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Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen


Man sieht erst, was einem fehlt, wenn es verschwindet – Plädoyer für eine gefährdete Tugend



»Wir haben uns schon an zu vieles gewöhnt, an einen rauen, unverschämten Umgangston, Shitstorms, Beleidigungen, Lügen, an eine Maßlosigkeit im Urteil über andere. Die grundlegenden Regeln menschlichen Anstands stehen in Frage. Aber was ist das eigentlich genau: Anstand?« In seinem neuesten Bestseller erkundet Axel Hacke einen schillernden, für manche vielleicht altmodischen, und doch verblüffend aktuellen Begriff. In lockerem Plauderton und mit anregenden Bezügen auf Philosophie und Literatur führt er aus, was im Zusammenleben der Menschen heute zunehmend fehlt. Ein hochaktuelles Buch über die alte, immer wieder neu zu stellende Frage: Wie lebt man richtig, mit sich selbst und mit anderen?

Portrait
Axel Hacke, geboren 1956, ist Journalist und Schriftsteller. Seit 1981 arbeitet er für die Süddeutsche Zeitung als Reporter, Streiflichtautor und Kolumnist des "SZ-Magazins". Er wurde u.a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, dem Theodor-Wolff-Preis und dem Josef-Roth-Preis ausgezeichnet. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 15.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-15964-2
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,8/12,4/1,7 cm
Gewicht 195 g
Verkaufsrang 12056
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Ein Plädoyer für den Anstand
von einer Kundin/einem Kunden aus Potsdam am 27.08.2019

Wirklich lesenswert und anregend darüber nachzudenken was ist Anstand eigentlich und wie können wir die Welt mit unserem Verhalten gestalten. Dieses Buch ist definitiv empfehlenswert!

Absolute Leseempfehlung!
von einer Kundin/einem Kunden am 31.01.2019

Wie wollen wir eigentlich leben? Wie gehen wir miteinander um? Kernfragen, die sich jeder einmal stellen sollte. Sich selbst mal an die Nase fassen und sich fragen: "Was kann ich tun, um die Welt zu einem netteren Ort zu machen?" Denn viel zu oft schauen wir weg und denken uns, dass es uns nicht betrifft... Absolute Leseempfehlung!

Ein must-have Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 17.11.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: Wir leben in schwierigen Zeiten. Jeder von uns kennt Situation, wo er selber oder andere völlig unangemessen angepöbelt werden, mit einer Aggressivität, die uns die Sprache verschlägt. Axel Hacke nimmt sich in diesem Buch der schwierigen Frage über den Anstand an. Erstmal muss überhaupt geklärt werden, was ist denn... Inhalt: Wir leben in schwierigen Zeiten. Jeder von uns kennt Situation, wo er selber oder andere völlig unangemessen angepöbelt werden, mit einer Aggressivität, die uns die Sprache verschlägt. Axel Hacke nimmt sich in diesem Buch der schwierigen Frage über den Anstand an. Erstmal muss überhaupt geklärt werden, was ist denn Anstand? Seine Erläuterungen, Gedanken und Analysen kleidet er in ein Gespräch mit einem Freund. Was für Auswirkungen hat die Globalisierung und das Internet auf den Menschen? Gab es nicht schon immer Leute, die Parolen rausgehauen haben? Was hat sich verändert, das wir es plötzlich so deutlich und überall mitbekommen? Warum sind die Pöbler wie sie sind? Warum hauen sie mit einer solchen Aggressivität um sich? Und was können wir gegen all das tun? So wohl im Internet als auch ganz allgemein? Meine Meinung: Ein ganz wunderbares Buch, das erklärt und nachdenklich macht. Mir persönlich hat es sehr geholfen, den Frust- und Wutbürger besser zu verstehen. Ja, ich möchte sogar sagen, es hat mir geholfen, Mitgefühl zu entwickeln. Generell bin ich ja ein sehr empathischer Mensch, aber auf Intoleranz habe ich bisher immer nur mit Intoleranz reagiert. Das hat sich verändert. Ich denke jetzt eher: "Du arme Socke!". Unteranderem haben mir dabei zwei Aspekte des Buches gut geholfen. "Weil wir, ich sag`s schon wieder, in einer komplizierten Welt leben, in der im Riesenraum des Internets und der Globalisierung dauernd Dinge zusammenstoßen, die andernfalls irgendwie easy aneinander vorbeischweben würden. Und weil es eben ein Unterschied ist, ob man sich gegenüber sitzt und sich die Dinge ins Gesicht sagen muss oder man über seine Computertastatur gebeugt mal eben etwas in den Raum hinauströtet, und dann Kaffee kochen geht und die Sache vergisst, während der andere einen Eisbeutel auf die Beule legt, die ihm mit der erwähnten Rassismus-Keule geschlagen worden ist, oder wutschäumend eine Antwort verfasst, die der erste aber schon nicht mehr liest, weil er, wie gesagt, Kaffee kocht und dann seine Mutter anrufen muss.Und aus dem Baumarkt muss er ja auch noch was besorgen." Zusammen mit Axel Hackes Erläuterungen, warum Menschen ihre Keule mal in die Runde werfen, ziehe ich für mich die Schlussfolgerung daraus: Lass den anderen wüten, er meint nicht mich. Und wenn die Keule angeflogen kommt, gehe einfach einen Schritt zu Seite. Den er sitzt eh schon nicht mehr hinter dem PC. (Als Anmerkung: Die Rede ist von dem einfach Wutbürger, nicht von waschechten Nazis, die Asylantenheime abfackeln.) Der zweite Aspekt, der mir geholfen hat, hat ebenfalls mit meinem gewachsenem Verständnis zu tun, warum manche Menschen aggressiv sind. Viele sind überfordert mit unsere neuen Welt, fühlen sich verunsichert und ausgeliefert. Da es mir nicht so geht, kann ich es mir doch eigentlich leisten, etwas Nachsicht zu üben, wenn ich beim Bäcker angerempelt werde, statt gleich zurück zu meckern. " "Ich meine nicht nur >in Notsituationen<, ich meine ganz grundsätzlich: immer erst einmal den Menschen freundlich begegnen." "Warum sollte man das tun?" "Vielleicht, weil es der einzige Weg ist, die Welt wirklich zum Positiven hin zu verändern. Du wirst scheitern, wenn du versuchst, andere Menschen zu ändern, denn der einzige Mensch, den du wirklich ändern kannst, bist du selbst. Und wenn du selbst der Welt freundlicher entgegentrittst, hast du die möglicherweiße schon ein wenig gebessert." [....] "Freundlichkeit wird ausgenutzt." "Ich habe ja nicht gesagt, dass du blöd sein sollst." " In seinen Gedanken des Wutbürgers gegenüber wirkt er keinesfalls arrogant, sondern er versucht zu verstehen. Das war mir sehr sympathisch, denn ich hatte vorher schon arrogant Gedanken. Einziger Kritikpunkt ist, dass alles in einem durchgeschrieben ist. Ich hätte mir Kapitel gewünscht, in denen man doch schneller mal nachschlagen kann. Aber es lässt sich trotzdem leicht lesen und es ist sehr verständlich geschrieben. Für mich ein must-have Buch. Neben "Die Macht der Geographie" von Tim Marshall ist dieses Werk mein Sachbuch des Jahres.