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Kind ohne Namen

Roman

detebe Band 24448

Nach einem Jahr an der Universität kommt Xenia in ihr Heimatdorf zurück. Sie ist schwanger, doch niemand soll das wissen. Als ein Dutzend Fremde in der Schule einquartiert wird, gerät das Dorf in Aufruhr. Um den Frieden wiederherzustellen, lässt sich Xenias Mutter auf einen verhängnisvollen Handel mit dem Burgherrn ein. Das Pfand: ein ungeborenes Kind.
Portrait
Christoph Poschenrieder, geboren 1964 bei Boston, studierte Philosophie in München und Journalismus in New York. Seit 1993 arbeitet er als freier Journalist und Autor von Dokumentarfilmen. Heute konzentriert er sich auf das literarische Schreiben. Sein Debüt ›Die Welt ist im Kopf‹ wurde vom Feuilleton gefeiert und war auch international erfolgreich. Mit ›Das Sandkorn‹ war er 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Christoph Poschenrieder lebt in München.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 24.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24448-9
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,3/11,4/2,3 cm
Gewicht 242 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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12,40
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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von einer Kundin/einem Kunden am 07.10.2017
Bewertet: anderes Format

Ein Dorf das Angst vor allem Fremden hat. Eine junge Frau, die sich couragiert hinter die neuen Mitbewohner stellt und sich dabei auch noch verliebt. Eine wunderbare Provinzposse

Ein Dorf in den Bergen
von Anyah Fredriksson aus Hannover am 07.10.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nach einem Jahr Studium kehrt Xenia in ihr kleines Heimatdorf zurück, bei Nachfragen gibt sie als Grund den Ausfall eines Professors an, oder sie beteuert, eine kleine Auszeit einzulegen. In Wahrheit ist sie jedoch schwanger und möchte dies so lange wie möglich für sich behalten. Das kleine Dorf verwaist immer mehr, viele sind f... Nach einem Jahr Studium kehrt Xenia in ihr kleines Heimatdorf zurück, bei Nachfragen gibt sie als Grund den Ausfall eines Professors an, oder sie beteuert, eine kleine Auszeit einzulegen. In Wahrheit ist sie jedoch schwanger und möchte dies so lange wie möglich für sich behalten. Das kleine Dorf verwaist immer mehr, viele sind fortgezogen, in die Stadt, weil es dort Arbeit für sie gibt. Die meisten Unternehmen im kleinen Ort liegen brach. Die Menschen, die geblieben sind, sind wortkarg und eigentümlich. Beherrscht werden alle vom Burgherrn, dem Besitzer der Burg am Berg, wobei selbst die Burg dem Dorf lediglich den Rücken zukehrt. Der trügerische Frieden, der im Dorf herrscht, wird jäh unterbrochen, als die Gemeinde zwölf Flüchtlinge einquartieren muss. Hier zeigen sich schnell Missgunst, Fremdenfeindlichkeit und Misstrauen. Xenia, weltoffener als ihre Mitbewohner, nimmt die kleine Gruppe aus dem Nahen Osten unter ihre Fittiche und stößt prompt auf Widerstände. Xenias Mutter, die als ehrenamtliche Bürgermeisterin tätig ist, versucht zu schlichten. Das bringt Probleme mit sich, besonders für Xenia ... In wunderbarer, poetisch angehauchter Sprache erzählt der Autor Christoph Poschenrieder die Geschichte seiner Protagonistin Xenia und die ihres Dorfes. Sein Sprachstil ist einzigartig und unverwechselbar. Jedes Kapitel ist ein fein detailliertes, literarisches Kleinod für sich, das im Gesamten das Leben eines kleinen Dorfes in den Bergen widerspiegelt. Lokalkolorit vom Feinsten! Nicht nur der Alltag sondern auch die Menschen mit ihren Ecken und Kanten sind hervorragend dargestellt. Die Figuren sind allesamt eindringlich und authentisch beschrieben, sie runden die Geschichte in Perfektion ab. Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. In brillanter Weise malt der Autor ein Gesellschaftsbild, wie es stimmiger nicht sein könnte. Leser von modernen, zeitgeschichtlichen Romanen sind hier genau richtig.

Modernisierter Klassiker?
von einer Kundin/einem Kunden am 05.10.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Was für eine Idee - so ziemlich jeder musste in der Schule die Gotthelfs Novelle "Die schwarze Spinne" pflichtschuldigst zerpflücken. Im Kopf geblieben ist mir, vielleicht geht es Ihnen anders, die enge Abgeschiedenheit des Tals, der Pakt mit dem Jäger, das Mal im Gesicht der Frau und die Spinnenplage, die über die Dorfbewohner... Was für eine Idee - so ziemlich jeder musste in der Schule die Gotthelfs Novelle "Die schwarze Spinne" pflichtschuldigst zerpflücken. Im Kopf geblieben ist mir, vielleicht geht es Ihnen anders, die enge Abgeschiedenheit des Tals, der Pakt mit dem Jäger, das Mal im Gesicht der Frau und die Spinnenplage, die über die Dorfbewohner kommt. Poschenrieder greift das Grundgerüst auf und setzt es behutsam in die heutige Zeit, füllt es mit aktuellen Bezügen, ein Dorf, so abgeschieden, dass es einen Handyberg gibt, auf den man steigen muss, um zu telefonieren - in dieses Dorf werden einige Flüchtlinge einquartiert. Die Ankunft der Fremden reisst zwischen den Anwohnern tiefe Gräben auf, es gibt einen Brand, einen Todesfall und Xenia, die der Geburt ihres Kindes immer banger entgegensieht! Und die Spinnen? "Wer wollte behaupten, das Symbolische wirke nicht" Das ist mittlerweile schon das fünfte Buch von Christoph Poschenrieder - meiner Meinung nach ist er immer noch nicht berühmt genug! Seine Ideen, seine Sprache und die Bilder, die er findet, machen jedes Buch zu einem einzigartigen Lesegenuss!