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Unterleuten

Das Hörspiel. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie Bestes Hörspiel 2019


Unterleuten erwacht zum Leben: der Bestseller jetzt als Hörspiel

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf Unterleuten irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick darauf wirft, ist bezaubert von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtige aus Berlin gerne kaufen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Kein Wunder, dass schon wenige Tage später im Dorf die Hölle los ist …

Bereits bei ihrer Hörspielfassung von Saša Stanišić' "Vor dem Fest" bewies Judith Lorentz ihr Gespür für Figuren und Atmosphären. Jetzt lässt sie die Menschen aus Unterleuten sprechen: Fließ, Franzen, Meiler, Schaller und all die anderen

Mit Axel Prahl als Automechaniker Schaller, Udo Wachtveil als Spekulant Konrad Meiler, Jördis Triebel als Betty u. v. a..

(6 CDs, Laufzeit: 5h 10)

Portrait
Zeh, Juli
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018). 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

Eichhorn, Hilmar
Hilmar Eichhorn wurde 1954 in Dresden geboren. Er absolvierte die Schauspielschule Ernst Busch in Berlin, es folgten zahlreiche Theaterengagements. Seit 1974 überzeugte er in mehr als 30 TV- und DEFA-Produktionen. Im Mai 1989 verließ er die DDR, kehrte nach der Wende in seine Heimat zurück und ist heute Schauspieler und Regisseur in Halle. Man kennt ihn aus Tatort, SOKO und Polizeiruf 110, aber auch aus Hörspielproduktionen wie In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne oder Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch von Marina Lewycka.

Wachtveitl, Udo
Udo Wachtveitl, 1958 in München geboren, ermittelt seit 1991 als Hauptkommissar Franz Leitmayr im Münchener "Tatort". 2001 erhielt er dafür den Bayerischen Fernsehpreis. Seine Stimme ist zudem durch zahlreiche Dokumentationen und Hörbücher bekannt und beliebt.

Koch, Wolfram
Wolfram Koch wurde 1962 in Paris geboren und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt ausgebildet. Erste Engagements führten ihn an die Freie Volksbühne, an das Schiller-Theater Berlin und an das Schauspiel Frankfurt. 1995 bis 2000 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum, seitdem arbeitet er frei u. a. am Schauspiel Frankfurt, an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und am Deutschen Theater in Berlin. Im Kino gab er 1975 als 13-Jähriger in der Verfilmung des Romans "Ansichten eines Clowns" von Heinrich Böll seinen Einstand in der Rolle des Hans. Zu seinen jüngeren Filmen zählen "Leben mit Hannah" (2006), "Autopiloten" (2006) und "Der Hauptmann" (2017). Im Fernsehen ist er u. a. in den Serien "Tatort" und "Polizeiruf 110" zu sehen. 2017 wurde Wolfram Koch für "Dead Man Working" mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Im Hörverlag ist er u. a. in Jo Nesbøs "Macbeth", Neil MacGregors "Leben mit den Göttern" und James Joyces "Ulysses" (Lesung) zu hören.

Böwe, Winnie
Winnie Böwe, 1973 geboren in Halle, ist Sängerin und Schauspielerin. Sie hat an der Hochschule "Ernst Busch" in Berlin ihr Diplom für Schauspielkunst gemacht und gleichzeitig eine klassische Gesangsausbildung zur Sopranistin absolviert. Sie hat im Maxim Gorki Theater, dem Berliner Ensemble, dem Residenztheater München, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Schauspielhaus Zürich Theater gespielt und gleichzeitig an der Staatsoper Hannover die Eliza Doolittle in "My Fair Lady" und die Hauptrolle in Kurt Weills Musical "Lady in the Dark" gesungen. Für das Fernsehen stand sie zuletzt u.a. für "Der Kriminalist", "Bella Dilemma", "Polizeiruf Rostock", "Tatort Leipzig", "Bella Block", der neuen Serie "Alles Klara" und "Im Angesicht des Verbrechens" von Dominik Graf vor der Kamera. Sie spielte 2012 in dem Kinofilm "Lagerfeuer" unter Regie von Christian Schwochow und man sah sie in dem kontrovers diskutierten Film "Die Kriegerin" von David Wnendt. 2011 spielte sie in "Boxhagener Platz" von Matti Geschonneck und 2009 in "Drei" von Tom Tykwer. Der Kinofilm "Crashkurs" von Anika Wangard lief im Wettbewerb 2012 beim Max Ophüls Preis Filmfestival.Winnie Böwe verfolgt desweiteren diverse musikalische Projekte, mit denen sie regelmäßig Konzerte gibt.

