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Auf der Plaça del Diamant

Roman. Mit e. Nachw. v. Gabriel García Márquez

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Mit ungewöhnlicher Eindringlichkeit schildert der Roman die Lebensgeschichte von Colometa, einer in Traditionen verhafteten jungen Frau, die im Spanischen Bürgerkrieg ihren Mann verliert und gezwungen ist, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Dieser faszinierende Roman machte die katalanische Autorin Mercè Rodoreda weltberühmt. Er wurde in über 20 Sprachen übersetzt und ist heute der Klassiker der katalanischen Literatur.

Mercè Rodoreda (1908–1983) lebte während der Franco-Zeit im französischen Exil und begann erst nach ihrer Rückkehr wieder mit großem Erfolg zu schreiben und zu veröffentlichen.
Rezension
"Meine jüngste Entdeckung unter den ganz großen Büchern ist Mercè Rodoredas "Auf der Placa del Diamant". Ja, ich muss gestehen, es ist mir lange nicht passiert, dass ich die letzte Seite eines Romans umdrehte, um mit der ersten wieder zu beginnen. Zugleich unergründlich und rasant ist dieses Hauptwerk der großen alten Dame der katalanischen Literatur, und Gabriel Garcia Marquez lernte Katalanisch nur, um diesen Roman im Original lesen zu können. Rodoreda erzählt die Geschichte einer Frau, die ihr Leben durch die Liebe, die Ehe, die Mutterschaft, durch den Spanischen Bürgerkrieg in den Kompromiss und den Frieden rettet. Sie erzählt all das in einer Art innerem Monolog als Epos des unscheinbaren und heroischen Frauenlebens, und in der doppelten Schwingung ihrer Lektüre des Lebens und unserer Lektüre ihres Monologs stellt sich etwas Magisches ein, in dem der Lebenslauf selbst etwas Poetisches offenbart."
(Roger Willemsen, Publizist und Fernsehmoderator)
Portrait
Rodoreda, Mercè
Mercè Rodoreda, die bedeutendste Schriftstellerin der modernen katalanischen Literatur, wurde 1908 in Barcelona geboren. Ihre ersten Bücher erschienen bereits in den dreißiger Jahren, darunter der mit dem Preis Crexells ausgezeichnete Roman, Aloma (1938, dt. Aloma 1991). Dann begann ein fast zwanzigjähriges Schweigen: Mercè Rodoreda ging, wie viele republikanische Katalanen, ins Exil nach Paris, bis sie vor den deutschen Truppen in den unbesetzten Teil Frankreichs floh und schließlich nach Genf zog, wo sie als Übersetzerin für die Unesco arbeitete und wieder zu schreiben begann. Hier entstanden die Romane, die sie berühmt machten: La plaça del Diamant (1962, dt. Auf der Plaça del Diamant 1978) und Mirall trencat (1974, dt. Der zerbrochene Spiegel, 2000). Die Erfahrung des Krieges und besonders des Exils durchzieht thematisch das Werk Mercè Rodoredas. Gegenüber dem Realismus ihrer früheren Bücher bewegen sich die Figuren ihrer letzten Romane und Erzählungen in einer eher phantastischen Welt, und die Sprache gewinnt an metaphorischem Reichtum. Mercè Rodoreda starb 1983 in Girona.

García Márquez, Gabriel
Gabriel José García Márquez, geboren 1927 in Kolumbien und verstorben 2014 in Mexiko, war Schriftsteller, Journalist und Literaturnobelpreisträger. Er schrieb Drehbücher, Kolumnen, Reportagen, Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane und Memoiren. Vom Preisgeld des ihm 1982 verliehenen Nopelpreises gründete er eine Tageszeitung.

