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Geschichten aus dem Wiener Wald. Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext

Reclam XL - Text und Kontext Band 19436

Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

Das 1931 uraufgeführte Stück um Marianne, den Fleischhauer Oskar, dem sie versprochen ist, und Alfred, mit dem sie zusammenlebt und einen Sohn hat, enthüllt die latente Brutalität und den Opportunismus der Beteiligten durch ihre Sprache, durch pathetische Floskeln und hohle Wiener Stereotypen.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.
Portrait
Ödön von Horváth (9.12.1901 Sušak, heute ein Stadtteil von Rijeka – 1.6.1938 Paris) ist vor allem für seine sozialpolitischen Dramen und Romane bekannt. Der österreichisch-ungarische Schriftsteller geht u.a. der Frage nach der Verantwortung und Schuld innerhalb einer Gesellschaft nach. Zu seinen bekanntesten Werken zählen »Geschichten aus dem Wiener Wald« und »Jugend ohne Gott«.
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  • Geschichten aus dem Wiener Wald

    Anhang
    1. Zur Textgestalt

    2. Anmerkungen

    3. Leben und Zeit

    4. »Alles wackelt« – Die späten 1920er Jahre
    4.1 Historische Darstellung
    4.2 Das Milieu des Kleinbürgertums

    5. Zur Form des Dramas
    5.1 Das Volksstück
    5.2 Das Drama der offenen Form
    5.3 Das komponierte Drama

    6. Zum Personal des Dramas
    6.1 Bedrohte Frauenfiguren: Marianne
    6.2 Bedrohliche Männerfiguren (1): Oskar
    6.3 Bedrohliche Männerfiguren (2): Zauberkönig
    6.4 Bedrohliche Frauenfiguren: Großmutter
    6.5 Personenkonstellation

    7. Horva´ths Sprache
    7.1 Horva´ths »Bildungsjargon«: Sprechen als Akt der Demaskierung
    7.2 Horva´ths »Stille«: Schweigen als Akt der Demaskierung

    8. Deutungsansätze
    8.1 Wahre Liebe – Ware Liebe
    8.2 Goethes Faust als Projektionsfläche
    8.3 Memento-mori-Motive

    9. Die Uraufführung der Geschichten aus dem WienerWald

    10. Literaturhinweise
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Holger Bäuerle
Seitenzahl 180
Erscheinungsdatum 24.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-019436-2
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 17/11,3/1,2 cm
Gewicht 128 g
Abbildungen mit 6 Abbildungen
Unterrichtsfächer Deutsch
Bundesländer Baden-Württemberg
Schulbuch (Taschenbuch)
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Seifenoper in Reinkultur
von Daniela Ammann aus Wien am 04.02.2013
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine kleine Straße in der Josefstadt, drei Geschäfte und deren Besitzer verstrickt in eine Vielzahl von Dreiecksbeziehungen. Aber beginnen wir am Anfang: Alfred besucht mit seinem Freund dem Hierlinger Ferdinand und seiner Geliebten Valerie seine Mutter und Großmutter in der Wachau. Es stellt sich früh heraus, dass Alfred ein Zo... Eine kleine Straße in der Josefstadt, drei Geschäfte und deren Besitzer verstrickt in eine Vielzahl von Dreiecksbeziehungen. Aber beginnen wir am Anfang: Alfred besucht mit seinem Freund dem Hierlinger Ferdinand und seiner Geliebten Valerie seine Mutter und Großmutter in der Wachau. Es stellt sich früh heraus, dass Alfred ein Zocker und Frauenheld ist. Valerie besitzt die Trafik in eben jener Straße in der Josefstadt. Gleich daneben befindet sich die "Puppenklinik" des Zauberkönigs und seiner Tochter Marianne, ein typisches Wiener Mädl, die mit dem Fleischhauer Oskar von der Fleischhauerei nebenan verlobt ist. Ein ehemaliger Rittmeister ist in der Straße wohl bekannt und ist wohl der Einzige, der das Chaos in den verschiedenen Beziehungen durchschaut, denn es kommt in der Familie des Zauberkönigs zum Skandal, als seine Tochter Marianne mit dem Spieler Alfred durchbrennt und noch dazu ein Kind von ihm bekommt. Der Zauberkönig verstoßt seine Tochter, Valerie und der Rittmeister versuchen zu vermitteln, scheitern aber. Schließlich eskaliert es auch zwischen Marianne und Alfred. Er verlässt sie und bringt das Kind zu seiner Mutter in die Wachau. Marianne verdingt sich als Varieté-Tänzerin. Diese Tätigkeit wird vom Rittmeister offenbart, als alle zusammen nach einem Heurigerabend in das Nacht-Lokal gehen. Marianne wird an diesem Abend vor ihrer Familie bloßgestellt und schlussendlich beim Diebstahl erwischt, so dass sie ins Zuchthaus kommt. Nach ihrer Entlassung kehrt sie in die Josefstadt zurück, wo es Valerie gelingt eine Versöhnung zwischen ihr und ihrem Vater zu erreichen. Horváth schafft mit seinem Volksstück ein wahres Feuerwerk an Emotionen. Mit viel Ironie und Witz stellt er die einzelnen Beziehungen dar. Die Herausforderung: Schritt zu halten bei den vielen Beziehungen. Aber ein wahres Must-to-read wenn es um österreichische Literatur geht.