Aljinovic, Boris
Boris Aljinovic, bekannt als Felix Stark aus dem Berliner "Tatort", ist neben zahlreichen Rollen im Theater, Film und Fernsehen (z.B. "7 Zwerge") auch ein erfolgreicher Hörbuchsprecher. Für Random House Audio hat er u.a. sieben Terry Pratchett-Romane sowie "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak eingelesen.

Rotschopf, Michael
Michael Rotschopf, geboren 1969 in Lienz (Österreich), erhielt seine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und wurde bereits während seiner Ausbildung ans Wiener-Burgtheater geholt. 1996 bekam er den O.E. Hasse-Preis der Berliner Akademie der Künste verliehen und arbeitete mit Theaterregisseuren wie Hans Hollmann, Adolf Dresen, Michael Simon und Matthias Hartmann zusammen. Peter Stein engagierte Rotschopf für seine Inszenierungen von Faust (2000), Wallenstein (2007) und Der zerbrochne Krug (2008-2012). Inzwischen ist Michael Rotschopf auch als Sprecher in Konzerten, Hörspielen und Hörbuchproduktionen gefragt.

Rudski, Mandy
Mandy Rudski wurde 1979 in Neuruppin geboren. Von 2000 - 2004 absolvierte sie ein Schauspielstudium an der Universität der Künste (UdK) in Berlin. Seitdem war sie an vielen Film- und Fernsehproduktionen, sowie Theaterinszenierungen beteiligt. Auch verschiedenen Hörspielfiguren lieh sie bereits ihre Stimme.

Peschel, Milan
Milan Peschel machte zunächst eine Ausbildung als Theatertischler und arbeitete als Bühnentechniker, bevor er sich für den Schauspielberuf entschied. Seit 1997 ist er festes Ensemblemitglied an der Berliner Volksbühne. Im Zuge von Gastauftritten ist er aber auch an anderen deutschen und österreichischen Bühnen zu sehen, etwa am Thalia Theater in Hamburg oder bei den Salzburger Festspielen. Neben seiner Bühnenarbeit steht Milan Peschel immer wieder auch vor der Kamera. Für seine darstellerische Leistung wurde er 2006 für den Deutschen Filmpreis in Gold als Bester Hauptdarsteller nominiert. 2010 erhielt er den Deutsche Fernsehkrimipreis für den Tatort "Weil sie böse sind". Milan Peschel ist als Sprecher an einigen Hörspielproduktionen beteiligt, u.a. beim Hörspiel "Kurze Interviews mit fiesen Männern" von David Foster Wallace oder bei Kafka "Der Process".
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Malina Ebert, Axel Prahl, Swetlana Schönfeld, Winnie Böwe, Boris Aljinovic
Anzahl 6
Erscheinungsdatum 29.10.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783844529807
Verlag DHV Der Hoerverlag
Spieldauer 310 Minuten
Verkaufsrang 1.370
Hörbuch (CD)
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18,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Spannend“

Yvonne Simone Vogl, Thalia-Buchhandlung Gmunden

spannend wie ein Krimi ist dieser tolle - abwechslungsreiche - menschliche und fesselnde Geschellschaftsroman. Die unterschiedlichen Charaktere, die einen in diesem Roman begegnen empfand ich als sehr identisch.
volle Empfehlung
tolles Hörerlebnis!!!!!
spannend wie ein Krimi ist dieser tolle - abwechslungsreiche - menschliche und fesselnde Geschellschaftsroman. Die unterschiedlichen Charaktere, die einen in diesem Roman begegnen empfand ich als sehr identisch.
volle Empfehlung
tolles Hörerlebnis!!!!!

