Monster

Roman

Kurt Palm

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Beschreibung

Polit-Groteske, Krimi-Satire und herzzerreißende Liebesgeschichte: Bei den Dreharbeiten zu einem Horrorfilm am Rottensee mischt sich ein lesbisches Vampirpärchen unter die Statisten, während im Flüchtlingsheim der Innenministerin eine Suppe serviert wird, die ihr nicht bekommt. Am nächsten Tag werden im Strandbad der Fuß einer Frau und das Hinterbein eines Hundes angeschwemmt. Als dann auch noch ein Fischer verschwindet, ist klar, dass in den Tiefen des Sees ein Monster sein Unwesen treiben muss. Der Polizist Alfons Stallinger versucht vergeblich, die Absage eines auf der Seebühne geplanten Konzerts zu erreichen. Kurt Palm ist nicht nur die lang erwartete Fortsetzung des Bestsellers "Bad Fucking" gelungen – er legt noch eins drauf.

Kurt Palm, geboren 1955 in Vöcklabruck, Studium der Germanistik und Publizistik, wurde mit der gefeierten TV-Produktion „Phettbergs nette Leit Show“ (1994-96) bekannt. Sein Bestseller Bad Fucking (2010) wurde 2011 mit dem Friedrich Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Krimi des Jahres ausgezeichnet und war auch als Film erfolgreich. Bei Deuticke sind seine Romane Strandbadrevolution (2017) und Monster (2019) erschienen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 13.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-06394-5
Verlag Zsolnay, Paul
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/2,7 cm
Gewicht 393 g

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Schräg und ideenreich, aber auch etwas enttäuschend
von Anja L. von "books and phobia" am 09.11.2019

Es könnte eigentlich nicht harmonischer beginnen, als mit einem Horrorfilm-Dreh am See. Wer jetzt schon kichert, der sollte sich anschnallen, denn gerade zu Beginn des Buches haute es eine abgefahrene Szene nach der nächsten raus. Ein WTF-Moment reihte sich an den Nächsten, wobei es stets eine Verknüpfung zum großen Ganzen gab. ... Es könnte eigentlich nicht harmonischer beginnen, als mit einem Horrorfilm-Dreh am See. Wer jetzt schon kichert, der sollte sich anschnallen, denn gerade zu Beginn des Buches haute es eine abgefahrene Szene nach der nächsten raus. Ein WTF-Moment reihte sich an den Nächsten, wobei es stets eine Verknüpfung zum großen Ganzen gab.  Gerade diese anfängliche Verknüpfung machte es mir leicht Zusammenhänge zuerkennen. Wieso sich der Autor entschloss, ab der Mitte, diese zu lösen ist mir ein Rätsel. Alle Aktionen spielten plötzlich für sich oder wurden ganz aufgegeben, was außerdem dazu führte, das sich eigentlich fast alles nur noch um eine Handlung drehte. Gerade das ärgerte mich schon etwas, da viele Zweige aus meiner Sicht noch unbeendet waren und ich die Geschichten gerne noch weiter verfolgt hätte.  Dies ist übrigens auch mein einziger Kritikpunkt, denn ansonsten überraschte mich das Buch mit einer der wohl schrägsten Geschichten, die ich je erlesen durfte. Ein von Nazis erschaffener Monsterfisch, ein Lynchmord der Gerechtigkeit fordert, eine Ministerin die für positive Stimmen ihren Rassismus zurückstellen muss oder 2 Vampir-Mädchen die in einem Horrorfilm genau diese verkörpern. Kurz um, eine abgefahrene Situation reihte sich an die Nächste und erschaffte dadurch ein obskures, aber auch unterhaltsames Intermezzo. Hier kann ich auch gleich erwähnen, dass mir der Schreibstil, mehr als zusagte. Er war spannend, witzig und schaffte alle Elemente in einer Story unterzubringen, die nicht einmal so weit von unserer Realität lagen. Ja, tatsächlich würde ich einige der Dinge als äußerst realistisch bezeichnen. Gerade die Ministerin welche einen Ekel vor Personen aus der dritten Welt hatte, aber weiter in der Politik aufsteigen wollte, blieb mir doch arg im Gedächtnis, da hier bestimmt so einiges an Wahrheit drin steckte. Dies dürfte man zwar als Ansichtssache betrachten, aber zumindest mich konnte der Autor begeistern. Bitte mehr solcher Geschichten, wobei ich mich erst einmal auf den Vorgänger des Buches freue.  Sagen wir wie es ist. Hätte man alle Elemente bis zum Ende durchgehalten, wäre dieses Buch wohl eines meiner absoluten Jahreshighlights gewesen. Da es aber sich zum Ende aber so auf nur eine Geschichte fixierte, verlor es denn Reiz, welchen der Anfang des Buches erschaffen hatte. Trotzdem werde ich den Autor weiter im Auge behalten, da seine Ideen und der Humor ganz nach meinem Geschmack sind.

