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Band 1
Verstehenschaffen. Lebenserinnerungen Band 1

Meine erwachsene Kindheit

Charkiw 1941-1945

Buch (Taschenbuch)

21,50 €

inkl. gesetzl. MwSt.
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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.10.2023

Verlag

Verlag Angelika Gontadse

Seitenzahl

202

Maße (L/B/H)

15/11/4,2 cm

Beschreibung

Rezension

Liebe Leserin, lieber Leser, Sie haben die einmalige Gelegenheit, mit dem Leben der großen sowjetischen und russischen Schauspielerin Ljudmila Gurtschenko in Berührung zu kommen. Bei der Lektüre ihrer Erinnerungen werden Sie ihre Kindheit miterleben, die Zeiten des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit nachempfinden und sich schlicht in ihr wirkliches Leben hineinversetzen.
Ich habe Ljudmila Gurtschenko immer mit Marlene Dietrich verglichen – zwei Frauen mit großem schauspielerischem Talent, aber unterschiedlichen Schicksalen. Ich bin froh, dass ich Ljussja viele Jahre lang nahestand. Wir teilten unsere Geheimnisse, unsere Freuden und Sorgen.
Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre des Buches und bin mir sicher, dass Sie sich anschließend noch mehr für das Werk dieser großen Frau interessieren werden.
Ihr Abt Daniil Irbits, Prior des russisch-orthodoxen Klosters St. Georg zu Götschendorf bei Berlin

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.10.2023

Verlag

Verlag Angelika Gontadse

Seitenzahl

202

Maße (L/B/H)

15/11/4,2 cm

Gewicht

149 g

Übersetzt von

Doreen Blask

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910325-56-2

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Kleines Mädchen schlägt sich unter deutscher Besatzung durch

Bewertung am 04.12.2023

Bewertungsnummer: 2081603

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wie reagiert eine 6-Jährige auf den Überfall durch einen rücksichtslosen Feind, der die Heimatstadt in Schutt und Asche bombt und willkürliche Erschießungen vornimmt, wenn der eigene Vater ihr Gesicht zum Schrecken dreht, damit sie das Geschehen versteht? Sie lernt zu überleben. Eine 6-Jährige kann das, denn sie versteht die Zerstörungslust der deutschen Besatzer von Charkiw 1941-1943 – erst Wehrmacht, dann Waffen-SS – nicht als Umwertung aller Werte, nicht als Zerstörung der Zivilisation, von der sie noch nichts weiß. Der Vater meldet sich an die Front, Mutter und Tante versuchen sich auf dem Markt oder bei Butterfahrten im anfangs unberührten Hinterland. Es kommt aber nicht viel dabei heraus, und die kleine Ljussja wird bald zur Haupternährerin der Familie – und ist mit Recht stolz darauf. Ljussja entdeckt ihre Talente. Die spätere Ikone des sowjetischen und russischen Films singt in der Wehrmachtskaserne für ein Kochgeschirr voll Eintopf und lernt gute von bösen Deutschen zu unterscheiden. Sie hat Glück. Ihr geschieht kein Leid – außer Hunger, Durst, Költe. Sie entdeckt ihre Liebe zum Film bei Marika Rökk und lauscht ergriffen einem russischen Sänger in der Marktkneipe, wo auch deutsche Soldaten verkehren. (Über seinen mitreißenden Gesang hinaus schreibt man ihm einen beachtlichen Sprengstoffanschlag zu. Sein Assistent wird als Partisan erschossen.) Da man unter den obwaltenden Umständen sein Geld nicht auf ehrliche Weise verdienen kann, schließt sie sich einer Kinderbande an, die auf dem Markt stiehlt. Aber sie muss sich dort immer wieder beweisen. Es gibt genug andere geeignete Mädchen. (Als sie dem einstigen Bandenführer später als berühmte Schauspielerin noch einmal begegnete, wollte sie erst nicht an diese Zeit erinnert werden, doch irgendwann fielen die beiden in den Heimatdialekt.) Wir wissen, dass die Rote Armee Charkiw befreit hat, dass Ljussjas Vater wohlbehalten aus dem Krieg zurückkehrte, dass Ljussja eine Gesangslaufbahn einschlug und Ljudmila Gurtschenko schließlich die bedeutendste sowjetische, später russische Schauspielerin wurde, in zahllosen Musik- und Kostümfilmen mitwirkte, sich später auch zu einer ausdrucksstarken Charakterdarstellerin entwickelte. Was niemand jemals wusste: Wenn sie leidende Frauen spielte, spielte sie die eingebrannten Reflexe aus der Besatzungszeit nach. Ihre eigenen Erinnerungen sind für immer verschoben; die Realität ist nicht auffindbar. Der ikonische Film mit Marika Rökk ist erst nach der Besatzung erschienen, die Befreiung war nicht während der Akazienblüte – traumatische Verschiebungen, Grabplatten über den wahren Geschehnissen. Solche Narben wirken fort. Zwei weitere Erinnerungsbände stehen aus.
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Kleines Mädchen schlägt sich unter deutscher Besatzung durch