„sehr großes Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Unterleuten ist ein idyllisches Dorf irgendwo in Brandenburg. Die Aussicht auf frische Luft, Ruhe und Verlangsamung war unter anderem ausschlaggebend, dass Gerhard und Jule mit Baby von der Stadt aufs Land gezogen sind. Das Eingewöhnen in der Dorfgemeinschaft gelingt zögerlich. Die Einheimischen sind ein schwer zu knackender, kompakter Haufen von Eigenbrötlern. Umgekehrt werden der Vogelkundler mit Frau und Kind von der Dorfgemeinschaft distanziert und wohl auch kopfschüttelnd, links liegen gelassen. Seit aber in unmittelbarer Nachbarschaft von Gerhard und Jule eine Einmann- Autowerkstatt den Betrieb aufgenommen hat, ist es mit der Gemütsruhe vorbei. Ein verbales Aufeinanderprallen trägt nur insoferne zur Verständigung bei, dass die Fronten nunmehr geklärt sind. Der Autohändler denkt nicht daran, das Verbrennen von Altreifen zu unterlassen. Er tut das nun direkt an Gerhards und Jules Gartenzaun. Als auch noch ein Windpark gebaut und die turmhohen Windräder quer durch den Vogelschutzpark aufgestellt werden sollen ist es Zeit für Widerstand. Es ist Zeit für eine Dorfversammlung Unterleuten ist ein idyllisches Dorf irgendwo in Brandenburg. Die Aussicht auf frische Luft, Ruhe und Verlangsamung war unter anderem ausschlaggebend, dass Gerhard und Jule mit Baby von der Stadt aufs Land gezogen sind. Das Eingewöhnen in der Dorfgemeinschaft gelingt zögerlich. Die Einheimischen sind ein schwer zu knackender, kompakter Haufen von Eigenbrötlern. Umgekehrt werden der Vogelkundler mit Frau und Kind von der Dorfgemeinschaft distanziert und wohl auch kopfschüttelnd, links liegen gelassen. Seit aber in unmittelbarer Nachbarschaft von Gerhard und Jule eine Einmann- Autowerkstatt den Betrieb aufgenommen hat, ist es mit der Gemütsruhe vorbei. Ein verbales Aufeinanderprallen trägt nur insoferne zur Verständigung bei, dass die Fronten nunmehr geklärt sind. Der Autohändler denkt nicht daran, das Verbrennen von Altreifen zu unterlassen. Er tut das nun direkt an Gerhards und Jules Gartenzaun. Als auch noch ein Windpark gebaut und die turmhohen Windräder quer durch den Vogelschutzpark aufgestellt werden sollen ist es Zeit für Widerstand. Es ist Zeit für eine Dorfversammlung

„Dorfphilosophie“

Anna Brandstätter, Thalia-Buchhandlung Linz

Oberflächlich betrachtet ist in Unterleuten alles perfekt. Nette Nachbarn, schöne Landschaft und Gemeinschaftssinn. Doch als in dem kleinen Dorf ein Windpark errichtet werden soll scheiden sich die Gemüter und die Probleme der Leute kommen an die Oberfläche.

Ich muss zugeben das ich wohl etwas voreingenommen bin da Juli Zeh zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Und auch der eine oder andere Gesellschaftsroman findet sich in meinen Bücherreihen. Doch trotz der großen Vorfreude hat sie wieder mal meine Erwartungen übertroffen. Nach den meisten Kapiteln musste ich es erst ein mal beiseite legen und alles sacken lassen.
In einem Interview sagte Juli Zeh in allen 11(!) Charakteren sei ein Stück Ihrer selbst. Und auch ich fand mich immer wieder selbst. Ob es der verrückte Naturschützer, die berechnende Pferde Närrin oder der immer wütende, alte Kommunist ist, man bleibt nicht verschont. Genau das war es auch was dieses Buch so spannend für mich machte. Wenn mach sich gerade in jemanden hineingefühlt hatte kam der nächste mit der komplett gegenteiligen Meinung.

