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Vincent

Roman. Kentucky Literary Award Finalist for Fiction 2004

(36)
Wußten Sie, daß große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman ›Beschützer‹ dafür, daß ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden? Vincent – ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.
Portrait
Joey Goebel ist 1980 in Henderson, Kentucky, geboren, wo er auch heute lebt und Schreiben lehrt. Seine früheren Romane ›Vincent‹, ›Freaks‹ und ›Heartland‹ wurden in 14 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen: ›Ich gegen Osborne‹
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 27.03.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23647-7
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,1/11,5/2,5 cm
Gewicht 335 g
Originaltitel Torture the Artist
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Hans M. Herzog, Matthias Jendis
Verkaufsrang 35.748
Buch (Taschenbuch)
13,40
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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„"Du wirst niemals glücklich sein"“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Vincent beginnt mit dem Satz „Tut mir leid, dass Du es ausgerechnet von mir erfährst, aber Du wirst niemals glücklich sein.“ Und ist zugleich der erste Satz eines Briefes, den der etwas betrunkene Harlan an den kleinen Vincent schreibt. „Du wirst niemals glücklich sein.“ Harlan ist ein Musikmanager mit nur einen einzigen Klienten und dass ist Vincent. Er begleitet Harlan ab frühester Kindheit und sorgt persönlich dafür, dass diesem mit sehr vielen Talenten ausgestatteten Künstler, niemals die Tragödien des Lebens ausgehen. Denn nur ein Künstler der leidet kann wahre Kunst erschaffen. Jedenfalls glaubt Harlan fest daran.

Vincent ist in drei Teile geteilt und ist nicht wie man vermuten könnte aus der Sicht Vincents geschrieben, sondern aus der seines Managers Harlan Eiffler. Darin kritisiert der wirklich talentierte Romancier Joey Goebel die Unterhaltungsindustrie und erzählt bewegend die Sehnsüchte und Enttäuschungen von Heranwachsenden. Meiner Meinung nach gibt es, trotz der Unmengen an guter und neuer Unterhaltungsliteratur, nur wenige, die das Geschichtenerzählen so gut beherrschen wie es eben Goebel vermag. In einem Interview hat er verraten, dass er die Idee zu diesem Roman hatte während er ein Liebeslied im Radio hörte. Welcher Song es war weiß er heute nicht mehr oder will es vielleicht nicht verraten. Das Lied brachte ihn auf einen Gedanken: Was wäre wenn hinter allen Liebesballaden ein einziger Künstler steckte? Was müsse passieren damit dieser Künstler für eine lange Zeit auf einem hohen Niveau kreativ bleiben könnte? Goebel kam zu dem Schluss, dass dieser Künstler schlussendlich leiden müsse. Künstlerische Höchstleistungen würden vor allem aus der seelischen Not heraus enstehen. Dadurch ist der Hauptprotagonist der Geschichte ein richtiges Ekelpaket, der den armen Vincent immer weiter quält, um aus ihm noch den letzten Tropfen Kreativität zu pressen. Die Idee das Schicksal für einen anderen Menschen zu spielen und ihn aus dem Verborgenen heraus zu lenken ist dem Schriftsteller gut gelungen. Falls es nun noch jemanden gibt, der die Romane von Joey Goebel noch gar nicht kennt, dem sei nun jedes einzelne empfohlen. Jeder ist einzigartig und großartig verfasst.


Vincent beginnt mit dem Satz „Tut mir leid, dass Du es ausgerechnet von mir erfährst, aber Du wirst niemals glücklich sein.“ Und ist zugleich der erste Satz eines Briefes, den der etwas betrunkene Harlan an den kleinen Vincent schreibt. „Du wirst niemals glücklich sein.“ Harlan ist ein Musikmanager mit nur einen einzigen Klienten und dass ist Vincent. Er begleitet Harlan ab frühester Kindheit und sorgt persönlich dafür, dass diesem mit sehr vielen Talenten ausgestatteten Künstler, niemals die Tragödien des Lebens ausgehen. Denn nur ein Künstler der leidet kann wahre Kunst erschaffen. Jedenfalls glaubt Harlan fest daran.

