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Böses Mädchen

Roman

Blanche und Christa sind Freundinnen. Bis Blanche das wahre Gesicht ihrer Freundin erkennt: Sie ist die Antichrista. Gekommen, nicht um sie zu erretten, sondern um sie zu zerstören.
Portrait
Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. Seit ihrer Jugend schreibt sie wie besessen. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in 39 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 25.07.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23552-4
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,1/11,2/2 cm
Gewicht 145 g
Originaltitel Antéchrista
Auflage 8. Auflage
Übersetzer Brigitte Grosse
Verkaufsrang 74103
Buch (Taschenbuch)
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10,30
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Eine metaphysische Prüfung
von Ulrike am 04.03.2019

Die sechzehnjährige Blanche ist ein stilles, introvertiertes Mädchen. Nichts sehnlicher wünscht sie sich eine Freundin. Trotz ihrer jungen Jahre studiert sie schon an der Universität in Brüssel. Dort trifft sie auf Christa und fühlt sich sofort von ihr angezogen. Doch die Freundschaft zu dem charismatischen Mädchen endet in eine... Die sechzehnjährige Blanche ist ein stilles, introvertiertes Mädchen. Nichts sehnlicher wünscht sie sich eine Freundin. Trotz ihrer jungen Jahre studiert sie schon an der Universität in Brüssel. Dort trifft sie auf Christa und fühlt sich sofort von ihr angezogen. Doch die Freundschaft zu dem charismatischen Mädchen endet in einem desaströsen Machtspiel. „Plötzlich schoss es mir durch den Kopf: Sie hieß gar nicht Christa. Ihr wahrer Name war „Antichrista“.“ Es geht eine ungeheuer zerstörerische Kraft von Christa aus. Christa holt Blanche nicht aus ihrer Unsichtbarkeit. „Christa hatte nicht mich gesehen – sie hatte mein Problem gesehen. Und zu ihrem Werkzeug gemacht.“ Punktgenau legt Christa aus reiner Freude an der Boshaftigkeit immer wieder den Finger auf Blanches wunde Punkte. Blanche hatte ihr dazu keinen Anlass gegeben. Christa agiert so, weil sie es kann. Mit Lügen und vorgetäuschtem Charme wickelt sie sogar Blanches Eltern um den Finger, spielt Tochter und Eltern gegeneinander aus. Blanche übt sich in immer wiederkehrenden inneren Dialogen, um sich gegen die Intrigen zur Wehr zusetzten. In Gedanken nennt sie Christa nur mehr die Intrigantin, die Besatzerin, die Antichrista. Es braucht viel Mut, bis Blanche Christa demaskiert und das wahre Gesicht Christas zum Vorschein kommt. „Die Gleichung lautet folgendermaßen: Christa war so schön wie Antichrista scheußlich.“ Lange habe ich überlegt, ob Blanche und Christa nicht eins sind, zwei Seiten einer Medaille, die Gute, Helle - Blanche – gegen das Böse, Dunkle – Christa. Viel spricht dafür, mache Entwicklungen im Roman dagegen. Es ist vor allem der Schluss, der mich zum Grübeln brachte. Böses Mädchen ist kurz und knapp, ganz Amélie Nothomb. Blanche sieht sich mit einer „metaphysischen Prüfung“ konfrontiert“. Es ist die Suche nach einer Identität, nach einem Platz, einer Haltung im Leben eines Mädchens an der Schwelle zum Erwachsen werden. Der Roman bietet einen enormen Interpretationsspielraum und bleibt bis zum Schluss rätselhaft.

Freunde oder Feinde
von Kaffeeelse am 11.10.2018

Blanche, ein 16-jähriges Mädchen, Tochter zweier Lehrer, in gutsituiertem Umfeld lebend, beginnt an der Universität Brüssel zu studieren, ist Einzelkind und Einzelgängerin, liest für ihr Leben gern, ist aber auch sehr einsam, wird aufgrund ihrer Schüchternheit auch nicht von Anderen wahrgenommen, wünscht sich dringend eine Freun... Blanche, ein 16-jähriges Mädchen, Tochter zweier Lehrer, in gutsituiertem Umfeld lebend, beginnt an der Universität Brüssel zu studieren, ist Einzelkind und Einzelgängerin, liest für ihr Leben gern, ist aber auch sehr einsam, wird aufgrund ihrer Schüchternheit auch nicht von Anderen wahrgenommen, wünscht sich dringend eine Freundin. Und getreu dem Motto "Wehe, was ich rief" taucht eine "Freundin" auf. Christa, ebenfalls 16-jährig, aber das genaue Gegenteil der stillen Blanche, ist lebenslustig und allseits beliebt. Blanche wird von ihr in der Uni angesprochen; Blanche wundert sich zwar warum, sie reagiert aber schließlich leichtgläubig, denn der Drang zur Freundschaft obsiegt schlussendlich über ihre Zweifel. Christa schleicht sich listig und manipulierend in das Leben von Blanche und ihren Eltern ein, dominiert alle sogar, bis der Figur Blanche dann die Manipulationen auffallen und sich ihr das Bild der Antichrista eröffnet. Amélie Nothomb besitzt einen Schreibstil mit einem riesigen Sog, man kann das Buch schlecht weglegen. Die Sprache ist einfach, aber auch sehr schön und die Handlung und die Charaktere sind gut entworfen. Es gibt kleinere Mängel, z.B. dass die Eltern von Blanche der Figur Christa verfallen, finde ich etwas abwegig. Aber die Art der Schreibe macht mich neugierig auf mehr von Frau Nothomb.

enttäuschend
von Schneeflöckchen am 29.02.2016

Inhalt Blanche studiert an der Uni und ist ein Mauerblümchen. Sie hat keine Freunde und hatte auch keine Erfahrung, was eine Beziehung angeht. Somit ist sie mit ihren jungen Jahren auch noch Jungfrau und trägt dazu noch Schlabberklamotten. Sie beneidet Christa, die hübsch ist und viele Freunde auf der Uni hat. Vor allem ist... Inhalt Blanche studiert an der Uni und ist ein Mauerblümchen. Sie hat keine Freunde und hatte auch keine Erfahrung, was eine Beziehung angeht. Somit ist sie mit ihren jungen Jahren auch noch Jungfrau und trägt dazu noch Schlabberklamotten. Sie beneidet Christa, die hübsch ist und viele Freunde auf der Uni hat. Vor allem ist sie von Jungs umgeben. Eines Tages kommen die beiden ins Gespräch und so entwickelt sich eine gewisse Freundschaft zwischen den beiden. Doch im späteren Verlauf der Geschichte erkennt Blanche Christas zweites bzw. wahres Gesicht. Meinung Die Geschichte ist zwar unterhaltsam, jedoch oberflächlich geschrieben. Sie wurde kurz gefasst und der Leser erhält keinen tieferen Einblicke in die Charaktere. Des Weiteren ist die Geschichte umgangssprachlich geschrieben. Sie ist nicht sehr reizvoll und fesselt den Leser auch nicht zum Weiterlesen. Für die Bahnfahrt würde sich die Lektüre vielleicht eignen. Fazit Eine schlechte Lektüre.