Der Stich der Biene

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Der Stich der Biene

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ab 23,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

5904

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Kunstmann, A

Seitenzahl

700

Maße (L/B/H)

22,1/15,3/5,4 cm

Beschreibung

Rezension

"Glanz und Elend der Pubertät, bourgeoise Niedertracht und die Panik vor dem Weltuntergang beschreibt der Autor mit Präzision und Eleganz - und zeichnet dabei das Sittenbild einer halb tragischen, halb komischen Krisenepoche."
Wolfgang Höbel, Der Spiegel

Details

Verkaufsrang

5904

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Kunstmann, A

Seitenzahl

700

Maße (L/B/H)

22,1/15,3/5,4 cm

Gewicht

976 g

Auflage

1

Originaltitel

The Bee Sting

Übersetzt von

Wolfgang Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95614-581-0

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Ein Familiendrama, das es in sich hat

Martina *Blubie* aus Schönau am 26.04.2024

Bewertungsnummer: 2187660

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich war drei Tage weg, in Irland, ohne Pause, mitten in Murrays Familiendrama. Ich fühle mich gerade so, als hätte mich ein Vulkan ausgespuckt. Wie genial war das denn bitteschön? Der Plot, die Charaktere, der Schreibstil... das Ende! Im Buch folgen wir 700 Seiten lang der Familie Barnes, in einer Kleinstadt in Irland. Eine gut situierte Familie, die vom Familienbetrieb - Verkauf von Autos - leben, bis der Finanzcrash dem Ganzen ein Ende bereitet. Wir erleben also den Abstieg dieser Familie, den Zerfall. Im Mittelpunkt stehen Mutter Imelda, Vater Dickie, Tochter Cass (die grade den Sprung ins Erwachsenenleben macht) und Sohn PJ ca. 12 Jahre alt. Jedem Familienmitglied wird ein großer Abschnitt gewidmet und wir folgen nicht nur der Rahmenhandlung fortlaufend aus unterschiedlichen Blickpunkten, sondern tauchen tief in die jeweiligen Charaktere ein. Beginnend mit der frustrierten Teenager Tochter, danach ihr kleiner Bruder... was ein geschickter Schachzug von Murray ist, denn so lernen wir locker die Struktur der Familie kennen. Weiter geht es mit Imelda, hier gibt es natürlich außer der fortlaufenden Handlung auch mehr zu erzählen, nämlich ihre Vorgeschichte - ebenso wie bei Dickie. Murray schafft es nicht nur dass sich seine Charaktere authentisch anfühlen, er benutzt auch unterschiedliche Stilmittel. Im ganzen Buch verwendet er keine Anführungszeichen bei direkten Reden, bei Imelda verzichtet er sogar auf alle Satzzeichen. Mir ist das - ich schwöre es bei allem was mir heilig ist - noch nicht mal gleich aufgefallen. Es passt einfach perfekt. Gegen Ende wechselt er sogar von der narrativen Stimme zur zweiten Person Singular, das macht toal was mit einem beim Lesen. Thematisch wird enorm viel behandelt: Gewalt in der Familie, Homosexualität, starre Rollenbilder, Lebenslügen, Trauerbewältigung,... die Sprache ist manchmal hart, aber auch das hat für mich gepasst. Zwischendurch hat Murray mich sogar zum Lachen gebracht, worüber ich bei all der Härte auch sehr dankbar war. Während die Protagonisten anfangs viel Raum bekommen, wechseln sich am Ende die Kapitel in immer kleineren Abständen ab und man spürt beim Lesen, dass sich das Finale regelrecht zuspitzt. Ja, und dann ist es da: das Finale! Ich glaube, das spaltet die Leser:Innen in zwei Lager. Diejenigen, die sich veralbert fühlen weil es offen ist und diejenigen, die versuchen hinter das Ende zu gucken, das man sehr unterschiedlich ausdeuten kann. Dieses Buch ist für geduldige Leser:Innen, die dicke Bücher mögen und sich nicht an außergewöhnliche Schreibstilen stören. Für Buddyreads und Leserunden schon fast prädestiniert. Für mich ein absolutes Highlight, das Wolfgang Müller großartig übersetzt hat.
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Ein Familiendrama, das es in sich hat

