literaturstudentin Jan auf den Weg, den in Vergessenheit geratenen Schriftsteller Jack Kerouac zu interviewen und als erste seine Biographie zu schreiben. Kerouac, einst Idol der Beatniks, entpuppt sich als heruntergekommener Trinker mit fragwürdigen Ansichten, lässt sich aber wider Erwarten auf die enthusiastische junge Wissenschaftlerin ein. Ein psychologisches Verwirrspiel beginnt, denn auch Jan hat einiges zu verbergen...


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