Eine Groteske
von einer Kundin/einem Kunden am 28.05.2019

Dieses Buch von Kurt Palm war das erste, das ich von ihm gelesen habe. Und es war mit absoluter Sicherheit nicht das letzte. Nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich mir direkt "Bad Fucking" bestellt. Die Lektüre war äußerst amüsant, und bisweilen blieb mir, des bitterbösen Humors wegen, das Lachen im Halse stecken. Aber K... Dieses Buch von Kurt Palm war das erste, das ich von ihm gelesen habe. Und es war mit absoluter Sicherheit nicht das letzte. Nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich mir direkt "Bad Fucking" bestellt. Die Lektüre war äußerst amüsant, und bisweilen blieb mir, des bitterbösen Humors wegen, das Lachen im Halse stecken. Aber Kurt Palm versteht es großartig, im nächsten Absatz mit neuen Anreizen das Lachen des Lesers nicht nur hervorzukitzeln, sondern deutlich hörbar zu machen. Die Geschichte sprengt dabei alle Genregrenzen. Ursprünglich sollte das Buch "Das Monster aus der Tiefe" heißen, so hat Palm im Deutschlandfunk gesagt. Bis ihm aufgefallen war, dass den Monstern in Menschengestalt gleichviel Bedeutung zugemessen werden kann wie dem monströsen Zuchtfisch im See. Und so bekommt das Buch also auch eine politische Aussage, die sich in der skurrilen, zum Teil absurden Handlung, eingebettet findet. Wer sich auf allen Ebenen gut unterhalten lassen möchte und für grotesken Humor empfänglich ist, dem sei nahegelegt, dieses Buch zu kaufen!

"Und das Land lag öd und leer, und die Zeit war endlos und schwarz..."
von einer Kundin/einem Kunden am 27.05.2019

Da hat Österreich gerade erst die Welt mit einem Meisterwerk der Satire verwöhnt, in dem begnadete Schauspieler ein Treffen zwischen machthungrigen Politikern und einer osteuropäischen Oligarchen-Erbin so glaubhaft mimen, daß man argwöhnt, es könne real sein (selbst die weißen Mehlspuren auf dem mit Alkoholika überfüllten Tisch,... Da hat Österreich gerade erst die Welt mit einem Meisterwerk der Satire verwöhnt, in dem begnadete Schauspieler ein Treffen zwischen machthungrigen Politikern und einer osteuropäischen Oligarchen-Erbin so glaubhaft mimen, daß man argwöhnt, es könne real sein (selbst die weißen Mehlspuren auf dem mit Alkoholika überfüllten Tisch, wohl zum späteren Backen eines russischen Zupfkuchens, sind perfekt ausgelegt und ausgeleuchtet...), da legt der litererarische Teil des kleinen Alpenstaates mit einem neuen Werk von Kurt Palm nach! "Monster" ist ein Roman der sämtliche Genre-Abgrenzungen sprengt, der einfach ungeheuerlich und natürlich in keinster Weise politisch korrekt ist. Ein Buch, das anarchisch, respektlos und böse ist, ein Buch, das man nur als "Trash-Literatur" bezeichnen kann - und das dem Schriftsteller einen Ehrenplatz im Olymp der literarischen Hochkomik auf immerdar sichern wird! Es treten auf: George Romero, der Kult-Regisseur, der seinen finalen Zombiethriller wegen der großzügigen finanziellen Förderung des Landes am Rottensee in Österreich dreht. Hauptdarsteller u.a. zwei lesbische, echte Vampirinnen, die noch eine Rechnung mit einem skrupelosen tschetschenischen Organhändler offen haben. Ein alter Bergbauer, der am Ende des 2. Weltkriegs Zeuge eine Lynchmordes an einem farbigen US-Soldaten wird - und den Haupttäter jetzt, an dessen 90. Geburtstag, damit konfrontieren wird. Eine handvoll Nazis, die in Südamerika an einer schnell wachsenden Fischart biologisch "bastelten", um die Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch zu sichern - und die die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rottensee frei liessen. Ein Polizist, der ausgewiesener Aqua-Phobier ist, und diese Ängste mit Stricken bekämpft - sehr zu seiner Verwunderung tauchen von ihm gefertigte Stulpen an den strammen Waden des Volks-Rock n Rollers auf, der der musikalische Headliner des diesjährigen Seefestes ist. Eine Innenministerin, die leicht fremdenfeindlich angehaucht ist - und ausgerechnet sie muss zu einer afrikanischen Flüchtlingsfamilie zwecks eines PR-Auftritt fahren - das traditionelle nigerianische Gericht, das zum Mittag gereicht wird, hat nicht nur für sie katastrophale Nebenwirkungen. Ein Astronom, der sicher ist, daß seine Himmelsbeobachtungen nur einen Schluß zulassen: Das Ende ist nahe! Diese, und noch viel mehr, Zutaten verarbeitet Palm mit oftmals feiner Sprache zu einem urkomischen Roman - der Rezensent hat sich seit langem auf seinen täglichen Zugfahrten nicht mehr so daneben benommem; störte er doch die meisten Mitreisenden mit permanentem infernalischem Gelächter!


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