Vincent ist in drei Teile geteilt und ist nicht wie man vermuten könnte aus der Sicht Vincents geschrieben, sondern aus der seines Managers Harlan Eiffler. Darin kritisiert der wirklich talentierte Romancier Joey Goebel die Unterhaltungsindustrie und erzählt bewegend die Sehnsüchte und Enttäuschungen von Heranwachsenden. Meiner Meinung nach gibt es, trotz der Unmengen an guter und neuer Unterhaltungsliteratur, nur wenige, die das Geschichtenerzählen so gut beherrschen wie es eben Goebel vermag. In einem Interview hat er verraten, dass er die Idee zu diesem Roman hatte während er ein Liebeslied im Radio hörte. Welcher Song es war weiß er heute nicht mehr oder will es vielleicht nicht verraten. Das Lied brachte ihn auf einen Gedanken: Was wäre wenn hinter allen Liebesballaden ein einziger Künstler steckte? Was müsse passieren damit dieser Künstler für eine lange Zeit auf einem hohen Niveau kreativ bleiben könnte? Goebel kam zu dem Schluss, dass dieser Künstler schlussendlich leiden müsse. Künstlerische Höchstleistungen würden vor allem aus der seelischen Not heraus enstehen. Dadurch ist der Hauptprotagonist der Geschichte ein richtiges Ekelpaket, der den armen Vincent immer weiter quält, um aus ihm noch den letzten Tropfen Kreativität zu pressen. Die Idee das Schicksal für einen anderen Menschen zu spielen und ihn aus dem Verborgenen heraus zu lenken ist dem Schriftsteller gut gelungen. Falls es nun noch jemanden gibt, der die Romane von Joey Goebel noch gar nicht kennt, dem sei nun jedes einzelne empfohlen. Jeder ist einzigartig und großartig verfasst.


„Torture the artist“

Lisa Tritscher, Thalia-Buchhandlung Wien

Die Idee: Die Organisation "New Renaissance" hat es sich zum Ziel gesetzt, endlich wieder einmal gute Musik, gute TV-Serien und gute Filme auf den Markt zu bringen, da die derzeitige Unterhaltungsindustrie nur Musik/Serien/Filme mit sehr flachem Niveau für die breite Masse herausbringt.
Ihr Leitsatz: "Nur ein leidender Künstler kann wahre Kunst vollbringen."
Fazit: Ein Wunderkind muss ausgewählt werden, das nach seiner Schulausbildung einen Manager zur Seite gestellt bekommt, welcher für das Seelen-Unwohl des neuen Renaissance-Menschen sorgen soll, damit der leidende Künstler rund um die Uhr hochwertige Kunst produzieren kann. Vorgegaukelte unheilbare Krankheiten, Isolation von der Welt und natürlich Freundinnen, die entweder bestochen oder anderweitig dazu überredet werden den Leidenden zu verlassen, sind die Folge.
Und wirklich: Vincent Spinetti schreibt unkonventionelle Lieder, Filmdrehbücher und Serieninhalte, die zuerst zögerlich von Medienkonzernen und Publikum angenommen und schließlich zu wahren Kassenschlagern werden. Dem Künstler bleibt der große Ruhm jedoch immer verwehrt; dafür sorgt "New Renaissance".
Doch so gut das Projekt für die Unterhaltungsindustrie bzw. für die Menschheit auch ist, wie lange kann es moralisch fortbestehen?

Schon alleine den Inhalt von "Vincent" bzw. die Idee von "New Renaissance" finde ich genial, unmoralisch, (für den Protagonisten) schmerzhaft und so unglaublich gut zu unserer heutigen Medienwelt passend, dass mich das Buch von der ersten Seite an fasziniert hat. Wegen seines aktuellen Themas und seiner pausenlosen, akkuraten Seitenhiebe auf die heutige Medienindustrie verstehe ich nicht ganz, warum auf "Vincents" Buchrücken der Inhalt als "satirisch" beschrieben wird, aber dies nur nebenbei.
"Vincent", das im amerikanischen Original passenderweise "Torture the artist" heißt, zeichnet sich durch seine Unmoral, seine Genialität und seine Aktualität aus; sprich: es lässt sich genau mit ebenjenen Worte beschreiben, die ich weiter oben bereits angeführt habe, weshalb es für mich wieder einmal ein fabulöses, angenehm ungewöhnliches Buch war.
Bei der Bewertung ziehe ich deshalb Joey Goebel nur einen Stern für seine oft vulgäre Wortwahl ab, durch die er mich nicht für sich einnehmen konnte.
Die Idee: Die Organisation "New Renaissance" hat es sich zum Ziel gesetzt, endlich wieder einmal gute Musik, gute TV-Serien und gute Filme auf den Markt zu bringen, da die derzeitige Unterhaltungsindustrie nur Musik/Serien/Filme mit sehr flachem Niveau für die breite Masse herausbringt.
Ihr Leitsatz: "Nur ein leidender Künstler kann wahre Kunst vollbringen."
Fazit: Ein Wunderkind muss ausgewählt werden, das nach seiner Schulausbildung einen Manager zur Seite gestellt bekommt, welcher für das Seelen-Unwohl des neuen Renaissance-Menschen sorgen soll, damit der leidende Künstler rund um die Uhr hochwertige Kunst produzieren kann. Vorgegaukelte unheilbare Krankheiten, Isolation von der Welt und natürlich Freundinnen, die entweder bestochen oder anderweitig dazu überredet werden den Leidenden zu verlassen, sind die Folge.
Und wirklich: Vincent Spinetti schreibt unkonventionelle Lieder, Filmdrehbücher und Serieninhalte, die zuerst zögerlich von Medienkonzernen und Publikum angenommen und schließlich zu wahren Kassenschlagern werden. Dem Künstler bleibt der große Ruhm jedoch immer verwehrt; dafür sorgt "New Renaissance".
Doch so gut das Projekt für die Unterhaltungsindustrie bzw. für die Menschheit auch ist, wie lange kann es moralisch fortbestehen?