Klingler-Clavijo, Margrit
Margrit Klingler-Clavijo ist freie Hörfunkjournalistin und Übersetzerin und lebt in Frankfurt am Main.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 250
Erscheinungsdatum 28.05.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-45878-5
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,5/10,8/1,7 cm
Gewicht 158 g
Originaltitel La Plaça del Diamant, Novella
Auflage 8. Auflage
Übersetzer Hans Weiss, Margrit Klingler-Clavijo
Verkaufsrang 46084
Buch (Taschenbuch)
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9,30
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Blick in die katalanische Gesellschaft
von einer Kundin/einem Kunden am 26.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In ihrem Erstlingswerk gewährt uns Merce Rodoreda einen tiefen Blick in die katalanische Gesellschaft rund um den Bürgerkrieg. Berühmtheit erlangte die Autorin später durch ihre "Gärten über dem Meer!" Für Literaturfreunde! Lesen!

Einfache Sprache, dennoch bildreich geschrieben
von einer Kundin/einem Kunden aus Hannover am 24.01.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zu Anfang musste ich mich an die Schreibweise gewöhnen. Die Geschichte wird von Natàlia erzählt, die allerdings von ihrem neuen Freund Quimet, den sie im weiteren Verlauf heiratet, Colometa genannt wird. Sie erzählt teilweise in kurzen, abgehackten Sätzen, wie wenn man jemandem etwas erzählt oder wenn man Erinnerungen aufschrei... Zu Anfang musste ich mich an die Schreibweise gewöhnen. Die Geschichte wird von Natàlia erzählt, die allerdings von ihrem neuen Freund Quimet, den sie im weiteren Verlauf heiratet, Colometa genannt wird. Sie erzählt teilweise in kurzen, abgehackten Sätzen, wie wenn man jemandem etwas erzählt oder wenn man Erinnerungen aufschreibt, und dabei fallen einem zwischendurch noch Dinge ein, die man dann hinzufügt. Dennoch ist das Buch flüssig lesbar und fesselnd mit einer schlichten, schönen Sprache. Colometa berichtet von ihren Erlebnissen vor und während der Revolution, die sie in den 1930ern in Barcelona erlebt. Dadurch erfährt man wenig über die Geschehnisse außerhalb ihrer Welt. Manchmal erfährt sie einiges durch Berichte anderer, so dass man einen kleinen Blick über Colometas Tellerrand wirft. Doch das sind nur kurze Randgeschehnisse, die sich auf ihr Leben bedingt auswirken. Die Mühen, die Colometa auf sich nimmt, um ihre Kinder zu ernähren, lassen das Buch lebensnah wirken und man fühlt mit ihr, als ihr Mann sie mit der Pflege der Taubenzucht, die er eines Tages anfängt, und der Arbeit mit Haushalt und Kindern allein lässt und sich mit den Milizen einlässt. Das Leben ist entbehrungsreich und hart, aber hat auch seine schönen Seiten, die die Autorin fast nebenbei einfließen lässt. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man wissen möchte, wie das Buch endet und ob alles gut ausgeht. Mir gefiel besonders das kleine, handliche Format im Leineneinband. Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, das ich sicher irgendwann noch mal lesen werde.

Nicht Quimet macht aus Colometa eine Königung, das macht sie selbst.
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 05.06.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist ein Abenteuer diesem detaillverliebten, sprunghaften, sich immer wieder in Serpentinen windenden Inhalt zu folgen und den Handlungsstrang nicht zu verlieren. Der Weg lohnt sich, ein wunderbares Buch über eine Frau, die gezwungen ist, sich aus dem gelebt werden in eine mutige Frau zu verwandeln, als Taschenbuch für die ... Es ist ein Abenteuer diesem detaillverliebten, sprunghaften, sich immer wieder in Serpentinen windenden Inhalt zu folgen und den Handlungsstrang nicht zu verlieren. Der Weg lohnt sich, ein wunderbares Buch über eine Frau, die gezwungen ist, sich aus dem gelebt werden in eine mutige Frau zu verwandeln, als Taschenbuch für die Handtasche ein wunderbarer Begleiter, weil man es immer wieder lesen kann.