Martina *Blubie* aus Schönau am 26.04.2024
Bewertungsnummer: 2187660
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich war drei Tage weg, in Irland, ohne Pause, mitten in Murrays Familiendrama. Ich fühle mich gerade so, als hätte mich ein Vulkan ausgespuckt. Wie genial war das denn bitteschön? Der Plot, die Charaktere, der Schreibstil... das Ende! Im Buch folgen wir 700 Seiten lang der Familie Barnes, in einer Kleinstadt in Irland. Eine gut situierte Familie, die vom Familienbetrieb - Verkauf von Autos - leben, bis der Finanzcrash dem Ganzen ein Ende bereitet. Wir erleben also den Abstieg dieser Familie, den Zerfall. Im Mittelpunkt stehen Mutter Imelda, Vater Dickie, Tochter Cass (die grade den Sprung ins Erwachsenenleben macht) und Sohn PJ ca. 12 Jahre alt. Jedem Familienmitglied wird ein großer Abschnitt gewidmet und wir folgen nicht nur der Rahmenhandlung fortlaufend aus unterschiedlichen Blickpunkten, sondern tauchen tief in die jeweiligen Charaktere ein. Beginnend mit der frustrierten Teenager Tochter, danach ihr kleiner Bruder... was ein geschickter Schachzug von Murray ist, denn so lernen wir locker die Struktur der Familie kennen. Weiter geht es mit Imelda, hier gibt es natürlich außer der fortlaufenden Handlung auch mehr zu erzählen, nämlich ihre Vorgeschichte - ebenso wie bei Dickie. Murray schafft es nicht nur dass sich seine Charaktere authentisch anfühlen, er benutzt auch unterschiedliche Stilmittel. Im ganzen Buch verwendet er keine Anführungszeichen bei direkten Reden, bei Imelda verzichtet er sogar auf alle Satzzeichen. Mir ist das - ich schwöre es bei allem was mir heilig ist - noch nicht mal gleich aufgefallen. Es passt einfach perfekt. Gegen Ende wechselt er sogar von der narrativen Stimme zur zweiten Person Singular, das macht toal was mit einem beim Lesen. Thematisch wird enorm viel behandelt: Gewalt in der Familie, Homosexualität, starre Rollenbilder, Lebenslügen, Trauerbewältigung,... die Sprache ist manchmal hart, aber auch das hat für mich gepasst. Zwischendurch hat Murray mich sogar zum Lachen gebracht, worüber ich bei all der Härte auch sehr dankbar war. Während die Protagonisten anfangs viel Raum bekommen, wechseln sich am Ende die Kapitel in immer kleineren Abständen ab und man spürt beim Lesen, dass sich das Finale regelrecht zuspitzt. Ja, und dann ist es da: das Finale! Ich glaube, das spaltet die Leser:Innen in zwei Lager. Diejenigen, die sich veralbert fühlen weil es offen ist und diejenigen, die versuchen hinter das Ende zu gucken, das man sehr unterschiedlich ausdeuten kann. Dieses Buch ist für geduldige Leser:Innen, die dicke Bücher mögen und sich nicht an außergewöhnliche Schreibstilen stören. Für Buddyreads und Leserunden schon fast prädestiniert. Für mich ein absolutes Highlight, das Wolfgang Müller großartig übersetzt hat.

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Stichhaltig

Bewertung am 16.04.2024

Bewertungsnummer: 2179756

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal braucht es das Überspitzte und Lächerliche, um die Tragik begreifbar zu machen. Hier in diesem Buch sitzen der Witz und die Verrücktheit wie der Stachel einer Biene im Fleisch einer unglücklichen irischen Familie. Jeder der vier, Vater, Mutter, Tochter, Sohn spüren den Schmerz und wollen sich den Stachel ziehen, doch sie bekommen ihn nicht recht zu fassen und bohren ihn sich nur immer tiefer in die Haut. Es juckt und lässt sich einfach nicht ignorieren. Die Metapher beschreibt das Buch für mich. Es ist ebenso unterhaltsam wie tragisch. Ich mochte vor allem wie klug, ehrlich und gleichzeitig vor allem liebe- und verständnisvoll der Autor diese Familie porträtiert und seziert. Auf diese Weise kann sich jeder den Stachel im eigenen Fleisch ein Stück weit ziehen ohne sich bloßgestellt zu fühlen. Einziges Manko ist für mich die Länge. Die Metapher und die Handlung kämpft damit die über 700 Seiten zu füllen. Etwas kürzer wäre die Geschichte vielleicht noch besser gewesen. Gut ist sie aber auch so. Vor allem wird sie mir in Erinnerung bleiben. Ebenso wie der Stich einer Biene noch eine Weile schmerzt, nachdem der Stachel herausgezogen ist, wird auch dieses Buch nach seinem Ende noch mit seinen Ideen und Botschaften eine Weile nachwirken.
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Stichhaltig