Bewertung am 04.12.2023
Bewertungsnummer: 2081603
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wie reagiert eine 6-Jährige auf den Überfall durch einen rücksichtslosen Feind, der die Heimatstadt in Schutt und Asche bombt und willkürliche Erschießungen vornimmt, wenn der eigene Vater ihr Gesicht zum Schrecken dreht, damit sie das Geschehen versteht? Sie lernt zu überleben. Eine 6-Jährige kann das, denn sie versteht die Zerstörungslust der deutschen Besatzer von Charkiw 1941-1943 – erst Wehrmacht, dann Waffen-SS – nicht als Umwertung aller Werte, nicht als Zerstörung der Zivilisation, von der sie noch nichts weiß. Der Vater meldet sich an die Front, Mutter und Tante versuchen sich auf dem Markt oder bei Butterfahrten im anfangs unberührten Hinterland. Es kommt aber nicht viel dabei heraus, und die kleine Ljussja wird bald zur Haupternährerin der Familie – und ist mit Recht stolz darauf. Ljussja entdeckt ihre Talente. Die spätere Ikone des sowjetischen und russischen Films singt in der Wehrmachtskaserne für ein Kochgeschirr voll Eintopf und lernt gute von bösen Deutschen zu unterscheiden. Sie hat Glück. Ihr geschieht kein Leid – außer Hunger, Durst, Költe. Sie entdeckt ihre Liebe zum Film bei Marika Rökk und lauscht ergriffen einem russischen Sänger in der Marktkneipe, wo auch deutsche Soldaten verkehren. (Über seinen mitreißenden Gesang hinaus schreibt man ihm einen beachtlichen Sprengstoffanschlag zu. Sein Assistent wird als Partisan erschossen.) Da man unter den obwaltenden Umständen sein Geld nicht auf ehrliche Weise verdienen kann, schließt sie sich einer Kinderbande an, die auf dem Markt stiehlt. Aber sie muss sich dort immer wieder beweisen. Es gibt genug andere geeignete Mädchen. (Als sie dem einstigen Bandenführer später als berühmte Schauspielerin noch einmal begegnete, wollte sie erst nicht an diese Zeit erinnert werden, doch irgendwann fielen die beiden in den Heimatdialekt.) Wir wissen, dass die Rote Armee Charkiw befreit hat, dass Ljussjas Vater wohlbehalten aus dem Krieg zurückkehrte, dass Ljussja eine Gesangslaufbahn einschlug und Ljudmila Gurtschenko schließlich die bedeutendste sowjetische, später russische Schauspielerin wurde, in zahllosen Musik- und Kostümfilmen mitwirkte, sich später auch zu einer ausdrucksstarken Charakterdarstellerin entwickelte. Was niemand jemals wusste: Wenn sie leidende Frauen spielte, spielte sie die eingebrannten Reflexe aus der Besatzungszeit nach. Ihre eigenen Erinnerungen sind für immer verschoben; die Realität ist nicht auffindbar. Der ikonische Film mit Marika Rökk ist erst nach der Besatzung erschienen, die Befreiung war nicht während der Akazienblüte – traumatische Verschiebungen, Grabplatten über den wahren Geschehnissen. Solche Narben wirken fort. Zwei weitere Erinnerungsbände stehen aus.

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von Ljudmila Gurtschenko

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