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Verloren in Eis und Schnee

Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow

Ihr dürft euch nicht verlieren!, hat die Mutter den Zwillingen Viktor und Nadja eingeschärft. Doch im überfüllten Bahnhof von Leningrad werden sie auseinandergerissen. Viktor verschlägt es ins entlegene Sibirien. Verzweifelt versucht er, seine Schwester wiederzufinden, und begibt sich auf den gefährlichen Weg quer durch das verschneite Russland. Währenddessen hält Nadja sich auf einer Insel versteckt, wo sich die Lage ebenfalls zuspitzt. In ihren Tagebüchern schildern die Geschwister eindringlich die dramatischen Erlebnisse. Ein beeindruckender Roman, der in der Zeit der Belagerung Leningrads durch die Deutschen spielt. „Gleichermaßen fesselnd wie tiefgründig.“ Die Zeit über "Die Mississippi-Bande" „Ein wunderbares Buch, das einen ganz eigenen Ton hat.“ Die Presse über "Die Mississippi-Bande"
Portrait
Morosinotto, Davide
Davide Morosinotto wurde 1980 in Norditalien geboren. Bereits mit 17 Jahren schrieb er seine erste Kurzgeschichte, die auf der Auswahlliste des renommierten italienischen Literaturpreises "Premio Campiello" stand. Seitdem hat er über 30 Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, für die er zahlreiche Preise erhalten hat. Davide Morosinotto lebt als Autor, Journalist und Übersetzer in Bologna.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 440
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 13.09.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-522-20251-0
Verlag Thienemann
Maße (L/B/H) 22,7/14,5/3,5 cm
Gewicht 753 g
Originaltitel La sfolgorante luce di due stelle rosse. Il caso dei quaderni di Viktor e Nadya
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Cornelia Panzacchi
Verkaufsrang 4774
Buch (gebundene Ausgabe)
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18,50
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Russland im Krieg

Anna Brandstätter, Thalia-Buchhandlung Linz

Nadja und Viktor hatten eine schöne Kindheit in St. Petersburg. Bis die Deutschen Russland im zweiten Weltkrieg angriffen und plötzlich nichts mehr wie vorher war. Als alle Kinder aus der Stadt evakuiert werden schärfen die Eltern den Zwillingen ein zusammen zu bleiben. Doch im Gedränge am Bahnhof werden die Beiden getrennt und in verschiedene Richtungen gebracht. Eine Odyssee beginnt in der die Geschwister versuchen einander zu finden. Mitten in den Kriegswirren im russischen Winter. Fazit: Ich war ja schon vorher großer Fan von Davide Morosinotto mit seinem Debüt "Die Mississippi-Bande" und obwohl ich wahnsinnig große Erwartungen hatte hat er sie noch einmal übertroffen. Das Buch ist sehr aufwendig gestaltet was einem wirklich das Gefühl gibt die Tagebücher der Jugendlichen in der Hand zu halten. Besonders gefallen haben mir die Notizen die "Oberst Smirnow" an den Rand geschrieben hat. (Er ermittelt gegen die Zwillinge aber ich möchte hier nicht zu viel verraten!) Diese zeigen, dass für uns heute gesehen sehr strenge Rechtssystem in Russland und bringen einem auch den dort herrschenden Patriotismus näher. Der Aufbau der Geschichte war sehr gelungen. Abwechselnd erzählen die Geschwister ihre Erlebnisse die teils sehr berührend, spannend aber zwischendurch auch wieder positiv sind. Ich kann dieses Buch nur jedem wärmsten empfehlen. Der 2. Weltkrieg darf nicht in Vergessenheit geraten und auch erfundene Geschichten können uns beim Aufarbeiten helfen. Für Jugendliche ab 12 finde ich es teilweise etwas heftig obwohl die brutalen Szenen oft nur angedeutet werden. Trotzdem sterben hier Kinder, Menschen hungern und Städte werden zerbombt. Dafür lohnt es sich aber auch für Erwachsene zu lesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Verloren in Eis und Schnee
von einer Kundin/einem Kunden am 24.02.2019

Eine äußerst spannende Geschichte über zwei Geschwister, die im zweiten Weltkrieg während der Belagerung Leningrads auf der Flucht getrennt werden. Ihr Überlebenskampf bei unglaublicher Kälte und anderen Widrigkeiten wird sehr realistisch und nicht beschönigt geschildert. Dieser Roman für junge Menschen ab 12 Jahre ist auch für... Eine äußerst spannende Geschichte über zwei Geschwister, die im zweiten Weltkrieg während der Belagerung Leningrads auf der Flucht getrennt werden. Ihr Überlebenskampf bei unglaublicher Kälte und anderen Widrigkeiten wird sehr realistisch und nicht beschönigt geschildert. Dieser Roman für junge Menschen ab 12 Jahre ist auch für Erwachsene lesenswert.