Bewertung am 16.04.2024
Bewertungsnummer: 2179756
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal braucht es das Überspitzte und Lächerliche, um die Tragik begreifbar zu machen. Hier in diesem Buch sitzen der Witz und die Verrücktheit wie der Stachel einer Biene im Fleisch einer unglücklichen irischen Familie. Jeder der vier, Vater, Mutter, Tochter, Sohn spüren den Schmerz und wollen sich den Stachel ziehen, doch sie bekommen ihn nicht recht zu fassen und bohren ihn sich nur immer tiefer in die Haut. Es juckt und lässt sich einfach nicht ignorieren. Die Metapher beschreibt das Buch für mich. Es ist ebenso unterhaltsam wie tragisch. Ich mochte vor allem wie klug, ehrlich und gleichzeitig vor allem liebe- und verständnisvoll der Autor diese Familie porträtiert und seziert. Auf diese Weise kann sich jeder den Stachel im eigenen Fleisch ein Stück weit ziehen ohne sich bloßgestellt zu fühlen. Einziges Manko ist für mich die Länge. Die Metapher und die Handlung kämpft damit die über 700 Seiten zu füllen. Etwas kürzer wäre die Geschichte vielleicht noch besser gewesen. Gut ist sie aber auch so. Vor allem wird sie mir in Erinnerung bleiben. Ebenso wie der Stich einer Biene noch eine Weile schmerzt, nachdem der Stachel herausgezogen ist, wird auch dieses Buch nach seinem Ende noch mit seinen Ideen und Botschaften eine Weile nachwirken.

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Der Stich der Biene

von Paul Murray

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Edith Berger

Thalia Graz – Murpark

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5/5

ungemein großes, pralles Lesevergnügen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als die Weltwirtschaftskrise hereinbricht, bleibt auch die Familie Barnes nicht verschont. Der vom Großvater Maurice Barnes aufgebaute Autohandel hat der Familie Ansehen und Wohlstand gebracht. Mittlerweile wird das Geschäft von seinem Sohn Dickie und seiner Frau Imelda geführt. Die weltweite Krise macht auch vor dem Privatleben der Familie Barnes nicht halt. Während das Ansehen und das Vermögen der Barnes‘ sinkt, steigen die Sorgen und Auseinandersetzungen zwischen Dickie und Imelda. Ihre gemeinsamen Kinder PJ und Cass versuchen möglichst unbeschadet durch dieses Chaos durchzukommen. Ein frommer Wunsch. „Der Stich der Biene“ von Paul Murray ist ein großes, fesselndes Lesevergnügen und stand zurecht auf der Shortlist Booker Prize 2023
5/5

ungemein großes, pralles Lesevergnügen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als die Weltwirtschaftskrise hereinbricht, bleibt auch die Familie Barnes nicht verschont. Der vom Großvater Maurice Barnes aufgebaute Autohandel hat der Familie Ansehen und Wohlstand gebracht. Mittlerweile wird das Geschäft von seinem Sohn Dickie und seiner Frau Imelda geführt. Die weltweite Krise macht auch vor dem Privatleben der Familie Barnes nicht halt. Während das Ansehen und das Vermögen der Barnes‘ sinkt, steigen die Sorgen und Auseinandersetzungen zwischen Dickie und Imelda. Ihre gemeinsamen Kinder PJ und Cass versuchen möglichst unbeschadet durch dieses Chaos durchzukommen. Ein frommer Wunsch. „Der Stich der Biene“ von Paul Murray ist ein großes, fesselndes Lesevergnügen und stand zurecht auf der Shortlist Booker Prize 2023

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