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Die Angezählten

Wenn wir von unserer Arbeit nicht mehr leben können

Billig und konsumfreundlich muss es sein, nur nicht drüber nachdenken, lautet die Devise. Gewerkschaften gelten als unsexy, faire Bezahlung ist für viele kein Thema. Aber wieso darf Arbeit nichts kosten? Und wer ist eigentlich noch Mittelschicht?
Neben wenigen Spitzenverdienern gibt es immer mehr Menschen, deren Einkommen nicht zum Leben reicht. Ehemals angesehene Berufe rutschen in Richtung Prekariat ab: Pilot, Stewardess, Lehrer, Krankenschwester.
Investigativ-Autorin Anette Dowideit nimmt verschiedene Branchen und Berufe unter die Lupe und zeigt: Den Preis für die Billigflüge, die wir buchen und die Pakete, die wir hin- und herschicken, zahlen wir am Ende alle. Wir brauchen faire Regeln am Arbeitsmarkt, denn Arbeit hält unsere Gesellschaft zusammen. Hören wir auf, am eigenen Ast zu sägen!
Portrait
Anette Dowideit ist Diplom-Volkswirtin, Absolventin der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft, Autorin mehrerer Bücher, regelmäßiger Gast in Talkshows. Sie arbeitet als Chefreporterin bei der Zeitungsgruppe »Die Welt«. Nach vier Jahren als Korrespondentin in New York ist sie seit 2011 Mitglied des Investigativteams.
Für ihre Recherchen kooperiert sie mit Fernsehredaktionen wie Frontal 21 oder dem Rechercheteam des Bayerischen Rundfunks - und steht dabei auch selbst vor der Kamera.
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  • Inhalt

    Drei, zwei, eins … arm 7

    Arbeit prekär – jetzt auch in der Mittelschicht 25
    Warum unser Leben nicht mehr wie das der Beimers und der Drombuschs funktioniert 25
    Niedriglohnjobs und erzwungene Flexibilität: Wir verlieren unsere innere Mitte 32
    Berechtigte Zukunftsangst 41

    Welche Mittelschichtbranchen abstürzen 53
    Abgehandelt im Einzelhandel 54
    Die Tiefflieger 65
    Lehrer, ein Beruf für Arme 75
    Billige Beamte 80
    Gute Pflege – aber bitte günstig 94
    Arm als Arzt 100
    Handwerk hat morschen Boden 104
    Auslaufmodell Bankberater 107
    Wenn Computer der Mittelschicht die Arbeit nehmen 110

    Menschen mieten 117
    Wie in der Gig Economy jeder zu seiner eigenen Marke 
werden muss 122
    Unsere neuen Diener: die Clickworker 130

    Das untere Ende des Arbeitsmarkts 145
    Wir Konsumenten sind mit schuld 146
    Wie die Bundesregierung den Lohndrückern hilft 149
    Lohndumping: Mindestlohn zahlt längst nicht jeder 164
    Die Kaste der Unsichtbaren: Schwarzarbeit in Deutschland 172

    Was die Entwertung der Arbeit mit uns macht 195
    Burn-out, Depression – und nur dank Pillen fit für den Job 196
    Aussortiert vom Arbeitsmarkt 200

    Hallo Politik, bist du da? 209
    Warum das bedingungslose Grundeinkommen auch 
keine Lösung ist 210
    Arbeitsmarkt, Herzensthema der SPD 213
    Arbeit muss wieder teurer werden – so kann es gehen 220

    Soziales Sicherungssystem 4.0 225

    Quellenverzeichnis 235
    Anmerkungen 240
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 244
Erscheinungsdatum 21.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-593-51081-1
Verlag Campus
Maße (L/B/H) 21,6/13,9/2 cm
Gewicht 351 g
Buch (Paperback)
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19,50
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Wertschätzung von Arbeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 25.02.2020

Mittlerweile ist es zum „Dauerbrenner“ und ein oft beschworenes Wahlthema geworden: die unverhältnismäßig schlechte Entlohnung von Pflegepersonal und der damit einhergehende Mangel an Arbeitskräften. Doch nicht nur im Bereich Kranken- und Altenpflege sind die Löhne ungerecht - auch in vielen anderen Bereichen des Arbeitsmarkte... Mittlerweile ist es zum „Dauerbrenner“ und ein oft beschworenes Wahlthema geworden: die unverhältnismäßig schlechte Entlohnung von Pflegepersonal und der damit einhergehende Mangel an Arbeitskräften. Doch nicht nur im Bereich Kranken- und Altenpflege sind die Löhne ungerecht - auch in vielen anderen Bereichen des Arbeitsmarktes haben Arbeitnehmer zunehmend Mühe, die steigenden Lebenshaltungskosten zu bewältigen oder sind gar zum „Aufstocken“ ihres Gehaltes gezwungen. Das Problem betrifft nicht nur untere soziale Schichten, sondern auch immer mehr Mittelstandsberufe rutschen ab. Die Wirtschaftsjournalistin Anette Dowideit gibt hierzu zahlreiche Beispiele aus unterschiedlichen Berufssparten. Sie lässt einige ihrere Gesprächspartner selbst von ihrem täglichen Arbeitsleben und ihren (Existenz-)Ängsten berichten. Wie kommt es dazu, dass viele Menschen von dem Erlös ihrer Arbeit nicht mehr leben können? Natürlich liegen die Hauptursachen in dem enormen Einfluss der Wirtschaft auf die Politik. Doch auch wir als Konsumenten müssen umdenken und das „Geiz ist geil“-Prinzip in Frage stellen. Denn wer zahlt letzten Endes die Zeche, wenn wir alles möglichst billig erwerben wollen …? Was ist Arbeit noch wert? Dieser Frage geht Dowideit nach und zeigt ungeschminkt auf, wie die aktuelle Situation aussieht. Sie reflektiert aber auch mögliche Lösungsansätze, die (in anderen Ländern bereits Realität) sicher durchführbar wären - wenn sich die Arbeitsmarktpolitik weniger von der Wirtschaft beeinflussen ließe. „Die Angezählten“ ist ein gut strukturiertes, eingehend recherchiertes Buch. Deutlich, auf verständliche Weise lässt Anette Dowideit ihren Lesern, auch wenn sie über keine Vorbildung in Wirtschaftswissenschaften verfügen, detaillierte Informationen zukommen. Eine klare Leseempfehlung!