Wow
von Tamara am 22.02.2019

Nadja und Victor sind ganz normale Geschwister, die sich zanken und trotzdem lieben. Ihr Zusammenhalt wird auf die Probe gestellt, als sie aus Leningrad fortgeschafft werden sollen, denn sie werden getrennt. Trotz 2 verschiedenen Zügen hoffen sie am Ziel der Züge wieder beisammen zu sein. Was sie nicht wissen, weil sie gute Ko... Nadja und Victor sind ganz normale Geschwister, die sich zanken und trotzdem lieben. Ihr Zusammenhalt wird auf die Probe gestellt, als sie aus Leningrad fortgeschafft werden sollen, denn sie werden getrennt. Trotz 2 verschiedenen Zügen hoffen sie am Ziel der Züge wieder beisammen zu sein. Was sie nicht wissen, weil sie gute Kommunisten sind und ihren Staat niemals in Frage stellen würden, ist das diejenigen, die über das Land regieren korrupt sind und über Kinderleichen gehen. Und so bleibt Zug 76 in dem Nadja sitzt in Leningrad zurück, während Zug 77 nach Sibirien fährt und somit die Zwillinge trennt.Victor wird zum Anführer seiner Gruppe Jugendlicher, bricht aus, läuft weg und versucht zu seiner Schwester zu kommen. Er ist ein unglaublich starker Charakter, aber ich denke ohne seine Freunde hätte er es niemals so weit geschafft.Grade das, ist irgendwo eine schwierige Frage... Würdest du dein Essen, dein Geld, alles was du hast mit anderen teilen? Würdet ihr dann zusammen zum Ziel kommen? Woher weiß man, dass man nicht ausgenutzt und hinterrücks ermordet wird? Oder wäre man besser alleine dran?In Victors Fall hat er seine Freunde gebraucht und sie haben ihn gebraucht. Trotzdem sieht man wie es immer weniger werden und das ist Schrecklich, doch es herrscht Krieg und Victor muss sich entscheiden. Ich fürchte ich hätte mich genauso entschieden.Nadja ist ebenfalls stark, auf ihre Art. Sie versucht das richtige zu tun, das wenige was sie erreichen kann. Und sie ist meine persönliche Heldin. Sie schafft es die sturen Erwachsenen von ihrem Plan zu überzeugen und rettet das Leben aller in der Festung, mehrmals. Ich bewundere sie wirklich.Es ist fantastisch als die beiden endlich wieder vereint sind, aber am besten gefiel mir die Szene wo sie durchs Funkgerät miteinander reden. Es kam so unerwartet. Und es war einfach nur pure Erleichterung. Was hat das denn bitte für einen Sinn, jemanden für das Vergehen eines anderen zu bestrafen?Franz tut mir irgendwie leid, von Kindern gefangen genommen... Wobei, im zweiten Weltkrieg haben wahrscheinlich mehr Kinder gekämpft, als Erwachsene...Der Moment, in dem Nadja erfährt, dass Clara Deutsche ist, finde ich sehr Ausschlaggebend: Nadja denkt kurz, Clara wäre Schuld an allem was ihr passiert ist, denn es ist ja ihr Volk, dass für alles Verantwortlich ist.Ich denke diese Art zu denken hat alles erst so schlimm gemacht: Ein ganzes Volk für die Fehler eines Einzelnen verantwortlich zu machen. Andere generell für die Fehler anderer zu verurteilen.Klar, es war nicht nur einer, aber es waren auch nicht alle und die meisten wollten gar nicht.Trotzdem war es der größte Fehler sinnlos zu folgen; Befehle zu befolgen ohne mal selbst nachzudenken, ohne eine eigenständige Meinung.Das ist Falsch.Das sieht man auch ganz wunderbar an dem Kommissar, der am Ende jedes Buches seine folgsamen Kommentare gibt. Oh ja, er ist ein wahrer Kommunist und ein wahrer Idiot. Ich meine, Entschuldigung, aber der Typ folgt auch einfach nur Regeln die ihm irgendwer, der ganz große Angst hat, seine Macht zu verlieren, diktiert