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Die Schachspielerin

Roman. Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Rolf Heyne Buchpreis 2006

(30)
Der preisgekrönte Debütroman jetzt im Taschenbuch!

Das Zimmermädchen Eleni stößt eines Morgens beim Aufräumen eine Schachfigur um – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Sie kann das geheimnisvolle Spiel der Könige einfach nicht vergessen. Als Eleni ein Trick einfällt, um das Schachspielen zu lernen, beginnt für sie ein Abenteuer mit unabsehbaren Folgen. Denn mit ihrer Leidenschaft riskiert sie bald ihre Ehe, ihren guten Ruf, ihr ganzes bisheriges Leben.

Rezension
Schach hat sich, angefangen im Vorderen Orient um das 7. Jahrhundert, in der gesamten Welt verbreitet und dabei auch verwandelt. Die Interpretationen von Brett und Figuren als Bild der Welt sind zahlreich, sie reichen von Kampf, zum vernetzten Zusammenleben der Menschen bis zum Liebesspiel. So wundert es nicht, dass das Thema Schach nicht nur theoretische Werke hervorgebracht hat, sondern auch Inspiration für eine Vielzahl von Romanen und Gedichten ist.
Bertina Henrichs Roman „Die Schachspielerin“, der verdientermaßen mit dem Corine-Preis für das beste Debüt ausgezeichnet worden ist, ist jetzt erstmals als Taschenbuch erschienen und erzählt mit Leichtigkeit und Intelligenz von eben diesem Thema: der Faszination des Schachs. Als das griechische Zimmermädchen Eleni eine Tages im Hotelzimmer eine Schachfigur umstößt und sie diese nicht mehr richtig platzieren kann, ist spontan ihr Interesse geweckt. Sie fasst einen waghalsigen Entschluss: Warum nicht ihrem Ehemann zum Geburtstag ein Schachspiel schenken und dieses edle Spiel gemeinsam erlernen? Doch Panos kann sich enttäuschenderweise für das Spiel nicht begeistern. So beschließt Eleni ihrer Leidenschaft heimlich zu frönen. Aber lange bleibt ihr Geheimnis nicht unentdeckt, und das für ein einfaches Zimmermädchen scheinbar so hochtrabende Spiel macht sie bald zum Gespött der Leute und beginnt ihr ganzes Leben auf abenteuerliche Weise zu verändern....
Bertina Henrichs gelingt ein charmantes Frauenporträt und ein Plädoyer für das großartige Spiel des Schachs, getragen von einer sommerleichten Sprache, die den Leser direkt in den Bann zieht. Doch Vorsicht, wenn Sie das Buch wie im Fluge bis zur letzten Seite zu Ende gelesen haben, ist der Griff zum nächsten Schachbrett fast unausweichlich!07/07 Anna Baumann
Portrait
Bertina Henrichs geboren 1966 in Frankfurt am Main, studierte Literatur- und Filmwissenschaft und lebt seit vielen Jahren in Paris, wo sie als Schriftstellerin und Filmemacherin arbeitet. Ihr erster Roman, Die Schachspielerin, war ein großer Bestseller in Frankreich und Deutschland und wurde mit dem Corine-Buchpreis für das beste Debüt ausgezeichnet. Die Schachspielerin wurde mit Sandrine Bonnaire und Kevin Kline in den Hauptrollen erfolgreich verfilmt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 175
Erscheinungsdatum 02.07.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-35172-1
Verlag Diana Verlag
Maße (L/B/H) 18,6/11,8/2,2 cm
Gewicht 190 g
Originaltitel La joueuse d'échecs
Übersetzer Claudia Steinitz
Buch (Taschenbuch)
9,30
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
30 Bewertungen
Übersicht
21
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Macht des Willens und Spielleidenschaft vereint
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 15.01.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Wir beginnen also auf Naxos (Griechenland) und begegnen Eleni. Eleni ist ein Zimmermädchen mit einem für diese kleine Urlaubsinsel traditionellem, unspektakulärem Lebenslauf. Sie ist vor Ort groß geworden, früh aus der Schule ausgeschieden und hat den ersten passenden Mann geehelicht, von dem ein Antrag kam. Mittlerweile ist Eleni zweifache Mutter von... Wir beginnen also auf Naxos (Griechenland) und begegnen Eleni. Eleni ist ein Zimmermädchen mit einem für diese kleine Urlaubsinsel traditionellem, unspektakulärem Lebenslauf. Sie ist vor Ort groß geworden, früh aus der Schule ausgeschieden und hat den ersten passenden Mann geehelicht, von dem ein Antrag kam. Mittlerweile ist Eleni zweifache Mutter von Teenagerkindern und hängt in ihrer täglichen Arbeit als Zimmermädchen in einem der lokalen Hotels gern ihren eigenen Gedanken über die Touristen und die weite Welt nach. Der bahnbrechende Impuls