Verwirrung der Gefühle

Stefan Zweig

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Beschreibung

"Verwirrung der Gefühle" ist eine Novelle des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig, die er im Jahr 1927 veröffentlichte. Sie erzählt die Geschichte eines Akademikers anlässlich seines sechzigsten Geburtstags, der sich an einen Professor erinnert, der ihm in seiner Jugend den Weg zum geistigen und Gefühlsleben eröffnete. Der Text behandelt sowohl die Leidenschaft des Studierens, die er kennenlernt, aber auch die Stärke der Freundschaft zwischen den Generationen. Schließlich thematisiert der Text auch die Liebe zwischen zwei Männern, und die Qual, sich diese Liebe einzugestehen und vom Gegenüber zu erwarten.

Stefan Zweig (1881-1942) war ein österreichischer Schriftsteller. 1934 flüchtete er vor den Nationalsozialisten über London und New York nach Brasilien. In der Nacht vom 22. zum 23. Februar 1942 nahm sich Stefan Zweig in Petrópolis bei Rio de Janeiro das Leben. Depressive Zustände begleiteten ihn seit Jahren. Seine Frau Lotte folgte Zweig in den Tod. In seinem Abschiedsbrief hatte Zweig geschrieben, er werde "aus freiem Willen und mit klaren Sinnen" aus dem Leben scheiden. Die Zerstörung seiner "geistigen Heimat Europa" hatte ihn für sein Empfinden entwurzelt, seine Kräfte seien "durch die langen Jahre heimatlosen Wanderns erschöpft". Stefan Zweig wurde ein Symbol für die Intellektuellen im 20. Jahrhundert auf der Flucht vor der Gewaltherrschaft.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Altersempfehlung 1 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 09.08.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783746749402
Verlag Epubli
Dateigröße 436 KB

Kundenbewertungen

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Psychothriller anno 1928
von Jola am 13.07.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Irene Wagner, eine Dame des gehobenen Bürgertums, betrügt ihren Mann und wird von einer Frau, die sie aus der Wohnung ihres Geliebten kommen sah, erpresst. Sie steht nun vor der Wahl, ihrem Mann alles zu beichten oder Geld aufzutreiben, um sich das Schweigen der Erpresserin zu erkaufen. Irene darf ihren Mann nicht verlieren, wei... Irene Wagner, eine Dame des gehobenen Bürgertums, betrügt ihren Mann und wird von einer Frau, die sie aus der Wohnung ihres Geliebten kommen sah, erpresst. Sie steht nun vor der Wahl, ihrem Mann alles zu beichten oder Geld aufzutreiben, um sich das Schweigen der Erpresserin zu erkaufen. Irene darf ihren Mann nicht verlieren, weil das gleichzeitig ihren gesellschaftlichen Abstieg bedeuten würde, sie verfügt aber auch nicht über genügend eigene Geldmittel, um die immer dreister auftretende Erpresserin zufrieden zu stellen. Stefan Zweig versteht es meisterhaft, sensibel und nachvollziehbar die inneren Konflikte und Ängste der Hauptperson zu beschreiben und fühlbar zu machen. Das Ende der Novelle wartet mit einer gehörigen Überraschung auf, sowohl für den Leser als auch für Irene. Absolut lesenswert. Heute würde man diese Novelle wohl in die Kategorie "Psychothriller" einordnen.

Kleine Meisterstücke
von Zitronenblau am 09.05.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zweigs Erzählungen in diesem Band sind ganz und gar lesenswert. Er behandelt die Reflexion der Gefühlswelten seiner Protagonisten, versucht Psychologien und Charaktere zu entwickeln, um sie zu verstehen. Teilweise erinnert er an Tolstoi oder auch an Voltaire und seine berühmte Angstnovelle ist ein Klassiker der Literaturgeschich... Zweigs Erzählungen in diesem Band sind ganz und gar lesenswert. Er behandelt die Reflexion der Gefühlswelten seiner Protagonisten, versucht Psychologien und Charaktere zu entwickeln, um sie zu verstehen. Teilweise erinnert er an Tolstoi oder auch an Voltaire und seine berühmte Angstnovelle ist ein Klassiker der Literaturgeschichte. Selten ist mir ein Autor untergekommen, der eine so tiefe Sensibilität mit solch starker, kraftvoller Erzähltechnik verbindet. Wer Kurzgeschichten mag, wird diese hier lieben! Großartig!

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