hat. Er denkt weder darüber nach, was die Kinder, und es sind verdammt nochmal Kinder die er da verurteilen will, erlebt haben. Wie es ihnen dabei ging und was sie alles geopfert haben... Sie haben getan, was sie für richtig hielten. Und es war das Richtige. Familie geht nun mal vor. Für was sollte man denn sonst kämpfen, wenn nicht für diejenigen die man liebt? "Es gibt auch deutsche, die gegen Hitler kämpfen." *Clara "Diejenigen die Victor und mich eingesperrt haben, waren Russen. Die Frau, die Victor 3 Finger abgehackt hat, war auch Russin" *Clara Fanatiker gibt es überall. Es sind nicht immer die Anderen, es sind auch die eigenen Leute. Man muss sich echt mal an die eigene Nase packen und die Schuld nicht immer bei Anderen suchen. "Ich führe nur Befehle aus und fertig" *Boris der Matrose Wie schon gesagt, denken sollte man können... "Für mich selbst, muss ich meine eigenen Entscheidungen treffen" *Nadja Es geht darum Franz zu befreien, und ich finde Nadja hat es gut auf den Punkt gebracht. Es wird Franz's Entscheidung sein, wieder Leute, Russen, zu erschießen. Selbst wenn sie ihn freilassen, es ist seine Entscheidung. "Weil es so richtig ist" *Nadja Was soll man sonst noch dazu sagen? JA, ist es. Naja, auf jeden Fall sind die Beiden (Nadja und Viktor) angeklagt gegen die Grundsätze des Kommunismus verstoßen zu haben, obwohl sie maßgeblich daran beteiligt waren das Russland die Deutschen besiegen konnte. 650 Menschen sind allein in Leningrad gestorben und es wären noch mehr gewesen wenn die LKW Straße nicht entstanden wäre, die nur wegen Victor und Nadja, Anna, Clara und all der anderen entstehen konnte. Sie haben diese ganzen Menschen gerettet. Am Ende muss sich der Kommissar dann entscheiden, was er mit all dem anfangen soll, wie soll die Anklage aussehen. Zuerst versucht er ein paar Ausreden zu finden: Mindernde Umstände durch Jugendliches Alter. Victor und Nadja scheinen wie zwei große leuchtende Sterne in der Dunkelheit... *Ja man, schön dass du das auch mal siehst. Dann erklärt der Kommissar dem Leser, dass er alles unter den Tisch fallen lässt, da ja hohe Funktionäre beteiligt waren und man das geheim halten müsse. War ja klar. Lasse bloß niemanden wissen, dass die korrupten Russen schuld waren. Die Hefte sollen also vernichtet werden, weil sich angeblich alles was darin geschrieben steht, niemals ereignet hat. Dadurch, praktischerweise, haben Victor und Nadja dies alles nicht erlebt und sind somit Unschuldig. LOGIK? Sind sie dann Lügner oder was?

Zweiter Weltkrieg in Russland..
von einer Kundin/einem Kunden am 21.02.2019

Die bewegende Geschichte der Zwillinge Viktor und Nadja 1941 in Russland lässt keinen Leser unbeeindruckt! Während einer Evakuierung aus Leningrad werden die Geschwister voneinander getrennt und müssen nun jeweils alleine gegen die Wirren des Krieges und die bittere Kälte ankämpfen. Abwechselnd und in Tagebuchform berichten Vi... Die bewegende Geschichte der Zwillinge Viktor und Nadja 1941 in Russland lässt keinen Leser unbeeindruckt! Während einer Evakuierung aus Leningrad werden die Geschwister voneinander getrennt und müssen nun jeweils alleine gegen die Wirren des Krieges und die bittere Kälte ankämpfen. Abwechselnd und in Tagebuchform berichten Viktor und Nadja von ihrer unglaublichen Geschichte. Die wunderbare Sprache, die tolle Aufmachung und die gut recherchierte Geschichte machen das Buch zu einem unvergesslichen Leseerlebnis.