Ein unerwarteter Zwischenfall in ihrer exakten Routine lenkt sie aus der Bahn. Eleni fängt an, sich für ein scheinbar weltgewandtes Pariser Pärchen zu interessieren und stößt aus Versehen in deren Zimmer beim Bettenmachen eine Schachfigur auf einem Schachbrett um. Überfordert von der Situation, wohin sie nun diese Figur zurückstellen soll, lässt sie das Schachspiel und die damit verbundenen Phantasien immer mehr ihre Gedankenwelt beherrschen. Wir lernen bereits an dieser Stelle im Buch wie eingepfercht Elenis Gemüt in den Alltagstraditionen ihrer Heimat funktioniert. Ihr Interesse an dem Schachspiel ist anfangs nicht selbstbezogen. Um einen inneren Konflikt mit ihren Gewohntheiten und den Erwartungen anderer zu meiden, schmiedet sie zu Beginn den Plan, ihrem Mann ein Schachspiel zum Geburtstag zu schenken. So – das ist die herrliche Ausrede – könnten sie beide was Neues erlernen. Allein der Kauf eines Schachspiels wird zu einem Spießroutenlauf in dem Inselstädtchen, in dem jeder jeden und alles sieht. Der Trick ist ein Verbündeter Die Not, ihr Interesse am Schachspiel und den Kauf selbst zu verheimlichen, lässt Eleni nach einem Verbündeten Ausschau halten. Sie vertraut sich Kouros, ihrem alten Schullehrer in ihrem Heimatdorf an. Er erklärt sich bereit beim Kauf zu helfen und entscheidet sich – glücklicherweise – für ein computergesteuertes Schachbrett. Nun zeigt sich das für den Leser bereits Absehbare. Der Ehemann von Eleni – Panos, der Mechaniker – hat nicht das geringste Interesse an dem Spiel und hält die ganze Geschenkidee für einen Spleen. Das Spiel lässt Eleni aber nicht los. Sie beginnt an freien Nachmittagen im beiliegenden Lehrbuch zu blättern, Spielfiguren aufzustellen und erste Züge zu üben. Schnell entwickelt sich eine ganz eigene Welt für sie und so benötigt sie bald wieder einen Helfer. Nämlich als Spielpartner. Erneut wendet sie sich an den einsamen alten Lehrer. Zu ihrem Glück findet dieser in der Situation und dem unerwarteten Interesse der jungen, einfachen Frau ein gewisses Amüsement oder eine Abwechlung. So richten die beiden regelmässige Lehrtage ein. Emotionen beim Lesen Besonders hat mich über diese erste Hälfte des Buchs die mit maßgeschneiderten Worten beschriebene Wahrnehmung von Eleni und deren Umwelt eingenommen. Obwohl deutlich wird, dass es sich nicht um einen gebildeten Menschen handelt, findet die Autorin einen Weg nicht entwertend darüber zu schreiben und trotzdem Elenis Gedankenwelt und Talent herauszuarbeiten. Phantastisch erlebt man die emanzipatorischen Schritte von Eleni anhand deren Gedanken zum Schachbrett und den Figuren mit. Besonders ist mir im Gedächtnis die Szene hängen geblieben, in der Eleni darüber grübelt, dass die mächtigste Figur des Spiels die Dame ist und nicht der König…und wie unbeweglich und starr der König ist. Ganz wie ihr Ehemann… Wunderbar sind die ersten Begegnungen zwischen Eleni und Kouros – ihrem Lehrer. Die Wandlung, die Eleni in ihrer Leidenschaft für das Spiel vollzieht wird ab diesem Punkt auch immer wieder aus Kouros Sicht beleutet und man kann es geradezu vor Augen sehen, wie Eleni aus ihrer arbeitsamen Ehefrau & Mutter-Rolle in ihr geheimes zweites Ich schlüpft. Der Preis des Glücks? Natürlich bleibt es nicht aus und Elenis Geheimnis findet doch ans Licht. Nicht unerwartet ist die ablehnende Reaktion ihrer Umwelt. Eleni lässt sich nicht beirren. Wie sie es weiter schafft, dem Druck ihrer Gesellschaft zu trotzen und ihrem Weg der neu gewonnenen Leidenschaft zu gehen, möchte ich an der Stelle nicht verraten. Zu großer Spoiler ? Ein Manko? Mir persönlich hat die Lektüre sehr gut gefallen. Eine Kritik? Man könnte es als unbefriedigend empfinden, dass die Charaktere des Kouros und seines Freundes (Costa, der Apotheker) nicht weiter ausgemalt werden und dass deren Beziehung zueinander stets in Anspielungen verbleibt und nicht vertieft wird. Das Subtile, welches diesem Stil zugrunde liegt, hat mich selbst jedoch nicht gestört. Sicher geschmackssache.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Solch eine bewegende und rührende Emanzipationsgeschichte ist einmalig! Diese Heldin schließt man sofort ins Herz!

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Die Schachspielerin ist eine Fabel über Emanzipation. Ein kleines Buch mit großer Wirkung. Der Leser entfaltet Mitgefühl für die Figuren und ist inmitten der Handlung. Lesenswert!