Rechtswalzer

Kriminalroman

Franzobel

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Beschreibung

Der erfolgreiche Getränkehändler und Barbesitzer Malte Dinger ist ein Glückspilz. Als er jedoch unverschuldet in die Fänge der Justiz gerät, steht plötzlich seine ganze Existenz auf dem Spiel. Für den Balkan-Casanova Branko ist das Leben da schon vorbei. Vieles deutet darauf hin, dass er das Opfer abseitiger sexueller Praktiken geworden ist, doch Kommissar Groschen glaubt nicht recht daran. Das Verhältnis Brankos zu der lustig gewordenen Witwe des Bautycoons Hauenstein bringt dann die Machenschaften der neuen rechtsnationalen Regierung ans Licht, die den bevorstehenden Opernball als Propagandaspektakel inszenieren will. Franzobels neuer Krimi spielt in der Zukunft, ist aber brandaktuell.

"In seinem Kriminalroman'Rechtwalzer' hat der österreichische Schriftsteller Franzobel das Koalitionsprogramm zu Ende gedacht und mit ein paar Grotesken ausgekleidet - und schon traf er ins Schwarze." Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 28.06.19

"Franzobel garniert seine Geschichte in gewohnter Manier mit grotesken Details und gewagten Metaphern. ... Der Roman ist eine amüsante, flott geschriebene Lektüre mit düsteren Denkanstößen." Ralf Leonhard, taz, 28.02.19

"Der Balanceakt zwischen ernstem Ton und franzobel'schen Witzen gelingt überraschend gut." Sebastian Fasthuber, Falter, 20.02.19

"Franzobel bittet zu einem Tanz zwischen politischer Fiktion und Wiener Krimi-Geschehen. ... Angelehnt ist die Geschichte an Michel Houellebecqs Bestseller 'Unterwerfung' - nur halt auf wienerisch. Und witziger." Juliane Lehmayer, ORF, 13.02.19

„Was auf den ersten Blick so grell überzeichnet wirkt, wird man in fünf oder zehn Jahren vielleicht ganz anders lesen. Wir müden Europäer können ein paar unsanfte Fausthiebe dieser Sorte gerade ganz gut gebrauchen.“ Alexander Solloch, NDR Kultur, 13.02.19

„Geistreich, witzig und spannend – großer Lesespaß. Andererseits auch ein sehr ernsthaft geschriebenes Buch mit komplex gezeichneten Figuren, großem Wortreichtum und den verrücktesten österreichischen Ausdrücken.“ David Eisermann, WDR5 Scala, 05.02.19

„Franzobel bietet eine Fülle von extravaganten Einfällen und überraschenden Wendungen auf, um die Leserin, den Leser über 400 Seiten bei der Stange zu halten. (...) Wer einen Sinn hat für den bizarr-satirischen Zugriff auf die Wirklichkeit, den Franzobel pflegt, wird sich bestens unterhalten bei der Lektüre dieses Buchs, das der unerfreulichen politischen Gegenwart die subversive Macht befreienden Lachens entgegensetzt." Günter Kaindlstorfer, BR Diwan, 03.02.19

„'Rechtswalzer' liest sich ungemein vergnüglich, Franzobel ist und bleibt ein Wortakrobat! Satirisch, g‘schert, scharfzüngig.“ Sabine Willkop, ARTE Metropolis, 27.01.19

„Franzobel steigert sich in eine wunderbare Satire, was wahre Kunst ist, denn auf einen Event (der Opernball, Anm.), der per se schon absurd ist, noch eins draufzusetzen, ist schwer.“ Ingeborg Sperl, Der Standard, 26.01.19

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 28.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-05922-1
Verlag Zsolnay, Paul
Maße (L/B/H) 20,5/12,6/3,5 cm
Gewicht 449 g
Auflage 3. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Die Zukunft Österreichs?

Andrea Gangl, Thalia-Buchhandlung Wien

Eine doch etwas beängstigende Zukunftsversion der österreichischen Politik à la George Orwell. Die eigentliche Kriminalgeschichte ist in diesem Roman nebensächlich. Man ist fasziniert und schockiert gleichzeitig! Sehr witzig!

Elisabeth Matzneller, Thalia-Buchhandlung Wien

Eine düstere Politsatire, die einem gar nicht so utopisch erscheint in der heutigen Zeit.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Vorsicht, das kann überall geschehen!!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 14.03.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Bei RBB Kultur Radio hörte ich einen Teil der Buchlesung und war sofort begeistert. Der Wortschatz des Autors Franzobel und die Lesung von Robert Reinagl in diesem typischen Wiener Lokalkolorit fand ich sehr unterhaltsam. Vielleicht auch etwas für den Schulunterricht.

von einer Kundin/einem Kunden am 09.06.2020
Bewertet: anderes Format

Es ist etwas faul im Staate Österreich und Franzobl streut genüsslich Salz in die schwärende Wunde in diesem satirisch überspitzten Blick in die nahe Zukunft.

Rechtswalzer
von einer Kundin/einem Kunden am 10.05.2019

In Orwellscher Manier malt Franzobel uns die Zukunft aus. Nicht völlig abwegig, aber ziemlich dick aufgetragen, weil Satire alles darf. Trotzdem, der Aufruf, allen gesellschaftlichen Entwicklungen, die in Richtung Totalitarismus gehen, mutig zu trotzen, ist ernst zu nehmen.


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