Dieses Buch wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben und viele Zitate (die sich in fast jedem Kapitel finden lassen) werde ich wohl auch noch länger zum Besten geben.
Für mich ein Klassiker den jeder gelesen haben sollte.
Oberflächlich betrachtet ist in Unterleuten alles perfekt. Nette Nachbarn, schöne Landschaft und Gemeinschaftssinn. Doch als in dem kleinen Dorf ein Windpark errichtet werden soll scheiden sich die Gemüter und die Probleme der Leute kommen an die Oberfläche.

Ich muss zugeben das ich wohl etwas voreingenommen bin da Juli Zeh zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Und auch der eine oder andere Gesellschaftsroman findet sich in meinen Bücherreihen. Doch trotz der großen Vorfreude hat sie wieder mal meine Erwartungen übertroffen. Nach den meisten Kapiteln musste ich es erst ein mal beiseite legen und alles sacken lassen.
In einem Interview sagte Juli Zeh in allen 11(!) Charakteren sei ein Stück Ihrer selbst. Und auch ich fand mich immer wieder selbst. Ob es der verrückte Naturschützer, die berechnende Pferde Närrin oder der immer wütende, alte Kommunist ist, man bleibt nicht verschont. Genau das war es auch was dieses Buch so spannend für mich machte. Wenn mach sich gerade in jemanden hineingefühlt hatte kam der nächste mit der komplett gegenteiligen Meinung.

Dieses Buch wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben und viele Zitate (die sich in fast jedem Kapitel finden lassen) werde ich wohl auch noch länger zum Besten geben.
Für mich ein Klassiker den jeder gelesen haben sollte.

„Vielschichtiger Gegenwartsroman“

Ursula Kutzer, Thalia-Buchhandlung Wien

Juli Zeh zeichnet anhand des ostdeutschen Dorfs Unterleuten, was für ein witziges Wortspiel, wie höllisch die Idylle oder auch wie idyllisch die Hölle sein kann. Ein gigantischer Windpark soll errichtet werden und während die Befürworter des Projekts den wirtschaftlichen Nutzen für die Region preisen, steht für die Gegner vorallen die damit verbundene Umweltzerstörung im Mittelpunkt ihrer Argumentation. Welten prallen aufeinander, alteingesessene ehemalige Ostdeutsche, die zugezogene Berliner misstrauisch beäugen. Stadtflüchtlinge, die glauben am Land ein völlig anderes Leben finden zu können. Ein wortgewaltiges Werk, das viele gesellschaftliche Probleme unserer Gegenwart entlarvt, den Finger in Wunden legt und gleichzeitig witzige und skurrile Situationen zeigt, die jeder von uns kennt. Ein großer Roman!! Juli Zeh zeichnet anhand des ostdeutschen Dorfs Unterleuten, was für ein witziges Wortspiel, wie höllisch die Idylle oder auch wie idyllisch die Hölle sein kann. Ein gigantischer Windpark soll errichtet werden und während die Befürworter des Projekts den wirtschaftlichen Nutzen für die Region preisen, steht für die Gegner vorallen die damit verbundene Umweltzerstörung im Mittelpunkt ihrer Argumentation. Welten prallen aufeinander, alteingesessene ehemalige Ostdeutsche, die zugezogene Berliner misstrauisch beäugen. Stadtflüchtlinge, die glauben am Land ein völlig anderes Leben finden zu können. Ein wortgewaltiges Werk, das viele gesellschaftliche Probleme unserer Gegenwart entlarvt, den Finger in Wunden legt und gleichzeitig witzige und skurrile Situationen zeigt, die jeder von uns kennt. Ein großer Roman!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
106 Bewertungen
Übersicht
75
27
3
0
1

von einer Kundin/einem Kunden am 15.05.2019
Bewertet: anderes Format

Juli Zeh schafft es den Zeitgeistern unserer Gesellschaft Gesichter zu verleihen. Ja, da gibt es Klischees, die sie gekonnt zu überzeichnen und brechen weiß. Klare Leseempfehlung!