Schon alleine den Inhalt von "Vincent" bzw. die Idee von "New Renaissance" finde ich genial, unmoralisch, (für den Protagonisten) schmerzhaft und so unglaublich gut zu unserer heutigen Medienwelt passend, dass mich das Buch von der ersten Seite an fasziniert hat. Wegen seines aktuellen Themas und seiner pausenlosen, akkuraten Seitenhiebe auf die heutige Medienindustrie verstehe ich nicht ganz, warum auf "Vincents" Buchrücken der Inhalt als "satirisch" beschrieben wird, aber dies nur nebenbei.
"Vincent", das im amerikanischen Original passenderweise "Torture the artist" heißt, zeichnet sich durch seine Unmoral, seine Genialität und seine Aktualität aus; sprich: es lässt sich genau mit ebenjenen Worte beschreiben, die ich weiter oben bereits angeführt habe, weshalb es für mich wieder einmal ein fabulöses, angenehm ungewöhnliches Buch war.
Bei der Bewertung ziehe ich deshalb Joey Goebel nur einen Stern für seine oft vulgäre Wortwahl ab, durch die er mich nicht für sich einnehmen konnte.

„sehr böse, sehr gut“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Hauptdarsteller in diesem Roman von Joey Goebel sind -
Vincent, ein hochbegabter Junge,
seine Mutter - allerdings in ebendieser Rolle weniger begabt und
ein alternder, schwerkranker Medienmogul, der sein Geld mit seichten, durchschnittstauglichen Unterhaltungssendungen gemacht hat.
Eitelkeit ist vermutlich ausschlaggebend, dass er eine Eliteschule gründet und Vincent wird darin der Hauptdarsteller.
"Wahre Kunst entsteht nur, wenn der Künstler leidet".
Mit Sicherheit ist Abwesenheit von Glück die bekannteste Ursache von großen Gedanken, großer Musik und wird zum Leitsatz.


Hauptdarsteller in diesem Roman von Joey Goebel sind -
Vincent, ein hochbegabter Junge,
seine Mutter - allerdings in ebendieser Rolle weniger begabt und
ein alternder, schwerkranker Medienmogul, der sein Geld mit seichten, durchschnittstauglichen Unterhaltungssendungen gemacht hat.
Eitelkeit ist vermutlich ausschlaggebend, dass er eine Eliteschule gründet und Vincent wird darin der Hauptdarsteller.
"Wahre Kunst entsteht nur, wenn der Künstler leidet".
Mit Sicherheit ist Abwesenheit von Glück die bekannteste Ursache von großen Gedanken, großer Musik und wird zum Leitsatz.


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Kundenbewertungen

Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
25
9
2
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 08.02.2018
Bewertet: anderes Format

Ein immer aktuell bleibender Roman, der sich mit den Künstlern und ihrer Kunst kritisch auseinander setzt. Muss einem Leid widerfahren um das Bestmögliche erschaffen zu können?!

von einer Kundin/einem Kunden am 23.10.2017
Bewertet: anderes Format

" Du wirst niemals glücklich sein ..." Vincent, ein Genie, das zum Leiden auserkoren wurde, um daraus Kreativität zu schöpfen ... äußerst eindringlich und bewegend!

von einer Kundin/einem Kunden am 18.10.2017
Bewertet: anderes Format

Skurril, bissig, tragisch! Wer steckt hinter all den berühmten Popsongs und Filmen? Kein anderer als Vicent, ein Künstler, tief unglücklich, aber genial! Ein großartiges Buch!