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Die Ameisensiedlung

Roman

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Sozialer Brennpunkt: Gewalt in der Schule und zu Hause. Die 15-jährige Conny wünscht sich eine bessere Zukunft.
Die 15-jährige Conny lebt mit ihrer alkoholkranken Mutter und ihren jüngeren Halbgeschwistern in der Ameisensiedlung, einem sozialen Brennpunkt am Stadtrand. Von ihrem Vater hat sie die dunkle Hautfarbe und die schwarzen Locken geerbt; kennen gelernt hat sie ihn allerdings nie. Während die Mutter sich mit ständig wechselnden Liebhabern vergnügt, schwänzen Conny und ihre Freunde Andi, Michi und Benni die Schule und hängen am Einkaufszentrum rum. Der Zusammenhalt in ihrer Clique lässt Conny das Leben ein bisschen erträglicher erscheinen. Die Situation zu Hause gerät dagegen immer mehr außer Kontrolle: Viele Liebhaber der Mutter erweisen sich als brutale Schlägertypen. Völlig überfordert kümmert Conny sich um ihre Geschwister, versucht Geld aufzutreiben und gleichzeitig das Jugendamt fern zu halten. Dann findet sie unerwartet in einem Lehrer eine Person ihres Vertrauens. Er macht ihr Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Doch ihre Freunde reagieren misstrauisch und nehmen den Lehrer als Bedrohung war. Die Clique droht zu zerbrechen. Und dann steht Conny vor einer unmöglichen Entscheidung. Andi, Michi und Benni wollen den Lehrer entführen und erpressen, um mit dem Geld endlich raus aus der Ameisensiedlung zu kommen. Conny, vor die Wahl zwischen der Clique und ihrem Lehrer gestellt, stimmt schließlich zu. Obwohl die Entführung misslingt, bekommt Conny eine neue Chance. Der Lehrer nimmt sie bei sich auf, um Conny ein neues Leben in einer bürgerlichen Welt mit allen Chancen zu ermöglichen. Doch Conny fühlt sich fremd in dieser Welt und sehnt sich trotz allem nach ihrer Clique und ihrer Heimat zurück …
Portrait

Mirijam Günter ist in Köln aufgewachsen. Bis zu ihrem 16. Lebensjahr hat sie bereits in sieben verschiedenen Heimen gelebt und etliche Schulen besucht. Nach turbulenten Jahren mit mehreren abgebrochenen Ausbildungen fand sie zum Schreiben und beschloss, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Ihr Debütroman ›Heim‹ wurde mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2003 ausgezeichnet und rief ein breites Medienecho hervor. Der Roman ist nicht autobiographisch, aber die Autorin ist mit der Materie bestens vertraut. Ihr zweiter Roman heißt ›Ameisensiedlung‹ und ist ebenfalls bei dtv junior erschienen. Mirijam Günter lebt heute in Köln-Ehrenfeld. Sie bietet zudem Literaturwerkstätten an, u.a. in JVAs und Schulen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 01.11.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-78212-8
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,1/12,3/2,2 cm
Gewicht 233 g
Auflage 3. Auflage
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Kundenbewertungen

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Schrei nach Liebe
von Rolf Berger aus Hilden am 22.11.2006

Dieses Buch müsste schon fast Zwangslektüre sein für Sozialarbeiter, die ihre diffusen Meinungen über das Leben in den unansehnlichen und unwirtlichen Vorstädten nicht zuletzt in ihrem Studium erlernten und dies dann umzusetzen versuchen (bin selbst Soz. Arbeiter) . Solange man mit Konzepten arbeitet, ohne auf diese menschen zu hören,... Dieses Buch müsste schon fast Zwangslektüre sein für Sozialarbeiter, die ihre diffusen Meinungen über das Leben in den unansehnlichen und unwirtlichen Vorstädten nicht zuletzt in ihrem Studium erlernten und dies dann umzusetzen versuchen (bin selbst Soz. Arbeiter) . Solange man mit Konzepten arbeitet, ohne auf diese menschen zu hören, die da wohnen, werden sich die sozialen Dienste sich verrennen. Deshalb ist dieses Buch so ungewöhnlich gut: es zeigt uns, dass dort andere Sachen passieren als uns die Bildzeitung und andere erbärmliche Zeitungen schildern wollen. Wenn Menschen in der Scheiße hocken, dann ist eben der Kot das, was sie zusammenhält. Günter gelingt es hervorragend, die Gefühle der Kids rüberzubringen; sie weiß, wovon sie spricht, sie hat ähnliche Erfahrungen gesammelt, sonst könnte sie es nicht so eindrucksvoll schildern. Man kommt einfach nicht umhin, diese Conny (Hauptfigur) zu lieben, weil sie ihre Sehnsucht danch einfach öffentlich macht. Und Liebe heißt ja wohl, einen Menschen so anzunehmen, wie er ist und nicht, wie man ihn haben möchte. Das muss auch der Lehrer, ihr vermeintlicher Förderer, irgendwann einsehen. Ich gratuliere Mirijam dazu, dass sie mit dem Schreiben eine Form gefunden hat, ihre Geschichte, ihre Kindheit aufzuarbeiten: sicherlich nicht 1:1; das ist auch nicht notwendig, da es auch nicht möglich ist. Setzten sich mehr Menschen mit ihren Bedürfnissen, die vor allem aus der Kindheit stammen, auseinander, stünden zu sich, wie sie als Kind waren mit all den Hoffnungen und Sehnsüchten, dann lebten wir in einer warmen menschlichen Welt. Was will man mehr?