Geniales Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Schiffweiler am 22.02.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Extrem empfehlenswerte Lektüre. Die Geschichte ist witzig, intelligent, traurig, absurd und vor allem sehr wahr! Bestellung des ebooks ohne jegliche Probleme, schnell und reibungslos.

Ein etwas ruhigeres Buch, dem die Tiefe etwas fehlt
von Lia48 am 16.02.2019
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

INHALT: Die Einwohner des irgendwo in Brandenburg angesiedelten Dorfes "Unterleuten", stehen Kopf. Bisher gab es in ihrem kleinen Ort weder Geschäfte, Ärzte, Schulen, oder gar eine Kanalisation. Und nun soll ausgerechnet eine große Windkraftanlage vor ihren Augen errichtet werden! Während sich die einen strikt dagegen wehren, um die ländliche Idylle... INHALT: Die Einwohner des irgendwo in Brandenburg angesiedelten Dorfes "Unterleuten", stehen Kopf. Bisher gab es in ihrem kleinen Ort weder Geschäfte, Ärzte, Schulen, oder gar eine Kanalisation. Und nun soll ausgerechnet eine große Windkraftanlage vor ihren Augen errichtet werden! Während sich die einen strikt dagegen wehren, um die ländliche Idylle zu wahren, gibt es andere, die ihren Nutzen daraus ziehen wollen. Jeder sieht sich im Recht. Und so dauert es nicht lange, bis alte Streitereien wieder ans Tageslicht gelangen... MEINUNG: Mit "Unterleuten" hat Juli Zeh einen vielschichtigen Gesellschaftsroman geschrieben. Dabei wirft der Leser einen Blick hinter die Kulissen. So wird das Buch aus den verschiedenen Perspektiven einiger Dorfbewohner geschildert: Naturschützer, Landwirte, Investoren, Eingesessene, Hinzugezogene - jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge. Durch die vielen Perspektiven ist es nicht unbedingt ein Buch, das man nebenbei lesen kann, man muss sich schon etwas konzentrieren, um die Beziehungen und Absichten der Dörfler zu erkennen. Gleichzeitig lebt das Buch regelrecht von den verschiedenen Blickwinkeln, wodurch das Dorfgeschehen von unterschiedlichen Seiten betrachtet werden kann und dabei anschaulich beschrieben wird. Zudem kommt dadurch ein bisschen Schwung in die Handlung, so dass Längen - die es für mich schon häufig gab - glücklicherweise nie all zu lange anhielten. Mir persönlich blieb die Geschichte trotzdem inhaltlich ein bisschen zu ruhig, was natürlich immer eine Frage des persönlichen Geschmacks sein dürfte. Die zum Teil sehr gegensätzlichen Lebensweisen und Ansichten der Einwohner, boten schon von sich aus einiges an Konfliktpotential für den Verlauf der Geschichte. Dabei wirkten die verschiedenen Charaktere auf mich stets authentisch und ihr Handeln nachvollziehbar. Während ich bei "Neujahr" von dem Blick in die Vergangenheit absolut begeistert war, weil mich dieser so mitgerissen hat, hat mir hier bei "Unterleuten" die Tiefe gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass mich das Buch beim Lesen auch emotional erreicht hätte, was hier leider eher selten der Fall war. Fazit: Ein vielschichtiger Gesellschaftsroman für Leser, die ruhigere Handlungen zu schätzen wissen. Viele interessante Blickwinkel und authentische Charaktere sprechen für das Buch. Längen blieben zum Glück nie all zu lange bestehen. Leider hat mich das Buch persönlich jedoch emotional kaum berührt. 3,5-4/5 Sterne