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Die Kunst, sich selbst zu erkennen

Beck Reihe Band 1719


Engen Freunden war nicht verborgen geblieben, daß Schopenhauer ein persönliches "Journal intime" führte, das er sorgfältig unter Verschluß hielt. Nach seinem Tod hat man vergeblich danach gesucht. Der Testamentsvollstrecker Wilhelm von Gwinner ließ durchblicken, er habe das Journal auf Wunsch des Verstorbenen vernichtet. In Wahrheit wurden die Texte im Blick auf eine künftige Biographie des verblichenen Philosophen umfänglich durchforstet. Aufgrund dieser Notizen und der wörtlichen Abschriften ganzer Seiten war es möglich, Schopenhauers Originaltext zu rekonstruieren. Die autobiographischen Notizen, Erinnerungen, Gedankensplitter, Lebensmaximen, Zitate und Sinnsprüche bilden geradezu ein Nachschlagewerk zu Schopenhauers ganz persönlicher Lebensweisheit: der Kunst, sich selbst zu erkennen, das Zusammenleben mit anderen Menschen zu meistern und sich in der Welt zurechtzufinden.

Portrait
Franco Volpi (1952-2009) war Professor für Philosophie an der Universität Padua. Er betreute für den Mailänder Verlag Adelphi die italienische Ausgabe des Nachlasses Schopenhauers und der Werke Heideggers.

Arthur Schopenhauer, 1788 in Danzig geboren, beschloß mit 17, Philosophie zu studieren, und veröffentlichte bereits in seinem 30. Lebensjahr, von der Öffentlichkeit völlig ignoriert, sein Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung".Erst gegen Ende seines Lebens erntete er Ruhm mit dem Werk "Parerga und Paralipomena". Es bildete sich ein kleiner Kreis von Verehrern um den flötespielenden "ungeselligen Gesellen", der seine Pudel "Du Mensch" schimpfte, wenn sie unartig gewesen waren. Schopenhauer starb 1860 in Frankfurt am Main.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Franco Volpi
Seitenzahl 120
Erscheinungsdatum 19.09.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-54161-2
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 19,3/12,4/0,9 cm
Gewicht 122 g
Abbildungen mit einer Abbildung aus Cesare Ripas 'Iconologia'
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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8,20
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Philosophische Hinterlassenschaft
von Leopold Schikora,Therapeut und Dozent aus Bremen am 20.06.2007

Schopenhauer gehört zu meinen Lieblingsphilosophen und prägt mein eigenes Denkertum enorm. Sein Gedankengut hat für mich einen sehr befreienden Charakter und führt meiner Meinung nach zur Selbsterkenntnis und schließlich zur Selbstakzeptanz.Seine meisterhafte Retorik ist beispielhaft. Seine philosophischen Erkenntnisse resultier... Schopenhauer gehört zu meinen Lieblingsphilosophen und prägt mein eigenes Denkertum enorm. Sein Gedankengut hat für mich einen sehr befreienden Charakter und führt meiner Meinung nach zur Selbsterkenntnis und schließlich zur Selbstakzeptanz.Seine meisterhafte Retorik ist beispielhaft. Seine philosophischen Erkenntnisse resultieren nicht nur aus einer Vernunft orientierten Denkanalyse,sondern auch oder vieleicht sogar vorallem,aus einem zu tiefst meditativem Leben.Dies spiegelt sich beispielsweise in der folgenden Aussage des Lehrers:"Ganz er selbst sein darf jeder nur,solange er allein ist.Wer also nicht die Einsamkeit liebt,der liebt auch nicht die Freiheit;denn nur wenn man allein ist,ist man frei!"